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#1

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in Philosophisches und Grübeleien 26.08.2008 00:54
von Joame Plebis | 3.371 Beiträge | 3363 Punkte
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#2

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in Philosophisches und Grübeleien 26.08.2008 18:13
von Gemini • Long Dong Silver | 3.067 Beiträge | 3067 Punkte

Hallo Joame

Also hier ist doch sicherlich von Gott die Rede. Was mich verwundert ist, dass du selbst plötzlich zu solch einer freien Schreibweise gefunden hast, die du damals verpönt hast. Was auffällt, sind natürlich die Wiederholungen einiger Wörter. Also eigentlich Füllwörter, die dem Lesefluss dienlich sind und das gehetzte Suchen unterstreichen.
Am Ende bleibt die Frage im Raum stehen und man weiß natürlich was gemeint ist, aber für meine Begriffe hinterfragt sich die lyrische Figur, die ja auch in dem Fall der Verfasser ist, nicht.
Das Ich wird nur am Ende kurz erwähnt und das Gedicht bleibt so substanzlos.

Der letzte Absatz wirft aber dann doch die These auf, dass das alles Umfassende aufgesplittert wurde und so alles was da kreucht und fleucht am Beginn der Sinnsuche steht. Der Urknall, die Entstehung des Individuums.
Was hier aber eindeutig fehlt, sind Impulse in einer anderen Richtung. Das hintanstehen des "Ich's" in deinen Zeilen.

Lieben Gruß

Gem

Über mich erzählten sie endlose Schrecklichkeiten und Lügen, dass einem schier die Phantasie platzen wollte. Offenbar stärkte es sie innerlich, derart über mich herzuziehen, es brachte ihnen Gott weiß welche Art Mut, den sie brauchten, um immer erbarmungsloser zu werden, widerstandsfähiger und regelrecht bösartig, um durchzuhalten, um zu überstehen. Und auf diese Weise schlecht zu reden, zu verleumden, zu verachten, zu bedrohen, das tat ihnen ganz offenbar gut.

L.F Celine

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#3

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in Philosophisches und Grübeleien 26.08.2008 20:42
von Joame Plebis | 3.371 Beiträge | 3363 Punkte
Danke, Gemini!

So ähnlich mag es sein; prinzipiell gut erfasst.
Die freie Schreibweise, die ich derzeit seltener praktiziere, ist erklärbar, wenn Du das Datum unten ansiehst, das bezeugt, daß ich einen alten 'Gedankensplitter'
vorzeige, auch wenn es gewichtige Stellen hier im Forum
nicht gerne sehen.
Warte nur ab, gleich kann der höfliche Kommentar kommen:
"Scheisse bleibt Scheisse!" Dieser hat besonders produktiven Charakter.


Es ist eine gewisse zornige Empörung vorhanden, wer sich bloß nur erdreistet, zu richten und trennend einzuteilen. Der gewaltige Vorteil für Dich, Du machtest Dir 1958 keine Gedanken über solchen Schmarrn.

Gruß
Joame
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#4

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in Philosophisches und Grübeleien 26.08.2008 22:10
von Gemini • Long Dong Silver | 3.067 Beiträge | 3067 Punkte
Eigentlich will ich mich mit meiner Kritik gar nicht richtig anfreunden, da sie von Grund auf falsch ist. Schon der erste Satz birgt den Fehler. Es ist nicht Gott, der gesucht wird, sondern es entsteht eine umkehr in dem letzten Absatz. Es heißt vielmehr, dass das Ich sich selbst entstehen lässt.
Der Mensch gebiert sich selbst.
Das fehlende Glied welches ich gesucht habe, ist der Verfasser. ich habe das nur durchschaut, weil ich dich kenne. Wenn man diese Zeilen höher anlegt, dann ist also der Verfasser der Heiland, der mit den Puppen spielt. So gesehen bin ich einer Finte aufgesessen, die ich allerdings selbst aufgelöst habe. Es ist eine Karrikatur auf hoher Ebene, die mir durch das Lesen von unglaublichen Mist in letzter Zeit einfach nicht aufgefallen ist. Es ist der Mensch der versucht ist sich selbst zu gebähren. Es ist also so, dass dieser Sinn erst in einer vierten Dimension wahrgenommen werden kann und das beim schnellen lesen leicht übersehen wird.

Über mich erzählten sie endlose Schrecklichkeiten und Lügen, dass einem schier die Phantasie platzen wollte. Offenbar stärkte es sie innerlich, derart über mich herzuziehen, es brachte ihnen Gott weiß welche Art Mut, den sie brauchten, um immer erbarmungsloser zu werden, widerstandsfähiger und regelrecht bösartig, um durchzuhalten, um zu überstehen. Und auf diese Weise schlecht zu reden, zu verleumden, zu verachten, zu bedrohen, das tat ihnen ganz offenbar gut.

L.F Celine

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#5

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in Philosophisches und Grübeleien 26.08.2008 22:15
von Habibi (gelöscht)
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Hallo Joame, ich war doch glatt auch über das Datum gestolpert und habe mich gefragt, in welchem Bezug es zu deinem Gedicht steht. Niemals hätte ich mir träumen lassen, dass du das schon ein Jahr bevor ich das Licht der Welt erblickte, geschrieben hast! Vielleicht rührt der Stil und auch der etwas sehr allgemein gehaltene und moralisierende Inhalt auch aus diesen fernen Tagen. Sorry, aber ich kann wirklich nicht viel damit anfangen, eigentlich gar nichts. Die letzte Strophe ist mir sogar völlig unverständlich. Abgesehen von der stilistisch schlechten - und vom anderen völlig abweichenden - Wortstellung im letzten Satz. Von mir also leider kein Lob diesmal.

Grüße von Habibi
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#6

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in Philosophisches und Grübeleien 26.08.2008 22:21
von Gemini • Long Dong Silver | 3.067 Beiträge | 3067 Punkte

Sorry habibi,

aber ich springe mal für einen Dichter in die Presche, obwohl das niemals nicht mein Stil ist, aber nach der kurzen Durchsicht deiner Gedichte, nehme ich mir das Recht heraus dich etwas zu dämpfen. Sollte dieses Gedicht hier tatsächlich 58 geschrieben worden sein, dann zeigt es eindeutige Züge der modernen Dichtung, welche du ja auch anstrebst. Mehr noch, ich denke, dass es sogar schon so alt ist, dass es wieder vergessen wurde und nun wieder aufflammt. Ich selbst war im Netz einer der Vorreiter und sehe mit unbehagen was die neuen daraus machen, also etwas mehr Respekt.

Über mich erzählten sie endlose Schrecklichkeiten und Lügen, dass einem schier die Phantasie platzen wollte. Offenbar stärkte es sie innerlich, derart über mich herzuziehen, es brachte ihnen Gott weiß welche Art Mut, den sie brauchten, um immer erbarmungsloser zu werden, widerstandsfähiger und regelrecht bösartig, um durchzuhalten, um zu überstehen. Und auf diese Weise schlecht zu reden, zu verleumden, zu verachten, zu bedrohen, das tat ihnen ganz offenbar gut.

L.F Celine

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#7

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in Philosophisches und Grübeleien 26.08.2008 22:28
von Habibi (gelöscht)
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Hallo Gemini, ich weiß wirklich nicht, warum du meinst, mich hier so abkanzeln und belehren zu müssen. Wenn du was zu meinen Gedichten sagen willst, würde ich mich freuen. Ich denke, dass ich es in meinem Kommentar nicht an Respekt habe mangeln lassen. Ich würde nie etwas ähnlich
Gelagertes abgeben wie das Zitierte von Joame. Aber es muss doch wohl gestattet sein, meine Meinung zu sagen. Ansonsten wäre ich hier in diesem Forum wirklich fehl am Platze. Und wovon du der Vorreiter im Netz warst und was deiner Meinung nach die Neuen daraus machen, hat sich mir auch nicht erschlossen. Meinst du damit die "moderne Dichtung" allgemein oder das Ausgraben von fünfzig Jahre alten Gedichten oder was???

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#8

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in Philosophisches und Grübeleien 26.08.2008 23:03
von Simone • Mitglied | 1.674 Beiträge | 1674 Punkte
@Gemini

also den Satz müsstest du mir mal bitte erklären:


Zitat:

Gemini schrieb am: 26.08.2008 22:21
Sollte dieses Gedicht hier tatsächlich 58 geschrieben worden sein, dann zeigt es eindeutige Züge der modernen Dichtung


… wenn der Text 1958 entstanden ist, zeigt er Züge der modernen Dichtung. wäre er aber heute Abend entstanden, dann nicht, oder wie ist das gemeint? … also entweder er Zeigt er Züge der modernen Dichtung, oder nicht. was hat denn das Entstehungsjahr damit zutun? … wäre Rilke, schriebe er heute, ein schlechterer Dichter, weil er nicht mehr zeitgemäß ist? oder wird dieser Text besser, weil er schon 40 Jahre alt ist? (ohne den Text jetzt be- oder abwerten zu wollen, es geht mir da nur ums Prinzip)

ein Text ist ein Text, egal wann er geschrieben wurde und er muss für sich selbst sprechen … nun, da Joame so wild darauf ist, kann ich es ja noch mal zitieren:

Zitat:

Scheiße bleibt Scheiße, wo oder warum auch immer sie ausgeschissen wurde.
© Simone

was eigentlich nur aussagt, dass es völlig irrelevant ist, wann ein Text geschrieben wurde. das Ergebnis ist und bleibt das Gleiche, ob nun 1782 oder 2008 entstanden. man hätte es auch anders formulieren können, aber die Scheiße bietet sich so schön an ... und die Scheiße von Mutter Theresa hat auch nicht besser geduftet als meine.

Gruß
Simone

PS. @Gemini
und von was warst du denn der Vorreiter im Netz? also ich persönlich habe noch nie von dir gehört ...
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#9

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in Philosophisches und Grübeleien 26.08.2008 23:12
von Gemini • Long Dong Silver | 3.067 Beiträge | 3067 Punkte
Simone, könnten wir das in einen anderen Faden verschieben? Das Theater?
Sonst habe ich wieder einen Moderator am hals und das kann ich mir nicht mehr leisten.
eine Jahreszahl macht kein Gedicht, das stimmt, aber hier wurde speziell darauf herumgehackt und das wollte ich selbst nicht so stehen lassen. ich habe das Gedicht am Anfang ebenfalls nicht nach der Entstehung bewertet, erst als habibi dies tat.
Ich habe ein Werk von Habibi kommentiert und das kannst du dir auch durchlesen. Dieses Werk, und wenn es auch 2009 geschrieben wurde, setzt mehr Akzente, als ein Werk von Habibi.
Was mich stört ist, dass mit so elendigen floskeln etwas schlecht gemacht wird, was man nicht einmal versucht zu verstehen.
Und Simone, ich weiß beispielsweise genau wann du in der Szene aufgetaucht bist.

Über mich erzählten sie endlose Schrecklichkeiten und Lügen, dass einem schier die Phantasie platzen wollte. Offenbar stärkte es sie innerlich, derart über mich herzuziehen, es brachte ihnen Gott weiß welche Art Mut, den sie brauchten, um immer erbarmungsloser zu werden, widerstandsfähiger und regelrecht bösartig, um durchzuhalten, um zu überstehen. Und auf diese Weise schlecht zu reden, zu verleumden, zu verachten, zu bedrohen, das tat ihnen ganz offenbar gut.

L.F Celine

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#10

Wer?

in Philosophisches und Grübeleien 26.08.2008 23:33
von Joame Plebis | 3.371 Beiträge | 3363 Punkte
Hallo, Gemini, Hallo Habibi!

Ich freue mich über jeden Kommentar, ungeachtet wie er auch ausfällt. Was sollte ich schon erwarten, machte ich doch kein Geheimnis, daß ich es als unreifer Mensch schrieb.
Dem einen mag das egal sein, für den anderen interessanter.
Bestimmt und auf jeden Fall darf kritisiert werden, es ist ja auch erwünscht, sonst wäre es gar nicht hier.
Auch wenn es weit zurückliegt, blieben mir bestimmt Fehler, im Stil sowieso, aber auch des Denkens und der Einstellung verborgen, die andere besser sehen und brühwarm aufzeigen können, jedenfalls besser als ich.

Meinetwegen soll keinesfalls ein Disput erfolgen. Gemini meint es sehr gut mit mir, aber auch Habibi ist sehr freundlich, nahm sich die Mühe zu schreiben.

Unsere gesamten Schreiberein sollen außer der Produktion kleinerer und größerer Werke, den Nebeneffekt der Gemeinschaftsbildung haben, besseres Verständnis fördern.
Ein Hauptpunkt ist dabei für Interessierte die Pflege der Deutschen Sprache und die Bildung in Zusammenhang mit Literatur.

Glücklicherweise wollen wir das und haben also keinerlei ernsthafte Verständigungsschwierigkeiten.

Bedauerlicherweise aber gibt es eine andere Art auch, der es gelingt, sich selbst zu disqualifizieren, indem sie ihr wahres Niveau zeigen.

Natürlich könnte man einfach das Forum verlassen, das will ich aber nicht, zumindest nicht jetzt, auch wenn darauf abgezielt wird.

Seien wir also froh, daß wir uns gut verstehen und vertragen und nehmt beide, Du Habibi und Du Gem, nochmals meinen Dank entgegen für die Kommentare.

Ich hoffe und bitte darum, auch in Hinkunft schonungslos Kritik zu üben, weil ich weiß, Eure Kritik ist annehmbar und konstruktiv - und wichtig -
Ihr werft ja nicht mit Fäkalien!

Gruß
Joame
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#11

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in Philosophisches und Grübeleien 28.08.2008 12:46
von Pog Mo Thon | 569 Beiträge | 569 Punkte
Schau an, du hast also schon Gedichte geschrieben, bevor du noch sprechen konntest!? Dafür ist es wirklich gut.
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#12

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in Philosophisches und Grübeleien 28.08.2008 13:20
von Joame Plebis | 3.371 Beiträge | 3363 Punkte
Danke nizza,

Zuerst finde ich es fein, nach längerer Zeit, Deine Anwesenheit festzustellen. Ich hoffe, Du kommst wieder öfter her!
(Lassen wir jetzt beiseite, daß oft aus Eitelkeit dazu neige, mich etwas jünger darzustellen.)

Ja, es ist interessant, zurückzublättern und seine kleinen Verbrechen aus großem Abstand anzusehen.

Du wirst mir zwar nicht verraten, wo Du immer bist, aber interessieren würde es mich schon, auch wie es Dir geht.

Gruß
Joame
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#13

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in Philosophisches und Grübeleien 28.08.2008 16:24
von Pog Mo Thon | 569 Beiträge | 569 Punkte
Danke für dein Interesse und richtig, ich werde es nicht verraten.


Zitat:

Joame Plebis schrieb am 28.08.2008 13:20 Uhr:
Ja, es ist interessant, zurückzublättern und seine kleinen Verbrechen aus großem Abstand anzusehen.



Aber meistens ist es besser, den Abstand zu behalten.
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