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#1

Präonisch

in Philosophisches und Grübeleien 27.04.2008 00:40
von Joame Plebis | 3.371 Beiträge | 3363 Punkte
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#2

Präonisch

in Philosophisches und Grübeleien 30.04.2008 10:06
von GerateWohl • Mitglied | 2.015 Beiträge | 2015 Punkte
Hi Joame,

das Gedicht finde ich ganz witzig. Es hat eine schöne humoristische Komponente. Die erste Strophe zündet auch gleich schön souverän. Aber abgesehen davon, dass ich keinen blassen SChimmer habe, was der Titel bedeutet (Google gab 0 Treffer ), hakt es bei der zweiten Strophe schon. Der Satz "Dann, ..., ist Kraft, die sich ins Diesseits bahnt, erfüllt so manchen Glauben." ist etwas verquer, weil er irgendwie zwei Prädikate enthällt, "ist" und "erfüllt". Wäre "erfüllt" passiv, könnte es bedeuten "Dann ist Kraft erfüllt von manchem Glauben." So sieht es aber so aus, als ob die "Kraft so manchen Glauben erfüllt". So wie es da steht ist es jedenfalls irgendwie nicht richtig.
Übrigens, etwas, das sich ins Diesseits bahnt, kommt zwangsläufig aus dem Jenseits. Ich weiß nicht, ob dieser Bezug hier von Dir gewünscht ist. Ich melde Zweifel an. Obwohl, das passt dann mit dem Glauben ganz gut. Naja, wer weiß. Vielleicht grüble ich nochmal, wenn mir der Satz und der Titel klar sind.

Dann wird's weiter problematisch. "Wir sind stets alles, Nichts und nicht,". Beim ersten Lesen dachte ich, hat was. Beim zweiten dachte ich "Wir sind nichts und nicht???"
Obwohl... doch, hat was.

Die letzte Strophe jedenfalls finde ich wieder sehr cool und geht Hand in Hand mit der ersten.
Inhaltlich sehe ich hier, so wie ich es verstehe, den Aspekt, dass weitere Erkenntnisse über die Struktur und den Aufbau der Welt dem Menschen nicht unbedingt erleichterung verschaffen, sondern einfach die Komplexität der betrachtung erhöhen, was das ganze eher komplizierter macht. Das ist ein allgemeiner Randaspekt. Worauf sich der Inhalt genau bezieht, auf Elementarteilchen irgendeiner Art, das weiß ich nicht. Aber irgendwas physikalisch beschreibbares jedenfalls? Ich übertrage das jedenfalls auf die Wissenschaft an sich und finde es in dem Zusammenhang gelungen bis auf die zerpflückte Strophe.

Viele Grüße,
GerateWohl

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#3

Präonisch

in Philosophisches und Grübeleien 30.04.2008 11:01
von Joame Plebis | 3.371 Beiträge | 3363 Punkte
Lieber GerateWohl!

Zuerst bedanke ich mich für das Lesen, mehr noch für die Gedanken, die Du investiert hast. Es ist tatsächlich wahrscheinlich das schwierigste Kapitel der Physik!
Zwei Prädikate sind es - und auch so beabsichtigt.

Ich kann kaum annehmen, jemand hätte viel Zeit
für Gedanken an das Innenleben der Quanten investiert,
dennoch scheint ganz langsam das Wissen um 'Präonen'
(ist ja schließlich nur eine diffuse Bezeichnung) zuzunehmen. Dazu noch die Perspektive, wenn man aus Sicht dieser Präonen schreibt, was ganz bestimmt auch seine Berechtigung und Richtigkeit hat.

Danke
mir freundlichem Gruß
Joame

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#4

Präonisch

in Philosophisches und Grübeleien 30.04.2008 17:45
von Margot • Mitglied | 3.053 Beiträge | 3053 Punkte
Hi Joame

Ich war eine absolute Null in Chemie und Physik, kann also die Präonen (auch) nicht alltagstauglich erklären. Nur soviel habe ich recherchieren können: sie sind hypothetische Teilchen, um die Wechselwirkung zwischen Quarks vereinfacht zu beschreiben. Und jetzt sind wir alle masslos klüger, nicht?

Anyway. Mir gefällt das Gedicht auch. Es hat einen wunderbaren Singsang, der einen einlullt und über manche (logische Hürde) hinweg hilft. Wenn ich mir das ‚hypothetisch’ als Prämisse setze, erhält das Hin und Her, das Nichts und Alles sogar seinen eigenen Sinn. Von daher finde ich es gelungen.

Aber genau wie GW, kann ich mit der zweiten Strophe am wenigsten anfangen. Wobei ich Dir vermutlich noch 4x ’sind’ in der ersten ankreiden könnte, wenn ich denn wollte.

Nichtsdestotrotz kann man, wenn man denn so unbedarft in der Physik ist, wie ich es bin, die lyrischen Ichs (*g) durchaus als Metapher für bestimmte Gruppen ... ich kann jetzt weit denken und sogar den Bogen zur Religion schlagen ... ansehen.

Fazit: Das Gedicht lässt viel Raum für die eigene Phantasie. Und das mag ich.

Gruss
Margot

Die Frau in Rot

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#5

Präonisch

in Philosophisches und Grübeleien 06.05.2008 19:03
von Joame Plebis | 3.371 Beiträge | 3363 Punkte
Danke, Margot, das baut doch gleich auf!
Deine Wort haben alkoholähnliche Wirkung auf mich und spornen an. Da habe ich es für Künftiges mit einer Ausrede leicht, Dich als Initiatorin verantwortlich zu machen.

Es würde gewaltige Anforderungen in vielen Bereichen stellen, das oben angekratzte Thema verständlich von der Basis ausgehend wissenschaftlich zu behandeln, dazu noch in Reimen. Reizvoll wäre es sicher, ich käme wahrscheinlich über einige Sätze nicht hinaus.
Vielleicht aber ist etwas Abwarten angezeigt, ob sich eine Einigkeit bezüglich des angenommenen Urknalles, dessen Kraft auch einen Ausgang hat, ergibt. Zugleich schwirren meine Gedanken schon im Paralleluniversum, wobei ich felsenfest überzeugt bin, es gibt derer mehrere, sogar unendlich viele.
Uns fehlten bloß neue Wörter, z.B. für Unendlichkeit und Ewigkeit,für die, wie es immer mehr scheint, eine Anwendung im Plural auch gerechtfertigt ist.
Kompliziert wird es, verstehen zu wollen, wie schwarze Löcher andere schwarze Löcher verschlingen und was die Voraussetzungen dafür sind,
ebenso wie es zustandekommt, daß ein schwarzes Loch förmlich schäumt.


Gruß von Joame
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