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#1

Der Himmel

in Mythologisches und Religiöses 18.03.2008 20:55
von Joame Plebis | 3.368 Beiträge | 3363 Punkte
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#2

Der Himmel

in Mythologisches und Religiöses 31.03.2008 14:05
von Simone • Mitglied | 1.674 Beiträge | 1674 Punkte
Hi Joame

Ich hab’s ja auch nicht so mit der Kirche, aber dein Text ist mir ein bisschen zu verbittert.
Und die Zeiten, wo Kindern mit dem Fegefeuer gedroht wurde, sind doch wohl auch vorbei.

Ist gerade in dem Bereich natürlich alles sehr subjektiv. Ich denke man sollte doch jeden glauben lassen, was er will, dann gäbe es wesentlich weniger Probleme auf der Welt. Auch wenn ich einer Religion nichts abgewinnen kann, so sollte man doch tolerant genug sein, anders denkende/glaubende zu respektieren.

Natürlich wurde und wird im Namen der Kirche viel Schwachsinn unters Volk gejubelt, aber man muss ja nicht mitmachen.

Und welcher oder ob überhaupt irgendein Glaube der richtige ist kann man ja nun 100% auch nicht wissen. Erst wenn es am Ende heiß unter dem Hintern wird … oder eben nicht.

Gruß
Simone

Nachtrag

Jetzt habe ich nur rumgeschwafelt und nix zum technischen gesagt, deshalb noch mal.

xXxXxXxX……………a
xXxXxXxX……………b
xXxXxXxX……………b
xXxXxXxXxX……….a
xXxXxXxXxXx……..c
xXxXxXxXxXx……..c

xXxXxXxXxXx……..d
xXxXxXxXxXx……..e
xXxXxXxXxXx……..e
xXxXxXxXxXx……..d

xXxXxXxX……………f
xXxXxXxX……………g
xXxXxXxX……………g
xXxXxXxXxX……….f
xXxXxXxXxXx……..h
xXxXxXxXxXx……..h
xXxXxXxX……………f

Interessanter Aufbau. Paßt alles wunderbar und lässt sich sehr gut lesen. Gefällt mir in der Hinsicht gut.

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#3

Der Himmel

in Mythologisches und Religiöses 31.03.2008 18:35
von Joame Plebis | 3.368 Beiträge | 3363 Punkte
Hi Simone, Dank für das Lesen und die Mitteilung.
Ist ok, hast Du das Gefühl, daß ich jemandem etwas verbiete oder etwas nicht toleriere?
Es bleibt uns ja gar nichts übrig, als gute Miene zum dummen Spiel zu machen. Meinetwegen sollen zwanzig Religionen hier wetteifern, Förderungen Rechte und Zuschüsse verlangen. Meinetwegen soll die Religion vor den Staat gestellt werden - ist ja sowieso intensiv verknüpft.

Vor lauter Tolerieren will ich mir meine Freiheit nicht nehmen lassen, auf das Wissen zu bauen. Zwingen lasse ich mich auch nicht gerne und unterziehe mich ebensowenig einem Exorzismus. Genauso verehre ich weder eine handvoll griechischer oder römischer Götter und auch nicht die Überreste davon. Unbelegbare Phantastereien, für die Zeit und Geld aufgewendet wird, sind mir zuwider, genau dann, wenn sie schon zur Volksverblödung ausarten.

Gruß
Joame

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#4

Der Himmel

in Mythologisches und Religiöses 31.03.2008 19:13
von Simone • Mitglied | 1.674 Beiträge | 1674 Punkte
Hi Joame

Ich schrieb dir lediglich meine Meinung. Was deine Meinung ist, oder was du tolerierst oder irgendwem verbietest oder nicht, kann ich nicht wissen, ich kann mich lediglich auf den Text beziehen und der wirkt auf mich etwas intolerant. Und spricht mir deswegen inhaltlich nicht so an. Aber das ist, genau wie das behandelte Thema, natürlich rein subjektiv.

Wenn es jemanden glücklich macht, die lila Milka Kuh anzubeten, why not? Es gibt eine Menge Leute, die sich in Internet-Foren rum treiben, oder Fußball spielen, oder stricken, oder Alphorn blasen. Aber das tut ja auch niemandem weh … und auch das ist rein subjektiv.

Gruß
Simone

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#5

Der Himmel

in Mythologisches und Religiöses 31.03.2008 21:41
von Joame Plebis | 3.368 Beiträge | 3363 Punkte
Hallo Simone

Das könnte sein, daß ich eine Kuh oder den Nasenaffen anbete, und es heißt vorsichig sein, damit ich nichts als Blasphemie auslege, sonst gieße ich Wasser in Deinen Wodka.

Gruß von Joame
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#6

Der Himmel

in Mythologisches und Religiöses 01.04.2008 07:14
von Simone • Mitglied | 1.674 Beiträge | 1674 Punkte
Ich wüßte nicht, was man da als Blasphemie auslegen könnte, denn so war es ja doch offensichtlich nicht gemeint … Und in meinen Wodka nehme ich allenfalls einen Schuss Orangensaft. Bitte frisch gepreßt.

Gruß
Simone

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#7

Der Himmel

in Mythologisches und Religiöses 06.04.2008 09:45
von Richard III | 865 Beiträge | 865 Punkte
Joame!

Ich gebe Simone Recht. Es lässt sich tatsächlich sehr gut lesen, sehr schwungvoll.

Zitat:

Man suggeriert, will hierseits uns versprechen,
wir mögen etwas groß und herrlich nennen,
uns winselnd demutsvoll zu ihm bekennen,
und mit dem Hang nach Gütern endlich brechen.


Hier habe ich sytaktisch so meine Probleme, deshalb löse ich es mal in einfache Sätze auf:
Man suggeriert. [Man] will hierseits uns versprechen, wir mögen etwas groß und herrlich nennen. Hier ist eigentlich Schluß und dem darauffolgenden Nebensatz fehlt eigentlich der dazugehörige Hauptsatz: [Man will, dass wir] uns winselnd demutsvoll zu ihm bekennen, und mit dem Hang nach Gütern endlich brechen.
Deshalb musste ich diese Zeilen dreimal lesen, um sie zu verstehen. Also stilistisch strauchelt man etwas.

Inhaltlich spricht hier entweder ein sehr enttäuschtes gläubiges lyr. Ich, dass seine schlechten Erfahrungen mit Kirche und Religion in Philosophie, Gesellschaft und Religion zum Ausdruck bringt und über seinen Hass auf die Institution auch seinen Glauben verloren hat oder es spricht ein überzeugt atheistisches lyr. Ich, dass allerdings in seiner vortragenden Leidenschaftlichkeit ein erstaunliches Interesse aufbringt.
Ich bin ja immer der Meinung, bekennende Atheisten sind oftmals die besten Gläubigen, da sich kaum jemand so ausgiebig und kritisch mit Kirche, Religion und Glauben auseinandersetzt wie der Atheist.

Das aber erstmal als Vorauskritik. Ich möchte das Gedicht jetzt Strophenweise betrachten:

Zitat:

Wer glaubt, daß dort die Liebe trohnt,
ein großer Geist barmherzig ist,
allwissend alle Taten mißt,
für Gutes ewig wunderbar belohnt,
wird einst enttäuscht sein, man hat ihn belogen,
mit 'Zuckerbrot und Peitsche' schlimm betrogen.


Hier spricht aus dem Ton des lyr. Ich das enttäuschte Kind, dem Liebe versprochen und dem zugesagt wurde, dass es einen Gott gibt, der das Böse bestraft und das Gute erhebt. Die Erfahrung in der Welt und im Leben zeigt erst einmal kurzfristig etwas anderes: Die Kriegführenden und über Leichen gehenden sind die Reichen und Mächtigen. Sie haben das Geld und es geht ihnen gut, wohingehend die Rechtschaffenden mit leeren Händen dastehen. Natürlich fühlt sich das lyr. Ich in seinem Kinderglauben betrogen. Noch dazu bekommt es von der Institution, die den Glauben doch tragen soll, ebenfalls nur negative Zeichen: Kirche zeigt sich als korrupt, gewalttätig, Anti-laizistisch und machtgierig. Die Enttäuschung greift soweit, dass Kirche mit Glauben gleichgesetzt wird, wie die folgenden Strophen beweisen. Das lyr. Ich fühlt sich zu Recht betrogen, wird doch einerseits Liebe und Barmherzigkeit gepredigt und andererseits aber vielerorts nicht gelebt, was gepredigt wird.

Zitat:

Man suggeriert, will hierseits uns versprechen,
wir mögen etwas groß und herrlich nennen,
uns winselnd demutsvoll zu ihm bekennen,
und mit dem Hang nach Gütern endlich brechen.


Die einzige Wertung, die in diesen Zeilen steckt, wird mit den Worten "suggerieren" und "winselnd" erzeugt. Die Institutionen wollen einem etwas einreden. Das Anbeten eines Gottes wird als Erniedrigung empfunden, ebenso die Aufgabe materieller Güter. Der negative Anklang ist offensichtlich. Das lyr. Ich hat hier etwas pupertäres Aufstampfendes: Ich will aber etwas haben dürfen, ich will mich nicht unterordnen, ich will erwachsen sein!

Zitat:

Das Drohen mit der Qual und Pein
es gräbt ins Kinderherz sich fest.
Wer Schurken so gewähren läßt,
hat wohl Profit, ist geistig ärmlich klein.
Es wuchert Schwachsinn mit der Dogmen Kunde,
und auch die Politik ist mit im Bunde
- wie könnte es denn anders sein .


Hier wird explizit angesprochen, worum es geht: Das Kinderherz! Die Schurken sind die Erwachsenen, die dem hilflosen Kind ihre starre Moral aufdrücken, es unterdrücken und zur Übernahme von Werten zwingen, die sie selbst nicht leben. Natürlich haben sie Profit davon: Folgsame, arbeitssame Mitläufer, die aus Angst sich nicht trauen, die Stimme zu erheben und sich zu wehren. Natürlich greift dieser erzieherisch-gesellschaftliche Druck auch in der Politik. Dogmen tragen sich durch alle Bereiche der Gesellschaft, sobald sie nur fest genug eingetrichtert wurden.

Im Großen und Ganzen wird hier ein wichtiger Aspekt religiöser Erziehung angesprochen und eine wichtige Problematik: Erstens sollte man auch leben, was man predigt, sonst wird man unglaubwürdig und der denkende Mensch, als Kind noch folgsam, wird schnell erkennen wieviel Fassade vor dem Nichts ist und sich verständlicherweise enttäuscht und trotzig abwenden, zweitens sollte Glauben auf Selbstständigkeit aufbauen und auf einem kritischen Geist: Schlechte Menschen gibt es überall, ob nun in der Kirche, in der Politik, bei Armen und bei Reichen, etc. Gute gibt es allerdings auch überall. Aus diesem Grunde sollte auch der gläubige Mensch und auch der Mensch, der die Kirche liebt immer kritisch bleiben.
Was für mich also, wenn man es genau betrachtet, dein Gedicht transportiert ist das Aufbegehren des erwachsen werdenden Kindes, dass die Lügen der Erwachsenen erkennt und zu Recht aufbegehrt. Ein wichtiges Aufbegehren und eine ernstzunehmende Problematik unserer Gesellschaft und ganz sicher auch eine anderer Kulturen. Ob nun in der Religion oder auch bei anders motivierten Moralvorstellungen und Dogmen. Man sollte schon glaubwürdig sein und lieber zu kritischem Denken, als zur blinden Gefolgsamkeit erziehen. Leider immer noch ein Mangel!
Man kann dann nur hoffen, dass das lyr. Ich irgendwann zu seinem eigenen Weg findet, der weder blinde Gefolgsamkeit, noch blinde Revolution heißt!

Was ich mir gewünscht hätte bei einer solchen Thematik wäre zumindest eine etwas ironisierende Conclusio, da so wie es jetzt da steht, schon sehr viel zwischen den Zeilen gelesen werden muss und tatsächlich der Eindruck entsteht, wie Simone zum Teil anmerkte, dass hier ein sehr unreifer, intoleranter Autor (!) schreibt.

Soweit erstmal..
Gruß
Richard

And therefore, since I cannot prove a lover,
To entertain these fair well-spoken days,
I am determined to prove a villain
And hate the idle pleasures of these days.
(William Shakespeare, King Richard III)


Kings Heritage

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#8

Der Himmel

in Mythologisches und Religiöses 06.04.2008 21:09
von Joame Plebis | 3.368 Beiträge | 3363 Punkte
Danke für das Lesen und die Gedanken darüber, Richard III !

Zitat:

Man suggeriert, will hierseits uns versprechen, 
wir mögen etwas groß und herrlich nennen,
uns winselnd demutsvoll zu ihm bekennen,
und mit dem Hang nach Gütern endlich brechen.
Hier habe ich sytaktisch so meine Probleme, deshalb löse ich es mal in einfache Sätze auf:
Man suggeriert. [Man] will hierseits uns versprechen, wir mögen etwas groß und herrlich nennen. Hier ist eigentlich Schluß und dem darauffolgenden Nebensatz fehlt eigentlich der dazugehörige Hauptsatz: [Man will, dass wir] uns winselnd demutsvoll zu ihm bekennen, und mit dem Hang nach Gütern endlich brechen.
Deshalb musste ich diese Zeilen dreimal lesen, um sie zu verstehen. Also stilistisch strauchelt man etwas


Einfach als Aufzählung, die es ist, betrachten,

Zitat:

Ich bin ja immer der Meinung, bekennende Atheisten sind oftmals die besten Gläubigen, da sich kaum jemand so ausgiebig und kritisch mit Kirche, Religion und Glauben auseinandersetzt wie der Atheist.


Erlaube, daß ich Dir widerspreche, denn für mich ist es ganz wesentlich, zwischen Wissen und Glauben zu differenzieren.
Glücklicherweise basiert die Wissenschaft nicht auf Glauben und somit bleibt uns auch erspart vor jedem Raketenstart oder dem Einschalten des Mikrowellenherdes, dafür jemanden um gute Gesinnung anzuflehen.

Zitat:

Man suggeriert, will hierseits uns versprechen, 
wir mögen etwas groß und herrlich nennen,
uns winselnd demutsvoll zu ihm bekennen,
und mit dem Hang nach Gütern endlich brechen.
Die einzige Wertung, die in diesen Zeilen steckt, wird mit den Worten "suggerieren" und "winselnd" erzeugt. Die Institutionen wollen einem etwas einreden. Das Anbeten eines Gottes wird als Erniedrigung empfunden, ebenso die Aufgabe materieller Güter. Der negative Anklang ist offensichtlich. Das lyr. Ich hat hier etwas pupertäres Aufstampfendes: Ich will aber etwas haben dürfen, ich will mich nicht unterordnen, ich will erwachsen sein!


Nicht so krass gesagt, doch als eine gewisse geistige Erniedrigung fasse ich es doch auf. Aufgabe materieller Güter einer Phantasterei zuliebe ist kein pupertäres Aufstampfen. Mit Erwachsensein hat es nur insoferne zu tun, daß eine solche, besser als geistige Reife formuliert, unabdingbar ist, um sich von den seit Generationen betriebenen Riten und Erziehungsrhythmen zu lösen.

Zitat:

Hier wird explizit angesprochen, worum es geht: Das Kinderherz! Die Schurken sind die Erwachsenen, die dem hilflosen Kind ihre starre Moral aufdrücken, es unterdrücken und zur Übernahme von Werten zwingen, die sie selbst nicht leben.


Nicht die Erwachsenen, sondern die Religionen. Ob sie das, was sie als Werte auffassen, leben oder nicht leben ist eigentlich zweitrangig und steht hier gar nicht zur Debatte.

Zitat:

Was für mich also, wenn man es genau betrachtet, dein Gedicht transportiert ist das Aufbegehren des erwachsen werdenden Kindes, dass die Lügen der Erwachsenen erkennt und zu Recht aufbegehrt. .....
Was ich mir gewünscht hätte bei einer solchen Thematik wäre zumindest eine etwas ironisierende Conclusio, da so wie es jetzt da steht, schon sehr viel zwischen den Zeilen gelesen werden muss und tatsächlich der Eindruck entsteht, wie Simone zum Teil anmerkte, dass hier ein sehr unreifer, intoleranter Autor (!) schreibt.


Nur kurz wurden Kinder erwähnt, davon abgesehen ist die Gültigkeit für jeden Erwachsenen.
Den Vorwurf eines intoleranten Autors weise ich entschieden zurück, da ich doch noch keinem einzigen Menschen seinen Glauben, weder an Lottogewinn, noch an Marsmännchen oder sonstigen Nonsens genommen habe oder gar irgendwie eingegriffen hätte, um diesen Glauben zu verhindern. Das wäre ein schier unmögliches Unterfangen.

Geistige Reife kann leider nicht als Geschenk weitergegeben werden, jeder muß sich diese selbst erarbeiten - und wenn es schrittweise ist.
Als Hilfestellung können ihm Fakten dienen, deren er sich mit Logik bedienen kann.
Überhaupt, nicht nur in dieser Zeit, wo die Vermassung Überhand gewonnen hat, kann für niemanden, der nach Wahrheit sucht, bestimmt kein Anhaltspunkt sein, was andere machen, glauben, meinen oder vermuten. Wissen und Tatsachen sind erforderlich. Hoffen ist eine Erwartungshaltung, Glauben etwas für Nichtwissende, Liebe gut für Verliebte!
Gruß
Joame
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#9

Der Himmel

in Mythologisches und Religiöses 06.04.2008 21:57
von Richard III | 865 Beiträge | 865 Punkte

Zitat:

Einfach als Aufzählung, die es ist, betrachten,


No Way, geht nicht! Nach den Regeln der Grammatik eindeutig falsch!


Zitat:

Erlaube, daß ich Dir widerspreche, denn für mich ist es ganz wesentlich, zwischen Wissen und Glauben zu differenzieren. Glücklicherweise basiert die Wissenschaft nicht auf Glauben und somit bleibt uns auch erspart vor jedem Raketenstart oder dem Einschalten des Mikrowellenherdes, dafür jemanden um gute Gesinnung anzuflehen.


Herzchen, Wissenschaft ist gut und schön. Ich bezeichne mich selbst als Wissenschaftler, darüber hinaus aber auch noch als Philosoph und darüber hinaus sogar noch als Glaubende: Ich glaube an die Wissenschaft, an die Philosophie und an Gott! Schließt sich zumindest bei mir nicht aus. Und ganz sicher unterscheide ich zwischen Wissen und Glauben. Ich weiß zum Beispiel nicht, was nach dem Tod kommt und das nichts kommt, konnte mir noch kein Wissenschaftler beweisen, auch nicht das etwas kommt. Ergo: Ich bin Glaubende! Und wenn man bedenkt, dass soviel wissenschaftliche Erkenntnisse, auf die Stein und Bein geschworen wurde ständig über den Haufen geworfen wird, bin ich auch hier Glaubende und meines Erachtens der Rest der Welt auch, sie wollen es nur nicht wahrhaben!

Zitat:

Nicht so krass gesagt, doch als eine gewisse geistige Erniedrigung fasse ich es doch auf. Aufgabe materieller Güter einer Phantasterei zuliebe ist kein pupertäres Aufstampfen. Mit Erwachsensein hat es nur insoferne zu tun, daß eine solche, besser als geistige Reife formuliert, unabdingbar ist, um sich von den seit Generationen betriebenen Riten und Erziehungsrhythmen zu lösen.


Ich habe mich nicht klar ausgedrückt: Ich meinte nur den Ton, nicht die Sache an sich. Ich bin ganz Deiner Meinung, man sollte geistige Reife haben, um sich von anerzogenen Riten, etc. lösen zu können, von diesem Kinderglauben und zu einer reifen, kritischen Sicht gelangen, wie auch immer diese aussieht. Meinetwegen auch als Atheist! Aber ein Atheist sollte auch genug Reife besitzen, um zu erkennen, dass er eigentlich nichts WEIß!

Zitat:

Nicht die Erwachsenen, sondern die Religionen. Ob sie das, was sie als Werte auffassen, leben oder nicht leben ist eigentlich zweitrangig und steht hier gar nicht zur Debatte.


Wer macht denn die Religionen? Wer bestimmt denn die Riten? Etwa die Kinder? Also doch die Erwachsenen! Logisch, oder? Und es ist nicht zweitrangig, ob man es lebt oder nicht: Wenn meine Umgebung Barmherzigkeit im Kontext der Religion predigt und sie auch praktiziert, ist doch nichts dagegen einzuwenden oder würdest du sagen, Barmherzigkeit ist etwas Schlechtes? Wenn jedoch Barmherzigkeit gepredigt wird, die Eltern zuhause aber ihre Kinder schlagen, wenn sie ihre Hände nicht gewaschen haben oder widersprechen, ihnen aber von einem Gott erzählen, der vergibt und barmherzig ist, dann wäre ich die Erste, die als Jugendliche sagt: Spinnen die? Habe ich übrigens auch, nur mal so angemerkt.

Zitat:

Nur kurz wurden Kinder erwähnt, davon abgesehen ist die Gültigkeit für jeden Erwachsenen.
Den Vorwurf eines intoleranten Autors weise ich entschieden zurück, da ich doch noch keinem einzigen Menschen seinen Glauben, weder an Lottogewinn, noch an Marsmännchen oder sonstigen Nonsens genommen habe oder gar irgendwie eingegriffen hätte, um diesen Glauben zu verhindern. Das wäre ein schier unmögliches Unterfangen.


Ich schrieb:
Zitat:

[...]der Eindruck entsteht[...]

Es ist also mitnichten ein Vorwurf, sondern nur eine FEststellung, dass so ein EINDRUCK entsteht, nichts weiter. Es gibt also auch keinen Vorwurf, der zurückgewiesen werden müsste!
Was die Gültigkeit für jeden Erwachsenen angeht, darüber habe ich mich ja weiter oben schon geäussert: Für mich setzt die geistige Reife erst NACH der Rebellion ein!

Grüße
R.

And therefore, since I cannot prove a lover,
To entertain these fair well-spoken days,
I am determined to prove a villain
And hate the idle pleasures of these days.
(William Shakespeare, King Richard III)


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#10

Der Himmel

in Mythologisches und Religiöses 06.04.2008 22:36
von Joame Plebis | 3.368 Beiträge | 3363 Punkte

Zitat:

Herzchen, Wissenschaft ist gut und schön. Ich bezeichne mich selbst als Wissenschaftler, darüber hinaus aber auch noch als Philosoph und darüber hinaus sogar noch als Glaubende: Ich glaube an die Wissenschaft, an die Philosophie und an Gott! Schließt sich zumindest bei mir nicht aus.



Jetzt bin ich sogar schon ein Herzchen. Üblicherweise sprechen mich so nur uralte Lehrerinnen so an; das kann ich leicht verkraften.

Bezeichnen kann man sich als vieles, was zutrifft, das steht auf einem anderen Blatt.
Großzügiges Umgehen mit Glauben stört mich nicht, aber ein komisches Gefühl ruft der Ausdruck Glauben an die Wissenschaft in mir hervor. Bist Du überzeugt, daß es eine fundierte Wissenschaft gibt oder glaubst Du nur daran?
Ich könnte wegen meiner Einstellung demnächst einen Exorzisten aufsuchen, doch unfassbar, auch an diesen fehlte mir der Glaube, auch wenn es ein ganz seriöser wäre, der vom Vatikan beauftragt ist.

Gruß J.
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#11

Der Himmel

in Mythologisches und Religiöses 06.04.2008 22:38
von Richard III | 865 Beiträge | 865 Punkte
Du liest zu hastig, mein Süßer! Ich schrieb doch, was ich über Wissenschaft denke...

And therefore, since I cannot prove a lover,
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(William Shakespeare, King Richard III)


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#12

Der Himmel

in Mythologisches und Religiöses 06.04.2008 22:43
von Simone • Mitglied | 1.674 Beiträge | 1674 Punkte

Joame, bevor Neil Armstrong wusste, dass er auf dem Mond spazieren gehen kann, hat er auch nur daran geglaubt, oder?

Gruß Simone

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#13

Der Himmel

in Mythologisches und Religiöses 06.04.2008 23:36
von Joame Plebis | 3.368 Beiträge | 3363 Punkte
@ Richar III

Zitat:

Ich glaube an die Wissenschaft, an die Philosophie und an Gott!


So steht es, so las ich es auch.
@ Simone
Auf Grund von bekannten Fakten, die über die Beschaffenheit des Mondes bekannt waren, konnte er annehmen, daß er auf diesem gehen kann.
Das war aber bestimmt kein religiöser Glaube, sondern ein fundierter.
Glücklicherweise ist Theologie keine Wissenschaft, sonst würden wir womöglich in Büsserhemden sitzen und auf unsere Hinrichtung warten.

Gruß
Joame
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#14

Der Himmel

in Mythologisches und Religiöses 07.04.2008 07:17
von Richard III | 865 Beiträge | 865 Punkte
Ich schrieb auch noch ein bisschen mehr... Mensch, Dich muss man echt an die Hand nehmen...

And therefore, since I cannot prove a lover,
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#15

Der Himmel

in Mythologisches und Religiöses 07.04.2008 10:18
von Joame Plebis | 3.368 Beiträge | 3363 Punkte
Guten Tag, Richard III

An die Hand nehmen oder an der Hand nehmen?
Das kann mir aber im Zusammenhang mit Adityas, Mitra und einer daraus konstruierten und verworrenen Trinitätslehre bis hin zum heute praktizierten Kult, ziemlich egal sein.

Laß Dir abschließend für Deine Stellungnahme danken und dafür daß es gefällt, wenn auch unterschiedliche Ansichten vom Inhaltlichen her bestehen.

Gruß
Joame
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#16

Der Himmel

in Mythologisches und Religiöses 07.04.2008 11:40
von Richard III | 865 Beiträge | 865 Punkte
An die Hand! Gut, dass ich nicht in die Hand geschrieben hatte, das wäre irgendwie missverständlich...
Ja, gern geschehen und immer wieder gerne! Hat Spaß gemacht!

And therefore, since I cannot prove a lover,
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I am determined to prove a villain
And hate the idle pleasures of these days.
(William Shakespeare, King Richard III)


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