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#1
von Brotnic2um • Mitglied | 645 Beiträge
Diskussionsfaden KG Wettbewerb
in Plauderecke 09.11.2007 20:00von Brotnic2um • Mitglied | 645 Beiträge
Erst wollte ich meine Schtorry in den KG Fadennochmal reinstellen, aber andererseits sind die ja alle da und daher mache ich mal einen allgemeinen Diskussionsfaden auf. Denn ein paar Fragen an die anderen Geschichten habe ich auch noch.
Aber ich fang mal an die Fragen oder Kritiken der Juroren zu meiner Geschichte zu bearbeiten.
Die Frage wo es spielt, habe ich bewusst offen gehalten. Allerdings hatte ich länger damit gerungen ob ich Mama, Mami oder Mum nehme. Am Ende fand ich, dass Mum einen gewizzen Reiz im Tümpel hat. Sozusagen ein Zitat von mehreren.
Aber die Shoppingmall sollte ich wirklich in Einkaufscenter ändern. Zusammen mit dem small talk - gibt es eine deutsche Bezeichnung? - besteht die Gefahr, dass es von besonderer Wichtigkeit wäre, was nicht der Fall ist.
Das mit der abrupten Einführung des Namens Anne für seine Mutter ist korrekt angekreidet. Als ich es jetzt nochmal las, fiel mir das auch auf. Ich glaube aber, das sollte ich schnell beheben können. In der Form wie es jetzt ist, ist es etwas unglücklich.
Die Onanie Szene ist m.E. wichtig. Es sollte etwas geben, dass erklärt warum Anne von ihrer Mutter und aus ihrem Dorf wegzieht. Und es sollte die Enge und den Zwang beschreiben, dem der Prot. sich ausgesetzt sieht. Also etwas Butter für den Spruch: Was hast Du Dir denn dabei gedacht. Desweiteren habe ich an eine andere Geschichte hier gedacht, von der ich mir diese Ingeborg zum Teil auslieh.
Die Sequenzen in der Schule finde ich eigentlich nicht witzig. In dem Part des jungen Prots habe ich versucht viele Charaktereigenschaften einfließen zu lassen, die signifikant für umgestellte Linkshänder sind. Dazu gehört u.a. genau dieses Ja aber. Es gehört dazu Pedanterie, Verbissenheit und Teamunfähigkeit etc. Das sind natürlich keine Charakterzüge, die umgestellten Linkshändern vorbehalten sind, aber es ist eben auffällig, dass viele diese Eigenschaften anscheinend besitzen. Also nicht nur lechts und rinks verwechseln, Sauklaue und Rechtschreibschwäche haben. So bastelte ich den jungen Prot nach einem Muster-Umgestellten auf.
Diesen Technokraten galt es im zweiten Teil in den Musterrückumgestellten zu verwandeln. Anleitung fand ich dafür wieder in der Lektüre: Der umgestellte Linkshänder, wo auch Erfahrungsberichte enthalten sind. Kurzum: die Umpolung der Händigkeit ist auch eine Form der Vergewaltigung.
Da wären wir bei Wiebke, die Fabian richtigerweise als blass und korrekt als Statist erkannt hat. Seiner eigentlichen Mutter, seiner Schwester, mehr Raum zu geben, hatte ich nicht überlegt und mich darauf konzentriert, dass Verhältnis zwischen Prot und Mum so eng zu zeichnen, dass es nicht unverständlich ist, dass er nicht anfängt eine zweite Mutter zu suchen. Womit wir beim Titel wären.
Ich wollte bis zum Ende alle Steine abgeräumt, umgestoßen haben. Wiebke musste also nur kurz in Erscheinung treten und gleich weider abgeräumt werden.
Die rechts gut, links böse Geschichte hoffte ich abgeschlossen zu haben , in dem ich den Prot am Friedhof dem Mond den Stinkefinger zeigen ließ. Da hoffte ich, dass da die Kreuzigungsszenen noch in Erinnerung sind. Es sollte bedeuten : der Prot schert sich nicht mehr um links gleich schlecht. Das geht wohl auch fehl, weil sein Kirchenaustritt da schon vollzogen ist.
Das fehlende offene Ende? Es ist ja auch mehr eine Novelle. Das ist sie, denn in den Schuh passt sie formal besser rein. Aber ich hoffte trotzdem, dass die Gemeinheit im Schlusskapitel und den Epilog, die Kohärenz - schreibt man das so - vollkommen in Frage gestellt ist, bzw. auch der Prot
in einem neuen, alten Licht erscheint. Das ist nicht geglückt.
Aber ich fang mal an die Fragen oder Kritiken der Juroren zu meiner Geschichte zu bearbeiten.
Die Frage wo es spielt, habe ich bewusst offen gehalten. Allerdings hatte ich länger damit gerungen ob ich Mama, Mami oder Mum nehme. Am Ende fand ich, dass Mum einen gewizzen Reiz im Tümpel hat. Sozusagen ein Zitat von mehreren.
Aber die Shoppingmall sollte ich wirklich in Einkaufscenter ändern. Zusammen mit dem small talk - gibt es eine deutsche Bezeichnung? - besteht die Gefahr, dass es von besonderer Wichtigkeit wäre, was nicht der Fall ist.
Das mit der abrupten Einführung des Namens Anne für seine Mutter ist korrekt angekreidet. Als ich es jetzt nochmal las, fiel mir das auch auf. Ich glaube aber, das sollte ich schnell beheben können. In der Form wie es jetzt ist, ist es etwas unglücklich.
Die Onanie Szene ist m.E. wichtig. Es sollte etwas geben, dass erklärt warum Anne von ihrer Mutter und aus ihrem Dorf wegzieht. Und es sollte die Enge und den Zwang beschreiben, dem der Prot. sich ausgesetzt sieht. Also etwas Butter für den Spruch: Was hast Du Dir denn dabei gedacht. Desweiteren habe ich an eine andere Geschichte hier gedacht, von der ich mir diese Ingeborg zum Teil auslieh.
Die Sequenzen in der Schule finde ich eigentlich nicht witzig. In dem Part des jungen Prots habe ich versucht viele Charaktereigenschaften einfließen zu lassen, die signifikant für umgestellte Linkshänder sind. Dazu gehört u.a. genau dieses Ja aber. Es gehört dazu Pedanterie, Verbissenheit und Teamunfähigkeit etc. Das sind natürlich keine Charakterzüge, die umgestellten Linkshändern vorbehalten sind, aber es ist eben auffällig, dass viele diese Eigenschaften anscheinend besitzen. Also nicht nur lechts und rinks verwechseln, Sauklaue und Rechtschreibschwäche haben. So bastelte ich den jungen Prot nach einem Muster-Umgestellten auf.
Diesen Technokraten galt es im zweiten Teil in den Musterrückumgestellten zu verwandeln. Anleitung fand ich dafür wieder in der Lektüre: Der umgestellte Linkshänder, wo auch Erfahrungsberichte enthalten sind. Kurzum: die Umpolung der Händigkeit ist auch eine Form der Vergewaltigung.
Da wären wir bei Wiebke, die Fabian richtigerweise als blass und korrekt als Statist erkannt hat. Seiner eigentlichen Mutter, seiner Schwester, mehr Raum zu geben, hatte ich nicht überlegt und mich darauf konzentriert, dass Verhältnis zwischen Prot und Mum so eng zu zeichnen, dass es nicht unverständlich ist, dass er nicht anfängt eine zweite Mutter zu suchen. Womit wir beim Titel wären.
Ich wollte bis zum Ende alle Steine abgeräumt, umgestoßen haben. Wiebke musste also nur kurz in Erscheinung treten und gleich weider abgeräumt werden.
Die rechts gut, links böse Geschichte hoffte ich abgeschlossen zu haben , in dem ich den Prot am Friedhof dem Mond den Stinkefinger zeigen ließ. Da hoffte ich, dass da die Kreuzigungsszenen noch in Erinnerung sind. Es sollte bedeuten : der Prot schert sich nicht mehr um links gleich schlecht. Das geht wohl auch fehl, weil sein Kirchenaustritt da schon vollzogen ist.
Das fehlende offene Ende? Es ist ja auch mehr eine Novelle. Das ist sie, denn in den Schuh passt sie formal besser rein. Aber ich hoffte trotzdem, dass die Gemeinheit im Schlusskapitel und den Epilog, die Kohärenz - schreibt man das so - vollkommen in Frage gestellt ist, bzw. auch der Prot
in einem neuen, alten Licht erscheint. Das ist nicht geglückt.
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#2
von Fabian Probst • Mitglied | 626 Beiträge
Diskussionsfaden KG Wettbewerb
in Plauderecke 09.11.2007 20:38von Fabian Probst • Mitglied | 626 Beiträge
nach meiner Einschätzung suchen gerade Menschen, deren Verhältnis zu den Stief- oder Adoptiveltern sehr gefestigt ist, ihre leiblichen Eltern, um, wie du ja auch ansprichst, ihre (genetischen) Wurzeln zu finden. Ob das nun wirklich so ist, kann ich nicht belegen, aber ich denke, dass es logisch ist, weil man als einigermaßen gefestigter und ruhender Mensch, der eben auch emotionale, stabile Wurzeln hat, die Unsicherheit, ob man etwas findet oder wie die Begegnung mit den leiblichen Eltern verläuft, was man dabei an Vergangenheit aufrührt, besser verkraften kann (ich hoffe, der Satz ist einigermaßen verständlich).
Außerdem schrieb ich ja in der Bewertung schon, dass Wiebke wohl die einzige Person in der Geschichte ist, die ihn nicht mies behandelt hat und der dazu noch so unerträglich übel mitgespielt wurde. Ihre Flucht muss ja selbst für ihn absolut nachvollziehbar sein.
Und wenn er keine zweite Mutter suchen will, so kann er ja immer noch Interesse daran haben, eine Schwester zu finden. Ok, ist wohl auch nicht so ganz einfach, ihr nur auf dieser Ebene zu begegnen, aber durchaus möglich, wenn man bedenkt, dass sie absolut keine Schuld trägt an dieser Konstellation.
Deshalb fand ich es einfach etwas merkwürdig und mir tat es irgendwie für Wiebke leid. Wenn ich an Prots Stelle wäre, dann würde ich mir so viele Gedanken über sie machen und wäre richtig traurig. Ich glaube das zumindest und ich würde alles daran setzen, das aufzuarbeiten und sie zu finden.
Zumindest um ihr zu sagen, dass ich weiß, dass sie keine Schuld daran hat und ich nicht wollte, dass sie sich deswegen den Kopf zerbricht.
Ja, ich bin mir sogar sicher, dass es so wäre, auch wenn ich nicht behaupten darf, sowas wirklich nachempfinden zu können.
Na ja, das waren meine Gedanken. Für mich war die Reaktion nicht nachvollziehbar und ich fand das sogar richtig scheiße von ihm.
Aber das war nicht entscheidend für die Bewertung.
Gruß, Fabian
Außerdem schrieb ich ja in der Bewertung schon, dass Wiebke wohl die einzige Person in der Geschichte ist, die ihn nicht mies behandelt hat und der dazu noch so unerträglich übel mitgespielt wurde. Ihre Flucht muss ja selbst für ihn absolut nachvollziehbar sein.
Und wenn er keine zweite Mutter suchen will, so kann er ja immer noch Interesse daran haben, eine Schwester zu finden. Ok, ist wohl auch nicht so ganz einfach, ihr nur auf dieser Ebene zu begegnen, aber durchaus möglich, wenn man bedenkt, dass sie absolut keine Schuld trägt an dieser Konstellation.
Deshalb fand ich es einfach etwas merkwürdig und mir tat es irgendwie für Wiebke leid. Wenn ich an Prots Stelle wäre, dann würde ich mir so viele Gedanken über sie machen und wäre richtig traurig. Ich glaube das zumindest und ich würde alles daran setzen, das aufzuarbeiten und sie zu finden.
Zumindest um ihr zu sagen, dass ich weiß, dass sie keine Schuld daran hat und ich nicht wollte, dass sie sich deswegen den Kopf zerbricht.
Ja, ich bin mir sogar sicher, dass es so wäre, auch wenn ich nicht behaupten darf, sowas wirklich nachempfinden zu können.
Na ja, das waren meine Gedanken. Für mich war die Reaktion nicht nachvollziehbar und ich fand das sogar richtig scheiße von ihm.
Aber das war nicht entscheidend für die Bewertung.

Gruß, Fabian
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#3
von Brotnic2um • Mitglied | 645 Beiträge
Diskussionsfaden KG Wettbewerb
in Plauderecke 10.11.2007 15:16von Brotnic2um • Mitglied | 645 Beiträge
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#4
von Brotnic2um • Mitglied | 645 Beiträge
Diskussionsfaden KG Wettbewerb
in Plauderecke 10.11.2007 15:17von Brotnic2um • Mitglied | 645 Beiträge
@Don
Kann es sein, dass Dir dein Thema – Alle Menschen wollen glücklich sein – auch in formaler Hinsicht gefallen hat? Alle KGs wollen nämlich einen Glückswechsel. Zumindest in den Definitionen, die ich kenne. Gehe ich zu weit, wenn ich darin eine ironisches Spiel – ich bin unglücklich und muss glücklich werden, weil es die KG halt so will - mit der KG an sich herauslese? Nein, denn mir gefällt diese Lesart viel zu sehr
.
Auch die anderen Koordinaten, die erzählte Zeit, der Handlungsort, blabla, passen perfekt bis hin zu dem in modernen KGs bevorzugten Bewusstseinsstrom. Letzteres ist zwar – in ausschließlicher Verwendung – nicht unbedingt meine Tasse Tee aber wenn ein Prot so denkt wie der Deine und nicht wie der von Uwe Tellkamp – siehe Wörtchen in den Zwischenwelten – dann kann ich dem auch sehr viel abgewinnen.
Kann es sein, dass Dir dein Thema – Alle Menschen wollen glücklich sein – auch in formaler Hinsicht gefallen hat? Alle KGs wollen nämlich einen Glückswechsel. Zumindest in den Definitionen, die ich kenne. Gehe ich zu weit, wenn ich darin eine ironisches Spiel – ich bin unglücklich und muss glücklich werden, weil es die KG halt so will - mit der KG an sich herauslese? Nein, denn mir gefällt diese Lesart viel zu sehr
.Auch die anderen Koordinaten, die erzählte Zeit, der Handlungsort, blabla, passen perfekt bis hin zu dem in modernen KGs bevorzugten Bewusstseinsstrom. Letzteres ist zwar – in ausschließlicher Verwendung – nicht unbedingt meine Tasse Tee aber wenn ein Prot so denkt wie der Deine und nicht wie der von Uwe Tellkamp – siehe Wörtchen in den Zwischenwelten – dann kann ich dem auch sehr viel abgewinnen.
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#5
von Brotnic2um • Mitglied | 645 Beiträge
Diskussionsfaden KG Wettbewerb
in Plauderecke 10.11.2007 15:20von Brotnic2um • Mitglied | 645 Beiträge
@GW
Irgendwie werde ich den Verdacht nicht los, dass Du – und das verdammt gut – improvisiert hast. Die Dialoge, der Witz und die Typen können mich – nach kurzen Hängern – immer wieder mitreißen. Sehr stark fand ich ja die Stelle mit dem Herz und natürlich die mit dem Briefkasten. Allerdings hatte ich zwischendurch immer wieder das Gefühl wie auf einem Fahrrad wo die Kette nicht richtig sitzt und man immer mal wieder ins Leere tritt. Wobei ich den Aufhänger: Warum sind die Tischbeine schwarz? richtig klasse finde.
Irgendwie werde ich den Verdacht nicht los, dass Du – und das verdammt gut – improvisiert hast. Die Dialoge, der Witz und die Typen können mich – nach kurzen Hängern – immer wieder mitreißen. Sehr stark fand ich ja die Stelle mit dem Herz und natürlich die mit dem Briefkasten. Allerdings hatte ich zwischendurch immer wieder das Gefühl wie auf einem Fahrrad wo die Kette nicht richtig sitzt und man immer mal wieder ins Leere tritt. Wobei ich den Aufhänger: Warum sind die Tischbeine schwarz? richtig klasse finde.
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#6
von GerateWohl • Mitglied | 2.010 Beiträge
Diskussionsfaden KG Wettbewerb
in Plauderecke 10.11.2007 17:16von GerateWohl • Mitglied | 2.010 Beiträge
@Brot:
Zunächstmal, die Geschichte ist wirklich spannend und was ich an Deinen Texten immer so bewundere, sehr konsistent und aus einem Guss, während man bei mir, wie Du ja auch richtig schreibst, immer wieder in Spannungs-, Stil- oder Sinnlöcher tritt. Das mit der Improvisation bei meiner Geschichte stimmt übrigens. Mist, Du kennst ja jetzt das Prinzip. Bisher kann ich halt nicht anders. Das nur am Rande.
Eine Assoziation zum Ende Deiner Geschichte hin war natürlich Chinatown. Bei der Offenbarungsszene bzgl. der Herkunft hatte ich immer die Szene aus dem Film vor Augen, wo Jack Nicholson Faye Dunnaway nach der Frage, wer das junge Mädchen sei, ins Gesicht schlägt und sie nach jedem Schlag abwechselnd sagt, meine Tochter, meine Schwester, meine Tochter, meine Schwester...
Mein Gedanke bei dieser Wendung war plötzlich, was hat das denn mit Linkshändern zu tun? Ich bin ja selbst einer und errechnete erleichtert, dass meine Mutter und meine Schwester für so'ne Konstellation zu jung sind.
Das war also ein Knalleffekt, der als solcher gelungen ist und die Geschichte mit einem Schlag wesentlich komplexer macht. Ob ich das gut finde oder nicht, weiß ich nicht. Die Story mit dem Engel und gerade im Zusammenhang mit dem Schluss hat mir aber extrem gut gefallen.
Die Linkshändergeschichte an sich bzgl. der Umstellung schien mir dann doch stellenweise etwas zu musterhaft. Natürlich will der Linkshänder plötzlich etwas künstlerisches machen, denn sie sind ja so kreativ. Das war mir etwas sehr klischeehaft in seiner Konsequenz, zu lehrbuchhaft.
Die Handhabung der Randfiguren gefiel mir durchgehend sehr gut.
So viel erstmal von mir. Irgendwas war noch, fällt mir aber gerade nicht ein.
Ach, noch was. Wir sprachen doch neulich über das Schreiben von Längerem. Die Konstellation, Anzahl und Verwebung von Konflikten hätten locker auch für einen Roman gereicht, bin ich der Meinung.
Zunächstmal, die Geschichte ist wirklich spannend und was ich an Deinen Texten immer so bewundere, sehr konsistent und aus einem Guss, während man bei mir, wie Du ja auch richtig schreibst, immer wieder in Spannungs-, Stil- oder Sinnlöcher tritt. Das mit der Improvisation bei meiner Geschichte stimmt übrigens. Mist, Du kennst ja jetzt das Prinzip. Bisher kann ich halt nicht anders. Das nur am Rande.
Eine Assoziation zum Ende Deiner Geschichte hin war natürlich Chinatown. Bei der Offenbarungsszene bzgl. der Herkunft hatte ich immer die Szene aus dem Film vor Augen, wo Jack Nicholson Faye Dunnaway nach der Frage, wer das junge Mädchen sei, ins Gesicht schlägt und sie nach jedem Schlag abwechselnd sagt, meine Tochter, meine Schwester, meine Tochter, meine Schwester...
Mein Gedanke bei dieser Wendung war plötzlich, was hat das denn mit Linkshändern zu tun? Ich bin ja selbst einer und errechnete erleichtert, dass meine Mutter und meine Schwester für so'ne Konstellation zu jung sind.
Das war also ein Knalleffekt, der als solcher gelungen ist und die Geschichte mit einem Schlag wesentlich komplexer macht. Ob ich das gut finde oder nicht, weiß ich nicht. Die Story mit dem Engel und gerade im Zusammenhang mit dem Schluss hat mir aber extrem gut gefallen.
Die Linkshändergeschichte an sich bzgl. der Umstellung schien mir dann doch stellenweise etwas zu musterhaft. Natürlich will der Linkshänder plötzlich etwas künstlerisches machen, denn sie sind ja so kreativ. Das war mir etwas sehr klischeehaft in seiner Konsequenz, zu lehrbuchhaft.
Die Handhabung der Randfiguren gefiel mir durchgehend sehr gut.
So viel erstmal von mir. Irgendwas war noch, fällt mir aber gerade nicht ein.
Ach, noch was. Wir sprachen doch neulich über das Schreiben von Längerem. Die Konstellation, Anzahl und Verwebung von Konflikten hätten locker auch für einen Roman gereicht, bin ich der Meinung.

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#7
von Don Carvalho • Mitglied | 1.880 Beiträge
Diskussionsfaden KG Wettbewerb
in Plauderecke 11.11.2007 09:31von Don Carvalho • Mitglied | 1.880 Beiträge
Hi Brot,
ich habe meine Kurzgeschichte als Wettbewerbsbeitrag gekennzeichnet nochmals in die entsprechende Rubrik gestellt. Es wäre nett, wenn Du Deine Frage dort nochmal posten würdest.
Schön fände ich es, wenn auch die anderen Teilnehmer ihre Werke den anderen für Kommentare zugänglich machen würden, denn wenn wir in einem Plaudereckenfaden über alle Wettbewerbsbeiträge sprechen, wird das doch recht unübersichtlich, oder? Bei dem letzten Gedichtwettbewerb haben wir das übrigens ebensogehandhabt.
Grüße,
Don
ich habe meine Kurzgeschichte als Wettbewerbsbeitrag gekennzeichnet nochmals in die entsprechende Rubrik gestellt. Es wäre nett, wenn Du Deine Frage dort nochmal posten würdest.
Schön fände ich es, wenn auch die anderen Teilnehmer ihre Werke den anderen für Kommentare zugänglich machen würden, denn wenn wir in einem Plaudereckenfaden über alle Wettbewerbsbeiträge sprechen, wird das doch recht unübersichtlich, oder? Bei dem letzten Gedichtwettbewerb haben wir das übrigens ebensogehandhabt.
Grüße,
Don

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#8
von GerateWohl • Mitglied | 2.010 Beiträge
Diskussionsfaden KG Wettbewerb
in Plauderecke 11.11.2007 10:39von GerateWohl • Mitglied | 2.010 Beiträge
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#9
von Brotnic2um • Mitglied | 645 Beiträge
Diskussionsfaden KG Wettbewerb
in Plauderecke 11.11.2007 13:25von Brotnic2um • Mitglied | 645 Beiträge
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#10
von Don Carvalho • Mitglied | 1.880 Beiträge
Diskussionsfaden KG Wettbewerb
in Plauderecke 11.11.2007 14:42von Don Carvalho • Mitglied | 1.880 Beiträge
Hm, wir können den Thread ja noch etwas offenlassen, denn vielleicht stellen nicht alle ihre KG ein oder es gibt sonstigen Anlass zu Plaudereien.
Don
Don
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Hallo,
welches Wort das richtige für Small Talk ist, entscheidet meißt der Zusammenhang. Handelt es sich um Personen, die einander nicht kennen? Handelt es sich um Personen, die einander nicht (mehr) kennen wollen? Möchte man die Person negativ oder sympathisch offen darstellen?
Daher hier eine Auswahl:
• Schwatzen
• Plaudern
• Schnacken
• Quatschen
• Labern
• banales / unwichtiges Zeug reden
• flüchtiges Gespräch
• kurze Unterredung
• Kleiner Plausch
Bis dann - Hes
welches Wort das richtige für Small Talk ist, entscheidet meißt der Zusammenhang. Handelt es sich um Personen, die einander nicht kennen? Handelt es sich um Personen, die einander nicht (mehr) kennen wollen? Möchte man die Person negativ oder sympathisch offen darstellen?
Daher hier eine Auswahl:
• Schwatzen
• Plaudern
• Schnacken
• Quatschen
• Labern
• banales / unwichtiges Zeug reden
• flüchtiges Gespräch
• kurze Unterredung
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Bis dann - Hes
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