Wenn der Schein trügerisch ist, dann ist nichts wie es scheint. Aber ganz sicher ist, das dass nur eine Aussage, ein Satz ist und nicht derer Zwei. Schon gar nicht zwei Prämissen.
Stelle ich diesen Satz als 1 dar und multipliziere ihn mit sich selbst also 1 mal 1 mal 1 mal 1 usw. erhalte ich als Ergebnis doch nur diese eine Aussage, diesen einen Satz: Wenn der Schein trügerisch ist, dann ist nichts wie es scheint.
Warum ich eine andere Aussage erhalte wenn ich eine Aussage mit sich selbst multipliziere ist nicht nachvollziehbar. Auch die Entgegnung, das die obige Aussage, weil sie die Welt in Frage stellt (i.ü. noch nicht einmal negiert), die ich sehe und somit ein negatives Vorzeichen tragen müsse und damit bei einer Multiplikation mit sich selbst das gegenteilige Vorzeichen im Ergebnis habe und somit aus nichts alles geworden sei, ist schön aber ohne Substanz.
Multipliziert man einen Vollpfosten wie mich sooft wie man mag, man erhält nie etwas anderes als einen Vollpfosten. Vielleicht erhält man einen negativ geladenen Vollpfosten, vielleicht einen positiv, wahrscheinlich sogar Heerscharen von Vollpfosten, aber nie etwas anderes als Vollpfosten.
Nie erhält man ein Genie, geschweige denn, dass man den Vollpfosten verschwinden lassen könnte. Für letzteres bedarf es dieser hier: „0“. Genau, der Null. Denn jeder noch so komplizierte Term den man mit jedem noch viel komplizierterem Ausdruck multipliziert wird ruckizucki zu nichts, niente, Zero, wenn er zwischendurch mit Null multipliziert wird.
Wenn in einer Multiplikation „mal Null“ steht, wird mathematisch alles zu nichts. Den Beweis von Allem – nicht den von Nichts – über eine Multiplikation führen zu wollen aus der aus Nichts Etwas wird, der erscheint mir zumindest mathematisch riskant.
Auch das der Term
Schein x Trug = real Beweis einer unbestreitbaren Realität sein soll, scheint mir mindestens verwegen zu sein. Denn Schein und Trug basieren schon auf einer Realität, weil scheinbar und trügerisch ohne Realität keinen Sinn ergeben. Denn welcher Schein und welche Verfälschung von Was? Die obige Gleichung lässt sich auch so schreiben : 1 mal 1 = 1. Oder: einmal real immer real. Da ist Pippi Langstrumpf deutlich kreativer und die Wittgensteinsche Herleitung einer Substanz wesentlich zwingender:
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Hätte die Welt keine Substanz, so würde, ob ein Satz Sinn hat, davon abhängen, ob ein anderer Satz wahr ist. Es wäre dann unmöglich, ein Bild der Welt (wahr oder falsch) zu entwerfen. Es ist offenbar, dass auch eine von der wirklichen noch so verschieden gedachte Welt Etwas - eine Form - mit der wirklichen gemein haben muss.
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Und was ist jetzt alles, Witty?
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Die Welt ist alles, was der Fall ist.
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Da raucht mir die Birne und ich neige mein Haupt vor GW, der schon vor Stunden anmahnte: nehmt Lexika! Er hätte auch wieder im Wittgensteinschen Sinne sagen können:
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Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen.
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Ich hätt dann gern noch einen Halben.