Man sollte vor allem schnell reagieren, wenn Tee, Kaffe, Wasser, Saft oder Cola über die Tastatur von Notebook oder PC laufen:
Drehen Sie das Notebook um und stellen es aufgeklappt auf den Tisch, so kann die Flüssigkeit zügig auslaufen.
Besonders wichtig:
Trennen sie das Gerät von der Stromversorgung. Das heißt: Schalten Sie das Notebook mit dem Hauptschalter aus – nicht herunterfahren, das dauert zu lange und erhöht so die Gefahr eines Kurzschlusses. Ziehen Sie unbedingt den Stecker und nehmen Sie den Akku aus dem Gerät. Erst jetzt geht’s ans Trocknen.
Am besten überlassen Sie das der Raumluft – wer nicht warten will, kann vorsichtig mit einem Fön nachhelfen. Halten Sie dabei einen möglichst großen Abstand und achten Sie auf nicht zu heiße Luft.
Grundsätzlich empfiehlt es sich, die Tastatur auszubauen – vorausgesetzt, sie lässt sich leicht abnehmen. Ist sie dagegen fest verbaut, überlassen Sie das dem Fachmann.
Generell gilt: Hat die Flüssigkeit erst einen Kurzschluss im Notebook verursacht, ist meist nicht mehr viel zu machen.
Das muss allerdings keineswegs gleich passieren: Ein Tropfen, der sich im Gerät hält, kann beim Transport in Bewegung geraten und noch Tage nach dem Unfall einen Kurzschluss auslösen.
Verheerend wird’s, wenn Cola über die Tasten läuft. Die klebt nicht nur besonders stark – ihre Kohlensäure kann zudem Leiterbahnen und Kontakte verätzen. Ein solches Gerät gehört zur Reinigung in die Fachwerkstatt.
Bei der normalen PC-Tastatur ist der Unfall mit dem Getränk meist weniger kritisch: Ein Kurzschluss ist zwar möglich, aber unwahrscheinlich, der finanzielle Schaden in der Regel gering.
Um die Tatstatur zu reinigen, schrauben Sie das Gerät auf und nehmen die Tasten ab. Die stecken Sie am besten in einen Stoffbeutel und dann das Ganze bei 30 Grad in die Waschmaschine! Nur ältere, halbmechanische Modelle überstehen dagegen den oft empfohlenen Waschgang in der Spülmaschine.
Unter keinen Umständen sollten Sie Notebooks in den Geschirrspüler stecken. Das übersteht so gut wie kein Gerät.
Vorsicht ist bei scharfen Reinigungsmitteln geboten – vor allem am Notebook. Im günstigsten Fall nehmen die nur die Beschriftung von der Tastatur, meist aber greifen sie die Elektronik an. Lassen Sie sich keine teuren Spezialreiniger „aufschwatzen“ – selbst bei Härtefällen reicht verdünntes „Spüli“ völlig aus.
Quelle:
http://www.radioberlin.de/_/beitrag_jsp/key=beitrag_435101.html