Danke, Roderich! Ich habe mir erlaubt etwas ziemlich Altes hereinzustellen. Diese Sachen bearbeite ich üblicherweise gar nicht mehr (hat so eine Art Erinnerungswert für mich).
Aufmerksamer betrachtet fällt mir einiges auf. Man kann sich selbst gut aus zeitlich größerer Distanz analysieren.
Metrisch hast du es vollkommen richtig dargestellt, sehe ich genau so. Beim Vortrag würde ich zu Deiner in Klammer gesetzen Version neigen - so langsam ausklingendes Resignieren, was dem Text entspräche.
Wenn ich es jetzt so auf die rasche Art ein wenig Schliff zu der von Dir angegebenen Unstimmigkeit machte,
so sähe es so aus:
Wie sehr mir jeder Tag vergeht,
wie sehr mir jede Stunde spät,
doch keine kann ich halten!
Die Stunden eilen bloß dahin,
seit meiner Jugend Anbeginn,
- und Hoffnungen erkalten.
xXxXxXxX
xXxXxXxX
xXxxxXx (xXxXxXx) [nach Belieben]
Ein ganz einfacher Eingriff. Nullo Problemo !
Auch den 'unechten Reim' würde ich schnell beheben mit einer Umstellung, ungefähr so:
Wie sehr mir jeder Tag enteilt und keine Stunde bei mir weilt, ich kann sie niemals halten ... oder so ähnlich -unzählige Möglichkeiten.
Danke für Deine Aufmerksamkeit, das Lesen und den freundlichen Kommentar zu den niedergeschriebenen gereimten Gedanken, die mich anno dazumal oft überkamen; jetzt würde ich solche Sachen nicht mehr niederschreiben - ich habe mich also gebessert.
Freundlichen Gruß!
Joame