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#1

... und nichts verblieb

in Düsteres und Trübsinniges 03.09.2006 09:26
von Joame Plebis | 3.477 Beiträge | 3363 Punkte
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#2

... und nichts verblieb

in Düsteres und Trübsinniges 03.09.2006 09:46
von Gemini • Long Dong Silver | 3.067 Beiträge | 3067 Punkte
Hoi Joame

Das ist es was man hier sagen kann: Nichts verblieb
Hier wird nicht sentgegengesetzt. Alles ist schlimm. Wie furchtbar das Altern. Nichts hat Sinn, nichts hat Wert, niemand ist lieb zu mir, wobei dieses lieb ja doch etwas niedlich ist und dem Reim am Ende zugute kommt.
Sonst könnte man das als eine Botschaft an sich selbst verstehen, wenn man depressiv ist.
Nein, das ist mir generell zu negativ und es fehlt mir auch ein Kotrast, an dem ich die Trauer festmachen könnte.

LG Gem

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#3

... und nichts verblieb

in Düsteres und Trübsinniges 03.09.2006 10:17
von Joame Plebis | 3.477 Beiträge | 3363 Punkte
Danke für das Lesen!

Glückwunsch an alle, die eine rosarote Brille besitzen,
denn wer diese oder die Scheuklappen abnimmt, erkennt
die Tatsache, daß der Mensch wie andere Lebewesen
dem biologischen Prozeß unterliegt.

Realität ist ja deprimierend, sie ist kein 24 Stunden - Supersound-Hören,
Gratistelefonieren und Gummibärchen-Essen.
Zu glauben, daß gelegentlich nur einige - immer nur andere -
harten Alltag erleben und nur diesen die 'Uhr tickt' ist, wäre Irrglaube.

Joame

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#4

... und nichts verblieb

in Düsteres und Trübsinniges 03.09.2006 10:24
von Gemini • Long Dong Silver | 3.067 Beiträge | 3067 Punkte
Nun, das stimmt natürlich, aber auch in deiner Antwort kann ich mich nicht wiederfinden, da ich auch nicht der Typ bin, der die Dinge durch eine rosarote Brille sieht. Auch ich übe mich in Gesellschaftskritik und habe ebenso Angst vor der Vergänglichkeit, aber trotzdem sehe ich auch in den schlechten Dingen einen Teil Gutes.
Deine Antwort ist wieder ein harter Kontrast zu deinem Gedicht. Du sagts, dass es entweder gut oder schlecht gibt.
Es gibt aber noch Grauzonen, in denen wir uns bewegen, wo die Grenzen nicht so klar definiert sind, wie du dies hier aufzeigst.
Erinnere dich an mein Gedicht über Salzburg. Das schlägt in die gleiche Kerbe. Hier wird auch etwas unschönes etwas schönem gegenübergestellt. Deine erste Reaktion war, nur das Schlechte zu bekritteln. Aber es geht hier ja nun um dein Gedicht.
Hier sehe ich, dass dein Lyri die Welt als etwas generell feindseeliges ansieht. Diese Meinung kann ich nicht teilen und das war es was ich dir damit sagen wollte.

LG Gem

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#5

... und nichts verblieb

in Düsteres und Trübsinniges 03.09.2006 12:12
von Richard III | 865 Beiträge | 865 Punkte
Hi Joame

Mir gefällt es. Es ist sehr schlicht und irgendwie gar nicht traurig oder resigniert, sondern das lyr. Ich scheint vollkommen ausdrucks- und emotionslos zu sein. Es ist eben so und nicht anders. In diesem Fall hätte mir dann ein "und niemand mir besonders lieb." fast besser gefallen. Es hätte die vollkommene Belanglosigkeit des Tages und die fehlende Emotionalität noch mehr unterstrichen. So hat man das Gefühl doch noch ein wenig Selbstmitleid herauszuhören, die fast kindisch anmutet.
Gefällt mir trotzdem!

Gruß Richard

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#6

... und nichts verblieb

in Düsteres und Trübsinniges 03.09.2006 13:03
von Joame Plebis | 3.477 Beiträge | 3363 Punkte
Danke Gemini!
Danke Richard III!

Vielleicht war jemand mir lieb, was aber an allem nicht viel ändert.
Überhaupt sehe ich die Zeile mit dem lieb
etwas notwendigerweise Dahergezogen, bloß wegen des Reimes,
dort könnte ruhig etwas Wichtigeres stehen,
was aber nicht hineinpassen würde.

Mit Gruß!
Joame

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#7

... und nichts verblieb

in Düsteres und Trübsinniges 04.09.2006 10:28
von sEweil | 654 Beiträge | 654 Punkte
Hallo Joame

Beim Durchstöbern.

Ich muss sagen, dass ich es als sehr geschlossen und rund empfinde, sprachlich als auch thematisch.

Wieder ein Tag - und nichts verblieb.
Vielleicht ein weißes Haar noch mehr
und ausgeprägter eine Furche im Gesicht.
Doch was ich wollte, war der Tag mir nicht.
War nicht erfüllt, war unnütz mir
- und niemand war besonders lieb.
Der Tag verging - und nichts verblieb.

XxxX-xXxX
XxXxXxXx
xXxXxXxXxXxX
xXxXxXxXxX
xXxXxXxX
-xXxXxXxX
xXxX-xXxX

Metrisch ist dann doch ein wenig der Hund drinnen, aber ich empfand es gar nicht als störend beim lesen. (komischerweise.)
Nur den Anfang ein wenig.

Das Lyr. Ich scheint frustriert, wobei du auf den Grund nicht eingehst, der vielleicht interessant, aber nicht unbedingt notwendig gewesen wäre. Es einfach zu sein ist Grund genug. Du beschreibst dieses Gefühl zudem auch einfach, das reicht vollkommen aus.
Str. 4,5 gefallen mir.
In Str. 6 ist mir das "lieb" nicht ganz recht, da es zu harmlos ist.
Dass du am Ende wieder zum Anfang kommst passt - ein Kreisdrehen sozusagen.

Gern gelesen

Lg Thomas

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#8

... und nichts verblieb

in Düsteres und Trübsinniges 04.09.2006 11:30
von Joame Plebis | 3.477 Beiträge | 3363 Punkte
Dankeschön für Deine Gedanken!

Derartiges entsteht nicht durch das
Vorhaben, ein Gedicht zu machen.

Es sind mir bewußt werdende Gedanken,
die ich dann zufälligerweise notier(t)e.
In diesem Fall die Unzufriedenheit über einen Tag,
an dem ich wieder nichts geleistet habe
und wieder kein besonderes Ereignis war.
Zugleich auch das allgegenwärtige Sinnen,
wie die Zeit vergeht.
Was könnte wirklich sinnvoll sein und Zufriedenheit auslösen
in Anbetracht des so wesentlichen Faktums,
daß doch alles 'für die Katz' ist!

Gruß
Joame

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