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Hi Plagiat (witziger Nick *g)
Originell, gefällt mir.
Ich sehe da einen Jüngling, der extrem rasant zur Sache kommen will und eine Schöne, die das Ganze etwas gemächlicher, überlegter angeht. Dir Rollenverteilung kann natürlich auch umgekehrt sein. *g Was das 'wer' in der Mitte bedeuten soll, bleibt mir jedoch verborgen.
Gruss und willkommen hier.
Margot
Originell, gefällt mir.
Ich sehe da einen Jüngling, der extrem rasant zur Sache kommen will und eine Schöne, die das Ganze etwas gemächlicher, überlegter angeht. Dir Rollenverteilung kann natürlich auch umgekehrt sein. *g Was das 'wer' in der Mitte bedeuten soll, bleibt mir jedoch verborgen.Gruss und willkommen hier.
Margot
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Hallo Margot!
Es freut mich, daß gleich mein Einstand im gemütlichen Matsch Gefallen findet. Ebenso bedanke ich mich für das Willkommen.
Wer welchen Part in dieser so konträren Auffassung vom Zusammenfinden trägt, lasse ich offen, dies mag jeder nach seinem/ihrem Gusto lesen. Schon allein, um gleichzeitig auf Deine Frage zu kommen, weil es am Anfang dieses Prozeßes nicht unbedingt klar ist. Zwei Persönlichkeiten, die noch kein Wir gemeinsam haben, mögen eventuell spekulieren können, wie sie sich auf das Wir hinzubewegen, sicher können sie sich jedoch nicht sein, da dies eben auch vom Gegenpart beeinflußt wird. Daher das Wer.
Es grüßt
das Plagiat
Es freut mich, daß gleich mein Einstand im gemütlichen Matsch Gefallen findet. Ebenso bedanke ich mich für das Willkommen.
Wer welchen Part in dieser so konträren Auffassung vom Zusammenfinden trägt, lasse ich offen, dies mag jeder nach seinem/ihrem Gusto lesen. Schon allein, um gleichzeitig auf Deine Frage zu kommen, weil es am Anfang dieses Prozeßes nicht unbedingt klar ist. Zwei Persönlichkeiten, die noch kein Wir gemeinsam haben, mögen eventuell spekulieren können, wie sie sich auf das Wir hinzubewegen, sicher können sie sich jedoch nicht sein, da dies eben auch vom Gegenpart beeinflußt wird. Daher das Wer.
Es grüßt
das Plagiat
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Hallo Plagiat,
ich habe mich ja in letzter Zeit intensiver mit konkreter Poesie befasst und doch zumindest von sprachwissenschaftlich-systematischer Seite her ihre Reize entdeckt. Auf künstlerischer Seite hat man jedoch schnell das Gefühl, kennt man eines, kennt man alle. Von artistischer Warte her reizt mich die konkrete Poesie nur noch, wenn sie nicht isoliert auftritt.
Ebensogut wie sich eine Liebesbeziehung, welcher Geschlechter auch immer, vorzustellen, könnte man meinen, es ginge um Fahrer und Beifahrer oder auch Dirigent und Instrumentalist oder Choleriker und Phlegmatiker oder oder oder. Der Allegoresen dürften sich hunderte finden, wie Margot schon vage andeutete. Das ist auch mehr oder weniger irrelevant, weil die moderne Poesie eh wie das Horoskop ist: Sie bleibt gerade so vage, dass sich jeder das auf ihn Zutreffende heraussuchen kann, um daran zu glauben.
Auch ich vermeine aber, dass das /WER/ einen Bruch ergibt. Wir haben die an Schwitters Anna-Blume-Komplex erinnernden Elemente /ICH/ und /Du/, die sich zu einem /WIR/ subsummieren. Es geht also um eine Reflexion, womit wir es also eindeutig mit Lyrik zu tun haben, wie ich vermeine, die Lesegeschwindigkeit eines linear untereinander geschriebenen /RASEND/ ist ebenfalls schneller, als die vieler untereinander geschriebener /GEMACH/, also haben wir es sogar mit konkreter Lyrik zu tun, was übrigens nicht auf jede Art konkreter Poesie zutrifft.
Die Frage nach dem /WER/ könnte natürlich spekulativ gedeutet werden. Fragt sich das lyr. Ich, ob es vielleicht du ist, oder ob es ab und zu die Eigenschaften des Du übernimmt. Faktisch ist das Wurst, da sowohl inhaltlich die Gemeinschaftlichkeit von /DU/ und /ICH/ durch das /WIR/ bereits gegeben ist, als auch die Elemente mit einer Aufteilung in drei Personalpronomina kombiniert mit zwei Partizipien ausreichend wären. Das /WER/ als Interrogativpronomen fällt sowohl grammatisch, als auch inhaltlich doch stark aus der Ganzheitlichkeit des Corpus heraus. Ich halte es für überflüssig.
Dennoch ist das /WER/ vielleicht das einzige Element, was diesem Text einen individuellen Anstrich verleiht, denn der Rest ist ein Schwitters gedenkender Gomringer. Wie gesagt, ich kann dem artistisch nichts abgewinnen, aber wem's gefällt.
ich habe mich ja in letzter Zeit intensiver mit konkreter Poesie befasst und doch zumindest von sprachwissenschaftlich-systematischer Seite her ihre Reize entdeckt. Auf künstlerischer Seite hat man jedoch schnell das Gefühl, kennt man eines, kennt man alle. Von artistischer Warte her reizt mich die konkrete Poesie nur noch, wenn sie nicht isoliert auftritt.
Ebensogut wie sich eine Liebesbeziehung, welcher Geschlechter auch immer, vorzustellen, könnte man meinen, es ginge um Fahrer und Beifahrer oder auch Dirigent und Instrumentalist oder Choleriker und Phlegmatiker oder oder oder. Der Allegoresen dürften sich hunderte finden, wie Margot schon vage andeutete. Das ist auch mehr oder weniger irrelevant, weil die moderne Poesie eh wie das Horoskop ist: Sie bleibt gerade so vage, dass sich jeder das auf ihn Zutreffende heraussuchen kann, um daran zu glauben.
Auch ich vermeine aber, dass das /WER/ einen Bruch ergibt. Wir haben die an Schwitters Anna-Blume-Komplex erinnernden Elemente /ICH/ und /Du/, die sich zu einem /WIR/ subsummieren. Es geht also um eine Reflexion, womit wir es also eindeutig mit Lyrik zu tun haben, wie ich vermeine, die Lesegeschwindigkeit eines linear untereinander geschriebenen /RASEND/ ist ebenfalls schneller, als die vieler untereinander geschriebener /GEMACH/, also haben wir es sogar mit konkreter Lyrik zu tun, was übrigens nicht auf jede Art konkreter Poesie zutrifft.
Die Frage nach dem /WER/ könnte natürlich spekulativ gedeutet werden. Fragt sich das lyr. Ich, ob es vielleicht du ist, oder ob es ab und zu die Eigenschaften des Du übernimmt. Faktisch ist das Wurst, da sowohl inhaltlich die Gemeinschaftlichkeit von /DU/ und /ICH/ durch das /WIR/ bereits gegeben ist, als auch die Elemente mit einer Aufteilung in drei Personalpronomina kombiniert mit zwei Partizipien ausreichend wären. Das /WER/ als Interrogativpronomen fällt sowohl grammatisch, als auch inhaltlich doch stark aus der Ganzheitlichkeit des Corpus heraus. Ich halte es für überflüssig.
Dennoch ist das /WER/ vielleicht das einzige Element, was diesem Text einen individuellen Anstrich verleiht, denn der Rest ist ein Schwitters gedenkender Gomringer. Wie gesagt, ich kann dem artistisch nichts abgewinnen, aber wem's gefällt.
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Hallo Plagiat,
ich stehe konkreter Poesie eigentlich eher skeptisch gegenüber, dennoch spricht mich Dein Aufprall durchaus an. Vielleicht, weil er handwerklich ansprechend präsentiert wird, vielleicht weil man kurz über den Inhalt nachdenken muss (kann) und sich einem Dein Werk dennoch verhältnismäßig schnell erschließt.
Das Wer sehe ich eher als Wegweiser im Gedicht, quasi eine Art Vorstellung der Protagonisten des Stückes - als Darsteller (wer) treten auf: ich, du, (in der Summe) wir... Womöglich mache ich mir auch einfach zu wenig Gedanken über die einzelnen Teile dieses Bildes und suche mir daher den einfachsten Verständnisweg.
Ich mag es - irgendwie... allerdings musste ich mich auch noch nicht intensiv mit konkreter Poesie beschäftigen und bin daher ein eher unbeschriebenes Blatt
.
Don
ich stehe konkreter Poesie eigentlich eher skeptisch gegenüber, dennoch spricht mich Dein Aufprall durchaus an. Vielleicht, weil er handwerklich ansprechend präsentiert wird, vielleicht weil man kurz über den Inhalt nachdenken muss (kann) und sich einem Dein Werk dennoch verhältnismäßig schnell erschließt.
Das Wer sehe ich eher als Wegweiser im Gedicht, quasi eine Art Vorstellung der Protagonisten des Stückes - als Darsteller (wer) treten auf: ich, du, (in der Summe) wir... Womöglich mache ich mir auch einfach zu wenig Gedanken über die einzelnen Teile dieses Bildes und suche mir daher den einfachsten Verständnisweg.
Ich mag es - irgendwie... allerdings musste ich mich auch noch nicht intensiv mit konkreter Poesie beschäftigen und bin daher ein eher unbeschriebenes Blatt
.Don

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Deinen Ansatz, Don, finde ich gar nicht so blöd. Allerdings ist es ja in der konkreten Poesie nicht nur wichtig, dass etwas dasteht, sondern auch wo und wie es dasteht, vom visuellen Aspekt her. Das unbeschriebene Blatt ist ein Medium ein Raum und die Frage ist, wo und wie im Raum ist das WER angeordnet.
Da kann man sehen, dass es zwischen DU und ICH steht. Es steht nicht etwa darüber, wie man das bei einem Rollenblatt im Drama erwarten würde, es steht zwischen den beiden Protagonisten. Die Frage nach dem WER trennt quasi das DU von dem ICH (obwohl diese Trennung ja schon durch die räumliche Distanz zur Genüge dargestellt wäre). Daher kann ich an deine These nciht recht glauben. Ich denke, dass es etwas mit der Reflexion der Protagonisten zu tun hat. Die Darstellung, wie wir sie hier haben, ist keine neutrale Darstellung, sie ist einseitig und in diese Ecke passte mir das WER viel eher. Vielleicht als Frage danach, wer von den beiden, jetzt gerade seine Sicht der Dinge darstellt. Was im Endeffekt immer wieder auf dasselbe hinausläuft: ICH
Da kann man sehen, dass es zwischen DU und ICH steht. Es steht nicht etwa darüber, wie man das bei einem Rollenblatt im Drama erwarten würde, es steht zwischen den beiden Protagonisten. Die Frage nach dem WER trennt quasi das DU von dem ICH (obwohl diese Trennung ja schon durch die räumliche Distanz zur Genüge dargestellt wäre). Daher kann ich an deine These nciht recht glauben. Ich denke, dass es etwas mit der Reflexion der Protagonisten zu tun hat. Die Darstellung, wie wir sie hier haben, ist keine neutrale Darstellung, sie ist einseitig und in diese Ecke passte mir das WER viel eher. Vielleicht als Frage danach, wer von den beiden, jetzt gerade seine Sicht der Dinge darstellt. Was im Endeffekt immer wieder auf dasselbe hinausläuft: ICH
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Hallo levampyre, hallo Don Carvalho!
Eine derartige Diskussionen zu meinem Gedicht ehrt mich natürlich. Ich selbst habe mich erst in die Grundzüge der konkreten Poesie eingearbeitet, nutze sie aber in meinem Bestreben mich den Möglichkeiten, die die Sprache bietet mehr und mehr zu nähern. Sagen wir einfach, ich bin experimentierfreudig.
An eine Vorstellung der Protagonisten habe ich bei dem Wer ehrlich gesagt nicht gedacht. Dies empfände ich auch ein wenig befremdlich, da dies von erzählerischen Prologen in der Prosa, eigentlich eher in Theaterstücken oder Drehbüchern üblich ist.
Vielmehr steht das Wer, wie schon erwähnt und auch von levampyre angerissen für einerseits Selbstreflektion, die in einem Bestreben zu einer Beziehung zu finden in gewisser Weise unabdinglich ist, anderseits für die Reflektion des Gegenübers. Sowohl das rasende Vorgehen des Ichs, als auch das auf Ruhe bedachte des Dus sind nicht einfach eingebrannte Verhaltensmuster, sondern resultieren aus der Frage nach dem Wer. Wer bin ich? Wer ist mein Gegenüber? Wer wären Wir?
Auch die Stellung des Wer im Piktogramm ist daher, so hoffe ich, schlüssig. Das Wer verbindet zwar die beiden Protagonisten, trennt sie jedoch auch zu Anfang. Erst wenn die Frage nach dem Wer beantwortet ist, ist ein Wir möglich. Wäre mir ein zündender Gedanke gekommen, das Wer auch optisch ins Wir zu wandeln, sähe das ganze auch etwas anders aus. Dem war aber nicht so.
Daher mag ich nicht auf das Wer verzichten, denn es ist essentieller Bestandteil meiner Intention, auch wenn es eventuell dem einen oder anderen Rezipienten überflüssig erscheinen mag.
Es grüßt
das Plagiat
Eine derartige Diskussionen zu meinem Gedicht ehrt mich natürlich. Ich selbst habe mich erst in die Grundzüge der konkreten Poesie eingearbeitet, nutze sie aber in meinem Bestreben mich den Möglichkeiten, die die Sprache bietet mehr und mehr zu nähern. Sagen wir einfach, ich bin experimentierfreudig.
An eine Vorstellung der Protagonisten habe ich bei dem Wer ehrlich gesagt nicht gedacht. Dies empfände ich auch ein wenig befremdlich, da dies von erzählerischen Prologen in der Prosa, eigentlich eher in Theaterstücken oder Drehbüchern üblich ist.
Vielmehr steht das Wer, wie schon erwähnt und auch von levampyre angerissen für einerseits Selbstreflektion, die in einem Bestreben zu einer Beziehung zu finden in gewisser Weise unabdinglich ist, anderseits für die Reflektion des Gegenübers. Sowohl das rasende Vorgehen des Ichs, als auch das auf Ruhe bedachte des Dus sind nicht einfach eingebrannte Verhaltensmuster, sondern resultieren aus der Frage nach dem Wer. Wer bin ich? Wer ist mein Gegenüber? Wer wären Wir?
Auch die Stellung des Wer im Piktogramm ist daher, so hoffe ich, schlüssig. Das Wer verbindet zwar die beiden Protagonisten, trennt sie jedoch auch zu Anfang. Erst wenn die Frage nach dem Wer beantwortet ist, ist ein Wir möglich. Wäre mir ein zündender Gedanke gekommen, das Wer auch optisch ins Wir zu wandeln, sähe das ganze auch etwas anders aus. Dem war aber nicht so.
Daher mag ich nicht auf das Wer verzichten, denn es ist essentieller Bestandteil meiner Intention, auch wenn es eventuell dem einen oder anderen Rezipienten überflüssig erscheinen mag.
Es grüßt
das Plagiat
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