Der eigentliche Troll, so wie er auf Wikipedia und anderswo beschrieben ist, versucht mittels Intrigen Zwietracht und Streit zu stiften, woran er oder sie dann gehörigen Spaß empfindet. Solches Treiben benötigt natürlich das unvernünftige Verhalten anderer Mitglieder, denn das rezept gegen Trolle ist so einfach, wie alt: Schlichtes Ignorieren trocknet jedes Stänkern rasch aus. Insofern verhalten sich Administrationen, die solche Artikel vom Stapel lassen, komplett unvernünftig, weil sie damit die Trolle magisch anziehen. Vermutlich ist es genau das, was sie erreichen wollen.
Kamelot jagt ja aber gar keine Trolle. Wann immer er oder andere Waldhüter sich dann doch ein wenig erklären, was sie für trollig halten, wird schlagartig klar, dass diejenigen, die sie bannen, sich kaum je des Trollverhaltens schuldig machten. Und wenn sie bannen, dann konsequent: Dann werden auch Mitglieder gebannt, die gar nichts mit dem eigentlichen Troll zu tun haben, außer dass sie sich auf der falschen veranstaltung zu Wort meldeten. Das alles ist ebenso lächerlich, wie amüsant. Vor allem finde ich es immer wieder grandios, dass es hier um die Administrationen von LITERATURFOREN handelt, die sich der Kunst, der Kunst und noch einmal der Kunst verschrieben. Aber das wenigstens hat Kamelot jetzt deutlich gemacht: Das geschmeidige, alltägliche Forenmiteinander ist die Hauptsache. Lyrik und Literatur sind lediglich die Feigenblätter, die das gegenseitige Bespeicheln ein wenig bemänteln sollen.
Und wenn dann eine/r kommt und tatsächlich auf Lyrik und Literatur pocht, dann ist das eben ein Troll. So einfach ist das. Und hier ist die Trollzentrale. Der Tümpel gebiert all diese modrigen Wesen (mit einem D), die in Wahrheit ja nur ein einziges Wesen sind. Nämlich ich.
