Hallo Joame,
auch wenn Deine Verse den Sommer zu Grabe tragen und dieses Thema sicher zu den ausgetreteneren gehört, kann ich nicht anders, als mir seufzend einzugestehen, dass sie mich erfolgreich "herbstwärts" ziehen. Wie Du die Stimmung vor dem Spätsommergewitter in Worte fasst, überzeugt mich sehr.
In der zweiten Strophe sind mir allerdings Kleinigkeiten aufgefallen:
In Antwort auf:
Ein Lichterzucken, erstes Tropfenfallen,
begleitet das gigantisch schwarze Drohen.
Dem machtvoll donnernden Gewalteballen
entspringt bizarres, gleissend helles Lohen,
kündet den Abschied von den Sommertagen.
V1: Am Ende kein Komma,
V2: Weil das Zucken und das Fallen zwei Subjekte darstellen, müsste es m.E. "begleiten" heßen, oder? Weil das Drohen hier erstmals genannt wird, fände ich "ein gigantisch schwarzes Drohen" besser. Was meinst Du?
V3: Was hieltest Du von "Gewaltenballen" - tolles Wort!
V4: Zu Beginn findet sich die einzige Abweichung vom sonst konsequent durchgezogenen Iambus, ohne dass mir ein Grund einsichtig wäre. Vll. "und kündet Abschied von den..."(dann natürlich ohne Komma nach "Lohen")?
Wirklich nur Peanuts! Gern gelesen. Liebe Grüße
Purzel