Rote Lippen sollt man küssen.
Sein roter Mund lacht mir entgegen,
er greift nach mir – süßlich verwegen.
Ich ziere mich mit Gürtelschnalle,
er tappt nach mir mit seiner Kralle.
Mein Hosenbund sinkt schwer zu Boden,
der Stricher langt an meine Hoden.
Er lächelt - zärtlich wirkt sein Schauen:
„Kannst du mir meinen Po verhauen?“
Ich schnapp die Geißel von der Stange,
und knall sie hart auf seine Wange.
Er röchelt zwischen Blut und Rotzen,
ach Mensch, ist dieser Typ zum Kotzen.
Ich schlage weiter weil er’s will,
er wimmert, schreit, nun iss er still.
Sein letzter Wunsch, ich darf es sagen,
ist es, ihn an ein Kreuz zu schlagen.
Ich bin ein Mensch mit Nächstenliebe,
drum gibt’s zum Abschied ein paar Hiebe.
Nun hängt er hier am Zedernholz,
ich seh mein Werk nicht ohne Stolz.
Ich tat all das dem Mann zum Wohl,
damit er stirbt, wie sein Idol.
Auch er ist nur ein Menschensohn,
und Tausend warn’ ein praller Lohn.