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#1

Der Haß

in Gesellschaft 22.02.2010 01:18
von Joame Plebis | 2.407 Beiträge

Der Haß

Er braucht nicht Worte, er besteht,
zeigt sich in Pausen, die betont.
Wenn er auch unbemerkt in vielen wohnt,
agierend trübt er subjektives Sehen,

und übersieht die ausgestreckte Hand,
macht taub für Hilferufe, die erschallen,
ist Grund, daß Bomben auf die Länder fallen,
zerbricht das Schöne, das man wertvoll fand.

Geringer Anlaß bindet Sinne los,
von ihm Ergriffene ergrimmen toll.
Er ist das Gegenstück von leiser Moll
und seine Wirkungen sind furios.

Auch die Vernunft vermag ihn nicht zu zügeln,
verschmäht die Einsicht und mißachtet Wissen,
der kleinste Zwiespalt wird zur Kluft gerissen.
so steigert er sich oftmals bis zum Prügeln.

zuletzt bearbeitet 22.02.2010 10:50 | nach oben scrollen

#2

RE: Der Haß

in Gesellschaft 14.03.2010 17:05
von perry • Mitglied | 834 Beiträge

Hallo Joame,
du hast den Hass als Triebfeder des Bösen hier gut bebildert.
Der dritte Vers scheint mir nicht so gelungen, weil er reimtechnisch etwas gezwungen wirkt und inhaltlich "ergrimmen toll" nicht besticht.
Auch die Steigerung am Schluss "zum Prügeln" erscheint im Vergleich zu den vorher fallenden Bomben eher abgeschwächt.
Ich hoffe, du kannst etwas Konstruktives aus meinen Hinweisen entnehmen.
LG
Perry

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