nele ist die pinkelliese geblieben
sie hat immer noch fleckige hosen an
als die nacht sie auf zehenspitzen hob, hob sie ihre beine
sie schmeißen’s ihr nach auf den ipod touch in die 4.generation
zitternd schüttelt nele omas schneekugel aus
vor der webcam reißt der mann im mond das alltagskleid
(aber die krabatmäler drunter wolken auf bäumen schwarz)
ein sinkstocksteif, ein stummwohin, wer hält?
die mutter schiebt die zungenlosen fenster in die blaue blume
sie wird kulissenschieberin, bühnentechnikerin u. tochter einer pennerin
sie bügeln ihr alles auf die brust, auch den korsakow ihrer mutter
(aber die märchen drunter warten auf die curarepfeile)
und lästern übers soloschmollen im mollmund
nele rüstet sich: nele kämpft mit knochennadeln, dreispitz und waffenrock
sie pennt und verteilt doch eulenspiegel
nele hat norday.today verpasst
daher lässt sie sich nicht mehr plätten
sie zittert off sie setzt ihre lachenden vielmasken ab
sie zertritt endlich die mittelmeermuscheln ihrer phantomfreunde
nele moll bürstet die pissgerüche aus der couch, schmeißt spottvögel auf die straße
nele sucht das tageslicht und zersägt die stammbäume
sie radiert alle geschwärzten scheiben
sie kann ihre ewigen erinnerungen mit schräggeschnittenen rohrfedern wegkratzen
in einem weißen regenbogen findet sie ihre nicht vergrabene sandpost
an die urururahnin: deine augen haben mich nie in einer heimat gesehen
unsere hände werden nie gemeinsam meine totgeborenen textfelder begraben
unsere füße werden nie zusammen die helleren schatten streifen
nur derselbe name wird dir von mir erzählen
von meiner langsamkeit. von meinem vergeblichen tasten um nebellose tageslöcher
mein schnee wird farbige treppen schlagen, die kein sommer, kein frühling kennt