Hallo Mcberry!
Die erste Strophe ergibt sich mir durchaus logisch, wenn ich " ich treibe" als Passivbewegtes auffasse. Das " ich" scheint ausgeliefert. Ja wem? Einer gewünschten Wirklichkeit, einer erträumten. Und diese Wirklichkeit wird zunächst
mächtig, doch scheinbar paradox bezeichnet: Als ..." wie Bäume", starke und Aufhänger, wie die Halter der Träume. Doch hier kommt der zweite Vergleich ins Bild: Bäume, " wie Bäume" im Herbst. Diese Bäume stoßen ab, was sie bis dahin getragen haben, und machen so entsetzlich schön bunt, was sie bis dahin trugen. Gefallene Blätter, gefallene Träume. Das träumende "ich", Blatt ist es, dahin Treibendes geworden, überflüssig das , was bis dahin hielt, wie rohe Stämme aus Papier, abgesägte, bretterzerschnittene, geschredderte, zur Masse verklebte, ausgewalzte, bis hinein in durchsichtiges Folienpapier, dem selbst die Luft durchgeht zusammen mit den Träumen.
Zu den anderen Strophen will ich nicht schreiben. Ein sehr durchlebter Text, so wie er mir vorkommt.
Liebe Grüße, otto