Am Frühstückstisch gibt’s Rangelei;
Ist es zu hart - ist es zu flüssig,
das gut gekochte Frühstücksei?
Das prüft sogleich der Scheibenschnitt.
Mit einem Schneider will ich´s wagen:
Es hängt mir gelb an meinem Kragen,
was aus der Eierwunde tritt.
Fein ist sie nicht, die Esskultur
beim morgendlichen Fressgelage
und wenn ich ihr den Kampf ansage,
dann grinsen alle Münder nur.
Es folgt der Griff zum Weg-Wisch-Tuch.
Bedenken kommen nicht dabei,
So kommt zu Fall, doch allerlei.
Sag, liegt auf diesem Tisch ein Fluch?
Ein zäher Fluss Orangensaft,
zieht seine Bahn durch Wurst und Käse
erwischt noch links die Majonäse,
dann hat zur Kante er´s geschafft.
Ein bisschen irre lach ich bloß,
und lasse ihn getrost gewähren;
Was nützt es schon, sich zu beschweren?
Er kleckst verträumt auf meinen Schoß.
Und ist die Kleidung erst befleckt,
dann löst sich angespannte Stille,
die Knigge Regel nicht mehr schreckt.