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#1

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in Erratum 17.12.2010 18:02
von pistacia vera | 448 Beiträge

Da ich in Kürze meinen Account löschen lassen werde, entferne ich meine Gedichte. Eine sozial verträglichere Lösung sieht das Forum nicht vor. - Um eure Kommentare tut es mir leid.


zuletzt bearbeitet 13.10.2011 11:07 | nach oben springen
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#2

RE: wenn der seidenfaden reißt

in Erratum 18.12.2010 10:54
von Rubberduck | 558 Beiträge

Liebe pista,

Perlen.....Fadenriss.....

Bilder, die gut in eine Beziehung passen. Wie oft reißt der Faden und dann heben wir die Perlen schweigend wieder einzeln auf, müssen suchen, denn wo die überall hin rollen können....!!!
Dies ist meine Lieblingszeile:

Zitat
mein schweigen fließt ein in wälder aus tang


Ich habe mich gern mit deinem Text beschäftigt, den ich sehr stimmig finde.

Liebe Grüße,
Bärbel

zuletzt bearbeitet 18.12.2010 10:56 | nach oben springen
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#3

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in Erratum 18.12.2010 14:08
von pistacia vera | 448 Beiträge

Liebe Rubber,
ich bin gebeten worden, ältere Werke wieder aufzufüllen, das möchte ich nach und nach gerne tun.
Deshalb wundere dich nicht über dein Déjà-vu.
Über dein Gefallen am Text freue ich mich immer noch und hoffe, dass sich daran nichts geändert hat.
Herzlichst
pista


zuletzt bearbeitet 24.08.2011 08:20 | nach oben springen
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#4

RE: wenn der seidenfaden reißt

in Erratum 18.12.2010 18:34
von der.hannes | 737 Beiträge

Liebe Pista,

ich stolpere ein wenig über das "rein". Einerseits wirkt das spontan, andererseits ist es sprachlich unschön. Ich würde hier "hart" schreiben.

Was meinst Du?

es grüßt
(der.)Hannes

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#5

RE: wenn der seidenfaden reißt

in Erratum 18.12.2010 22:24
von pistacia vera | 448 Beiträge

Danke, lieber Hannes,

das ist eine sehr ersprießliche Idee, die ich gern aufgreife. - Hört sich viel besser an.

Herzliche Grüße
Pista


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#6

RE: wenn der seidenfaden reißt

in Erratum 20.12.2010 07:57
von otto | 411 Beiträge

Da ist als erster meiner Gedanken der Anklang an das Wort. "Perlen vor die Säue werfen". Etwas unangemessen
vergeuden, dessen Wert der "Werfer" erkennt. In diesem Momentum könnte ihn ein Zögern befallen. Gefädelte Perlen, jede könnte ihresgleichen suchen, ja auf einer schmückenden Kette, suchen sie nicht ihresgleichen, sind eng benachbart, sie werden hier als bislang er-lebter-liebter Schatz geschüttet- nach dem Riß, dem Zusammenhalt ( des Fadens. In der ersten Zeile liegen sie geschüttet, so als wären vom ... Beziehungsfaden ... wie umgelagert, zwar nicht gleich wieder gefädelt, zum Schmückenden zurückgefasst, vielmehr, z.B. in einem Glas bewahrt, doch gleich drohend,
wie in einem Anlauf für das nun Folgende, hin und her, noch einmal abwägend, doch längst entschieden... geschüttet.
Zum Wurf, Hinwerfen, ins " Feiste". Gesicht heißt ja auch " ich habe dich erkannt".

Nun stand ursprünglich da " rein" statt " hart. Das führt zu Ambivalenzen. Perlen werden ausgesucht nach Größe und Reinheit. Unreine ... verworfen. Das ist eine schmerzliche Tat, denn der die einen von den anderen trennt, der
macht das aus perfektioniertem Anspruch: eine wie die andere, jede soll rein sein, versrein ( Perlenkette= Gedicht?) Doch natürlich im Gedicht ist vermutlich nicht bewußt die Reinheit der Muschelwerke gemeint, sondern die Entschiedenheit, Wut? Haß? Enttäuschung?...ja die vermutung des eigenen Unvermögens beschrieben, denn "rein" meinte " hinein" ... in das feiste Gesicht- vom Schwein. Also d o c h "Perlen vor die Säue" ? Ja, in der Chronologie einer längst unhaltbar gewordenen Beziehung hat sich die Werferin schon lange davor vertan. Das wirft sie "hart", das Vertane, Vergeudete, weg. Das Werk, im Weiteren wird es vergessen werden, verblassen

Ich beschränke mich auf meine subjektive Interpretation hauptsächlich mit der ersten Strophe, der Rest ergibt sich inhaltlich und in Bildern selbständig aus der ersten Strophe.

Ich fasse zusammen: eine bildhafte Komposition, die aber auch gänzlich anders interpretiert werden kann. Indem nämlich die Perlenkette ein literarisches Werk ist, mit dem die Verfasserin nie wirklich zufrieden war ,und es aus vermeintlicher Unzulänglichkeit hinwirft, vernichtet, ablegt, vergißt. Dies obwohl ihr unmittelbar nach dem Erarbeiten des Werkes alles wunderbar ... buchstabengefädelt ( hier die Rückwärtsmetamorphose) erschien. So zerfällt der
anfänglich geliebt- erlebte Akt einer Werkschöpfung, zerbricht am Anspruch der eigenen Perfektion. Die Suche nach der Form scheitert. Eine dritte Variante schließlich wäre die zunehmende Behinderung sich selbst kreativ auszuleben,
weil das Beziehungsgegenüber und das Lebensbeiwerk zerstörisch wirkt. Hat sich die Werferin mit sich selbst überworfen und zerstört ihre Arbeit, die sie sich als unzureichend ... hart vorwirft, strafend, enttäuscht?

Nicht übersehen konnte ich Deinen eigenen Kommentar zum Gelingen eines Gedichtes, liebe Pista,der meine Vermutung zum Anspruch auf Perfektion in mit Deinen letzten beiden Wörtern zu bestätigen scheint: ...

"

Zitat
wenn überhaupt

".

Liebe Grüße,

otto

zuletzt bearbeitet 20.12.2010 08:09 | nach oben springen
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#7

RE: wenn der seidenfaden reißt

in Erratum 20.12.2010 08:26
von pistacia vera | 448 Beiträge

Da hast du volkommen Recht, Otto,

tatsächlich strebe ich nach dem Bestmöglichen in meinen Arbeiten und feile ausgiebig daran. Es gibt deshalb nicht viele Gedichte, die meinem eigenen Anspruch auf Dauer genügen. - Einige finde ich aber heute noch ganz nett. - Spontaneität lebe ich im Gereimten (meist komischen Genre) aus; das dauert nicht länger als 20 Minuten, wird quasi aus dem Ärmel geschüttelt und erfreut trotzdem. ---

Deine Interpretation ist sehr interessant und stimmig, wenn es mir beim Schreiben auch um eine menschliche Beziehung ging. Aber wer weiß schon genau, wohin die Wasser des Unterbewusstseins überall fließen ...

Herzlichen Dank für deine Mühe
Pistacia


zuletzt bearbeitet 20.12.2010 08:27 | nach oben springen
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