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#1

Liebe, die ich meine

in Liebe und Leidenschaft 30.12.2010 09:55
von Rubberduck | 558 Beiträge

Lass mich vom Sockel steigen,
es ist so einsam hier.
Die Grazie, dir zu eigen,
verziertes Eispapier.

Besitze keine Mächte,
die übermenschlich sind.
Im Arm bewahrte Nächte
erwecken mir das Kind.

Verbundenheit erspüren
in Seele und im Geist,
um Sinne zu verführen
die Liebe uns verschweißt;

Im Fleisch und im Gedanken -
dann ist das Werk vollbracht.
Die Einheit wird nicht wanken,
wenn auch aus Zwei´n gemacht.

Leg mich in deine Seele
und lass mich dort gedeihn,
die Knospe wird sich öffnen
gewärmt vom sanften Schein.

Wird blühen dir in Farben,
die niemals du gesehn.
Komm, lass uns nicht mehr darben.
Oh, lass es doch geschehn.

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#2

RE: Liebe, die ich meine...

in Liebe und Leidenschaft 30.12.2010 17:58
von otto | 411 Beiträge

...das, liebe Bärbel, ist Gebrauchslyrik, die sicherlich manchen Deiner Leser/innen anspricht.Mir kommt das Gedicht eher vor wie der Wunsch für eine " sich selbst erfüllende Prophezeihung".

Der An- und Aufruf im Gedicht ist ein Versprechen, eine Aufforderung, das/ die ausläßt, was der andere vermag. Verwechseln wir nicht oft das, was wir uns wünschen, mit dem, dass der andere dazu vermag?

Zitat
" ... erwecken mir das Kind..."



Diese Zeile ist eine Standortbestimmung: hier wünscht sich das Kind etwas. Ein Wunschzettel, ein ewiger.


Guten Abend,

ich hoffe es reicht Dir für heute. Das wäre viel.

Otto.

zuletzt bearbeitet 30.12.2010 18:04 | nach oben springen

#3

RE: Liebe, die ich meine...

in Liebe und Leidenschaft 01.01.2011 12:08
von Rubberduck | 558 Beiträge

Lieber Otto,

und wärst du mein einziger Leser, es wäre viel.

Das Wünschen und das Erfüllen sind weit voneinander entfernt. Doch ohne das Wünschen wäre das Leben traumlos, ohne Phantasie.

Nun, diese Verse sind sehr Cinderella-Stil und das liegt nicht jedem - zu süß, zu rosa. Doch du gehst in meinen "Frauen-Film".

Danke,
Bärbel

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#4

RE: Liebe, die ich meine

in Liebe und Leidenschaft 02.01.2011 09:17
von Mila | 40 Beiträge

Nun habe ich mich doch mal wieder in eine Abteilung verirrt, die ich normalerweise meide, da es wenige Gedichte über "Liebe und Leidenschaft" gibt, die mich anzusprechen vermochten und ich bei Selbstversuchen nie über gequälte Lächerlichkeiten hinausgekommen bin.
Auch dieses Gedicht hinterlässt bei mir einen sehr ambivalenten Eindruck. Da gibt es sehr warme Zeilen ("Leg mich in Deine Seele") und starke Bilder ("im Arm bewahrte Nächte"). Es gibt fast pornografisch angelegte Strophen (Str. 5) und Strophen, die man schnell wieder vergessen möchte (Str. 3). Sprachlich scheint mir einiges eher ein wenig dahingeworfen zu sein ("wird blühen dir in Farben, die niemals du gesehn..."; "wenn auch aus "Zwei'n gemacht").
In Summe haben mich die Verse nicht überzeugt - aber wie gesagt, ich finde es sehr mutig!
Liebe Grüße von
Mila

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#5

RE: Liebe, die ich meine

in Liebe und Leidenschaft 03.01.2011 05:53
von Rubberduck | 558 Beiträge

Hey Mila,

danke für deinen ehrlichen Kommi. Mut ist eine meiner besten Eigenschaften, auch der Mut zur Blamage ;-))

Ich kann dir folgen in den meisten Punkten, die du anführst. Es klingt schon teilweise echt schwülstig, wo es aber pornographisch sein soll ?l... naja, aber das ist halt Sache des Betrachters.

LG,
Bärbel

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