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#1

Geschmacks- und andere Fragen

in Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. 17.02.2011 12:57
von Rubberduck | 558 Beiträge | 558 Punkte

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zuletzt bearbeitet 06.05.2014 22:28 | nach oben

#2

RE: Geschmacks- und andere Fragen

in Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. 17.02.2011 15:48
von mcberry • Administrator | 2.861 Beiträge | 2671 Punkte

Zitat
gleich Flieder!“,



"Hallo (Gummientchen;"!)

Wir müssen hier nicht dudengesteuert navigieren, aber wieviel Interpunktion ist verkraftbar?

Mit Interpunktionsregeln oft genug auf Konfrontationskurs, macht mich dieser Text nervös....
Am Inhalt kann das nicht liegen. Oder wie wären fliederfarbene Gummibundhosen aufregend? - mcberry


zuletzt bearbeitet 17.02.2011 17:32 | nach oben

#3

RE: Geschmacks- und andere Fragen

in Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. 17.02.2011 19:25
von otto | 637 Beiträge | 645 Punkte

Die Kleiderordnung. Ich meide Treffen, Feiern, Veranstaltungen bei denen mir qua Einladung aufgeschrieben steht:
"Wir bitten um angemessene Bekleidung."

Uniformität kaschiert indiviuelle Unterschiede. Meine Mutter sagte zu unpassenden Gelegenheiten: " Stelle Dir die anderen einfach nackt vor. Es gibt gewisse Ähnlichkeiten zwischen ihnen und Dir".

Ich habe nicht nachgefragt, was sie damit begründen wollte. Aber es änderte nichts an meinem Widerwillen mich verwechselbar zu machen.

Ehe ich irgend etwas nach dem Bad am Morgen aus dem Kleiderschrank "abbügeln" kann,
hat mir meine Frau- obwohl schon in Eile für die Arbeit- alles für den heutigen Tag frisch auf das Bett zurechtgelegt. Wie immer Ton in Ton. Im Sessel liegen die Klamotten von gestern, Ton in Ton. Ich kann mich so schnell gewöhnen. Mir fällt die Geschichte des ungarischen Schriftstellers Gabor von Vaszary ein. Der Student in seinem Roman nahm 10 Hemden mit für seine Studienreise nach Paris, trug jeden Tag ein frisches, doch sein Aufenthalt ging über zwei Monate. Nach zehn Tagen hatte er kein frisches Hemd mehr, also fing er von vorne an. Vaszary ließ den jungen Mann diese benutzten Hemden " relativ saubere" nennen.

Mein Blick fällt wieder auf die am Vortag getragenen Klamotten im Sessel. Sie scheinen mich anzuflehen, auch sie scheinen sich an mich gewöhnt zu haben. Schließlich entscheide ich mich für eine "Heutetagemodemelange". Unterhose und Unterhemd von gestern, Hose und Hemd frisch vom Bett. Einen Socken von gestern, einen nehme ich vom Bett. An meinen Füßen jetzt grün und schwarz, pikant, ich der Trendsetter, wie ich finde. Bei den Schuhen bin ich ganz sicher. Ich habe Sommer- und Winterschuhe. Jetzt ist Winter, kein Problem also. Im Schuhschrank liegen etwa die 50 Schuhpaare meiner besorgten Frau, so komplett in allen Farben vertreten.

Am Abend inspiziere ich aufmerksam meine Frau. Sie kommt mir so vertraut vor. " Liebling", sagt sie beiläufig, "es liegt was in der Luft".

No comment.

otto.

zuletzt bearbeitet 31.07.2011 18:14 | nach oben

#4

RE: Geschmacks- und andere Fragen

in Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. 18.02.2011 10:02
von Rubberduck | 558 Beiträge | 558 Punkte

Hallo Mac, danke für deinen Kommi. Wenn deine Verwirrung nur an der Interpunktion liegt und nicht am Text an sich, bin ich ja schon erleichtert. ;-))

Nun, ich dachte immer das gehört so, jedenfalls ist das immer noch Stand der Dinge bei meinen schulpflichtigen Kindern....
http://www.udoklinger.de/Deutsch/Grammatik/W.Rede.htm

LG,
Rubber

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Lieber Otto,

du verkennst uns Frauen. Kein Zwang üben wir aus. Nein wir sind Retter. Was wären die Männer, die Söhne, die Töchter ohne den Sachverstand der Modetorheitschützerin? Einmal als mein 17-jähriger versuchte, allein einkaufen zu gehen kam er mit leeren Händen zurück. Er konnte sich nicht entscheiden. Es bedarf viel Zeit und Aufmerksamkeit bis zur Selbständigkeit.

Der erste Eindruck ist entscheidend, man wird nach Äußerlichkeiten beurteilt. Kleidung kann Sicherheit geben oder Verunsicherung.

Nun, er hätte mich nicht nach meiner Meinung fragen brauchen, er hätte einfach bestellen können und tragen. Doch werde ich nach meiner Meinung gefragt, bin ich ehrlich.

Gefallen, wer möchte das nicht? Und besonders dem, dessen Liebe man erhofft, ersehnt. Und was sich liebt, das neckt sich bekannterweise.

LG,
Rubber

zuletzt bearbeitet 18.02.2011 10:03 | nach oben


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