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Wie kommt es, dass sobald ein jeder Mann
Kontakt erlangt zu dem, was fern betrieben
von selber läuft (man braucht es nicht zu schieben),
verfällt dem seltsam maskulinen Bann?
Denn sei es nur die Sense, die er hält;
sie lässt zum wahren Kraftprotz ihn mutieren.
Er kann kaum seinen Eifer kontrollieren,
fühlt in sich eine Macht, fern dieser Welt.
So häckselt er im Garten kurz und klein,
was viel zu groß gewachsen, macht ihn fein;
gerät dazwischen auch mal eine Schnecke.
Am Abend liegt er unter einer Decke
und Frau passt auf, dass ihn ja keiner wecke;
den Burschen der Natur, ein Urgestein.
RE: Die Macht der Motoren
in Humor und Fröhliches 22.08.2011 18:14von pistacia vera •
| 448 Beiträge
Liebe Rubber,
ich mag dein Sonett, 1.) weil es ein aktuelles Thema zeigt und 2.) weil es klanglich und formal ok und 3.) weil es richtig witzig ist.
Obwohl weiblich, teile ich allerdings die Vorliebe für Rasenmäher. Noch lieber aber mag ich kleine Traktoren, die kommen ja leider im Gedicht nicht vor ... ähem). - In einer meiner früheren Einrichtungen ist es fast mal zu Handgreiflichkeiten gekommen, weil ich den Zivis keinesfalls a l l e Fahrten mit dem Schnuckeltraktor überlassen wollte. Wir haben uns dann aber die Freude brüder-/schwesterlich geteilt. 
Nostalgische Grüße
pista
RE: Die Macht der Motoren
in Humor und Fröhliches 22.08.2011 18:38von der.hannes •
| 737 Beiträge
also näh, gartenarbeit überlasse ich gerne weiblichen händen (einschliesslich umgraben, rasenmähen), die lassen es besser grünen. Wenn ich schon zupacke, dann nur, weil beim 2maligen kürzen der hecke a) niemand so hoch hinaufreicht b) so tief hinunterschneidet wie ich. ansonsten gehe ich nur selten in die natur oder gar als urgestein eher unter. Garten-Masos aller Primeln vereinigt Euch im Heuschnupf -tschiiieee, tschiiiie ;)
RE: Die Macht der Motoren
in Humor und Fröhliches 22.08.2011 19:16von Rubberduck •
| 558 Beiträge
Danke Pista,
aber es ist alles Motorisierte gemeint, alles mit richtig viel Sound......
Die Sense griff ich nur als Beispiel heraus. Genauso gilt das für Rasenmäher, Traktoren, Heckenscheren, weiß der Geier was noch....
Also fühl dich ruhig angesprochen, wenn du magst.... du Powergirl. ;-))
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Na gut der.hannes, wenn du denn aus der Kategorie "Mann mit Maschine" herausfällst, dann denken Pista
und ich uns was aus, wofür wir dich im Garten brauchen können.....z.B. zum Getränke
servieren oder so..... cheerio ;-))
Die Eskimofrau, die ihrem Eskimomann den Schlitten überläßt, sollte sich nicht wundern, wenn er mit ihr Schlitten fährt.
Beziehungshierarchien sind Rollenmuster. Das Mädchen mit dem rosa Kleidchen auf dem Rücksitz, der Mann am Schaltknüppel, einem, der für alle Gänge für die Formel 1 schalten läßt. Solche lauten Rennen liebt das Publikum, das sich akkustisch berauschen läßt. Denn so wurde es erzogen und gafft von den Rängen.
Doch auch Frauen reißen häufig mit Stumpf und Stil aus, was sie zu Unkraut erklären. Kannte so eine, die auf den
Misthaufen warf, so dass es nicht mehr nützlich schien. Ließ verdorren und verordnete einen Maulkorb dem Grün.
Wer sich bannt, der hat sich längst gegen den Krach taub gemacht. Doch das ist wohl eine Frage der Aufklärung, nicht des Glaubens.
Das Gedicht beschreibt eine funktionierende Dienstbarkeit aus akzeptierter Abhängigkeit. Man(n) dankt, Eskimo eiskalt, Eskimofrau wärmt ja.
RE: Die Macht der Motoren
in Humor und Fröhliches 23.08.2011 10:00von Rubberduck •
| 558 Beiträge
Zitat
Die Eskimofrau, die ihrem Eskimomann den Schlitten überläßt, sollte sich nicht wundern, wenn er mit ihr Schlitten fährt.
Beziehungshierarchien sind Rollenmuster. Das Mädchen mit dem rosa Kleidchen auf dem Rücksitz, der Mann am Schaltknüppel, einem, der für alle Gänge für die Formel 1 schalten läßt. Solche lauten Rennen liebt das Publikum, das sich akkustisch berauschen läßt. Denn so wurde es erzogen und gafft von den Rängen.
Doch auch Frauen reißen häufig mit Stumpf und Stil aus, was sie zu Unkraut erklären. Kannte so eine, die auf den
Misthaufen warf, so dass es nicht mehr nützlich schien. Ließ verdorren und verordnete einen Maulkorb dem Grün.
Wer sich bannt, der hat sich längst gegen den Krach taub gemacht. Doch das ist wohl eine Frage der Aufklärung, nicht des Glaubens.
Das Gedicht beschreibt eine funktionierende Dienstbarkeit aus akzeptierter Abhängigkeit. Man(n) dankt, Eskimo eiskalt, Eskimofrau wärmt ja.
Otto,
in meinem Gedicht fährt niemand Schlitten und es friert auch niemand, im Gegenteil.
Findest du es angebracht, mein Gedicht zu benutzen um dir in dieser Weise Luft zu machen?
Weder bist du Unkraut, noch habe ich dich ausgerissen – eine Darstellung die dir so wohl gefällt, weil sie deiner Empfindung entspricht.
Dies ist nicht unsere persönliche Spielwiese, sondern ein Literaturforum.
Ich hatte gehofft, dass wir das was war, hinter uns lassen, uns als Autoren mit Achtung begegnen könnten und hier keinen Kleinkrieg zwischen den Zeilen führen müssen.
Ich weiss, das das bei vielen Autoren so üblich ist - mit der Feder lässt sich sehr gut stechen.
Das möchte ich nicht.
Ich werde bei diesem Spiel nicht mitspielen, lieber gehe ich.
Versuche doch bitte loszulassen, was du selbst verjagt hast.
Und zerstöre nicht das, was noch geblieben ist, das letzte Grün.
Lg,
Bärbel
Liebe Bärbel!
Ich verstehe nicht. Mein Kommentar bezieht sich nur auf das Gedicht, nimmt Gedanken auf die wohl strukturiert eine
Anschauung vertreten, die ich so und nicht anders kommentierte. Ich weise deshalb den Gegenkommentar entschieden zurück. Ich schätze deine Texte, respektiere sie, doch kann und will ich nicht davon ausgehen, dass Du, die Autorin
die Wertvorstellungen der Protagonistin im Gedicht teilst. Du verwunderst mich, denn so kenne ich Dich nicht. Dann wäre es ja kein Gedicht mehr, sondern vielmehr die Schilderung einer identischen autobiographischen Sichtweise. Dies aber ist doch nicht für mich annehmbar, weil hier ja nicht eine persönliche Spielwiese, sondern ein Literaturforum ist. Das ich nicht die Vorstellungen der Gedichtprotagonistin teile, kann doch für Deine eigenen Überzeugungen, die ich nicht kenne, von keiner verletzenden Bedeutung sein. Denn wie wollte ich Dir unterstellen, dass Du nur über Dich schreiben wolltest, und anderer Autoren Meinung nicht toleriertest?
Wenn ich schrieb, dass ich eine "solche " kannte, so hast Du Dich mit einer verwechselt, die ich nicht kannte. Ich aber kenne Dich als eine, die schon oft Gedichte geschrieben hat, die alles andere als nur Deine Werte ausgedrückt haben. Ja überwiegend solche.
Ich habe vom Unkraut als einem Kraut geschrieben, dem verkannt wird, dass es genießbar ist.
Und bitte, mache das Literaturforum nicht zu Deiner persönlichen Spielwiese, indem Du meinen Kommentar aus mir unverständlicher Verletzlichkeit beleidigend bewertest, als habe er Dir und nicht den Wertvorstellungen der Protagonistin Deines Gedichtes gelten sollen.
Im übrigen freue ich noch immer auf unsere gemeinsame Lesung, für die ich schon lange ein Zimmer gebucht habe.
Liebe Grüße,
Dein Freund otto.
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