Auch wenn ich stellenweise etwas verwirrt war über die Einzelbedeutungen der Verse, gefällt mir das Thema an sich recht gut, ist es doch ein Thema, mit dem ich ich in einem Roman auch auseinandergesetzt habe.
Eigentlich macht es keinen Sinn, zu dichten, die Welt zu hinterfragen und gegen die Windmühlen einer ungerechten Realität anzukämpfen, weil man im Grunde genommen machtlos ist.
Aber wenn man nicht kämpft, dann kann man sich auch gleich umbringen.
Es liegt in der Natur der Menschen, das Ungerechte und die Welt im Allgemeinen zu hinterfragen, selbst wenn sich hinter der Lösung eines Rätsels zehn neue Rätsel verbergen und selbst wenn es nichts ändert, wenn man Missstände anprangert, es doch zu tun.
In dem Sinne ein schönes, nachdenklich stimmendes Sonett, dem ich einfach nur im Stillen beipflichten muss in jedem Punkt.
Sprachlich finde ich es toll, wie du in den ersten zwei Strophen das Bild des (zerstörerischen) Wassers aufgreifst - es sind Wogen des tiefen Hasses (ich musste sofort an einen Sturm über der Tiefsee denken), die Antworten sind nur Rinnsale im Vergleich zur Flut an Fragen, wie Bäche die sich ins Meer ergießen.
In der dritten Strophe vergleichst du dagegen Worte mit Feuer, das die Missstände erhellt, da durch die Worte etwas klarer wird als vorher.
Daumen hoch!