lieber Rainek,
danke, dass du dich so intensiv mit der Geschichte und ihrer handwerklichen Fom auseinandergesetzt hast.
Mir ging es hier nicht darum, einen untadeligen und hochmorlischen Soldaten zu zeichnen, sondern vornehmlich die Ängste, die Zerissenheit der jungen Männer, die sich aus oftmals aus ganz banalen Gründen freiwillig gemeldet haben.
Diese Zerissenheit zieht sich durch die kompletten Metaphern im Bus , das Hauptbild ist der Blinker.
Die Hintergrundgeschichte soll hauptsächlich die unsinnigen und für andere nicht nachvollziehbaren Gründe aufzeigen, durch die junge Menschen überhaupt dazu kommen, sich für 16 Jahre zu verpflichten. Verlorenheit, keine oder schlechte Familiensituation- Und ja: es ist auch das Geld, auch die Uniform, das "Männliche"- banales eben, was man nicht für möglich halten würde.
Insofern ist das Bild mit dem BMW stimmig.
Eine amerikanische Kurzgeschichte verzichtet auf das ausführliche Beschreiben der Personen, es reißt sie nur an, sofern sie für die Weiterentwicklung der Geschichte wichtig sind.
Mal sehen, was die anderen dazu zu sagen haben.
Ansonsten würde ich mich freuen über Tips, wie du dir eine verdichtung des marius vorstellen würdest.
LG von Marlene