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Was ist los? 2
Was ist los? 2
in Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. 09.11.2011 12:11von Joame Plebis •
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Die Angelegenheit war noch nicht ausgestanden. Verfrüht habe ich mich in Sicherheit gewogen und gedacht, der normale Alltag sei zurückgekehrt.
Ein klein wenig war ich stolz auf meine guten Geruchssinn. Nur kurz wollte ich nachsehen, woher der penetrante Geruch gekommen war, doch ich hatte länger dazu benötigt, als ich dachte. Zwei Stockwerke ging ich hinab, an jeder Tür, an der ich vorbeikam, schnupperte ich. Hätte mich jemand beobachtet, wäre ich für einen Spanner gehalten worden oder für verrückt.
Ich rieb mich ratlos am Kinn, während ich im Stiegenhaus stand. Abermals zog mir ein Gasgeruch um die Nase, diesmal ganz intensiv. Ich hörte einen Knall, dann kam Peter Wirth, ein Bewohner des Hauses, die Kellerstiegen herauf. Keuchend nahm er eine Schutzbrille ab und zog sich umständlich die Arbeitshandschuhe von den Fingern. Er nickte mir grüßend zu "Ekelig, dieses Mittel. Noch eine Latte, dann bin ich fertig. Seit einer Stunde lackiere ich da unten, länger ist es nicht auszuhalten."
"Was? - Da untem im Keller?"
"Ja, ein bißchen eng. Aber ich wüßte nicht, wo ich es sonst machen könnte. Nur die mangelnde Entlüftung stellt ein Problem dar. Aber jetzt habe ich es geschafft. Hoffentlich beschwert sich nicht jemand, wie es schon einmal der Fall war. Hier oben riecht man doch nichts - oder?"
Ich log unverschämt mit einem langgezogenen "Nein" und fügte hinzu "Ich sehe soeben nach, ob ich meinen Wagen verschlossen habe. Auf Wiedersehen, Herr Wirth."
Nachdem er gegangen war, gab ich mich sportlich und ging zu Fuß hinauf zu meiner Wohnung, wobei ich immer zwei Stufen auf einmal nahm. Das wollte ich öfter machen, nahm ich mir vor, wußte aber jetzt schon, ich würde mich nicht daran halten. Zehn Minuten später waren meine Gedanken von anderen Interessen erfaßt.
Vor mir stand eine zu gut gefüllte Tasse und ich griff ich zum Süßstoff-Spender. Mit dem ersten Druck kullerten zwei der kleinen Kandisinpillen unter den Schreibtisch. Der zweite Versuch gelang. Das Aroma des Braunen stieg mir leicht in meine geschulte Nase. Voller Vorfreude auf den ersten Schluck, sah ich geduldig zu, wie sich der Süßstoff mit winzigen Perlen aufbrausend auflösten.
Eine gewisse Zufriedenheit verspürte ich. Stundenlange Arbeit lag hinter mir. Mühevoll hatte ich die
neueste und teure Software aufgespielt. Zusätzlich einen Antitrojaner, den Neuesten vom Neuen, nicht im Handel erhältlich und für Privatanwender. Ein Programm, das von Bankhäusern und der Telekom verwendet wird. Es läuft ohne Konflikte parallel zu anderen Schutzprogrammen.
Irrte ich oder hörte ich von meinem Modem ein Klingeln? Jetzt, genau zu dem Zeitpunkt, als ich alles fertig installiert hatte. Geprüft und mehrfach nach Malware und Spyware hatte ich geforscht, mit höchst zufriedenstellend Ergebnis.
Ja, das Modem fabrizierte einen von mir noch nie gehörten Summton. Die Kabel und Anschlüsse waren schnell kontrolliert; kopfschüttelnd nahm ich wieder Platz. Wer kann schon alles wissen; diese Technik ist total undurchschaubar.
Start - Willkommen - oh, wie das nervt! - Posteingang: Sie haben eine neue Nachricht!
Kein Anhang, gut, den hätte ich auch nicht geöffnet.
Text:
Good Day,
What happen that police are after you ,can you share it with me if possible and are you still interested in helping me this transaction wont they disturb you too ,please know your reaction before we proceed further .
Regards,
Abdulaziz Mohammed
Mir wurde flau im Magen. Weil ich nur eine halbe Semmel gegessen hatte, dazu zwei Kaffee? Blödsinn, Einbildung!
Während dieser Gedanken merkte ich, wie mein Bildschirm scrollte. Der Hintergrund war blau, eine Unmenge an Zahlen rauschten herunter. Dann stand das Bild: Error. Sollten sie diese Meldung zum Erstenmal ...... die übliche Meldung. Vom Hörensagen kenne ich das, selbst ist es mir vor Jahren einmal widerfahren.
Also Neustart. Ich machte gleich einen Kaltstart - ungewohnt schnell startete das System. Was ich zu sehen bekam, überschritt mein Begreifen:
للأعيان وعدد أعبحت الشعببانية يتم ماعية و تعيينهماب حسب الدستور الىالمعدل عام أعضاءمنصبه فخري و رن و واحدئيسإسبانيا دولةالوزراء هو قانون إجتماعية والانتخاباتالى الأخير مباشرة من أصبحت الشعبسنوات، الوزراء هو ملكي برلماني. الملك أعضاءمنصبه فخري و رن و واحدئيس الوزراء هو الحاكم الفعلي للبلاالبرلمان الإسباني مقسم الى مجلسين وعدد أعضاء الانتخابات الأخير مباشرة من أصبحتد. البرلمان والوزراء هواحد يبل عين و واحد للنواب و عدد نتائج نظام ملكي برلماني. الملك من أصبحت الشعبسنوات، بينماالى سنوات،
No fun! Sie haben noch 60 Stunden Zeit.
Endlich! Nach zwei Anrufen hatte mein Bekannter, dessen Namen nicht offiziell genannt werden sollte, begriffen, es schien ernst zu sein. Seinen Vornamen, Willi, den darf ich sicher verraten.
Nach zwei Stunden stand er mit zwei seiner Kollegen von der Kriminalpolizei in meinem Arbeitszimmer.
Einer von ihnen betrachtete mit einer Geringschätzung, die mir nicht entging, mein aktuell gemaltes Bild, das noch auf der Staffelei stand. Der andere zog aus meinem dicht papiergestopften Schrank wahllos und ohne erkennbares System, beschriebene Blätter und Bücher heraus.
Willi winkte ab, gerade wollte ich feststellen, es fände keine Hausdurchsuchung statt. "Wir wollen gründlich sein und nichts übersehen. Oft werfen Ereignisse der Vergangenheit ihre Schatten in die Gegenwart."
Das hatte gesessen! Wie konnte nur ein Beamter so viel Philosophie in seine Denkweise bringen? Die von ihm dahingesagte Weisheit, wußte ich doch und die weiß ich; sie ist außerdem ein Bestandteil meiner Philosophie.
Der dritte der Kriminalpolizisten, ein hagerer dunkelhaariger, der seine Hände nicht aus seiner Jacke nehmen konnte, war wie unsichtbar. Anfangs war er im Vorraum umhergestanden. Später, während ich mit Kommissar Willi die Dateien zerlegte, hörte ich die Spülung auf der Toilette. Nur einmal hatte er das Arbeitszimmer betreten, in dem wir zu dritt für Unordnung sorgten. Er drückte seinem Kollegen, dem Karl ein Handy in die Hand, das dieser kommentarlos entgegennahm und einfach in seine Hosentasche hineingleiten ließ.
Willi stierte den Bildschirm an. Mit seinen fleischigen Fingern, an einem ein knapp sitzender Ehering, tippte er und klapperte er auf der Tastatur. Die Dateien zogen vorbei. Jetzt beäugte er einen Quelltext, sagte Aha aha. Brutalst betätigte der den stromführenden Wippschalter und schon war alles abgeschaltet. Jetzt geht er, so glaubte ich. Weit gefehlt. Er ging nur in den Vorraum und kam mit einem Laptop zurück. Trotz Bierbauch hockte er flott nieder und zog einige Kabel aus dem PC, den er mit seinem Computer verband.
"Schönen Ausblick hast Du hier" sagte er nebenbei, während die Systeme hochstarteten.
Später erfuhr ich, einer seiner Kollegen, der mir zu glatt rasiert erschien und einen Rasierwasser-Geruch verbreitete, hieß Karl. Karl pfiff, es war eher ein Zischen, vor sich hin. In seiner Stöberei war er an eine Schachtel geraten, in der sich uralte Fotos befanden. Ein Kommunionsbild fiel zu Boden. Das bemerkte ich am Rande. Wer auf dem Foto war, daran konnte ich mich nicht erinnern, doch ich sicher nicht. Von mir existiert kein Kommunionsbild, falls ich eine Kommunion hatte.
Willi war fertig. Er hatte meine Musiksammlung, die im mp3-Format vorlag, durchgesehen. Wieder einer seiner kleinen Kommentare:
"Mächtig, prächtig! - Versorgst Du auch den Hessischen Rundfunk mit Deiner Musik?"
Den Spaß verstand ich nicht, vermutete aber, er spiele auf die große Datenmenge an, die sich auf 500 Gigabyte belief. Was würde er erst machen, wenn er auf meine Videosammlung stieß?
Karl hatte das hinuntergefallene Bild aufgehoben und zu den anderen in die Schuhschachtel gesteckt.
Jetzt hatte ich erkannt, wen es darstellte: die Tochter einer Nachbarin bei der Erstkommunion. - Gibt es eigentlich eine Zweitkommunion? Darüber dachte ich nicht nach, eher daran, daß diese Göre jetzt schon weit über zwanzig Jahre alt war und auch schon ihre erste Ehe hinter sich hatte. Das faszinierende an ihr waren stets ihre lockigen Haare gewesen, die ihr bis zur Verehelichung wallend über die Schulter fielen.
Was dann geschehen war, kann ich nur vermuten. Wahrscheinlich hatte es Debatten gegeben mit ihrem Mann, der als eifersüchtig bekannt war.
Eines Tages stand sie mit abgeschnittenem Haar und einer verrückten modischen Frisur vor meiner Tür. Ihre Augen schienen mir aufgeschwollen und etwas rötlich als sie mich fragte, ob ich ihr den Schlüssel für den Wäschetrocknerraum leihen könne, ihren habe sie verlegt.
Schon damals ahnte ich, was sich Monate später bewahrheitete. Die Ehe wurde geschieden und ihr eleganter Prinz, der sich als Trunkenbold entpuppt hatte, hatte längst in einer Stadt, 30 km weiter, zwei Erdenbürger in die Welt gesetzt.
Ein Gequietsche ließ mich aus meinen Gedanken hochfahren. "Nur eine Rückkopplung vermeldete Willi. Da haben wir es!"
Er hatte von meinem Arbeitstisch, auf dem sich neben dem Monitor auch ein Mikroskop befand, ein kleines erbsengroßes Stück mit einem feinen Drähtchen losgelöst und hielt es mir so nahe unter die Nase, daß ich nur verschwommen etwas wahrnehmen konnte.
"Was ist das?" Ich wich meinem Oberkörper zurück, um aus weiterer Distanze besser sehen zu können.
"Das ist eine Kamera mit Mikrophon" lächelte er wie genießerisch und zog ein Brillenetui aus seiner Innentasche. Das Etui klappte er auf und legte die 'Entdeckung' hinein, dann verstaute er es in wieder in sein Sakko.
"Es muß aber noch etwas da sein. Er drehte die Tastatur um, aus der einige Krümel und Asche fiel. Flink öffnete er mit einem kleinen Kreuzschraubenzieher die Verschraubung. Mit einem kleinen Knacks öffnete er das Gehäuse der Tastatur. Zielsicher entnahm er ihr eine dünne Folie, die nur vier Zentimeter groß war; auch diese wurde, wie die Miniaturkamera, in das Etui gelegt.
"Jetzt sollten wir nur wissen" dabei stand er auf, "welche wichtige Korrespondenz Du in letzter Zeit geführt hast." Er fuhr sich mit einem Finger in den Hemdkragen.
"Du wurdest nicht nur von einem Programm überwacht, das jeden Deiner Anschläge aufzeichnete, sondern auch per Mikrophon und Video. Letzteres sicher nicht länger als maximal 48 Stunden, denn das erfolgte per Funk und ist von der Kapazität der Stromversorgung abhängig. Dabei hätte die totale Überwachung des PC alleine schon genügt."
"Nein" schüttelte ich leicht den Kopf, in dem wirre Gedanken zogen. Schnell überlegte ich all meine Korrespondenzen, Rechnungen und sonstige Tätigkeiten der letzten Tagen.
"Keine besondere Korrespondenz. Hauptsächlich schrieb ich einem Literatur-Forum, gab Kommentare ab, schrieb kleine Gedichtchen."
Willi meinte, die sollten wir uns näher ansehen. Er klappte die Tastatur zusammen und befestigte nur mit zwei Schrauben, die anderen legte er in Nähe des Aschenbechers. Er begann nochmals den Verlauf zu rekonstruieren.
"Der Hagere im Vorraum, der seine Hände nicht aus der Jacke bekam, rief kurz herein "Darf ich die Toilette benutzen?"
Als ob er es nicht schon vorhin ungefragt getan hätte. Seltsam, dachte ich, diese Burschen. Jetzt fragt er auf einmal, vorhin nicht.
"Natürlich!" rief ich zu ihm.
Auch Karl war nicht untätig gewesen. Eine kleine Vase hatte er zerbrochen - und das vollkommen geräuschlos. Darauf könnte vermutlich der Name 'Geheimpolizei' zurückzuführen sein, wie wir im Volksmund Kriminalisten nannten.
Soeben hatte er einen kleinen Ordner mit Gedichten von mir unter dem Arm. Er trat zu Willi, legte diesem mit Nachdruck die Hand auf die Schulter und hielt ihm den Ordner hin.
"Was ist?"
"Schau einmal rein." Willi ließ von der begonnenen Tastatureingabe ab und blätterte.
"Schauschau" räusperte er sich. "Das ist ja richtig ketzerisch! Das sind mindestens zehn Schreiben, die sich gegen Simalisten richten. - Und das stellst Du ins Internet?"
"Logo" stimmte ich zu, "wozu würde ich sonst schreiben?"
Etwas lautstark waren sie gegangen, polterten die Stufen hinab, ohne den Lift zu benützen. Das war mir schon peinlich, weil das Stiegenhaus dermaßen hallt, daß alle Mitbewohner den Lärm, auch jedes gesprochene Wort, mitbekamen.
Ich sollte mich nächsten Tag telefonisch melden, meinte Willi. Mir kam vor, als wäre seine Freundlichkeit, die er mir sonst immer entgegengebracht hatte, etwas kühler geworden. Das kam mir sicher nur so vor.
Ich kehrte zurück in meine Wohnung, da ich die 'Gäste' einige Stufen begleitet hatte. Als ich die Toilettentür öffnete, kam mir ein fürchterlicher Gestank entgegen. "Wauah!" Das war das Letzte, was ich voller Abscheu rufen konnte.
Es wäre ungerecht von mir gewesen, eine ähnliche Bemerkungen zu machen, wie 'typisch Polizisten'. Ich konnte mich überzeugen, daß er die Spülung betätigt hatte und alles sauber geblieben war.
In meinem Arbeitszimmer stand mir einige Arbeit bevor. Allmählich lichtete sich das Durcheinander und ich hatte annähernd die gleiche Unordnung wie vorher. Meine Staffelei rückte ich weiter zum Schrank und drehte sie mit dem 'Gesicht' zur Wand. Gerade rückte ich die Bücher zurecht, als mein Handy klingelte.
Das konnte nur meine Lebensgefährtin sein; nur sie wußte meine Nummer, sonst niemand. "Hi!" rief ich hinein und wartete darauf, daß sie einen Vorschlag machen würde, wo wir uns treffen wollten.
"Sie sind schon weg." hörte ich eine mir unbekannte Stimme sagen, die einen eigenartigen Akzent hatte.
"Wer spricht da?" --- Keine Antwort.
Ich lauschte. Dann: "Glauben Sie noch immer, wir machen Spass? Vergessen Sie nicht, Sie haben nur noch 55 Stunden Zeit!"
"He, Willi, laß diese Spässe, die Sache ist doch aufgeklärt. Oder?" - Schweigen. - "Oder" hauchte ich in das Mikrophon, diesmal nicht fragend, sondern ohne Betonung und wie abwesend.
Im Wohnzimmer hatte ich einen Schatten vorbeihuschen gesehen. Unmöglich! Jetzt spielen mir die Nerven Streiche; nur nicht hysterisch werden. Da keine Antwort mehr kam und die Verbindung abgebrochen zu sein schien, legte ich das Telefon beiseite. Sorgfältig blickte ich in jedes Eck der Wohnung, spazierte von Raum zu Raum - nichts! Also doch eine Sinnestäuschung?
Es war höchste Zeit gewesen, hinauszugehen, unter Menschen. Außerdem war es überfällig, einige Besorgungen zu machen. Ich war bemüht, nicht so - wie mir immer - aus Gewohnheit zu hasten. Eher betont schlenderte ich, das fiel mir gar nicht leicht.
Ein Lastwagen stand in der Fußgängerzone, dessen Motor lautstark lief. Auf einer ausfahrbaren Leiter stand ein Arbeiter der Stadtverwaltung und legte Lichterketten über die Äste der fast kahlen Bäumen, die in regelmäßigen Abständen die Straße entlang standen. Eine zeitlang sah ich zu und dachte an den großen Aufwand. Richtig, in einigen Wochen war wieder einmal Weihnacht! Bald darauf würde die gleiche Prozedur umgekehrt ablaufen und die Beleuchtung wieder entfernt werden. Intensiv wurden mir die Riesenschritte der Zeit bewußt.
Die Strahlen der tiefstehenden Sonne wärmten nach meinen Begriffen nicht genügend. Sich hier im Freien an einen Tisch des Cafes zu setzen und dem Treiben zuzusehen, so wie im Sommer, dazu schien es mir zu kühl zu sein. Deshalb blieb ich in Bewegung und schlenderte umher. Traf ich einige Bekannte, wechselte ich höflich ein paar flüchtige Worte, zog danach weiter einige Runden.
Ein Kaufhaus bot Orchideen an. Sie gefielen mir und ich bewunderte sie von allen Seiten, machte mir Gedanken über die Preise, die derzeit bei € 10,-- liegen, manchmal aber auch um € 20,--.
Mich fröstelte und ich beschleunigte meine Schritte Richtung nach Hause.
Sofort fiel mir ein Kuver auf, das an der Tür klebte. Ein gleiches sah ich auf dem Fußabstreifer liegen. Ich nahm beide und riß kurzentschlossen eines auf. 'RUF MICH AN, SOFORT! W.'
Für mich kam nur Willi in Frage.
Er pfauchte mich durch das Telefon an. "Wenn Du Dir schon keine Gedanken machst und dachtest, der Fall sei abgeschlossen, dann irrst Du gewaltig!"
"Was ist jetzt wieder los?"
"Du kannst nicht in Deine Wohnung. Hast Du es schon versucht?"
"Nein, ich bin soeben erst gekommen. Ich brauchte etwas Bewegung, die Wände schienen mich zu erdrücken." Es klang, als würde ich mich rechtfertigen, wußte aber keinen Grund, warum ich es sollte.
"Du bist ein richtiger Kurzdenker," vernahm ich "hast Dir keine Gedanken gemacht, wann Dir das Zeug in der Wohnung installiert worden ist. Jemand hat sich Zugang verschafft, ohne daß Du es merktest. Wir haben sicherheitshalber den Zylinder an der Tür ausgetauscht. Komm her und ich gebe Dir Deine Schlüssel."
"Jetzt, sofort?"
Sein Lachen kam mir nun wirklich dämlich vor. "Nein, übermorgen! Wie willst Du sonst in Deine Wohnung hinein? Außerdem solltest Du daran denken, Dir bei nächster Gelegenheit eine Sicherheitstür einbauen zu lassen. Der Zeitpunkt für die Gelegenheit schein schon längst gekommen zu sein."
"Du hast mich überzeugt, ich komme."
"Aber wenn es geht, dann bald. Eine Stunde bin ich noch hier; ich will nicht im Büro übernachten, habe schließlich auch eine Familie."
RE: Was ist los? 2
in Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. 09.12.2011 15:55von mcberry • Administrator | 1.201 Beiträge
Das klappt nicht im Internet, Joame,
Selbst gut geschriebene Texte wirken langatmig, wenn sie mehr als zwei Zehntel Sekunden zum Rutschen brauchen. Der hier ist schlicht in der Länge zu lang.
Dazu kommt, daß die Eingangssituation sofort erkannt werden muß.
Am besten jede Geschichte für sich alleine lesbar, natürlich ohne Wiederholungen. Geht nicht? Eben!
Sinnvoll wäre eine Regieanweisung als Überschrift: 15.30 Uhr Zuhause in Laubheim.
Die Idee ist weder neu noch von mir.
Das Drabble wurde erfunden, weil Leser jenseits des hundertsten Wortes den Anfang vergessen haben. Oder?
Persönlich habe ich mir den Ehrgeiz abgewöhnt, eine Fortsetzungsgeschichte im Netz präsentieren zu wollen.
Vllt schreibe ich später noch mehr dazu. Es würden mich aber die Meinungen anderer User zu diesem Thema sehr ernsthaft interessieren. Bis demnächst dann noch flüchtig gestresste Grüße - mcberry
RE: Was ist los? 2
in Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. 09.12.2011 16:58von Joame Plebis •
| 2.565 Beiträge
Zustimmung gebe ich Dir, Mcberry; die User-Befragung habe ich schon durchgeführt. Einige Tausend persönlich gehaltene Schreiben sind per Post unterwegs. Aus den bisherigen Rückmeldungen entnehme ich, viele haben sich noch nicht vom Schock erholt und leiden unter chron. Pistralfphobie. Deshalb auch die merklich spürbare Zurückhaltung.
Ich habe noch nie so lange und deshalb auch noch nie so öde Gebilde geschrieben, geschweige veröffentlicht. Die Flaute war vorherzusehen. Hätte ich die Ausdauer für länger Geschichten, wäre längst ein Buch fertig. So reicht es bei mir nur ..., Du weißt es, ich brauche es nicht zu erwähnen.
Dein Kommentar hat mich gefreut, unerwartet war er auch. (Wußtest Du, Stress kann nebst Tod, Demenz fördern und aus heiterem Himme nicht nur Tinnitus, auch Trigeminus-.. auslösen? Also, unbedingt zurückschalten --- Gruß von Joamitis
RE: Was ist los? 2
in Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. 13.12.2011 16:14von Joame Plebis •
| 2.565 Beiträge
Schönen Tag, Kara!
Da hast Du Dir etwas angetan! Wie bringt man es nur fertig, Litaneien zu lesen?
Das ist die Lösung des Geruches:
Zitat
Ich hörte einen Knall, dann kam Peter Wirth, ein Bewohner des Hauses, die Kellerstiegen herauf. Keuchend nahm er eine Schutzbrille ab und zog sich umständlich die Arbeitshandschuhe von den Fingern. Er nickte mir grüßend zu "Ekelig, dieses Mittel. Noch eine Latte, dann bin ich fertig. Seit einer Stunde lackiere ich da unten, länger ist es nicht auszuhalten.
Hoffentlich kannst Du jetzt wieder schlafen! Es ist eine freundliche Geste von Dir, Dein Interesse auszudrücken. Ich weiß es zu schätzen.
Freundlichen Gruß!
Joame
RE: Was ist los? 2
in Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. 13.12.2011 18:29von Joame Plebis •
| 2.565 Beiträge
Nochmals schönen Abend, Kara!
Es ist keine Geheimnis und kann ohne weiteres öffentlich erörtert werden. Es waren Latten, die lackiert wurden. Ob es für irgend einen Zaun Latten waren, Schwarzarbeit als Zuverdienst oder die Latten für die Kellerabteile, ist nicht wichtig. Zumindest momentan nicht.
Gruß!
Joame
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