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#1

EWIGKEIT

in Düsteres und Trübsinniges 12.11.2011 18:06
von Joame Plebis | 2.565 Beiträge

EWIGKEIT


Ein Funke dieser Ewigkeit,
Wie aus dem schwarzen Blitz gespien
Ist es kein Sein, - nur ein Vergehn,
Gewährt uns,Teil der Welt und Zeit,
Kurze Momente, die geliehn,
Erleben wir Gefühl, Geschehn.
Irren im Glauben, Menschsein zu erkennen,
Trug bleibt, bis wir uns von den Körpern trennen.

©Joame

zuletzt bearbeitet 18.02.2012 09:32 | nach oben springen

#2

RE: EWIGKEIT

in Düsteres und Trübsinniges 12.11.2011 22:50
von MarleneM • ( Gast )
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ein gelungenes Akrostichon, lieber Joame, mit melancholischem Schluß. Mir gefällt's.
Ich würde vielleicht die Ewigkeit nicht in der ersten Zeile schon auftauchen lassen, weil die Überschrift es schon hat und das Akro als solches.
Vielleicht "in unsem langen Sein" oder so ähnlich
Der Wechsel von Jambus und Trochäus ist dem Akro geschuldet. Schwierig zu dichten, solch ein Teil.
Deshalb verzeihlich.
LG von Marlene

zuletzt bearbeitet 12.11.2011 22:51 | nach oben springen

#3

RE: EWIGKEIT

in Düsteres und Trübsinniges 13.11.2011 17:05
von Joame Plebis | 2.565 Beiträge

Danke, Marlene! Ich bin nicht ganz zufrieden damit.
Hier gelang es mir nicht, deutlicher zum Ausdruck zu bringen, wie kurz das Sein ist, gemessen an der Ewigkeit. Einen Faktor mit einer Konstanten zu vergleichen ist unmöglich, da er in keinen Bezug gebracht werden kann. Selbst wenn er es könnte, würde er sich sofort die Basis für jede Berechnungsgrundlage nehmen.

Ewigkeit ist eben kein mathematischer, eher ein philosophischer Begriff. Den unvorstellbaren kurzen Augenblick, den dieses Dasein währt, kann man nicht kontrasthaft darstellen, so verschwindend gering ist er. Das Dasein wird umso verschwindend geringer, je größer die Ewigkeit ist, die unendlich ist. Also ist unsere Spanne auch unendlich gering. Faktisch und zeitmäßig gesehen, das Gegenteil von Ewigkeit. Somit und kurzum gesagt, ist das Leben und seine Dauer vernachlässigbar.

Es sind Zeilen, wenn auch wahr, keinesfalls schön. Hier ist kein Platz für Gefühl.

Danke für das Lesen und Deine Gedanken darüber!

Lieben Gruß!
Joame

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#4

RE: EWIGKEIT

in Düsteres und Trübsinniges 13.11.2011 21:37
von MarleneM • ( Gast )
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Für Gefühl muss immer Zeit sein- lächel, sonst geht der Mensch ein. Allerdings gebe ich dir recht, lieber Joame, dass es heute gefährlich ist, Gefühl zu zeigen, weil es gerne mit Schwäche gleich gesetzt wird.
Über solche "kleinen Hürden" muss man sich einfach hinwegsetzen und es dann gekonnt Emotionalität nennen.
Das mach doch gleich viel mehr Eindruck.GGGGGGGGG
von Marlene

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#5

RE: EWIGKEIT

in Düsteres und Trübsinniges 15.11.2011 15:09
von Joame Plebis | 2.565 Beiträge

Guten Tag, Marlene!

Im speziellen meinte ich das Gedicht, das kalt, gefühllos und staubtrocken ist. Es ist kein Thema, wo Gefühle Platz haben.
Über individuelle Gefühle und jene der Menschen will ich mir keine Gedanken machen; wozu auch, es wäre ein sinnloses Unterfangen.

Gruß
Joame

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#6

RE: EWIGKEIT

in Düsteres und Trübsinniges 25.02.2012 23:28
von Gemini • Long Dong Silver | 2.654 Beiträge

Hallo Joame

Wir hätten EWIGKEIT auch in Groß- und Kleinschrift verstanden.
Ich habe einmal gesehen, dass man Popcorn in Kisten als Füllmaterial verwendet.
Ich habe es tatsächlich probiert und dann den Maschinenteil aus der Kiste entnommen und verbaut.
Ich sehe die Kiste und das Popcorn, wo ist der Macschinenteil?

Gem


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#7

RE: EWIGKEIT

in Düsteres und Trübsinniges 26.02.2012 02:01
von Joame Plebis | 2.565 Beiträge

Danke, Gem, für Deinen Kommentar!

Du hättest Ewigkeit vielleicht auch kyrillisch geschrieben verstanden,
was aber nicht ändert, dass wir nichtiger als ein Moment sind.
Das Unvermögen, sich an den längst verbauten Maschinenteil zu erinnern,
ist dabei kaum von Bedeutung, aber bedenklich.

Gruß
Joame

zuletzt bearbeitet 26.02.2012 02:02 | nach oben springen

#8

RE: EWIGKEIT

in Düsteres und Trübsinniges 26.02.2012 02:17
von Gemini • Long Dong Silver | 2.654 Beiträge

Na sowas sowas, kann man den Psychiater doch glatt persönlich treffen.


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