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#1

Weihnachtsstimmung

in Gesellschaft 07.12.2011 17:07
von Joame Plebis | 2.565 Beiträge

Grünzeug an den Bretterbuden, und an Schnüren hängen Lampen,
Menschenscharen drängen sich,
Alkohol dampft weihnachtlich,
wird geschlürft bei wenig Graden, ob von Schülern oder Schlampen.

An Laternen die Beschallung, kreischt herab in kalte Ohren,
Lachen, Husten, Stimmenschwall,
dichtes Drängen bei Krawall,
nicht gedient ist Weihnachtsstimmung, sind die Zehen durchgefroren.

Mehr als sonst kreisen zu Weihnacht, nahe um das Geld die Sinne;
viele sind darauf versessen.
Menschen würden Menschen fressen;
all das wegen der Finanzen - oder auch für Lustgewinne.

© Joame Plebis

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#2

RE: Weihnachtsstimmung

in Gesellschaft 07.12.2011 22:58
von perry • Mitglied | 910 Beiträge

Hallo Joame,
ich nehme mal an, du wolltest nicht wirklich die ach so fröhliche Weihnachtsstimmung auf einem Christkindlmarkt einfangen.
Hier ein paar konstruktive Blicke:

Schüler finden sich durchaus öfter dort, Schlampen dagegen eher selten, zumindest nicht gewerblich.

"nicht gedient ist Weihnachtsstimmung" -> das eingesparte "der" fehlt doch sinngebend.

Das "Menschen würden Menschen fressen;" ist mir in diesem Kontext, dann aber doch etwas zu krass, ebenso die Weitung auf Finanzen. Der Lustgewinn passt dann allerdings zu den Schlampen.
LG
Perry

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#3

RE: Weihnachtsstimmung

in Gesellschaft 08.12.2011 00:15
von Joame Plebis | 2.565 Beiträge

Danke perry, so rasch erwartete ich keine Reaktion.

Es ist nur einer meiner XBlicke zu Weihnachten, die oft zitierte fröhliche Weihnachtsstimmung hätte ich anders beschrieben. Selbst sehe ich, daß die Deutlichkeit meines Anliegens nicht richtig gebracht wurde.
Obwohl ich den Bogen spann 'wird geschlürft bei wenig Graden, ob von Schülern oder Schlampen.'

Meine Bezeichnung von Schlampen bezieht sich nicht auf Prostituierte; sie ist eher nahe einer Verbitterung, eher sind jene gemeint, die ohne je wirklich gearbeitet zu haben, in der Situation sind, bummeln zu können, sündteure Getränke zu konsumieren und viel Zeit haben.

Es gibt in zunehmendem Maße immer mehr solche, die ausschließlich Shopping im Kopf haben und Vergnügen. Solche, die kaum ernsthafter Gedanken fähig sind, ein flüchtiges unterhaltsames Genußleben dahinleben. Ich glaube, keiner von uns könnte mit diesen ein vernünftiges Wort sprechen, geschweige über Literatur oder ernstzunehmenden Themen, da ihr Denken bei Flirt beginnt und bei Kosmetik aufhört.

Diesen stehen viele Arbeitsbienen gegenüber, die im Alltag mit vielen Pflichten neben der Arbeitspflicht, förmlich ersaufen, für die stundenlanges Dahinstehen und - gehen mit Tageslohn verschwenden innerhalb einer Stunde, ein seltener oder unvorstellbarer Luxus sind.

Ganz abgesehen davon, dass sie vom langen Arbeitstag sowieso geschafft sind und außerdem die Bus- oder Bahnverbindung erreichen müssen, sich nebenbei auch langsam nach einer Mahlzeit sehen - und abgesehen von den familären Umständen, wer und wie viele zu Hause schon warten, wenn es bereits 20 Uhr ist und sie sich eigentlich schon für den nächsten Arbeitstag rüsten sollten, der mit frühem Aufstehen beginnt.

Solche Tatsachen würden von vielen dieser tschickenden 'Schlampen' mit dummen Lachen und einer blöden Bemerkung ignorierend hinweggegangen. Sie hatten schon genug Lustbarkeiten, so wie die meisten Tage zuvor, sind nebenbei auf Abenteuerfang, gustieren stundenlang in Modegeschäften mit ausreichend vielen Scheinen im Täschchen, die ihr fremdgehender Vollkoffer nach Hause bringt, dank seiner guten Anstellung. - Genau solche gibt es genügend, wenn sie auch nicht in der Überzahl sein werden. Doch erwähnt habe ich sie, nicht nur die Schüler, von denen es hier nur so wimmelt. (Langzeitstudenten habe ich nicht separat erwähnt )

Diese (wie alles aus einer Laune heraus) 'Weihnachtsstimmung' kann mich selbst nicht zufriedenstellen, sie ist nur wie ein dünner Strahl aus einer Perspektive. Noch viele Stimmungen sollte ich schreiben, die nicht unbedingt alle eine so harte Sichtweise haben sollten.

Das eingesparte 'der' bei 'nicht gedient ist Weihnachtsstimmung' dachte ich, es ginge gerade noch - fiel ausserdem dem Rhythmus zum Opfer. Das erschien mir nicht als Besonderheit, aber wahrscheinlich habe ich eine andere Sichtweise. - Doch Deine Rückmeldung dazu war mir wichtig, so kann ich in Zukunft entsprechende Überlegungen berücksichtigen.

Danke, perry, für Deinen Kommentar mit den Hinweisen.
Hat mich wirklich gefreut!
Gruß
Joame

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