Hallo Kara.
Ein sehr ... stimmungsvolles Gedicht mit schönen Bildern.
Ich war davon spontan so angezogen, dass ich es laut vor mich hinsprach.
Dabei fielen mir zwei Stellen auf. Am Anfang eine, bei der meine Zunge stolperte,
und am Schluss "oszillierte" das Bild zwischen den Federn und der Rückschau: ich hing. (Kann natürlich Absicht sein, dann hättest Du dein Ziel erreicht ;-)
Ich probierte Alternativen. Was meinst Du zu:
1a. Schmal
der bleiche Sichelmond
hinter schwarzen Zweigen
...
oder auch (weniger logisch, dafür m.E. poetischer und inhaltlich näher an deiner Vorlage:)
1b.
1a. Schmal
der bleiche Sichelmond
in den schwarzen Zweigen
...
2a. ...
löst auf mit seinen Tränen
den Stein in der Brust
bange Fragen
bleiben zurück
wie weiße Federn
auf dunklem Grund
Allerdings bin ich mir hier nach dreimaligem Lesen nicht mehr sicher, ob sich das Auflösen auch auf die Fragen bezog, dann wäre diese Alternative NICHT mehr stimmig... gar nicht so einfach ... vielleicht eher:
2.b. ...
löst auf mit seinen Tränen
den Stein in der Brust
bange Fragen
sinken
wie weiße Federn
zum dunklen Grund
Bin gespannt...