die zweite Strophe: ich bin dir immer zugewandt, obwohl (Vers 1) ich dich nie gedrückt habe, lässt es mir so erscheinen, als spräche da ein Mensch mit sich selbst. Mit seinen vielen Seiten und Facetten, die er im Laufe seines Lebens an oder an sich festgestellt hat.
Auch der Titel deutet darauf hin: Wo du wohnst. Wo dein Selbst wohnt, n deinem Körper, der dir nur geliehen ist.
Jahrmarkt ( der Eitelkeiten?) wie man sich selbst gern hätte, wie andere einen gerne hätten- aber man eben nicht ist.
Kurz ist das Leben, aufgeteilt in gestern, heute und morgen- immer balancierend von einem Selbst zum Nächsten. Ja, ein Mensch wandelt sich im Laufe des Lebens, nicht grundsätzlich, aber in kleineren Facetten.
Irgendwann verlassen wir den Hafen für immer, das Ende ( Tod, hier Wasser) ist kalt.
Besonders gut gefällt mir: man betrachtet die fliehenden lagunen. Im Ende liegt auch Erlösung vom Lebenskampf, vom Kampf richtig sein zu müssen. Man flieht ncht mehr. Das Zurückbleibende flieht.
Ein friedlicher Schluß.
Gefällt mr sehr gut, dein Gedicht, lieber Michael.
LG von Marlene