Es beginnt mit
Der Morgengang
Ein hoher Berg, vom Morgen angeglüht,
Der hell und froh herauf im Osten sprüht;
Ein Wandrer kühn, der dort zum Gipfel strebt,
Von Fels zu Fels im raschen Fluge schwebt.
Was willst du, Faust, auf diesen Bergeszinnen?
Den Nebeln und den Zweifeln dort entrinnen?
Des Abgrunds Nebel werden nach dir schleichen,
Auch dort dir Zweifel an die Stirne streichen.
O freue dich am hellen Sonnenglanze,
Freu dich an seinem Kind, der stillen Pflanze,
Der Alpenlerche, die sich einsam schwingt,
Am Schneegebirg, das durch den Himmel dringt!
Laß Bergeslüfte froh dein Herz durchschauern,
Und sie verwehn dein ungerechtes Trauern;
Laß nicht den Flammenwunsch im Herzen lodern,
Der Schöpfung ihr Geheimnis abzufodern;
O wolle nicht mit Gott zusammenfallen,
Solang dein Los auf Erden ist zu wallen.
und so geht dieser Faust bis Seite 97 dahin.