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#1

bitte löschen

in Erratum 08.02.2012 22:27
von Kara | 162 Beiträge

wird bearbeitet


Jede Angst, die man denkt, macht unterlegen.
(H. Müller)

zuletzt bearbeitet 11.02.2012 18:31 | nach oben springen

#2

RE: totentanz

in Erratum 09.02.2012 13:16
von mcberry • Administrator | 1.204 Beiträge

Hallo Kara,

heftige Worte. Liegen mal wieder hunderte toter Tiere am Strand und harren der Aufräumarbeiten einer gestreßten Küstenwache? Wenn nicht, dauert es wohl kaum sehr lange, bis der nächste Öltanker leckt.

Zur Form: "tänzer" impliziert Bewegungsfreiheit. Wie mir scheint, ist der Tanz hier vorüber.

Rufen sie noch jemanden, oder stimmen sie eine tonlose Wehklage an, einen Sterbegesang? Das muß in einem lyrischen Text nicht geklärt werden. Steht das Rufen aber in einem konzeptuellen Zusammenhang mit der Beschwörung, wäre es eine Anrufung.

Nach vertiefter Qual an öden Gestaden, die Gedanken an die griechische Tragödie nahe legen, wird zwischen Blut und Rosen, die einander nicht notwendigerweise wiedersprechen, ein Januskopf eingebracht.

Raben, Boten einer jenseitigen Wahrheit, so doppeldeutig wie der allgegenwärtige Tod, sind nicht auch sie Tänzer im Federkleid? - Betrachtungen verlieren sich im Bemühen um ein besseres Textverständnis. Dead End Grüße - mcberry


zuletzt bearbeitet 09.02.2012 13:16 | nach oben springen

#3

RE: totentanz

in Erratum 09.02.2012 17:15
von Kara | 162 Beiträge

Danke für deinen Kommentar mcberry,
manchmal male ich ein Bild und schreibe anschließend ein Gedicht. Dieses Mal ist es umgekehrt. Ich sah das Bild eines mir bekannten Künstlers und die Worte dazu drängten sich mir förmlich auf - und hier siehst du das Resultat.
LG Kara


Jede Angst, die man denkt, macht unterlegen.
(H. Müller)

zuletzt bearbeitet 09.02.2012 17:16 | nach oben springen

#4

RE: totentanz

in Erratum 10.02.2012 13:04
von perry • Mitglied | 910 Beiträge

Hallo Kara,
ich habe gerade mal nach "Totentanzbildern" gegoogelt und eine Menge eindrucksvoller Gemälde entdeckt.
Das Thema scheint also in Malerkreisen beliebt zu sein. Da das von dir beschriebene nicht dabei war, kann ich deinen Text nur losgelöst davon beurteilen.
Vielköpfigkeit und Janusgesichter deuten auf eine ungewisse Aussicht ins Jenseits hin, Tanz und Beschwörung sind Hinweise auf rituelle Vorbereitungen. Am meisten sprechen mich die Rosen an, weil einzig die Liebe dem Tod trotzt.
Konstruktiv ist mir zuviel Tonales (tonloses rufen und kreischen) im Text.
Ansonsten wäre es natürlich interessant, das Bild dazu anschauen zu können.
LG
Perry

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#5

RE: totentanz

in Erratum 10.02.2012 15:28
von Kara | 162 Beiträge

Hallo Perry,
nach deinen für mich hilfreichen Überlegungen habe ich einiges geändert. Es war mir manches nicht bewusst.
bb Uschi


Jede Angst, die man denkt, macht unterlegen.
(H. Müller)

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#6

RE: totentanz

in Erratum 11.02.2012 11:54
von perry • Mitglied | 910 Beiträge

Hallo Kara,
die Reduktion hat dem Text gut getan. Vielleicht wäre bei

"beschwörung von blut
und rosen"

ein "mit" besser, weil ja der Tod damit beschworen wird.

Beim Schluss würde ich mir für den Raben etwas mehr wünschen und den verschlingenden Tod weglassen, weil das zu offensichtlich ist:
Vorschlag:

"auf der Klippe
ein janusköpfiger
Rabe"
(die Klippe würde hier den Übergang ins Todesreich symbolisieren und der Januskopf den wechselnden Blick vom Leben zum Tod.

LG
Perry

zuletzt bearbeitet 11.02.2012 11:55 | nach oben springen

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