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#1

Melancholie

in Philosophisches und Grübeleien 17.06.2014 23:30
von munk | 681 Beiträge | 636 Punkte

Deine Treue spinnt Augen.
Sie ist die Königin der Zärtlichkeit,
die das Einsame wiegt.

Sie hält jeden Blick aus.
Und träumt sich über den Himmel:
Mein Pfad ist schwer und bunt.

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#2

RE: Melancholie

in Philosophisches und Grübeleien 18.06.2014 09:49
von chip | 402 Beiträge | 388 Punkte

hi munk,

der text ist ein echtes highlight. traditionelle werte dürfen ab und an gefeiert werden, denn auch wenn
sich formen ändern so doch nicht ihre inhalte. eine unbeständige liebe ohne treue wiegt nicht viel und
tröstet niemanden. blicken sollten sie standhalten können, die individuationshalber einsam geborenen
geschöpfe dieses blauen planeten. der schwerbunte pfad kann so gelesen werden. denn fantasie soll
entwicklungspsychologisch ihren ursprung in einer imaginierten wiedervereinigung mit unserer gerade
abwesenden mutter genommen haben. mit chance macht not eben von anfang an kreativ. tschüs chip


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#3

RE: Melancholie

in Philosophisches und Grübeleien 18.06.2014 13:46
von Elektra | 250 Beiträge | 250 Punkte

Hallo Munk,

ich habe ja sehr viel Verständnis, wenn ein Text mal nicht so gelingt. Aber muss der Autor deshalb gleich zum Kitsch greifen, mit der Dummheit anderer User spekulierend?

Gruß, Elektra


woerterwelt.jimdo.com
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#4

RE: Melancholie

in Philosophisches und Grübeleien 18.06.2014 14:41
von munk | 681 Beiträge | 636 Punkte

hallo chip!

vielen dank für dein feedback und für deine interpretation. die treue melancholia meinte und beschrieb ich in meinem sinne.

lg munk

hallo elektra!
phantasie und geschmack sind zweierlei schuh. wenn du hieraus kitsch entnimmst, dann ist das deine leseweise; und vielleicht deiner art von wahrnehmung geschuldet. keinesfalls habe ich diesen text hier reingestellt, um mit der dummheit anderer zu spekulieren! ich weiß nicht, wie du darauf kommst? warum unterstellst du mir das?

und erkläre mir doch bitte konkret, was dir textlich missfällt.


gruß vom munk alias rivus


p.s.:[ ich bin wohl halt ein sentimentaler schurke ;)]

zuletzt bearbeitet 18.06.2014 16:38 | nach oben

#5

RE: Melancholie

in Philosophisches und Grübeleien 19.06.2014 17:23
von der.hannes | 1.768 Beiträge | 1750 Punkte

Hi Munkl,

mir gefällt das Gedicht sehr. Nur mit der letzten Zeile habe ich gewisse Schwierigkeiten: Hier verbirgt sich eine interessante Idee, der ich bisher nur nicht entschlüsseln konnte.

Kitsch ist das übrigens für mich ganz und gar nicht. Es ist eine altertümlich-schwermütige Sprache, sehr passend zur Melancholie.

es grüßt
der.hannes

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#6

RE: Melancholie

in Philosophisches und Grübeleien 20.06.2014 09:18
von mcberry • Administrator | 2.850 Beiträge | 2638 Punkte

Zitat
Mein Pfad ist schwer und bunt.


Hi alle miteinander,

die Schlußzeile las ich als den irdischen Pfad des Menschen unter dem Himmel: Vielfalt an Farben, eine jede
davon nur ein Teil des Spektrums, bedeutet gleichzeitig einseitige Betrachtung. Schwerkraft befestigt uns mit
dem Halt, den sie vermittelt, schicksalhaft an unser Gestirn. Wir können ohne unsere Beschränkungen nicht
sein; Himmelsphären erreichen wir nur in unseren Träumen. - Und somit verweise ich auf Freiheit lesender
Interpreten. Alles was Sinn macht, darf geschwätzt werden. Den Text habe ich gerne gelesen. HG - mcberry


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#7

RE: Melancholie

in Philosophisches und Grübeleien 20.06.2014 18:14
von der.hannes | 1.768 Beiträge | 1750 Punkte

einleuchtende Interpretation der Schlusszeile, lieber mcberry.

Vielleicht wäre bei

"Mein Pfad ist schwer und doch bunt."

der Weg zur Interpretation bei mir leichter zu finden gewesen.



es grüßt
der.hannes

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