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#1

Wunderwerk Nudelsuppe

in Kommentare, Essays, Glossen und Anekdoten 18.01.2017 01:51
von Joame Plebis | 3.368 Beiträge | 3363 Punkte

Dieses Dahinraffen von Menschen, es greift um sich, kennt keine Barriere, keine Ausnahmen.

Wir werden es auch schon sehr bald und vergeuden die knappe Zeit, Schlagworte aneinanderzureihen,
Zeilenumbrüche zu gestalten, so dass eine mehr senkrecht als waagrecht zu lesende Litanei entsteht.

Anstatt das Beste zu geben, um ein winziges und doch vergängliches Strichlein zu setzen,
das Wert war, gesetzt zu werden, wird derartiges fabriziert, das einem Goethe bestenfalls
Worte wie 'läppisches Kindszeug' hätte entlocken können.

Es ist doch alles Literatur, in diesem Glauben werden Banalitäten geschrieben,
die beweihräuchert werden und süßliche Kommentare nur so quellen lassen,
um ja keine 'Dichterseele' zu vergrämen.

Wenn auch nirgendwo die Freiheit eine Grenze hat,
beginnt doch die Lächerlichkeit irgendwo.

Die Nudelsuppe
hat
mir gut
geschmeckt.
Ich will
mehr,
bin ein
Herr gebt
mir
her.

Verstanden?

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#2

RE: Wunderwerk Nudelsuppe

in Kommentare, Essays, Glossen und Anekdoten 19.01.2017 09:34
von mcberry • Administrator | 2.503 Beiträge | 2470 Punkte

Hi Joame,

vom Lächerlichen zum Erhabenen ist aber auch nur ein Schritt, wie?
Deinen Nudelsuppensong finde ich so übel nun auch wieder nicht:

Die tägliche Nudelsuppe hat immer geschmeckt.
Warum will ich mehr, als ich bin? Gebe der Herr mir Verständnis ...


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#3

RE: Wunderwerk Nudelsuppe

in Kommentare, Essays, Glossen und Anekdoten 19.01.2017 20:31
von yaya | 559 Beiträge | 550 Punkte

Damit stimme ich prinzipiell überein, Joame,

dennoch scheinen mir die Themen etwas vermengt in den Eintopf zu geraten.
Nicht zu leugnen, daß Artisten wegsterben. Wenigstens schätzen wir im Nachhinein das Oevre.

Nachrufe zu verfassen ist gar nicht so einfach. Perry sind mal echt gute Zeilen zu Amy Winehouse
gelungen, aber der schreibt hier auch nicht mehr. Immerhin glaube ich zu wissen, was du meinst.

Was tut man da nun?
Meine Tendenz wäre, die guten Ansätze zu verstärken. Wer gelobt wurde strengt sich oft mehr an.

@mac Ob Gebete die Qualität steigern? Oh Herr, laß' Hirn regnen! - Warten wir ab, was es bringt.

Den Nudelsuppensong habe ich übrigens nicht verstanden, finde die Verse aber irgendwie witzig.
Oder sollte ich das hier nicht schreiben? Nein, das war jetzt wohl daneben. Betretene Grüße von Yaya

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#4

RE: Wunderwerk Nudelsuppe

in Kommentare, Essays, Glossen und Anekdoten 22.01.2017 10:39
von Joame Plebis | 3.368 Beiträge | 3363 Punkte

Guten Tag, mcberry!

Einige Grade weniger und schon haben wir Eis; das muss nicht für alle Orte zutreffen.
Die Veranschaulichung durch den von Dir angeführten 'Nudelsuppensong',
dient eben nur zur Veranschaulichung und birgt keine Geheimnisse;
sie hätte ebenso ein Marmeladebrot als Inhalt haben können.

Ist es uns nicht von der Natur mitgegeben, nach mehr und immer wieder
neu gesetzte Ziele anzustreben? Das Limit des Machbaren ist vorgegeben durch
die Fähigkeiten, die sich an der geistigen Kapazität orientieren.
Ohne diese Kapazität zu erweitern, wird das Machbare stagnieren.

Sehr schmeichelhaft, mich mit der Bitte um Verständnis als Herr und
in der dritten Person anzusprechen, wobei ich zu bedenken gebe,
Verständnis muss in Dir erwachsen und kann nicht gegeben werden.

Für Deine Gedanken und Zeilen danke ich Dir.

Es grüßt Dich verständnisvoll
Joame

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#5

RE: Wunderwerk Nudelsuppe

in Kommentare, Essays, Glossen und Anekdoten 23.01.2017 12:54
von yaya | 559 Beiträge | 550 Punkte

Und was ist mit mir, Joame?

Verständnis kann als Eisbrecher funktionieren.
Ein Marmeladenbrot den Unterschied zwischen Leben und Hungertod bedeuten.
Bescheidenheit in kleinen Dingen hilft vllt. nicht immer weiter, aber manchmal eben doch.
Ganz Kommentare zu übersehen z. B. oder eine angebotene Brücke. Montagsgrüße von Yaya

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#6

RE: Wunderwerk Nudelsuppe

in Kommentare, Essays, Glossen und Anekdoten 24.01.2017 02:57
von Joame Plebis | 3.368 Beiträge | 3363 Punkte

Hallo Yaya, guten Morgen!

Genau so habe ich Dich eingeschätzt, als ich mir für meinen Dank ob Deiner ebenso geistig fundierten Zeilen, wie der des Vorkommentators, etwas Zeit nahm.
Ich ahnte, diese Ungerechtigkeit, die es ja wäre, anscheinend auf Deine Inspektion meiner raren schriftlichen Wortmeldung nicht zu reagieren, würde nicht einfach hingenommen.

Nur scheinbar erfolgte keine Reaktion, für die ich mir vorher aus guten Gründen etwas Zeit ließ. Voller Vorfreude darauf, formte ich in meiner Vorstellung Worte, ersetzte diese durch bessere, treffendere, verwarf diese wieder und begann nochmals, allerdings wieder nur in Gedanken niederzuschreiben, was als Antwort auf Deine Zeilen passend und wohlklingend und dennoch kein leeres Geschwätz wäre.

Sogar beim Einkauf im Supermarkt war ich derart besessen und wie gefangen von meiner noch aushaftenden Antwort an Dich, dass ich mit meinem gekauften Katzenfutter mich wie in Trance vor der Kassa wiederfand, jedoch an Dich dachte und nur ein 'yaya' stammeln konnte, als es ans Zahlen ging.
Ungeachtet der sich hinter mir ungeduldig stauenden Menschenmasse, stand ich wie eine aus den Schuhen gewachsene und sprachunfähige Figur da und blockierte den Ausgang.

Erst als mich eine ungestüme ältere Dame derb mit dem Ellenbogen zur Seite Stieß, wobei sie meinem Gesicht erschreckend nahe kam und mich wie ein Luftbefeuchter ankeifte, löste sich die Lethargie in mir und meine Beine schleppten mich hinaus. Weg von den Menschenmassen, weg vom Pfuhl des Konsums, hin zum Fahrzeug, wo ich das Lenkrad umklammerte und nicht losließ, auch nicht als ich merkte, im falschen Fahrzeug zu sitzen.
Es würde zu weit führen, Dir alles zu erzählen, was sich noch zutrug.

Soweit ich einschätzen kann, müsste das gestern gewesen sein. Heute aber will ich Dir vorerst für Deinen Kommentar zu später Stunde danken, wobei ich vergessen habe, auf Deine Aussage einzugehen, was ich aber gerne machen werde, wenn der Morgen nicht so jung wie heute ist.

Bis dahin freundlichen Gruß
Joame

25. 1.2016 14:20

Zum Kern Deiner Meinung kommend, kann ich bestätigen, dass Lob anspornt weshalb er Tadel vorzuziehen ist. Längst haben sich etliche Studien mit diesem Thema befasst und kamen zum gleichen Ergebnis.

Nur auf einem Gebiet scheinen unsere Ansichten unterschiedlich zu sein, das bezieht sich auf den Herrn,
den mcberry um mehr Verständnis anfleht, Du sogar von ihm noch geregnetes Hirn erwartest.
Wüsste ich nur, von welchem Herrn hier die Rede ist.

Vermuten kann ich nur, ihr meint den, dem in der Menschheitsgeschichte sagenhaft viel geopfert wurde. Nicht nur Schafe und Hühnerblut, auch jungfräuliche Menschen, Getreide und Früchte ebenso wie Gold und in letzter Zeit viel Geld. Ihr meint vermutlich den Herrn, dem in verschiedenen Kulturkreisen unterschiedliche Namen gegeben wurden, unter seinem Namen sich riesige Glaubensgemeinschaften bildeten, die gewaltiges politisches Gewicht haben.

Nein, diesen Herrn will ich nicht einmal im Spass erwähnen, meine Superhelden und Komikfiguren suche ich mir selbst aus, der ich nicht einmal an allwissende Außerirdische glaube, die uns gut gesinnt sein könnten.
Mein bescheidenes Wissen scheint sich darauf zu beschränken, dass Merkur und Aldi großes wirtschaftliches Gewicht haben und ich ihre Angebote häufig beanspruche.

Meine gelegentlich erfolgenden Versuche, mich an Literatur heranzuwagen, sind bestimmt unübersehbar.
Dabei bevorzuge ich gerne die Form der Reime verschiedenster Art. Hier wieder komme ich zum Anfang meines Schreibens, wo vom Ansporn durch Lob die Rede ist, der mich zwar befeuerte, wobei allerdings
leider nicht die Qualität betroffen sein würde. Wäre sie es doch! Ich hoffe, meine Mühe wird nicht vergebens sein.

Mit abermaligem Gruß
Joame

zuletzt bearbeitet 25.01.2017 14:54 | nach oben

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