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#1

Wie ein war eine andere Bedeutung bekommt

in Düsteres und Trübsinniges 02.05.2019 09:32
von munk | 752 Beiträge | 824 Punkte

Das war schließt etwas ab. Es sollte die Vergänglichkeit symbiotisieren.
Doch am Anfang, wenn das war beginnt Positionen einzunehmen,
wo es eigentlich nicht zu suchen hat, wenn es Stück für Stück vereinnahmt,
Staub schichtet, Erinnerungen stapelt, die weh tun, weil sie vom Lebenslauf
abfallen, dann paktiert es mit dem Tod, mit dem Sterben. Dinge werden nicht mehr benutzt.
Doch diese wehren sich, fokussieren, schreien nach Aufmerksamkeit. Wir sind noch hier.
Wir wollen benutzt werden. Sie erklären ein Friedensangebot. Doch der Zurückgelassene begreift
die Endgültigkeit nicht. Der Ursprung von war wird angezweifelt. Was nicht sein kann,
kann das einstige Glück nicht zerstören und da hineinziehen, wo es doch nicht hingehört.

zuletzt bearbeitet 02.05.2019 09:33 | nach oben

#2

RE: Wie ein war eine andere Bedeutung bekommt

in Düsteres und Trübsinniges 02.05.2019 16:08
von mcberry • Administrator | 2.890 Beiträge | 2746 Punkte

Auf ein personifiziertes "war" muß man kommen, lieber Munk,

zumal die englische Bedeutung sofort mitmacht, wenn es zu plündern beginnt, Inhalte an sich reißt.

Erbeutete Gegenstände versuchen ihrer alten Bestimmung treu zu bleiben. Die Dinge wehren sich,
suchen dem Vergessen zu entkommen und möchten die Friedensfahne schwingen. Doch ein wider-
spenstiger Protagonist verweigert ihnen jede realistische Bearbeitung seiner verleideten Gegenwart.

Ob der Text nun unter Lyrik oder Prosa einzuordnen wäre, ist auch ziemlich egal. In jedem Fall kann
ich viel damit anfangen. Auch hinter mir beginnt eine Welt zu versinken. Melancholische Grüße - mcberry

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