#1

nicht nur sie verschwinden

in Kommentare, Essays, Glossen und Anekdoten 10.11.2019 15:48
von Joame Plebis | 3.630 Beiträge | 3683 Punkte

Lesen kann es kaum noch genannt werden, ich überfliege die Schlagzeilen und auf den ersten Eindruck interessant wirkende Inhalte von Zeitungen mit schnellem und möglichst kritischem Blick.

Da kam mein Blick ins Stocken: Kaiserpinguine werden durch den Klimawandel ausgelöscht.

Ich kam nicht umhin und las die gesamte Seite, die diesem Thema gewidmet war.
Von der Eisschmelze war zu lesen, von der Ernährung der bis 130 cm großen Tiere, dem Meereis, ihnen auch als Fluchtort vor Feinden dienend, und den verschwindenden Pinguin-Kolonien.

Nur kurz zögerte ich, dann aber schrieb ich – meinen sonstigen Gewohnheiten zum Trotze – folgenden Kommentar:

Nicht nur Erderwärmung und leergefischte Meere sind die Bedrohung.
Viele Szenarien können realistisch gesehen einzeln oder zugleich eintreten.

Angefangen von der totalen Verdreckung der Meere und der Luft, nicht umkehrbar, ist auch die Überbevölkerung das Riesenproblem. Noch nicht erwähnt die ständige Gefahr einer Atomverseuchung oder eines längst überfälligen gewaltigen geographischen Ereignisses, wenn nicht vorher eine Kollision eines Asteroiden mit der Erde stattfindet.
Auch noch nicht kalkuliert die Folgen der zunehmenden Brutalität, Pandemien und die Mutation unbeherrschbarer Erreger oder der sich ausbreitende religiöse Wahn.

Es kann nicht immer mehr produziert werden und die Menschheit vermehrt werden – das geht nicht!
Ebenso ist die Atmosphäre nicht unendlich strapazierbar während wir sie vergiften und zerstören.
Fürchterliche Ereignisse bahnen sich an; man muss kein Pessimist sein, nur eiskalter Rechner.
Es wird niemand sein, der fragen kann, wozu die Menschheit war.

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#2

RE: nicht nur sie verschwinden

in Kommentare, Essays, Glossen und Anekdoten 18.11.2019 19:34
von gugol | 248 Beiträge | 130 Punkte

Ich würde sagen, Pandemien, Brutalität und religiöser Wahn sind dem Klima und damit den Pinguinen schnuppe. Da hast du einen zünftigen Rundumschlag fabriziert.

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#3

RE: nicht nur sie verschwinden

in Kommentare, Essays, Glossen und Anekdoten 19.11.2019 16:08
von mcberry • Administrator | 3.022 Beiträge | 3037 Punkte

Rundumschlag? Ja, schon.
Aber sagt mir mal, solange noch Zeit ist, wozu die Menschheit da war?
Für geklärt halte ich diese Frage keineswegs. Wahrscheinlich ist es im Nachhinein auch egal, wenn etwas untypische Primaten mit Aufheizen die Wälder, die Meere und schliesslich die Atmosphäre zerstört haben. Den Kakerlaken zumindest, die angeblich auch gegen Gammastrahlung resistent sein sollen, wird es egal sein. Mit etwas Glück geht Leben sogar weiter, nur anders eben. Das könnte ein tröstlicher Gedanke sein.
Oder Chip behält Recht, und KI setzt eine Zukunft fort. Dann beruht Hoffnung auf dem träumenden Androiden....

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#4

RE: nicht nur sie verschwinden

in Kommentare, Essays, Glossen und Anekdoten 20.11.2019 06:24
von gugol | 248 Beiträge | 130 Punkte

Geht man davon aus, dass der Mensch durch Zufall, Evolution oder natürliche Auslese entstanden ist (was die gängige, jedoch nicht meine persönliche Sicht ist), stellt sich die Frage nach dem Sinn nicht. Er ist halt einfach geworden, wie ein Tyrannosaurus, der auch irgendwann wieder gehen musste. Und ja klar wird die Erde ohne uns weiter existieren, wenn auch in anderer Gestalt als heute. Der Erde ist doch wurscht, dass die Meere ansteigen und wenns wärmer wird, wachsen eben andere Pflanzen. Es wird ihr ganz wunderbar gehen.
Mich stört am Text oben, dass da ökologisches Verhalten und Zwischenmenschliches vermischt wird. Auch ist es widersprüchlich, wenn einerseits zu viele Menschen da seien, andererseits Pandemien beklagt werden, die zur geforderten Dezimierung führen. Klar, ist hart, aber wir leben nun mal nicht im Paradies. LG gugol

zuletzt bearbeitet 20.11.2019 06:37 | nach oben


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