#1

Kambrium

in Minimallyrik 03.12.2019 22:42
von munk | 870 Beiträge | 1147 Punkte

Dieselbe Tür öffnet sich,
dulos, verstohlen,
fälscht Spalt um Spalt,
Jahreszeit um Jahreszeit,
wahrsagend,
Minuten mit Hugin und Munin,
unser Blick weicht nicht,
schultert die Tage,
kehrt sie um,
gibt nicht auf.

A.S./3.12.19

zuletzt bearbeitet 03.12.2019 23:09 | nach oben

#2

RE: Kambrium

in Minimallyrik 05.12.2019 05:59
von mcberry • Administrator | 3.036 Beiträge | 3065 Punkte

Ein Rabentext mit Hugin und Munin kommt mir immer aus, lieber Munkel,

auch wenn ich diese Boten einer jenseitigen Welt nicht mit dem Kambrium zu verknüpfen weiß.
Handelt es sich nicht um ein Zeitalter ungewohnter Fülle an neuen Lebensformen unseres noch
jungen Planeten? Die Gegenwart mit ihrem Artensterben versucht Türen wohl eher zu schließen.
In der Fälschung der Zeit scheint mir eher ein Schlüsselmoment für das Textverständnis zuliegen.
Andererseits:
Wo steht, daß jeder Text verstanden werden will? Ein Rätsel gibt sein Geheimnisse ungern preis,
zumal, wenn ihm sein LD fehlt, ohne welches das Mosaik zersplittert und kein Bild mehr sein will.
Kryptische Grüße - mcberry

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#3

RE: Kambrium

in Minimallyrik 05.12.2019 14:44
von munk | 870 Beiträge | 1147 Punkte

Lieber mcberry,
Vielen Dank fürs Kommentieren. Im Kambrium entstanden fast alle heutigen Tierstämme. In diesem Sinne ist es auch ein Lebenszeichen.


LG

zuletzt bearbeitet 05.12.2019 18:14 | nach oben


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