#1

Sturmbälle & Wellenreiter

in Liebe und Leidenschaft 10.01.2020 16:47
von munk | 786 Beiträge | 917 Punkte

Sie bleiben draußen,
vielsam im Traum,
ohne die Fahrenheit der Sterne,
verbunden, verdichtet,
zwei Leben lang,
und darüber hinaus,
ein Frieden
eine besondere Stille,
ein Foucaultsches Pendel,
an jenem geliebten Ort,
wo die Liebe sich aufblättert
zuhört,
in den Dünen nachspürt,
was wir hinterlassen können;
der Tod darin ist schwer zu finden,
nicht aufhaltbar,
das Lied, der Möwen Pflug,
unsre Spur im Sand.


A.S./9.1.2020

zuletzt bearbeitet 10.01.2020 16:53 | nach oben

#2

RE: Sturmbälle & Wellenreiter

in Liebe und Leidenschaft 16.01.2020 19:09
von mcberry • Administrator | 2.934 Beiträge | 2845 Punkte

Es wundert mich, lieber Munkel,

dass Yaya diesen Text noch nicht abgegriffen hat und trefflich zu kommentieren wußte. Denn Liebeslyrik
liest die Dame mit weitaus mehr Kompetenz als ich. Meine Bemerkungen kommen vergleichsweise tolpatschig.

Mit fielen eine Verdichtung oder Zentrierung auf. Der wilden Fahrt weit draussen wird eine innere Versenkung
entgegengesetzt. Ein weit schwingendes Pendel - welch gewaltiges Bild - nähert sich unabänderlich dem Punkt,
unausweichlicher Stille, der wir nicht entgehen können. Wo wir zuhören, des immanenten Todes nicht gewahr.
Und er scheint sich zu relativieren, wo die Liebe aufblättert, eine Spur findet, einem Lied zu lauschen versteht.

Der Text stimmt mich demütig. Wahrscheinlich fasse ich ihn quer auf. Aber bekanntlich kommt es darauf nicht
so sehr an. Aus dem unwinterlichen Norden am Strand lang spazierende - herumstolpernde - Grüße - mcberry

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