#1

barfüßig

in Liebe und Leidenschaft 13.02.2020 09:31
von munk | 827 Beiträge | 1024 Punkte

Ich will eine welt mit dir,
flußläufe an Neiße und Spree entlang,
traute gespräche,
einen ort, den nur wir betreten können,
auf welchem nur wir monat für monat die jahreszeit weiterstellen
unter der schirmherrschaft der liebe

aber ich höre das ende deines weges wie eine rauhnacht
ich höre das ewige lied vom eisvogel
ich höre deine worte in der mittelmeermuschel an meinem ohr
ströme stürme
aber wir sehen die blumen beidseits des bachs wieder blühen
wir türmen ins hohe gras


A.S./11.2.2020

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#2

RE: barfüßig

in Liebe und Leidenschaft 19.02.2020 21:30
von yaya | 650 Beiträge | 688 Punkte

Ein schöner Text, Munkel,

in welchem sich ein LI seine eigene Zeit und Welt allein mit seinem LD wünscht. Ohne den
Zutritt störender Dritter, ohne den Einfluß einer lästigen und befremdlichen Wirklichkeit.
Und Schluss mit den Kleinlichkeiten: Tolles Bild, auf der Uhr die Jahreszeit weiter zustellen.

Als der Eisvogel das Lied singt vom Ende des Weges, die angedachte Nacht ihre Schatten
voraus wirft, da rettet sich das Paar in seine Vorstellungskraft. Erklingt in dieser Muschel
bereits das Lied von der Erschaffung der Welt? In der Fantasie einer Kunst schaffenden
Seele erblüht alles neu. Sie türmen ins Gras und nehmen den geneigten Leser nicht mit.

Wir werden die eigene Fantasie bemühen müssen und unsere eigenen Träume träumen.
Es ist der überzeitliche, allgemein gültige Aspekt der Verse, der überzeugt. Grüße von Yaya

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