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Wissensgier

in Zwischenwelten 21.03.2020 14:20
von Joame Plebis | 3.618 Beiträge | 3657 Punkte

Die Wissensgier ist den Menschen eigen. Unser Denken hat sich spezialisiert, was in der Wissenschaft zum Ausdruck kommt. Wenn wir uns dadurch auch auf einigen Gebieten Wissen errungen haben, das gelegentlich zufriedenstellende und komplette Antworten geben kann, häufen sich die Fragen, die unbeantwortet bleiben.

Dazu gehören unter anderem die Fragen um unsere Entstehung, dem Woher und Wohin und nach Sinn und Zweck des Daseins. Wenn wir auch davon ausgehen, dass sich alle Menschen ähnlich gleich als 'Ich' empfinden und sich ihrer Einzigartigkeit bewusst sind, sind das alles nur Vermutungen, da es dafür keine Bestätigung oder Gutachten geben kann.

Dringen wir mit der uns angeborenen Neugier weiter vor, fragen uns nach unserem eigenen Denken, eventuell sogar nach den Gefühlen, merken wir, dass die Anzahl der Hypothesen zunimmt, die Physik und die Chemie im Zusammenhang mit der Neurologie, bisher nur winzige Ansätze an Antworten liefern kann.

Wir kommen immer wieder zur Physik, zur Geschwindigkeit der in uns herrschenden neuronalen Vernetzung, die von chemischen Vorgängen in uns abhängig ist.

Alleine schon die Vorstellung eines einzigen Erlebnisses, mit den darin eventuell vorgekommenden Gerüchen, mit Geschmack, Farben, Lauten, Klangfarbe und Inhalten einer Aussage, ist das Ergebnis eines chemischen Prozesses in uns. Vergessen wir dabei nicht die irrsinnige Menge an Informationen alleine eines Tages und auch nicht die damit verbundenen Erkenntnisse, die dabei erlebten Gefühle und zuletzt nicht das Zeitgefühl, die Mühe und Nebengedanken, so wie alle Ereignisse dieses Tages.
Das alles ist physikalisch durch Chemie zustande gekommen!

Unser Bewusstsein und Fragen, was vor dem Leben war oder was nachher sein wird, haben vorläufig noch gar nichts damit zu tun und sind dazu parallel immerwährend laufende Prozesse.
Logik und Phantasie wurden bisher noch gar nicht erwähnt. Auch nicht unsere oft sehr intensiv vorkommendes Denken durch die Fragen, ob es nur ein Universum gibt, ob es überhaupt endet und wenn vermutlich nicht, wie wir mit unseren kleinen Sinnen uns das vorstellen könnten.

Wir können es nicht! Genauso wenig wie das absolute Nichts, aus dem doch nichts entstehen kann.
Genauso wenig wie die Zeit, wenn wir ihren Anfang oder ihr Ende suchen.

Fast übermütig, bei so vielen unbeantworteten Fragen und Überlegungen, uns nach unserem Bewusstsein zu fragen.
Eines steht fest und ist sicher: wir sind ein winziger Teil von Irgend Etwas. Was das nur sein könnte ???

???

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