RE: Prosa-Wettbewerb vom 11. - 25. Oktober 2009
Forum: Wettbewerbe » Prosa-Wettbewerb vom 11. - 25. Oktober 2009
10.11.2009 20:03
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Dann nichts wie auf zum nächsten Wettbewerb - die Konkurrenz schläft nicht! Diesmal möchte ich das Thema vorgeben. Das würde ungefähr so lauten:Erklären sie schriftlich, wie sie von einem Innengewinde auf einen Fliederbu...
Dann nichts wie auf zum nächsten Wettbewerb - die Konkurrenz schläft nicht! Diesmal möchte ich das Thema vorgeben. Das würde ungefähr so lauten: Erklären sie schriftlich, wie sie von einem Innengewinde auf einen Fliederbusch kommen.
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RE: Entschuldigung
Forum: Circus Lyricus » Entschuldigung
10.11.2009 15:22
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Gnade erflehen, zitternd und demütig kriechen,mehr ist mir nicht möglich in Deiner Gegenwart.Ich bin nur Abschaum der Jämmerlichen,Du bist erhaben, edel und hart.Könnte Er mir noch einmal vergeben dürfte ich aufblickend mei...
Gnade erflehen, zitternd und demütig kriechen, mehr ist mir nicht möglich in Deiner Gegenwart. Ich bin nur Abschaum der Jämmerlichen, Du bist erhaben, edel und hart. Könnte Er mir noch einmal vergeben dürfte ich aufblickend mein Haupt erheben, erwiese er mir diese große Gnade, sagte ich nie wieder voller List, die Wahrheit, was er wirklich ist, eine fette perverse und lüsterne Made.
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Entschuldigung
Forum: Circus Lyricus » Entschuldigung
09.11.2009 23:42
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Verzeiht, ich buchstabierte überall, suchte mit Fingern und mit meiner Hand.Wie konnte ich voll Eigennutz und sinnverklebt voll Hast an falscher Stelle sein,ich schäme mich für mein Betragen, fühle mich wie ein dummes Wüstens...
Verzeiht, ich buchstabierte überall, suchte mit Fingern und mit meiner Hand. Wie konnte ich voll Eigennutz und sinnverklebt voll Hast an falscher Stelle sein, ich schäme mich für mein Betragen, fühle mich wie ein dummes Wüstenschwein. Wo war mein Kompaß für den guten Ton, zerreissen könnte ich mir mein Gewand, daß ich die rechte Stelle übersah, den Platz, wo mir Geringem war erlaubt zu sprechen. Fern lag mir, mit Gebräuchen, die den Auserwählten vorbehalten sind, zu brechen. Komme doch Schande über mich, raube das Schicksal mir mein Haar, mache mich kahl! Pfähle mich doch der spitzeste der Pfähle und das gleich ein paar tausend Mal und jeder Zehennagel, jeder Zahn an mir beginne schnell und stark zu rosten, damit ich es mir ein für allemal auch merke, nie wieder dort, wo ich nicht soll, zu posten!
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RE: Weht ein Rufen
Forum: Diverse » Weht ein Rufen
09.11.2009 20:33
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Hallo, Katerchen!Gut hast Du den Prosa-Wettbewerb beschrieben. Die Warte des Verlierers ist nachzuvollziehen, hingegen kommt der Sieger nicht vor.GrußJoame
Hallo, Katerchen!
Gut hast Du den Prosa-Wettbewerb beschrieben. Die Warte des Verlierers ist nachzuvollziehen, hingegen kommt der Sieger nicht vor. Gruß Joame
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RE: Prosa-Wettbewerb vom 11. - 25. Oktober 2009
Forum: Wettbewerbe » Prosa-Wettbewerb vom 11. - 25. Oktober 2009
08.11.2009 23:00
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Ich gratuliere den ersten vier Siegern des Wettbewerbes herzlich, insbesondere selbstverständlich Simone, die mit wieder einmal, gewiss verdient, das goldene Bärenfell einheimsen kann. Der Jury meinen Dank für die Arbeit. (Zum angeb...
Ich gratuliere den ersten vier Siegern des Wettbewerbes herzlich, insbesondere selbstverständlich Simone, die mit wieder einmal, gewiss verdient, das goldene Bärenfell einheimsen kann. Der Jury meinen Dank für die Arbeit. (Zum angeblichen logischen Stolperstein, so Kjub, widerspreche ich nur einfach.) Es hätte auch nichts geholfen von meinen Versionen Pat8a bis Pat8e die richtige zu erwischen, das Schema wäre das gleiche geblieben. Ein fünfter Platz, mehr war nicht drinnen und ich bin hochzufrieden. Muß ich verraten, daß ich gar nicht schreiben kann? Bestimmt nicht! Leute, Ihr habt Euch wacker geschlagen und gegen mich gesiegt; das muß erst jemand nachmachen! 
Lieben Gruß! Joame
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RE: E-LITEratum bei facebook
Forum: Plauderecke » E-LITEratum bei facebook
08.11.2009 13:15
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Schade, aber Sinneswandel gehört zu den Freiheiten, die toleriert werden müssen.http://www.e-literatum.de/t79573541f8-Nennen-wir-es-Korrespondenz-Offenes-Gemeinschaftsprojekt.htmlJede Art von Ruhm, der sich aus diesem Projekt zu irgend ...
Schade, aber Sinneswandel gehört zu den Freiheiten, die toleriert werden müssen.
http://www.e-literatum.de/t79573541f8-Nennen-wir-es-Korrespondenz-Offenes-Gemeinschaftsprojekt.html Jede Art von Ruhm, der sich aus diesem Projekt zu irgend einem Zeitpunkt ergeben sollte, gehört dem Mitglied Gemini.
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RE: Mich macht der Tod nicht froh
Forum: Düsteres und Trübsinniges » Mich macht der Tod nicht froh
06.11.2009 16:08
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Danke, Marot! Zuerst zu Deinem Vermerk 'zu Steinen, die in Reihen'. Beim kurzen Überlesen war ich auch nicht sehr zufrieden damit; nur bin ich beim Reimen weniger ein Grübler als ein Spontaner. Das soll keinesfalls heißen, daß i...
Danke, Marot! Zuerst zu Deinem Vermerk 'zu Steinen, die in Reihen'. Beim kurzen Überlesen war ich auch nicht sehr zufrieden damit; nur bin ich beim Reimen weniger ein Grübler als ein Spontaner. Das soll keinesfalls heißen, daß ich eventuelle Leser ( ) nicht wertschätze. Die bestenfalls 2,13 Leser innerhalb eines Jahres will ich nicht vergrämen. Das Schreiben steht und fällt mit dem Leser, so ist es bei mir - für mich schreibe ich ja nicht. So wundert es mich, daß ich überhaupt noch schreibe. Umso mehr nehme ich Dein Verstehen und Deine Zustimmung an; sie könnte als Auszeichnung gewertet werden, wäre da nicht die Selbstkritik. (Auf ganz flotte Art betrachtet böten sich etliche Änderungen an, so z.B. 'steinschwer durch viele Reihen', ....) Wie Du schon anklingen ließest,ist es mir ebenso wie Dir ein bedrückendes Thema, das ich nicht unbedingt brauche. Leider hilft ignorieren nicht, es ist real.
Danke und Gruß! Joame
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RE: Vergessener Nick
Forum: Circus Lyricus » Vergessener Nick
04.11.2009 21:30
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Das zeigt mir, wer den Generator so sehr beansprucht. Deshalb landen hier so wenige Gedichte, weil er stets von Dir ausgelastet ist! Einen Gruß will ich nicht vergessen.
Das zeigt mir, wer den Generator so sehr beansprucht. Deshalb landen hier so wenige Gedichte, weil er stets von Dir ausgelastet ist!  Einen Gruß will ich nicht vergessen.
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November-Nebensächlichkeit
Forum: Natur » November-Nebensächlichkeit
03.11.2009 11:32
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Wie kriecht die Kälte mir durch Kleider in die Beine das Thermometer sinkt, November macht sich breit. Es liegt als weiße Spur auf straffer Wäscheleine im Hof der erste Schnee als Nebensächlichkeit. ©...
Wie kriecht die Kälte mir durch Kleider in die Beine das Thermometer sinkt, November macht sich breit. Es liegt als weiße Spur auf straffer Wäscheleine im Hof der erste Schnee als Nebensächlichkeit.
© Joame Plebis
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RE: Mich macht der Tod nicht froh
Forum: Düsteres und Trübsinniges » Mich macht der Tod nicht froh
02.11.2009 23:47
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Danke, mcberry!Stimmt, es ist beabsichtigt, etwas aufzulockern, ohne der Absicht - wie ich bereits vorher erwähnte - zu sehr in Düsternis zu verfallen. Es ist ein kurzes Gedicht, wo ich mich mit dem LI identifiziere. Meine Gedanken, die mi...
Danke, mcberry!
Stimmt, es ist beabsichtigt, etwas aufzulockern, ohne der Absicht - wie ich bereits vorher erwähnte - zu sehr in Düsternis zu verfallen. Es ist ein kurzes Gedicht, wo ich mich mit dem LI identifiziere. Meine Gedanken, die mich zu dem Thema bewegen, sind nicht so einfach und kurz niederzuschreiben, wie ich es hier gemacht habe. Verdrängen ist oft eine Schutzmaßnahme. Für eine ausführlichere Beschreibung müßte ich zu viel offenlegen, mich zu sehr engagieren. Ebenso soll der Leser nicht in gedrückter Stimmung zurückgelassen werden. Das Wort 'froh' hätte gegenteiligenfalls hier keine Berechtigung.
Dankeschön mit Gruß! Joame
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RE: Mich macht der Tod nicht froh
Forum: Düsteres und Trübsinniges » Mich macht der Tod nicht froh
02.11.2009 21:39
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Schönen Abend, perry!Mich freut es, sollte es Dir zusagen. Ich habe es von einer Warte mit minimal humoristischem Einschlag geschrieben, ganz ohne in die Tiefe zu gehen. An manchen Tagen mag ich eben zu tiefes Sinnieren nicht.Freundlichen Gru&sz...
Schönen Abend, perry!
Mich freut es, sollte es Dir zusagen. Ich habe es von einer Warte mit minimal humoristischem Einschlag geschrieben, ganz ohne in die Tiefe zu gehen. An manchen Tagen mag ich eben zu tiefes Sinnieren nicht.
Freundlichen Gruß Joame
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Mich macht der Tod nicht froh
Forum: Düsteres und Trübsinniges » Mich macht der Tod nicht froh
01.11.2009 19:19
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Mich macht der Tod nicht frohDie Luft ist rauh, mein Schuhwerk derb,die Wege braun belaubt,ein Windstoß weht aromenherb,der von den Zweigen raubt.Mich führt es durch das Eisentor:Stein neben Stein in Reihen;nicht eine Träne bricht her...
Mich macht der Tod nicht froh
Die Luft ist rauh, mein Schuhwerk derb, die Wege braun belaubt, ein Windstoß weht aromenherb, der von den Zweigen raubt.
Mich führt es durch das Eisentor: Stein neben Stein in Reihen; nicht eine Träne bricht hervor, und kann vom Gram befreien.
Ich stehe stumm und seufze schwer 'Das Leben ist halt so!' Wie ungern komme ich hierher, mich macht der Tod nicht froh.
© Joame Plebis
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RE: RTL
Forum: Gesellschaft » RTL
01.11.2009 19:01
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Schönen Tag, perry!Das verstehe ich. Es hätte auch ein ernsthaftes Gedicht werden sollen. Vielleicht weißt Du wie das manchmal so ist - zumindest bei mir, da lauste mich der Affe und ich machte einen Schwenk Richtung Schwarzer Humor. ...
Schönen Tag, perry!
Das verstehe ich. Es hätte auch ein ernsthaftes Gedicht werden sollen. Vielleicht weißt Du wie das manchmal so ist - zumindest bei mir, da lauste mich der Affe und ich machte einen Schwenk Richtung Schwarzer Humor. Ich hatte nämlich während des Niederschreibens wirklich diese geistquälende Sendung gesehen. Irgendwie war mir dann diese zwar nicht ganz befriedigende Fortsetzung, die zuerst nur flüchtig angedach war, doch recht. Denn ohne dritte Strophe wäre es unfertig. Dem Thema folgend, mit einer akzeptablen dritten Strophe fortzusetzen und damit abzuschließen, hätte mich in zu traurig düstere Gedankenregionen geführt. Manchmal ist mir Blödsinniges lieber als Trauriges; deshalb sah ich ja auch RTL.
Danke mit Gruß Joame
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Millionär
Forum: Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. » Millionär
01.11.2009 13:09
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Mit einem dummen Geschmack im Mund war ich wach geworden.Schuppig und trocken kam mir meine Zunge vor. Wie kostend bewegte ich sie hin und her. Dann überkam es mich, dieses mir bekannte plötzliche Verlangen und ich wurde hektisch. Nachgebe...
Mit einem dummen Geschmack im Mund war ich wach geworden. Schuppig und trocken kam mir meine Zunge vor. Wie kostend bewegte ich sie hin und her. Dann überkam es mich, dieses mir bekannte plötzliche Verlangen und ich wurde hektisch. Nachgeben? Wieder diesen Glimmstengel zwischen die Lippen nehmen? Genau wußte ich, was dann sein würde! Nach dem mir wohlvertrauten ersten inhalierten Zug würde sich das übliche herbe und befriedigende Gefühl einstellen. Zugleich würde ich mich in einem Hustenanfall krümmen. Haß keimte in mir auf, wieder nicht standhaft gewesen zu sein. Mir würde ekeln vor mir, dem Süchtigen und dem Aschenbecher und allem was damit zu tun hat: Asche, Rauch, Teer- und Nikotinspuren. Ich würde mit mir unzufrieden sein, mir bestätigt haben, wie verkommen und krank ich bin. So zumindest dachte ich. Trotz alledem war ich schwach und gab nach. Während ich nachgab, das Feuerzeug klicken ließ und die Flamme den Glimmstengel entzündete, war ich zugleich zu meinem eigenen Beobachter geworden. Beim ersten Zug, den ich in mich hineinsog, verfärbte sich der Filter dunkelbraun. Es brannte augenblicklich in meinem Mund , im Rachen und in der Brust. Mit einem gewaltigen Hustenreiz warf mich ein Reflex krümmend nach vorne und ich spuckte keuchend. Viel fehlte nicht und ich hätte gekotzt. Der Hustenreiz wollte schier kein Ende nehmen. Es tränten meine Augen. In kurzen Pausen schnappte ich nach Luft. "Verdammt Zigarette, verflixte Sucht!" keuchte ich.
Ich drückte die Glut so heftig in den Aschenbecher, wobei Asche und einige Glutfunken das blütenbestickte Tischtuch versengten, eine mir teure Erinnerung an meine Großmutter. Ein Loch in dem mir wertvollen Heiligtum! - Jetzt kam ich in Rage, eilte in die Küche, öffnete die Schranktür zum Müllkübel, zerknitterte mit der Faust die Zigarettenpackung und mit weiß hervortretenden Fingerknöchel preßte ich sie zusammen und warf sie zum Hausmüll. Anschließend reinigte ich sämtliche Aschenbecher und war bemüht, alle sonstigen Spuren, die ein Raucher hinterläßt, zu entfernen. Die beiden Feuerzeuge, die umherlagen, ließ ich ebenfalls in den Mülleimer gleiten. Der Schwamm, den ich zur Hand nahm, hatte eine saugfähigere Seite und eine rauhe grüne Seite zum Schrubben. Nun folgte eine Stunde Schufterei mit mit Seifenlauge, Glasreiniger und anderen Mitteln, derer ich habhaft wurde. Damit reinigte ich Türstöcke vom braunen Nikotinbelag, ebenso die Gummidichtungen der Türen. Das war mehr Arbeit als ich mir vorhgestellt habe und kostete mich viel Mühe.
Mehr als zwei Stunden waren seit meinem großen 'Umdenken' vergangen. Richtig geschafft lehnte setzte ich mich zurücklehnend und griff nach einer Zeitschrift, die in Reichweite war. Keine Ahnung, wie sie hieß. Die Zeilen tanzten vor meinen Augen, die Buchstaben sprangen hinauf und hinunter. Es war mir nicht möglich, mich zu konzentrieren und etwas zu lesen. Eine Schale Milch aus dem Kühlschrank war auch keine richtige Ablenkung. Ich hatte mich von meinem Wutanfall zwar schon beruhigt, doch war ich dermaßen fahrig und aufgekratzt, daß ich beschloß. an die Luft zu gehen, ein wenig durch die belebten Straßen zu eilen, um mich abzulenken.
Jetzt zogen sich die Minuten wie eine Ewigkeit dahin, mir, dem sie ansonsten zu rasch vergehen. Ich glotzte in Schaufenster, ohne wahrzunehmen, was ich anstarrte. Schnell ging ich weiter als ich bemerkt hatte, vor einem Geschäft für Damen- Unterwäsche zu stehen. Es setzte leichter Nieselregen ein. Eine Überdachung vor einem Geschäft schien mir willkommen, mich kurz unterzustellen. Nebenbei stierte ich in die Auslage. Ich sah ganz klar, die Lichter, die kleinen metallenen Gegenstände und die Kartons, die Illustrierten und die Laufschrift im unteren Teil der Auslage: Lotto - 12 Millionen - heute Millionär - Lotto - werden sie Millionär - Millionär ...... Es war eine Trafik, vor der ich stand, stürmte hinein, zückte meine Brieftasche und hörte mich heiser sagen "Eine Packung Marlboro, bitte!" Nichts war es mit der Chance, Millionär zu sein. Das wäre ich in übertragenem Sinne gewesen, wäre es mir gelungen, vom Rauchen tatsächlich aufzuhören.
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November
Forum: Natur » November
01.11.2009 09:46
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Der kalte Monat, der beengt,mit Nebel in den Ritzen.Auch wer die Fugen dicht verhängt,wird nur bei Fieber schwitzen.Der Virus in verseuchter Luft,uns massenhaft besiedelt,drängt im November in die Gruftund dort ist ausgefiedelt.© Joame...
Der kalte Monat, der beengt, mit Nebel in den Ritzen. Auch wer die Fugen dicht verhängt, wird nur bei Fieber schwitzen.
Der Virus in verseuchter Luft, uns massenhaft besiedelt, drängt im November in die Gruft und dort ist ausgefiedelt.
© Joame Plebis
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RE: RTL
Forum: Gesellschaft » RTL
31.10.2009 22:33
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Danke für die Zeilen, mcberry!Ein, wie es manchmal noch vorkommen soll, gemeinsames Altwerden, wo eventuell Fernsehen noch etwas bieten könnte. Dann der Umstand des ihres plötzlichen Ablebens erwähnt. Von Anglizismus sehe ich bei ...
Danke für die Zeilen, mcberry!
Ein, wie es manchmal noch vorkommen soll, gemeinsames Altwerden, wo eventuell Fernsehen noch etwas bieten könnte. Dann der Umstand des ihres plötzlichen Ablebens erwähnt. Von Anglizismus sehe ich bei schnellem Hinblicken nichts.
Gruß Joame
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RE: Angst schüttet Milch aus
Forum: Düsteres und Trübsinniges » Angst schüttet Milch aus
31.10.2009 21:03
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Schönen Abend, mcberry!Wäre es nicht einen Versuch wert, sich in die Psyche eines Kindes hineinzuversetzen, wenn Dir zum Glück ähnliche Situationen erspart blieben. Es aus der Situation des Kindes zu sehen, das keine Ahnung von Ri...
Schönen Abend, mcberry!
Wäre es nicht einen Versuch wert, sich in die Psyche eines Kindes hineinzuversetzen, wenn Dir zum Glück ähnliche Situationen erspart blieben. Es aus der Situation des Kindes zu sehen, das keine Ahnung von Ritualen und Symbolhandlungen hat. So habe ich es gemacht. Simpel erklärt, eine einfach und instinktive Reaktion bei Angst. Damit will ich Deinen Erklärungen keineswegs widersprechen.
Gruß Joame
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RTL
Forum: Gesellschaft » RTL
31.10.2009 19:45
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R T LSie waren im Laufe der Jahre müde,sind lustlos und wortkarg geworden.Gespräche verkamen zur Platitüde,das Fernsehen zeigte nur Morde.Sie konnten die Gesten des andern deuten,und litten mit seinem Empfinden.Verdrängten die Tag...
R T L
Sie waren im Laufe der Jahre müde, sind lustlos und wortkarg geworden. Gespräche verkamen zur Platitüde, das Fernsehen zeigte nur Morde.
Sie konnten die Gesten des andern deuten, und litten mit seinem Empfinden. Verdrängten die Tage, die sie bereuten, ihr Alltag war mühsames Winden.
Das Ende war gräßlich und außerdem schnell: Ein Samstag, beim Fernsehen glotzen; sie sahen 'den Superstar sucht RTL', und mußten zu Tode sich kotzen.
© Joame
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Ohne Ketten
Forum: Düsteres und Trübsinniges » Ohne Ketten
31.10.2009 01:17
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Ohne KettenEs werden die Tage Vergangenheit seinmit endlosen Stunden im Zimmer,Gedanken erfüllten den klammengen Schrein,die Brutstatt der Worte Gewimmer.In Ketten des Schmiedes, der unbekannt,von jeglichem Spektrum gemieden,hat dir als Laterne ...
Ohne Ketten
Es werden die Tage Vergangenheit sein mit endlosen Stunden im Zimmer, Gedanken erfüllten den klammengen Schrein, die Brutstatt der Worte Gewimmer.
In Ketten des Schmiedes, der unbekannt, von jeglichem Spektrum gemieden, hat dir als Laterne Verzweiflung gebrannt, war Flackern als Glücksfall beschieden.
Das alles wird schnell die Vergangenheit sein, dann sind weder Ketten noch Stunden, nicht Dunkelheit oder ein flackernder Schein, dann hast du die Ruhe gefunden.
© Joame Plebis
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