RE: Whatever
Forum: Humor und Fröhliches » Whatever
10.11.2011 15:51
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Guten Abend, Evanesca!Warum nicht? Weil Gedankenlosigkeit viel leichter ist, überhand genommen hat und vor Depressionen bewahrt.Hinzu kommt noch der Eindruck, daß das Denken 'out' ist. Es zählt nur Spaß und nochmals Spaß, ...
Guten Abend, Evanesca!
Warum nicht? Weil Gedankenlosigkeit viel leichter ist, überhand genommen hat und vor Depressionen bewahrt. Hinzu kommt noch der Eindruck, daß das Denken 'out' ist. Es zählt nur Spaß und nochmals Spaß, alles, was sich mit Flüchtigkeit vereinbaren läßt und wenig Anstrengung kostet.
Ernstere Themen, eine Problematik, derer es nur allzuviele gibt, werden nicht durch Nachsinnen gemeistert oder das Übel an der Wurzel zu packen. Viel leichter und moderner ist es, von Selbstfindung zu faseln oder Schlamperei mittels Rhetorik als notwendiges Lebensgefühl auszudrücken.
Insbesondere Dein Erkennen, daß alles nach Vermehrung strebt, ist eine selten anzutreffende Erkenntnis. Arterhaltung um jeden Preis, auch wenn die Art nicht wert ist (wer kann das schon bestimmen?), sich zu vermehren. Die Made hat die gleiche Daseinsberechtigung wie wir Menschen.
Über das Woher und Wohin zu denken, es zu erkennen und dadurch wirklichen Werten aufgeschlossener zu sein, wird als Übel gewertet, das Einzelgängern und verschrobenen Menschen zugeordnet wird.
Es ist ein gleitender Vorgang, wenn Jüngere die Plätze einnehmen, die früher oder bisher reife und verantwortungsbewußte Verantwortliche innehatten. Als Beispiel ist das sehr gut in der Film- und auch Literaturbranche zu sehen. Doch auch an vielen wichtigen Schaltstellen (ob Medizin oder Politik,...) kann erkannt werden, wie unausgegorene, fast Therapiebedürftige, die Fäden ziehen, in eine Richtung, die oft krank ist und Verantwortung anderen gegenüber nur als Risiko betrachtet, aber nicht als zu meisternde Aufgabe.
Lieben Gruß Joame
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Jetzt reicht es!
Forum: Mythologisches und Religiöses » Jetzt reicht es!
10.11.2011 15:02
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Jetzt reicht es mir allmählich!Jeden Tag geschieht es, das kann kein Zufall mehr sein.Wo ich unterwegs Bekannte treffe oder beim Einkaufen im Markt,überall werde ich verwechselt. "Grüß Sie Gott!" sagte soeben die Verk&...
Jetzt reicht es mir allmählich! Jeden Tag geschieht es, das kann kein Zufall mehr sein. Wo ich unterwegs Bekannte treffe oder beim Einkaufen im Markt, überall werde ich verwechselt. "Grüß Sie Gott!" sagte soeben die Verkäuferin, als ich nur zwei Semmeln kaufte. Natürlich hat sie 'unabsichtlich' schlecht verstanden, das merkte ich an der Kassa, als mir drei Stück verrechnet wurden.
Da hat sie aber Glück gehabt, dass sie wirklich drei Stück in das Papiersackerl gab. Der Preis sowieso stolz mit je 33 Cent, wenn ich das umrechne auf DM oder gar auf Schilling = ÖS 4,62. Ein Horror! Vielleicht ist noch einer unter Euch, der weiß, wie ein Semmerl 20 Groschen, später 50 Groschen gekostet hat.
Wohin werden wir mit den Preisen getrieben? Offensichtlich in den Europäischen Wahnsinn. Zwar betone ich immer wieder, dass ich nur die Ware will und nicht Anteile an der Fabrik kaufen, doch die jeweiligen Verkäufer/innen lächeln wissend und der Preis bleibt der gleiche.
So schnell will ich aber auch nicht vom Thema abkommen: vom freundlichen Grüßen! Meine Gegenwehr in letzter Zeit ist immer nur kurz, wenn jemand sagt "Grüß Sie Gott!" "Ja,ja, ich weiß" sage ich meistens "Ich schau ihm verdammt ähnlich, aber glauben Sie mir, ich bin es wirklich nicht." "Meinen Sie, wenn ich es wäre, ich ließe Sie hier ganzen Tag bei diesem Hungerleiderlohn stehn? Bestimmt nicht! Mir würde sicher etwas besseres einfallen.
Ich habe auch schon andere Reaktionen überlegt, um noch mehr zu verdeutlichen, wie falsch, besonders in dieser umbruchsartigen Zeit, dieser Gruß mit Gott sein kann. So könnte ich beispielsweise erwidern "Allah mit Dir!" oder ich werde einfach zurückgrüßen mit "Buddha sei Dir wohlgesinnt!" Das wird für jene, die ihr Schicksal in Stein graviert vermuten, nicht viel ändern. Sie haben die Ruhe durch das Wissen, dass doch alles Bestimmung ist. Da kommt es auf einen Gruß mehr oder weniger auch nicht an.
Ganz im Gegensatz zu mir: wüsste ich, wir können der Vorbestimmung, diesem Schicksal nicht entrinnen, dann wären schon meine Schritte viel lockerer. Was änderte dann die Tatsache, mit den Hausschuhen außer Haus zu gehen, ungekämmt und ungewaschen, sogar ohne Geld. Fröhlich blickte ich meine Mitmenschen an, könnte die Unwissenden bedauern, die nicht Bescheid wissen um die Unabänderlichkeit jeder Minute. Wozu en Pickerl für Autobahnen auf meinem PKW, wozu höflich sein, wo doch jeder weitere Verlauf feststeht?
Ich werde es durchspielen, eines Tages die Kraft haben, demjenigen, der mir zum zweiten Mal die gleiche nervende Frage stellt, zurückflüstern: "Leck mich am Arsch!" Das wäre beim Finanzamt auch gut untergebracht. Lässt abolut nicht auf meine Bildung schließen, eher auf meinen Gemütszustand.
Aber was soll schon sein, wenn die Vorsehung fix beschlossene Sache ist. Das beste daran ist, Bemühungen und Stress gibt es nicht mehr. Wozu auch, es kommt, wie es kommen muß, selbst dann, wenn ich den Ascher samt Glut in den Papierkorb leere. Dass dabei der halbe Wohnblock abbrennt, ist Schicksal. Allah ist groß, er bestimmt über uns - aber nur in unseren Köpfen oder durch seine willigen Werkzeuge.
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RE: Whatever
Forum: Humor und Fröhliches » Whatever
10.11.2011 13:53
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Liebe Evanesca! Das Aussprechen solcher Erkentnisse hätte ich von Dir nicht erwartet. Du hast aber recht, es ist so:ZitatAll unsere schöne Moral verschleiert nur bedingt, dass es der Welt eigentlich nur um drei Dinge geht: Essen, sich fortp...
Liebe Evanesca! Das Aussprechen solcher Erkentnisse hätte ich von Dir nicht erwartet. Du hast aber recht, es ist so:
Zitat All unsere schöne Moral verschleiert nur bedingt, dass es der Welt eigentlich nur um drei Dinge geht: Essen, sich fortpflanzen, sterben.
Einige der Schreiber und Dichter sind wahrscheinlich dabei, denen es in erster Linie daraum geht, diese Tatsachen immer wieder hinauszurufen. Schön möglich, daß ich auch dazu gehöre. Es befreit nicht, es hilft nicht, aber wenigstens ist es eine Aktivität und kein abgestumpftes Hinnehmen.
Lieben Gruß! Joame
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Was ist los? 2
Forum: Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. » Was ist los? 2
09.11.2011 12:11
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Die Angelegenheit war noch nicht ausgestanden. Verfrüht habe ich mich in Sicherheit gewogen und gedacht, der normale Alltag sei zurückgekehrt. Ein klein wenig war ich stolz auf meine guten Geruchssinn. Nur kurz wollte ich nachsehen, woher d...
Die Angelegenheit war noch nicht ausgestanden. Verfrüht habe ich mich in Sicherheit gewogen und gedacht, der normale Alltag sei zurückgekehrt.
Ein klein wenig war ich stolz auf meine guten Geruchssinn. Nur kurz wollte ich nachsehen, woher der penetrante Geruch gekommen war, doch ich hatte länger dazu benötigt, als ich dachte. Zwei Stockwerke ging ich hinab, an jeder Tür, an der ich vorbeikam, schnupperte ich. Hätte mich jemand beobachtet, wäre ich für einen Spanner gehalten worden oder für verrückt.
Ich rieb mich ratlos am Kinn, während ich im Stiegenhaus stand. Abermals zog mir ein Gasgeruch um die Nase, diesmal ganz intensiv. Ich hörte einen Knall, dann kam Peter Wirth, ein Bewohner des Hauses, die Kellerstiegen herauf. Keuchend nahm er eine Schutzbrille ab und zog sich umständlich die Arbeitshandschuhe von den Fingern. Er nickte mir grüßend zu "Ekelig, dieses Mittel. Noch eine Latte, dann bin ich fertig. Seit einer Stunde lackiere ich da unten, länger ist es nicht auszuhalten." "Was? - Da untem im Keller?" "Ja, ein bißchen eng. Aber ich wüßte nicht, wo ich es sonst machen könnte. Nur die mangelnde Entlüftung stellt ein Problem dar. Aber jetzt habe ich es geschafft. Hoffentlich beschwert sich nicht jemand, wie es schon einmal der Fall war. Hier oben riecht man doch nichts - oder?" Ich log unverschämt mit einem langgezogenen "Nein" und fügte hinzu "Ich sehe soeben nach, ob ich meinen Wagen verschlossen habe. Auf Wiedersehen, Herr Wirth."
Nachdem er gegangen war, gab ich mich sportlich und ging zu Fuß hinauf zu meiner Wohnung, wobei ich immer zwei Stufen auf einmal nahm. Das wollte ich öfter machen, nahm ich mir vor, wußte aber jetzt schon, ich würde mich nicht daran halten. Zehn Minuten später waren meine Gedanken von anderen Interessen erfaßt.
Vor mir stand eine zu gut gefüllte Tasse und ich griff ich zum Süßstoff-Spender. Mit dem ersten Druck kullerten zwei der kleinen Kandisinpillen unter den Schreibtisch. Der zweite Versuch gelang. Das Aroma des Braunen stieg mir leicht in meine geschulte Nase. Voller Vorfreude auf den ersten Schluck, sah ich geduldig zu, wie sich der Süßstoff mit winzigen Perlen aufbrausend auflösten.
Eine gewisse Zufriedenheit verspürte ich. Stundenlange Arbeit lag hinter mir. Mühevoll hatte ich die neueste und teure Software aufgespielt. Zusätzlich einen Antitrojaner, den Neuesten vom Neuen, nicht im Handel erhältlich und für Privatanwender. Ein Programm, das von Bankhäusern und der Telekom verwendet wird. Es läuft ohne Konflikte parallel zu anderen Schutzprogrammen. Irrte ich oder hörte ich von meinem Modem ein Klingeln? Jetzt, genau zu dem Zeitpunkt, als ich alles fertig installiert hatte. Geprüft und mehrfach nach Malware und Spyware hatte ich geforscht, mit höchst zufriedenstellend Ergebnis. Ja, das Modem fabrizierte einen von mir noch nie gehörten Summton. Die Kabel und Anschlüsse waren schnell kontrolliert; kopfschüttelnd nahm ich wieder Platz. Wer kann schon alles wissen; diese Technik ist total undurchschaubar.
Start - Willkommen - oh, wie das nervt! - Posteingang: Sie haben eine neue Nachricht! Kein Anhang, gut, den hätte ich auch nicht geöffnet. Text: Good Day, What happen that police are after you ,can you share it with me if possible and are you still interested in helping me this transaction wont they disturb you too ,please know your reaction before we proceed further . Regards, Abdulaziz Mohammed
Mir wurde flau im Magen. Weil ich nur eine halbe Semmel gegessen hatte, dazu zwei Kaffee? Blödsinn, Einbildung!
Während dieser Gedanken merkte ich, wie mein Bildschirm scrollte. Der Hintergrund war blau, eine Unmenge an Zahlen rauschten herunter. Dann stand das Bild: Error. Sollten sie diese Meldung zum Erstenmal ...... die übliche Meldung. Vom Hörensagen kenne ich das, selbst ist es mir vor Jahren einmal widerfahren.
Also Neustart. Ich machte gleich einen Kaltstart - ungewohnt schnell startete das System. Was ich zu sehen bekam, überschritt mein Begreifen:
للأعيان وعدد أعبحت الشعببانية يتم ماعية و تعيينهماب حسب الدستور الىالمعدل عام أعضاءمنصبه فخري و رن و واحدئيسإسبانيا دولةالوزراء هو قانون إجتماعية والانتخاباتالى الأخير مباشرة من أصبحت الشعبسنوات، الوزراء هو ملكي برلماني. الملك أعضاءمنصبه فخري و رن و واحدئيس الوزراء هو الحاكم الفعلي للبلاالبرلمان الإسباني مقسم الى مجلسين وعدد أعضاء الانتخابات الأخير مباشرة من أصبحتد. البرلمان والوزراء هواحد يبل عين و واحد للنواب و عدد نتائج نظام ملكي برلماني. الملك من أصبحت الشعبسنوات، بينماالى سنوات، No fun! Sie haben noch 60 Stunden Zeit.
Endlich! Nach zwei Anrufen hatte mein Bekannter, dessen Namen nicht offiziell genannt werden sollte, begriffen, es schien ernst zu sein. Seinen Vornamen, Willi, den darf ich sicher verraten. Nach zwei Stunden stand er mit zwei seiner Kollegen von der Kriminalpolizei in meinem Arbeitszimmer.
Einer von ihnen betrachtete mit einer Geringschätzung, die mir nicht entging, mein aktuell gemaltes Bild, das noch auf der Staffelei stand. Der andere zog aus meinem dicht papiergestopften Schrank wahllos und ohne erkennbares System, beschriebene Blätter und Bücher heraus.
Willi winkte ab, gerade wollte ich feststellen, es fände keine Hausdurchsuchung statt. "Wir wollen gründlich sein und nichts übersehen. Oft werfen Ereignisse der Vergangenheit ihre Schatten in die Gegenwart."
Das hatte gesessen! Wie konnte nur ein Beamter so viel Philosophie in seine Denkweise bringen? Die von ihm dahingesagte Weisheit, wußte ich doch und die weiß ich; sie ist außerdem ein Bestandteil meiner Philosophie.
Der dritte der Kriminalpolizisten, ein hagerer dunkelhaariger, der seine Hände nicht aus seiner Jacke nehmen konnte, war wie unsichtbar. Anfangs war er im Vorraum umhergestanden. Später, während ich mit Kommissar Willi die Dateien zerlegte, hörte ich die Spülung auf der Toilette. Nur einmal hatte er das Arbeitszimmer betreten, in dem wir zu dritt für Unordnung sorgten. Er drückte seinem Kollegen, dem Karl ein Handy in die Hand, das dieser kommentarlos entgegennahm und einfach in seine Hosentasche hineingleiten ließ.
Willi stierte den Bildschirm an. Mit seinen fleischigen Fingern, an einem ein knapp sitzender Ehering, tippte er und klapperte er auf der Tastatur. Die Dateien zogen vorbei. Jetzt beäugte er einen Quelltext, sagte Aha aha. Brutalst betätigte der den stromführenden Wippschalter und schon war alles abgeschaltet. Jetzt geht er, so glaubte ich. Weit gefehlt. Er ging nur in den Vorraum und kam mit einem Laptop zurück. Trotz Bierbauch hockte er flott nieder und zog einige Kabel aus dem PC, den er mit seinem Computer verband. "Schönen Ausblick hast Du hier" sagte er nebenbei, während die Systeme hochstarteten.
Später erfuhr ich, einer seiner Kollegen, der mir zu glatt rasiert erschien und einen Rasierwasser-Geruch verbreitete, hieß Karl. Karl pfiff, es war eher ein Zischen, vor sich hin. In seiner Stöberei war er an eine Schachtel geraten, in der sich uralte Fotos befanden. Ein Kommunionsbild fiel zu Boden. Das bemerkte ich am Rande. Wer auf dem Foto war, daran konnte ich mich nicht erinnern, doch ich sicher nicht. Von mir existiert kein Kommunionsbild, falls ich eine Kommunion hatte.
Willi war fertig. Er hatte meine Musiksammlung, die im mp3-Format vorlag, durchgesehen. Wieder einer seiner kleinen Kommentare: "Mächtig, prächtig! - Versorgst Du auch den Hessischen Rundfunk mit Deiner Musik?" Den Spaß verstand ich nicht, vermutete aber, er spiele auf die große Datenmenge an, die sich auf 500 Gigabyte belief. Was würde er erst machen, wenn er auf meine Videosammlung stieß?
Karl hatte das hinuntergefallene Bild aufgehoben und zu den anderen in die Schuhschachtel gesteckt. Jetzt hatte ich erkannt, wen es darstellte: die Tochter einer Nachbarin bei der Erstkommunion. - Gibt es eigentlich eine Zweitkommunion? Darüber dachte ich nicht nach, eher daran, daß diese Göre jetzt schon weit über zwanzig Jahre alt war und auch schon ihre erste Ehe hinter sich hatte. Das faszinierende an ihr waren stets ihre lockigen Haare gewesen, die ihr bis zur Verehelichung wallend über die Schulter fielen. Was dann geschehen war, kann ich nur vermuten. Wahrscheinlich hatte es Debatten gegeben mit ihrem Mann, der als eifersüchtig bekannt war. Eines Tages stand sie mit abgeschnittenem Haar und einer verrückten modischen Frisur vor meiner Tür. Ihre Augen schienen mir aufgeschwollen und etwas rötlich als sie mich fragte, ob ich ihr den Schlüssel für den Wäschetrocknerraum leihen könne, ihren habe sie verlegt.
Schon damals ahnte ich, was sich Monate später bewahrheitete. Die Ehe wurde geschieden und ihr eleganter Prinz, der sich als Trunkenbold entpuppt hatte, hatte längst in einer Stadt, 30 km weiter, zwei Erdenbürger in die Welt gesetzt.
Ein Gequietsche ließ mich aus meinen Gedanken hochfahren. "Nur eine Rückkopplung vermeldete Willi. Da haben wir es!" Er hatte von meinem Arbeitstisch, auf dem sich neben dem Monitor auch ein Mikroskop befand, ein kleines erbsengroßes Stück mit einem feinen Drähtchen losgelöst und hielt es mir so nahe unter die Nase, daß ich nur verschwommen etwas wahrnehmen konnte. "Was ist das?" Ich wich meinem Oberkörper zurück, um aus weiterer Distanze besser sehen zu können. "Das ist eine Kamera mit Mikrophon" lächelte er wie genießerisch und zog ein Brillenetui aus seiner Innentasche. Das Etui klappte er auf und legte die 'Entdeckung' hinein, dann verstaute er es in wieder in sein Sakko.
"Es muß aber noch etwas da sein. Er drehte die Tastatur um, aus der einige Krümel und Asche fiel. Flink öffnete er mit einem kleinen Kreuzschraubenzieher die Verschraubung. Mit einem kleinen Knacks öffnete er das Gehäuse der Tastatur. Zielsicher entnahm er ihr eine dünne Folie, die nur vier Zentimeter groß war; auch diese wurde, wie die Miniaturkamera, in das Etui gelegt.
"Jetzt sollten wir nur wissen" dabei stand er auf, "welche wichtige Korrespondenz Du in letzter Zeit geführt hast." Er fuhr sich mit einem Finger in den Hemdkragen. "Du wurdest nicht nur von einem Programm überwacht, das jeden Deiner Anschläge aufzeichnete, sondern auch per Mikrophon und Video. Letzteres sicher nicht länger als maximal 48 Stunden, denn das erfolgte per Funk und ist von der Kapazität der Stromversorgung abhängig. Dabei hätte die totale Überwachung des PC alleine schon genügt."
"Nein" schüttelte ich leicht den Kopf, in dem wirre Gedanken zogen. Schnell überlegte ich all meine Korrespondenzen, Rechnungen und sonstige Tätigkeiten der letzten Tagen. "Keine besondere Korrespondenz. Hauptsächlich schrieb ich einem Literatur-Forum, gab Kommentare ab, schrieb kleine Gedichtchen."
Willi meinte, die sollten wir uns näher ansehen. Er klappte die Tastatur zusammen und befestigte nur mit zwei Schrauben, die anderen legte er in Nähe des Aschenbechers. Er begann nochmals den Verlauf zu rekonstruieren.
"Der Hagere im Vorraum, der seine Hände nicht aus der Jacke bekam, rief kurz herein "Darf ich die Toilette benutzen?" Als ob er es nicht schon vorhin ungefragt getan hätte. Seltsam, dachte ich, diese Burschen. Jetzt fragt er auf einmal, vorhin nicht. "Natürlich!" rief ich zu ihm.
Auch Karl war nicht untätig gewesen. Eine kleine Vase hatte er zerbrochen - und das vollkommen geräuschlos. Darauf könnte vermutlich der Name 'Geheimpolizei' zurückzuführen sein, wie wir im Volksmund Kriminalisten nannten. Soeben hatte er einen kleinen Ordner mit Gedichten von mir unter dem Arm. Er trat zu Willi, legte diesem mit Nachdruck die Hand auf die Schulter und hielt ihm den Ordner hin. "Was ist?" "Schau einmal rein." Willi ließ von der begonnenen Tastatureingabe ab und blätterte.
"Schauschau" räusperte er sich. "Das ist ja richtig ketzerisch! Das sind mindestens zehn Schreiben, die sich gegen Simalisten richten. - Und das stellst Du ins Internet?" "Logo" stimmte ich zu, "wozu würde ich sonst schreiben?"
Etwas lautstark waren sie gegangen, polterten die Stufen hinab, ohne den Lift zu benützen. Das war mir schon peinlich, weil das Stiegenhaus dermaßen hallt, daß alle Mitbewohner den Lärm, auch jedes gesprochene Wort, mitbekamen. Ich sollte mich nächsten Tag telefonisch melden, meinte Willi. Mir kam vor, als wäre seine Freundlichkeit, die er mir sonst immer entgegengebracht hatte, etwas kühler geworden. Das kam mir sicher nur so vor.
Ich kehrte zurück in meine Wohnung, da ich die 'Gäste' einige Stufen begleitet hatte. Als ich die Toilettentür öffnete, kam mir ein fürchterlicher Gestank entgegen. "Wauah!" Das war das Letzte, was ich voller Abscheu rufen konnte. Es wäre ungerecht von mir gewesen, eine ähnliche Bemerkungen zu machen, wie 'typisch Polizisten'. Ich konnte mich überzeugen, daß er die Spülung betätigt hatte und alles sauber geblieben war. In meinem Arbeitszimmer stand mir einige Arbeit bevor. Allmählich lichtete sich das Durcheinander und ich hatte annähernd die gleiche Unordnung wie vorher. Meine Staffelei rückte ich weiter zum Schrank und drehte sie mit dem 'Gesicht' zur Wand. Gerade rückte ich die Bücher zurecht, als mein Handy klingelte.
Das konnte nur meine Lebensgefährtin sein; nur sie wußte meine Nummer, sonst niemand. "Hi!" rief ich hinein und wartete darauf, daß sie einen Vorschlag machen würde, wo wir uns treffen wollten. "Sie sind schon weg." hörte ich eine mir unbekannte Stimme sagen, die einen eigenartigen Akzent hatte. "Wer spricht da?" --- Keine Antwort. Ich lauschte. Dann: "Glauben Sie noch immer, wir machen Spass? Vergessen Sie nicht, Sie haben nur noch 55 Stunden Zeit!" "He, Willi, laß diese Spässe, die Sache ist doch aufgeklärt. Oder?" - Schweigen. - "Oder" hauchte ich in das Mikrophon, diesmal nicht fragend, sondern ohne Betonung und wie abwesend. Im Wohnzimmer hatte ich einen Schatten vorbeihuschen gesehen. Unmöglich! Jetzt spielen mir die Nerven Streiche; nur nicht hysterisch werden. Da keine Antwort mehr kam und die Verbindung abgebrochen zu sein schien, legte ich das Telefon beiseite. Sorgfältig blickte ich in jedes Eck der Wohnung, spazierte von Raum zu Raum - nichts! Also doch eine Sinnestäuschung?
Es war höchste Zeit gewesen, hinauszugehen, unter Menschen. Außerdem war es überfällig, einige Besorgungen zu machen. Ich war bemüht, nicht so - wie mir immer - aus Gewohnheit zu hasten. Eher betont schlenderte ich, das fiel mir gar nicht leicht.
Ein Lastwagen stand in der Fußgängerzone, dessen Motor lautstark lief. Auf einer ausfahrbaren Leiter stand ein Arbeiter der Stadtverwaltung und legte Lichterketten über die Äste der fast kahlen Bäumen, die in regelmäßigen Abständen die Straße entlang standen. Eine zeitlang sah ich zu und dachte an den großen Aufwand. Richtig, in einigen Wochen war wieder einmal Weihnacht! Bald darauf würde die gleiche Prozedur umgekehrt ablaufen und die Beleuchtung wieder entfernt werden. Intensiv wurden mir die Riesenschritte der Zeit bewußt. Die Strahlen der tiefstehenden Sonne wärmten nach meinen Begriffen nicht genügend. Sich hier im Freien an einen Tisch des Cafes zu setzen und dem Treiben zuzusehen, so wie im Sommer, dazu schien es mir zu kühl zu sein. Deshalb blieb ich in Bewegung und schlenderte umher. Traf ich einige Bekannte, wechselte ich höflich ein paar flüchtige Worte, zog danach weiter einige Runden. Ein Kaufhaus bot Orchideen an. Sie gefielen mir und ich bewunderte sie von allen Seiten, machte mir Gedanken über die Preise, die derzeit bei € 10,-- liegen, manchmal aber auch um € 20,--.
Mich fröstelte und ich beschleunigte meine Schritte Richtung nach Hause.
Sofort fiel mir ein Kuver auf, das an der Tür klebte. Ein gleiches sah ich auf dem Fußabstreifer liegen. Ich nahm beide und riß kurzentschlossen eines auf. 'RUF MICH AN, SOFORT! W.' Für mich kam nur Willi in Frage.
Er pfauchte mich durch das Telefon an. "Wenn Du Dir schon keine Gedanken machst und dachtest, der Fall sei abgeschlossen, dann irrst Du gewaltig!" "Was ist jetzt wieder los?" "Du kannst nicht in Deine Wohnung. Hast Du es schon versucht?" "Nein, ich bin soeben erst gekommen. Ich brauchte etwas Bewegung, die Wände schienen mich zu erdrücken." Es klang, als würde ich mich rechtfertigen, wußte aber keinen Grund, warum ich es sollte. "Du bist ein richtiger Kurzdenker," vernahm ich "hast Dir keine Gedanken gemacht, wann Dir das Zeug in der Wohnung installiert worden ist. Jemand hat sich Zugang verschafft, ohne daß Du es merktest. Wir haben sicherheitshalber den Zylinder an der Tür ausgetauscht. Komm her und ich gebe Dir Deine Schlüssel." "Jetzt, sofort?" Sein Lachen kam mir nun wirklich dämlich vor. "Nein, übermorgen! Wie willst Du sonst in Deine Wohnung hinein? Außerdem solltest Du daran denken, Dir bei nächster Gelegenheit eine Sicherheitstür einbauen zu lassen. Der Zeitpunkt für die Gelegenheit schein schon längst gekommen zu sein." "Du hast mich überzeugt, ich komme." "Aber wenn es geht, dann bald. Eine Stunde bin ich noch hier; ich will nicht im Büro übernachten, habe schließlich auch eine Familie."
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RE: Der Lyrik-Alchemist (ca. 2004)
Forum: Philosophisches und Grübeleien » Der Lyrik-Alchemist (ca. 2004)
08.11.2011 19:55
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Danke, Mcberry! Ich werde Deine Worte an den, der das schrieb, weiterleiten; es ist meiner Ansicht nach nicht mehr derselbe stürmische Schreiber, der er einst war. Werkverzeichnis existiert nicht von mir, deshalb war ich auch unsicher, ob dies...
Danke, Mcberry! Ich werde Deine Worte an den, der das schrieb, weiterleiten; es ist meiner Ansicht nach nicht mehr derselbe stürmische Schreiber, der er einst war. Werkverzeichnis existiert nicht von mir, deshalb war ich auch unsicher, ob dieser alte Schund irgend jemandem bekannt ist. -- Sind die Fäden aus ca. 2005 vom Worttümpel alle abhanden gekommen - oder doch irgendwo gerettet? Egal, wie immer es ist. Wenn ich darf, dann werde ich gelegentlich noch vorhandenes Vergilbtes hier posten. Das ist praktisch und nicht aufwendig (nach Reform: aufwändig? --- fürchterlich zu lesen, das schmerzt in den Augen).
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Der Lyrik-Alchemist (ca. 2004)
Forum: Philosophisches und Grübeleien » Der Lyrik-Alchemist (ca. 2004)
08.11.2011 19:19
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Sie ist da, die Mitternacht.Oft ist Zeit bei Kerzenlicht,ideal für ein Gedicht;seht nur, gleich ist es vollbracht!Sitzend auf der Muse Schwingen,mit dem Sack der Phantasie,greife ich nach ein paar Dingen,füge sie zu Harmonie.Ein paar Krumen...
Sie ist da, die Mitternacht. Oft ist Zeit bei Kerzenlicht, ideal für ein Gedicht; seht nur, gleich ist es vollbracht!
Sitzend auf der Muse Schwingen, mit dem Sack der Phantasie, greife ich nach ein paar Dingen, füge sie zu Harmonie.
Ein paar Krumen Liebesfühlen, Abendhimmel, Sternenschein, in den Mixer schnell hinein und mit etwas Mondlicht kühlen.
Vieles liegt hier noch bereit, wartet, daß ich als Experte, zügig es zum Reim verwerte, emsig voll Geschicklichkeit.
Einsamkeit und eine Träne, nun mit Abendrot garniert, dazu Liebe heiß, flambiert, Sehnsucht frisch aus der Fontäne.
Ich, als Lyrikalchemist, würze sauer, süß und scharf, nach Belieben und Bedarf, so wie mir zumute ist.
Laßt zum Abschluß mich noch sagen: Jene, die beim Reimebrauen oft in Nachbarstöpfe schauen, brauchen einen Schweinemagen.
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RE: Phrasengefasel
Forum: Diverse » Phrasengefasel
08.11.2011 19:10
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Guten Tag, Kjub!Schwer machst Du es, Deinem Wortspiel zu folgen, indem Du die Interpunktion einfach weglässt.Ich habe es dennoch gelesen. Mein Ruf als Gegner von Phrasen dürfte noch einigen in Erinnerung sein;genügend oft brachte ich d...
Guten Tag, Kjub!
Schwer machst Du es, Deinem Wortspiel zu folgen, indem Du die Interpunktion einfach weglässt. Ich habe es dennoch gelesen. Mein Ruf als Gegner von Phrasen dürfte noch einigen in Erinnerung sein; genügend oft brachte ich das zum Ausdruck.
Danke für Deinen Beitrag und daß Du wieder in das Forum hereinschaust, wenn Du auch von der Sparwut heimgesucht bist, die keinen einzigen Punkt zuläßt.
Gruß Joame
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RE: Sekte im Detail 1
Forum: Kommentare, Essays, Glossen und Anekdoten » Sekte im Detail 1
08.11.2011 17:04
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Welcher Aufwand um ein Nichts! Weltweit und ungezählte Jahrhunderte währt die Phantasie, der keine Schranken gesetzt sind. Eine Flut von Schriften und Worten, Bauten und Institutionen, die mit anderer Zielrichtung den Menschen von Nutzen se...
Welcher Aufwand um ein Nichts! Weltweit und ungezählte Jahrhunderte währt die Phantasie, der keine Schranken gesetzt sind. Eine Flut von Schriften und Worten, Bauten und Institutionen, die mit anderer Zielrichtung den Menschen von Nutzen sein könnten. Immenses Ausnützen und Versklavung der Kunst, Nachteil durch den Eingriff und Beeinflussung in die Wissenschaften und Förderung von Prunk und diversem Firlefanz. Ein unglaubliches Gespinnst von Verworrenheit und Märchen, vermixt mit aufgebauschten Tatsachen. Unbeschreiblicher Zeitaufwand, Arbeitsaufwand, zur Ausweitung und zur Selbsterhaltung und zum Machterhalt, was sich offensichtlich rentierte und noch immer rentiert. Unablässiges Bemühen, um Kritik zu entkräften. Diffuses Versprechen und Drohungen, gerichtet an Gutgläubige, Verzweifelte und Labile, an all jene, deren Kritikvermögen geschwächt ist und deren geistige Kapazitäten gestört sind. Traurig und unverständlich ist die Gesetzgebung, die ab einer gewissen Personenanzahl, die einer Vorstellung frönen, diese zur staatlich anerkannten Religion mit sämtlichen Vorteilen und Unterstützungen erhebt. Wenn zweihundert Personen sich Schmatzende Froschaugenfresser nennen, ist es eine schräg beurteilte Sekte. Sind ihrer aber fünfzigtausend, die Rülpsen und Stulpenkuss zu ihrem Gebot machen, dann ist es eine staatlich anerkannte Religion, die gefördert wird und Andersdenkenden förmlich ein Kritikverbot auferlegt.
Joame
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RE: Was ist los?
Forum: Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. » Was ist los? 1
08.11.2011 16:35
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Guten Tag, Mcberry!Liest sich komisch von den Simalisten? Vielleicht wurden die Buchstaben nicht richtig durchgemischt.Vom Kriminalbeamten wäre vielleicht ein genervtes Lachen zu erwarten gewesen, doch es kommt nicht immer wie erwartet, das kann...
Guten Tag, Mcberry!
Liest sich komisch von den Simalisten? Vielleicht wurden die Buchstaben nicht richtig durchgemischt. Vom Kriminalbeamten wäre vielleicht ein genervtes Lachen zu erwarten gewesen, doch es kommt nicht immer wie erwartet, das kann ein ein komisches und sehr unangenehmes Gefühl auslösen.
Eine E-Mail erhält man an die richtige Adresse, auch wenn die falsche angegeben wurde. Das jagt den ersten kleinen Schauer über den Rücken. Der nächste Schauer, der heftiger ist, kommt ganz unvorbereitet und durchzuckt richtig, läßt erstarren und nimmt fast die Luft. Mit starren Pupillen haftest du am Monitor und kannst es nicht fassen:
anstelle des stets verwendeten Pseudonyms, unter dem auch die E-Mail läuft, steht plötzlich dein richtiger Name mit Straße, Haus- und Türnummer da
Zitat Herbert Bennen, 4032 Laubheim, Tannengasse 14/2/ TürNr.8
Joame
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RE: Blick-Winkel (Haibun)
Forum: Zwischenwelten » Blick-Winkel (Haibun)
08.11.2011 12:54
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Guten Tag, Marlene!Geschickt und lebendig schilderst Du, mit guten Vergleichen.Bei dem Satz überlege ich: So landete er nicht ganz so hart auf dem Pflaster auf seinen Knien.Nur weiß ich nicht wirklich, ob er anders besser wäre, z.B. ....
Guten Tag, Marlene!
Geschickt und lebendig schilderst Du, mit guten Vergleichen.
Bei dem Satz überlege ich: So landete er nicht ganz so hart auf dem Pflaster auf seinen Knien. Nur weiß ich nicht wirklich, ob er anders besser wäre, z.B. .......mit seinen Knien auf dem Pflaster (Asphalt).
Hier bin ich mir sicherer: Blicke stechen dem wie Nadeln, (4.Fall, also den) der allen fremd geblieben ist. (Mit 'allen' sind Personen gemeint. Oder wolltest Du allem schreiben?)
Gut geschrieben!
Lieben Gruß von Joame
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RE: herbstwind
Forum: Ausgezeichnete Lyrik » herbstwind
08.11.2011 00:49
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Guten Tag, Kara!Zitatlässt ihren blütenkopfdie letzte rose sinkenAls besseres Deutsch gefiele mir:lässt die letzte roseihren blütenkopf sinken.Gruß von Joame
Guten Tag, Kara!
Zitat lässt ihren blütenkopf die letzte rose sinken
Als besseres Deutsch gefiele mir:
lässt die letzte rose ihren blütenkopf sinken.
Gruß von Joame
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Was ist los? 1
Forum: Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. » Was ist los? 1
07.11.2011 22:47
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Ich kann mir nicht die richtige Rubrik auswählen, wo ich ganz dringend hineinschreiben muß, damit für den Fall der Fälle, irgend jemand Bescheid weiß, was mir geschieht.Noch ist nichts geschehen, aber jede Stunde ist damit ...
Ich kann mir nicht die richtige Rubrik auswählen, wo ich ganz dringend hineinschreiben muß, damit für den Fall der Fälle, irgend jemand Bescheid weiß, was mir geschieht. Noch ist nichts geschehen, aber jede Stunde ist damit zu rechnen.
Schnell nur ein flüchtiger Überblick, was mir passiert ist. Ich dachte zuerst, mich hat einer erwischt, so ein Abzocker, Daten- und sonst was Klauer. Weit gefehlt, es it ärger. Am schlimmsten ist, ich habe es mit einem total radikalen Simalisten zu tun. Keiner hier kennt meinen Namen, meine Wohnanschrift. Vor einigen Tagen hat er mich angeschrieben mit allen meinen Daten. So wollte er zeigen, daß er alles über mich weiß und mich beherrschen kann. Angefangen hat die Geschichte, als er mir vor Wochen einige Millionen Euro schicken wollte; der übliche Trick, mit dem Internetbetrüger locken. Später hätte er für die Überweisung irgendwie von mir Kontonummer oder eine Überweisung herauslocken wollen. Dummerweise dachte ich, ich sei schlau. Ganz geheim vermutete ich, ihn zu erwischen und zur Strecke zu bringen. Damit ich auf Nummer Sicher gehe, wandte ich mich an die Kriminalpolizei, Betrugsdezernat, die ich über den gesamten Vorgang informierte. - Dann stieg ich auf sein Ansinnen ein und erklärte mich bereit, das Geld für seine simalistische Gruppe (die sich aus Sicherheitsgründen) im Untergrund halten muß, zu übernehmen. Er hatte mir einen großen prozentuellen Anteil zugesichert. Mir war klar, daß alles ist nur eine Finte und nichts daran wahr. Unter falscher E-mail, falschem Namen, eigentlich alles falsch, was ich angab, war ich bereit und harrte der Dinge, die kommen sollten. Sie kamen viel dicker als erwartet. Es folgten einige E-mails, in denen ich nur um Namen und Anschrift, so wie Telefon gebeten wrude. Unter anderem kam dann ein Schreiben, dem ich wenig beachtete. Er sprach von kompliziert und Geheimschergen.
Tage später sah ich es nochmals genauer an; mir war die kleine Fußnote entgangen, in der er ankündigte, ich zitiere daraus: .... ab sofort notwendig, Sie unter Schutz zu stellen. Es ist alles geregelt und Sie sollen um Sichrheit nicht besorgen, unsere Leute wachen auf Sie.
Als ich das Haus gestern am Morgen verließ, dabei mit einem unscheinbaren Zwerg zusammenstieß, dem ich nicht rechtzeitig ausweichen konnte, dachte ich mir nicht viel dabei. Wieder zurück in meiner Wohnung, fiel mir auf, meine Jackentasche war etwas schwer und ausgebeult. Mir wollten die Augen herausquellen, als ich hineingriff und eine Handschelle herauszog. Auf einem kartonähnlichen Stück war in Blockbuchstaben geschrieben 'VORLÄUFIG FÜR SIE NICHT NÖTIG'. Was sollte das bedeuten??? Ein Anruf bei unserer Polizei, bei dem Herrn des Betrugsdezernates, den ich in mein Vorhaben eingeweiht hatte, ergab wenig. Er spielte sehr ungläubig und meinte, ich hätte mir das ausgedacht, um mich interessant zu machen. Wie sehr ich auch beteuerte, der Spaß gehe mir zu weit, er möge mir helfen, denn ich würde jetzt tatsächlich beschattet, lachte er so irre, daß ich das Telefon von mir weghalten mußte. Er glaubt mir also kein Wort, somit ist keinerlei Hilfe von ihm zu erwarten.
Wenn ich hinunter blicke auf die Straße, sehe ich meistens eine Gestalt vorbeischlendern. Heute Morgen hat sich jemand an meinem Wagen zu schaffen gemacht; ich bemerkte es zu spät. Nachdem ich nachgesehen hatte, fand ich außer einem öligen Fingerabdruck auf der Motorhaube gar nichts Auffallendes.
Trotzdem bin ich in Panik. In den frühen Morgenstunden hat es an meiner Eingangstüre eigenartig gesurrt. Keine Ahnung, was das war. Nur durch Zufall hatte ich es gehört, da ich vor dem Schlafengehen etwas viel Kaffee getrunken hatte und deshalb um drei Uhr auf dem Weg zum Örtchen war. Meine Schaumgummipatschen sind glücklicherweise lautlos, doch als ich mit einem Klick das Licht anmachte, hörte das Surren auf.
Wohin ich mich wenden kann, fällt mir momentan nicht ein, deshalb komme ich hierher, schreibe schnell im Forum einen Teil der Begebenheiten nieder. Für den Fall, daß mir etwas zustößt, sollte doch jemand Bescheid wissen. -Moment, ich muß nur kurz nachsehen, bin gleich wieder zurück. Wer heizt da so verrückt, haben wir Niederdruckwetter? Jetzt merke ich ich so einen eigenartigen Gasgeruch in der Wohnung. Ich sehe lieber nach, und bin gleichhhhhhhhhhh
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RE: Restpromille
Forum: Gesellschaft » Restpromille
06.11.2011 17:32
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Danke, perry, für den Kommentar!So eine Morgenkommentatorin, die berufsmäßig gute Laune mit quietschender Stimmeübertriebener Lockerheit vorspielt. Das hast Du richtig erfaßt; die hätte noch gefehlt!Mit dem Titel Restp...
Danke, perry, für den Kommentar!
So eine Morgenkommentatorin, die berufsmäßig gute Laune mit quietschender Stimme übertriebener Lockerheit vorspielt. Das hast Du richtig erfaßt; die hätte noch gefehlt!
Mit dem Titel Restpromille ist der Protagonist leichter zu verstehen. Aber auch ohne Promille nervt ihn alles, fast die ganze Welt.
Das verspürt er besonders am Morgen, wo das kommerzige Getue losgeht was eine angeblich lustige und unbeschwerte Welt vortäuschen soll.
Wer kennt das nicht, wenn man nicht einmal Gedanken sammeln kann, sich urplötzlich aus dem Traum gerissen, dem Morgen gegenüber sieht, was einem Sprung ins kalte Wasser gleichkommt. Zu allem Überfluß war er nicht alleine diese Nacht, was ihm aber keine Bereicherung war. Alleine wäre mehr Platz gewesen.
Joame
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RE: caféterasse am abend
Forum: Diverse » caféterasse am abend
06.11.2011 12:40
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Guten Tag, perry!Das einzige Zitatim sonst vollen vorbei läßt mich versuchen, zu begreifen. Ich beziehe es nicht auf die Jahreszeit,eher auf die Frequentierung des Cafes und der Strassen.So sehe ich es als knappestes Stimmungsbild, das ge...
Guten Tag, perry!
Das einzige Zitat im sonst vollen vorbei
läßt mich versuchen, zu begreifen. Ich beziehe es nicht auf die Jahreszeit, eher auf die Frequentierung des Cafes und der Strassen.
So sehe ich es als knappestes Stimmungsbild, das gelungen ist.
Die einladenden Schlafzimmerläden sind es, die einen örtlichen Charakter verleihen und wegführen von einer pulsierenden und negativen Realität. Die Zeit könnte zurückgedreht worden sein oder es gibt noch Idyllen von Unbeschwertheit.
Gruß Joame
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RE: Klavier oder Kiffen
Forum: Diverse » Klavier oder Kiffen
05.11.2011 20:19
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Das ist mehr als lieb von Dir, Kara, so freundlich hat mich noch nie jemand gefragt. (Natürlich gestatte ich Dir meine Liebe. - Verzeihung, deine war ja klein geschrieben, also war die Frage nicht so aufzufassen, wie ich sie gerne aufgefasst h&a...
Das ist mehr als lieb von Dir, Kara, so freundlich hat mich noch nie jemand gefragt. (Natürlich gestatte ich Dir meine Liebe. - Verzeihung, deine war ja klein geschrieben, also war die Frage nicht so aufzufassen, wie ich sie gerne aufgefasst hätte.)
 'Abzustatten' ist als Wort mit einer Tätigkeit verbunden, was ganz bewußt so geschrieben wurde, (was sich des Lesers Phantasie dabei vorstellen mag oder nicht). Das Reizvolle an der Benennung 'Liebe abstatten' (ob jetzt Ohrknabbern oder Rückenkraulen) ist die Vorstellung, daß es im öffentlichen Blickfeld vor den Augen der Menschheit, die zum Mond hinaufblickt, stattfindet.
Joame
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RE: Klavier oder Kiffen
Forum: Diverse » Klavier oder Kiffen
05.11.2011 19:05
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Schönen Abend, Marlene!Verstehe ich, 'Liebe abzustatten'. Das kann doch nur ein staubtrockener Buchhalter oder sonst so ein Bürohengst verwenden. Danke für Deinen Kommentar. Der Beitrag ist als ein sehr unüblicher von mir zu werte...
Schönen Abend, Marlene!
Verstehe ich, 'Liebe abzustatten'. Das kann doch nur ein staubtrockener Buchhalter oder sonst so ein Bürohengst verwenden. Danke für Deinen Kommentar. Der Beitrag ist als ein sehr unüblicher von mir zu werten, vielleicht wollte ich damit nur die Flaute, die vorherrschte, unterbrechen. Bei meinen Mails kann ich mich nicht über Flaute beklagen. Gerade werde ich total zugespamt, was noch nie der Fall war. Ich erhielt innerhalb weniger Minuten 87 Mails. Jetzt muß ich wieder forschen, wer dahintersteckt. Hoffentlich ist von Dir ein lieber Brief dabei.
Schönen Abend! Joame
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RE: voll gehalt
Forum: Gesellschaft » voll gehalt
05.11.2011 15:13
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Guten Tag, der.hannes!1 stellst du fest ........ Verflixt, jetzt habe ich den Faden verloren. Wie war das alles?Ist tatsächlich zu langatmig und nimmt den Überblick.GrußJoame...
Guten Tag, der.hannes!
Verflixt, jetzt habe ich den Faden verloren. Wie war das alles? Ist tatsächlich zu langatmig und nimmt den Überblick.
Gruß Joame
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RE: Klavier oder Kiffen
Forum: Diverse » Klavier oder Kiffen
05.11.2011 01:04
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Schönen Abend, Mcberry!Ich will kein Muster eines meiner Liebesbriefes vorzeigen, da der Monitor schmelzen könnte.Obiges - sind Worte, auf Reim hingetrimmt. Ich muß Deine Ansicht bestätigen.Gerade habe ich beschlossen, Du kö...
Schönen Abend, Mcberry!
Ich will kein Muster eines meiner Liebesbriefes vorzeigen, da der Monitor schmelzen könnte.
Obiges - sind Worte, auf Reim hingetrimmt. Ich muß Deine Ansicht bestätigen.
Gerade habe ich beschlossen, Du könntest mit einer Oboe mitspielen, schon ist die Sachlache eine andere. Ich habe es geändert.
Jetzt geht es um Voyeurismus für Teleskopbesitzer. Hast Du eines?
Gruß! Joame
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Klavier oder Kiffen
Forum: Diverse » Klavier oder Kiffen
04.11.2011 00:02
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ZitatKlar ist der Abend, blau bricht sich das LichtDu blicktest empor, dicht neben mir.Nein sagt Du, nein, es ist zu weit. Ich will es nicht,Müsste es sein, dann aber nur mit dir.Dort sein, wohin der Erde Schatten trifft,wäre zwar reizvoll,...
Zitat Klar ist der Abend, blau bricht sich das Licht Du blicktest empor, dicht neben mir. Nein sagt Du, nein, es ist zu weit. Ich will es nicht, Müsste es sein, dann aber nur mit dir. Dort sein, wohin der Erde Schatten trifft, wäre zwar reizvoll, so als ob man kifft.
Vieles ist hier vertrauter und gewohnt, und nicht dreihundertvierundachtzig mal eintausend Kilometer weit mit dir am Mond. Wo du auch bist, dort wird mir keine Stunde schal. Ich schlage vor, wir bleiben lieber hier, du spielst die Violine, ich Klavier.
NEU:
Blau bricht des Abends klares Licht, Du blickst empor, stehst dicht bei mir, sagst ängstlich: wenn, dann nur mit dir, alleine möchte ich es nicht:
dort sein, wo jetzt der Erde Schatten. Ich hätte dann einen Konflikt, am Ort, wohin ein jeder blickt, dir meine Liebe abzustatten.
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