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  • unabweichendDatum20.05.1970 17:12
    Thema von Fingerspur im Forum Diverse
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  • Wir gehen ausDatum18.05.1970 10:17
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  • abendhelle SchattenbriseDatum18.05.1970 09:25
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  • VorabendDatum18.05.1970 03:48
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  • Für einen FreundDatum16.05.1970 16:49
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  • StraubingerDatum16.05.1970 16:33
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  • BlätterträumeDatum16.05.1970 13:26
    Thema von Fingerspur im Forum Diverse
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  • fraglichDatum16.05.1970 11:48
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  • MondescheinimpressionenDatum16.05.1970 10:43
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  • MondescheinimpressionenDatum01.02.2007 07:01
    Foren-Beitrag von Fingerspur im Thema Mondescheinimpressionen
    Hallo Joame,

    mit solcherlei Rückmeldungen kann ich wenig anfangen - verständlich oder? Um aber Deine Neugier zu befriedigen: Das Gedicht entstand irgendwann Mitte 2004.

    Grüß Dich, KB Wäre es nicht doch ein wenig enttäuschend, solche Zeilen zu erhalten, um zu erfahren, dass dieser Mensch einen nicht eben im Zuge der Begierde weckte und einen solche spüren ließe? Lacht* Ich freue mich, dass Dir die Zeilen gefallen, wenngleich mir einiges kritisches dazu einfiele...

    Und damit wären wir bei Albert Lau: Mich erstaunt, dass der offensichtlichste Kritikpunkt von Dir nicht erwähnt wurde. Ich denke allerdings, der unreine Reim der Strophe eins stiess Dir derart auf, dass Du diesen lieber gänzlich unerwähnt gelassen hast? So komme ich also besser zu den von Dir erwähnten:

    Jupp, Milch schimmert weiß und Mondlicht taucht nun einmal an Tagen klaren Himmels die Welt in eine weiße Schattenwelt. Es gab Zeiten, da puderten Menschen sich die Haut, um diesem Farbton gerecht zu werden, weil ein solcher als sexy galt. Andere Zeiten, andere Geschmäcker und ich weiß ja, dass der braungebrannte Mädchenkörper heute nicht nur Jugend, sondern auch Appeal verkauft. Aber dennoch: Ich mag das Mondlicht und wäre auf Deinen Kritikansatz nicht gekommen bzgl. dieser Zeile. Die Ellision ist aber in der Tat unschön und wie Du bereits bemerktest, häufen sich diese in den folgenden Zeilen, wodurch sie nicht verzeilicher werden. Zustimmung also in diesem Punkt meinerseits.

    Das gesamte Gedicht ist übertrieben, Albert. Nicht nur der fliehende Hauch, der natürlich nach Frühling duftet - Herr im Himmel, schenke mir den Jüngling, der nächtens einen Mundgeruch dieser Natur aufzuweisen vermag. Aber ich mag das Bild ehrlich gesagt - es verkörpert diese Innigkeit, die jeden .... (schreib ich nicht) des geliebten in Rosenduft verwandelt? Verständlich, dass Du anders empfindest und dennoch denke ich, ist diese Verzärtelung Dir im gewissen Moment nicht fremd. Damit heroisiere ich nun auch Dich, aber sei darob bitte nicht gram.

    Zart, sanft steichelt ein jeder, darum wollt ich es hier gewollt leise haben - nicht gut? Ok, wäre ich auch nicht drauf gekommen, sehe es aber ein und bin letztendlich darum ja wieder mal hier. Vehement aber streite ich ab, dass sprühende Funkten nicht Verlangen symbolisieren! *schmunzel* Verlangen knistert und wo es knistert, da schlagen auch Funken, wenn es nur doll genug ist.

    Hm Albert: "Durchwachsen" hätte ich auch gesagt, allerdings aus anderen Gründen wohl, als Du mir sie aufzeigtest. Liebesgedichte schriebe ich heut jedenfalls anders - und vielleicht gut, dass ich solche nicht mehr schreibe

    Lass Dir danken und auf dann
    Nina
  • Winter wird den Herbst besiegenDatum01.02.2007 07:11
    Foren-Beitrag von Fingerspur im Thema Winter wird den Herbst besiegen
    Kätzchen, sei doch mal ehrlich: Die meisten Kritiken inteessieren Dich nicht, egal ob freundlich oder ein wenig spitz formuliert. Das Spitze sehe ich allerdings auch in der diskutierten nicht - was nicht Dein Problem sein muss.

    Ich habe Dir oft nahe gelegt, Dich nicht gegen metrische Ansprüche zu wehren. Und weil ich eben nicht bissig sein wollte, dies manchmal sogar per PN aufgegeben. Nur: Dein Singen in allen Ehren macht nun einmal eindeutige Fehler nicht glatter. Meiner einer hat aufgegeben: Du arbeitest anders, als ich. Warum an einem Werk nicht feilen, das man gerade einen Monat sein Dasein fristet? Was die inhaltlichen Punkte anbelangt: Sei ehrlich und erkläre die Bezüge, die manchen Lesern von Strophe zu Strophe fehlen? Albert Lau hat Dir ebenso ehrlich erklärt, warum er diese nicht sieht.

    Und bei all der Schelte, die vielleicht gramer ausfällt, weil nach drei Stunden Schlaf und in Erwartung eines langen Arbeitstages die Laune nicht zum besten gestellt ist (die meine also), fühle Dich dennoch herzlich gegrüsst.

    Nina
  • fraglichDatum02.02.2007 16:50
    Foren-Beitrag von Fingerspur im Thema fraglich
    Hallo Margot,

    klar die Nina Freut mich, Dich zu sehen!

    Grüß Dich, Erebus,

    schön, dass wir einmal auf anderer Ebene eine Auseinandersetzung finden. Da kann ich also Stück für Stück pflücken:

    Ich frage mich, was Du von Strassenmusikern weißt und ich frag provokant Dich nach denen, die ungefragt in die U-Bahn einsteigen und mit glasigen Augen auf die Klampfe einhauen, obwohl sie nicht einen Akkord zu kennen scheinen - oder sind sie zu betäubt, die Töne zu treffen? Oder doch von den Singenden Trommlern, die ein frierendes Lama, das lange keine Spucke mehr hat um zu spucken am Seil mit sich führen? Sagt Dir vielleicht die verstummte Armut mehr? Also denk an den in sich versunkenen samtbleichen Jungen, der zögernd ein Zylophon schlägt - nein, ich weiß nicht, wie man das Ding schreibt und bin zu faul jetzt zu suchen, oder zu sehr in Eile, oder einfach zu sehr in Gedanken - schlägt also und nicht mehr hochschauen mag. Dann kenn ich noch die feschen Jungs aus Wien, die einen Mitreissen und bei denen man lange bleibt, bis sie nicht länger dürfen. Dann geht man mit ihnen noch in eine Nachtbar und trinkt still ein Bier und horcht dabei still nach den Tönen. Ich schweif ab? Upps Ok, ich möchte nur klar stellen: Ich schweif niemals ab, denn wenn ich was schreibe, dann habe ich zumindest mal nachgeschaut, wie das ist, wovon ich da rede. Ich habe vielleicht nicht viel Phantasie, aber Zuhören liegt mir. Und das kann und darf in der Kleinstadt sein, in der Großstadt, im Norden, in Hitze oder einfach mal sehr anonym. Ich packe meinen Koffer und nehme mit: Erinnerungen. Du lebst oft genug an Strassenschildern, an Ecken und Abgründen - wann kommst Du an?

    Söhne und Töchter - Du weisst ja, wie das ist, welche zu haben... Klar das kann also berühren? Um dann die Sinnebene des Textes zu überdenken? Bist Du mal auf die Idee gekommen, das in einem Text nichts überdacht sein könnte? Vielleicht spricht da wirklich ein wenig Erinnerung und ein Gisken ist nichts anderes als ein radfahrender Klavierlehrer mit Regenpelle, recht betagt, sehr bestimmt und er frisst der Erzählerin stets das Weihnachtsgebäck aus der Puppenstube?

    Ich glaube manchmal, von Puppenstuben verstehst Du so wenig, wie von Pippi Langstrumpf und das macht Dich erwachsen. *lächel*

    Der Text, Erebus, der will nicht erwachsen daherkommen und nicht überdacht sein. Das kann, aber das muss man nicht mögen. Warum das so ist, das ist Dir zu oft aufgeführt in den Zeilen, aber es ist nun mal Grund. Der Schreiber springt in den Bildern, Erinnerungen und trägt mal Verantwortung und dann wieder nicht. Es ist kein Versuch, etwas literarisch wertvolles Ansprechendes zu schaffen, sondern schlicht ein Stimmungsbild von zehn Minuten. Manchmal muss ich sowas schreiben und seit es das Internet gibt, kann man es online stellen und sich die gehörigen Ohrfeigen dazu einfangen, um auf den Boden zurück zu kehren.

    Weisst Du, ich müsste Dich jetzt eigentlich nach etwas ganz anderem Fragen, um mich zurecht zu finden, wie man mit Dir denn wohl spricht. Aber ich frage ja selten und hör besser zu. Und erzählen, erzählen tu ich eh nicht so gern.

    Danke fürs Lesen und ich bin sicher, ich habe aus Deiner Antwort gelernt, wie ich nicht schreiben darf, wenn ich ernst genommen werden will. Na und wie man schreibt, lehrst Du mich auch jeden Tag - weil ich Dich ja lese.

    Sei lieb gegrüßt
    Nina


    Liebe Margot,

    so weise die meisten Deiner Texte klingen, so sehr sehe ich auch oft dieses kindliche Glitzern in Deinen Augen. Und doch wieder auch die Sehnsucht, der man mal erzählen möchte, und sei es nur darum, dass die Margot noch etwas Neues schreiben kann.
    Der Vater ist und bleibt stets zentral; Überfiguren merzt man aus seinem Leben aus, um ihnen um so mehr ausgeliefert zu sein? Erst dann, wenn jeder Schritt in seinem Gedenken geformt wäre, nur um ihm noch entgegen zu stehen, wäre zentral gelungen, was Abwesenheit formt. Naja, etwas eben, das oft in mir nachhallt, auch wenn ich weit weg bin und irgendwann sicherlich fast da angekommen, wo man Sicherheit wähnt.

    Danke für den Trost und die Erinnerung an dies Pippi-Buch
    Nina

    @ Tüfte
    Tja, soll ich Dir wirklich irgendetwas beantworten? Ich versuche es mal: Ich war vier, als meine Mum mir die Geige ihres Vaters schenkte, der natürlich viel zu früh gestorben glühende Erinnerungen hinterliess. Ein Geiger, ein Berufsmusiker, ein Frontgeiger, ein Kriegsgefangener, ein Leukämiekranker zu schlechten Zeiten, ein wunderschöner Mann, ein liebender Ehegatte, ein abwesender Vater... Sie weinte, als sie mir diese Geige zeigte, die wohlverborgen in einem kleinen Kindersarg ruhte (wie die früheren Geigenkästen aus Holz halt aussahen). "Willst Du spielen in Gedenken an ihn", war die tränenreiche Frage. Ich war vier und ich wollte alles, nur nicht meine Mum jemals weinen sehen. Und da spielte ich. Meinem Vater lag viel am Tanz - das schien seine Welt zu sein. Mein Pup war auch wichtig und kannte noch viel mehr, als den Tanz. Er wusste, wie man malt und aus Felsen Versteinerungen kloppt, wie man dreistellige Zahlen im Kopf addiert und wie man Feuer macht. Er wusste auch, welche Zweige man rauchen kann, aber das hat er mir nie gezeigt. Mein Dad war beim Spiegel im Wissenschaftsressort und meine Mum nannte ihn Kuki, weil auf den Blöcken seines Ressorts Kuk1 stand. Jedenfalls reiste er viel und hatte nur in der DDR Einreiseverbot. Mexiko, Japan, Frankreich, Bolivien - ich habe viele Postkarten; auch heute noch. Allerdings in einem Pappkarton unter dem Hochbett, den ich tunlichst nie öffne. Als ich älter war, zog er nach Heidelberg und wurde Chefredakteur beim Spektrum der Wissenschaft.
    Mein Dad kann alles und studierte mal Kunst und mal Germanistik und arbeitete nebenher auf dem Bau. Türlich spricht er Französisch und als wir in Italien waren lernte ich von ihm ein paar Sätze der Sprache. Er kann Dir die Bilder in der Kunsthalle in Hamburg erklären und weiss, warum gerade in dieser Epoche solches gemalt wurde. Und wenn man mit ihm im Konzert sitzt, dann Applaudiert man nie an der falschen Stelle, wenn man überhaupt klatschen mag - in den Pausen erklärt er die Welt.

    Ich glaube, ich tantze um mein Leben in diesen Tagen und lernte Wurzelgleichungen mit acht Unbekannten - gäbe es sie. Ich malte wie besessen und aus den Steinbrüchen klärte ich mehr Vergessenes heraus, als ich tragen konnte. Weisst Du Tüfte, irgendwann ists genug. Dann küsst man einen Jungen und versinkt in dies warme Verzartete und vergisst Pflichten. Und dann ist man auch schon Vergangenheit für so einen, wie Dad. Unwert? Nichtsnutz beschreibst, glaub ich.

    Erwartest Du wirklich, dass ich sowas erkläre? Ich puzzle lieber damit rum und bau mir mein eigenes Reich. Ideen, die hab ich mitgenommen und darob bin ich dankbar. Das ist besser als nichts. Was kalt ist, das weiss ich auch. Nur vergessen will ich nicht lernen.

    Kein Roman, nur Fetzen sinds halt. Ich hantier damit rum und mal mir jeden Tag eine neue Welt, in der ich bestehen kann. Und das tue ich, als wäre ich Gross.

    smile - das war nun lang und total überflüssig
    Nina
  • ein HaikuDatum02.02.2007 16:52
    Foren-Beitrag von Fingerspur im Thema ein Haiku
    Spontan seh ich einen Bezug - der ist unverkennbar. Von daher gefällts mir, auch wenn Spott-Haiku für mich eine gänzlich neue Daseinsart darstellen.
  • fraglichDatum06.02.2007 20:18
    Foren-Beitrag von Fingerspur im Thema fraglich
    Es ist nie einfach, alles anders zu machen - aufhören ist schwerer, als anzufangen. Besser sein kann ein Ziel sein, aber über den Zweck entscheidet wohl jeder für sich.

    Das ist die Antwort für Albert, weil er nie aufmerksam liest. lächel*
  • fraglichDatum07.02.2007 17:55
    Foren-Beitrag von Fingerspur im Thema fraglich
    Hallo Erebus,

    es tut mir leid, dass leider meine an Dich gerichtete Antwort derart missverständlich formuliert war, dass Du daraus die von Dir nun beschriebene Ableitung herleitest. In der Tat ist das meine Schuld und ich bitte Dich, mir zu verzeihen!

    Nein, ich stelle natürlich hier keine Texte ein, um diese Belobhudeln zu lassen, sondern in erster Linie ob der Kritik. Eine negative ist dabei soger eher geeignet zu lernen, als es eine positive wäre. Was ich lediglich klar stellen wollte, dass der Text dem Anspruch, den Du Deiner Kritik zu Grunde legtest, nie gerecht werden wollte, sondern unter ganz anderen Umständen entstand. Ich glaube, ich zöge es unnötig in die Länge, wenn ich jetzt jeden Absatz herausgreife, und versuchte mit anderen Worten zu erklären, worum es mir ging.

    Was aber wichtig ist und in der Tat so ernst gemeint ist, wie es oben steht: Ich lese so ziemlich jeden Post von Dir. Zum einen kann ich mich mit vielen Deiner Werke inhaltlich mehr als anfreunden, zum anderen - und das ist hier der wichtigere Grund gewesen - weil sie derart durchdacht und ausgefeilt sind, dass ich atemlos werde. Es ist toll, Dich um jedes Wort ringen zu sehen; ob dies nun von vorherein bereits geschah oder nach Einstellung in Zusammenwirken mit einem Kritiker. Du verstehst unendlich viel von Sprache und deren Wirkweise und ich lese und lerne und darüber freu ich mich. Du lehrst mich in der Tat jeden Tag - den Satz darfst Du wörtlich lesen und solltest um Gottes Willen da nicht irgendeine andere Sinnebene hinein interpretieren.

    Was mich an unserem Missverständnis (ich möchte noch mal betonen, dass ich die Schuldige bin) allerdings freute, ist dass es Dich zum Erzählen brachte. Ich glaube, ich habe in all der Zeit nicht die Hälfte von dem erfahren, wie es dieser Post fertigbrachte. Und ich habe gern zugehört, finde manches überdenkenswert, nachfragenswert und vieles auch spannend; manches hat mich traurig gemacht und bei anderen Dingen musste ich lachen. Tja, und das ist für mich Deine vorrübergehende Mißstimmung mir gegenüber wert. Schmunzel, da muss ich glatt schon wieder um Verzeihung bitten, aber ich denke, diesen Satz verstehst Du ohne Anstoss zu nehmen

    Tja, das Nachfragen mache ich lieber mal unabhängig von diesem Faden und lasse es an dieser Stelle so stehen, wie Du es formuliertest und ruhen.

    Sei nochmals herzlichst gegrüsst
    Nina


    Liebe Margot,

    Deine Antwort verstehe ich gut; aber Mut machen will ich Dir auch: So wie man früher erwachsen sein wollte, so will man heute noch Kind manchmal sein; Der Unterschied ist aber: Das mit dem Kindsein, das geht und da muss keiner ja dazu sagen, sondern man machts einfach. Und das ist dann anders als früher.

    Ich denke, einen Rückblick über Dein bisheriges Leben, den würde ich sicherlich gerne lesen; und sogar kaufen, lacht*

    Gib Acht auf Dich
    Nina


    Sodele Tüfte,

    da weiß ich grad nicht, wo anzusetzen mit meiner Antwort. Was mich unendlich freut, das ist das mit den Kuks, auf die Du schauen willst. Aber das wusstest Du ja. Und nein, solche Fetzen erfindet man nicht. Momentan denk ich viel zurück - mag an den Jahren liegen? Und irgendwie gelingts mir besser, wenn ich es dann aufschreib, wobei ich meist für irgendwen sowas schreibe, um Leben ein bisschen erklärbarer zu machen? Ich stotter... also schnell Dich umarmt und dann fort.

    Nina
  • UmsonstDatum08.02.2007 09:32
    Foren-Beitrag von Fingerspur im Thema Umsonst
    Hm Gerate Wohl, er schrieb, er habe es in einer ihm fremden Sprache geschrieben und dann übersetzt; in's Deutsche übersetzt also, wobei er die Ungelenkigkeit und Einfachheit, die im Text der fremden Sprache obwegen vorhanden war, mit in die Deutsche Fassung übernahm... Deutsch kann er wohl ganz gut, wenngleich ein meisterlicher Erklärbär wie Albert sicher noch besser zu argumentieren versteht

    Ach, wenngleich der Text mich nicht fesselte - diese Diskussion zu verfolgen hat mir Spass bereitet, *smile*
  • 's ist Musik, die mich umgibtDatum08.02.2007 21:10
    Foren-Beitrag von Fingerspur im Thema 's ist Musik, die mich umgibt
    Ane Brun: Humming one for you... Das ja, heute immer wieder, weil es weint
  • BlätterträumeDatum13.02.2007 19:29
    Foren-Beitrag von Fingerspur im Thema Blätterträume
    Hallo Erebus - verzeih, dass ich lange nicht da war?

    Klatschmohn und Schlafmohn? Wie könnte ich diese vermengen, macht der eine doch froh und farbig und rot und der andere versenkt in ... Morgen? Nein, auf meinen Kissen bitte nur den Klatschmohn, den roten, der so riecht, wie der Anbruch von nichts und sich dennoch verspricht in alles, geht man nur dicht genug noch heran mit der Nase. Klatschmohn: Das Rot wilder Erdbeeren und die Falten alter Weiber und die Erinnerung an früher, als die Felder noch rot blau umsäumt waren. Klatschmohn: Er blüht nur kurz. Vergänglichkeit und solche ist traurig? Klatschmohn: Satt, rot, zerrotet für mich. Und Mohn.

    Schade, dass Dich das trugbetäubt nicht erreicht und noch trauriger, dass mir ob all Deiner Einlassung, kein Adequat einfallen will: Trug - das Wort mag ich. Es verbindet Trauer und Sein mit der Täuschung - glauben wir nichtgerne an trügerische Momente? Und was betäubte besser, als der Trug? Nicht der Schlafmohn und auch nicht die Träume - das eigene Denken ist es, was vorspielt und das, da es fühlt, abschaltet, was man weiß. Betäubt: Nicht sachlich.

    Ich würde manche der Metaphern gern umschreiben, wenn es Dir mehr Verständnis brächte. Allein, mir fehlt der Ansatz. Es ist so wie es ist, wahrscheinlich eines der wenigen, das heute noch verspricht, was ich wünschte? Ich weiß grad nicht? Wie wäre es, wenn Du sowas schriebst?

    unsicher
    Nina


    Liebe Margot,

    Du weisst, wie unscheinbar stets die Wahrheit bleibt - hier die letzten Zeilen. Vielleicht kannst Du ja die Neogolismen entfernen und was verständliches draus machen? Das Schreiben ist nun einmal nicht meine Welt und darum und darob so sinnlos, auf diesem Wege etwas sein zu wollen.

    Danke, dass Du mir das rechtzeitig sagtest und gerade darum als Freundin.

    Kuss Nina


    Alfa: Alles Gute Dir hier in diesem Forum - Grüße an Dich
    Nina
  • BlätterträumeDatum14.02.2007 19:11
    Foren-Beitrag von Fingerspur im Thema Blätterträume
    Ach Margot,

    das Fischen, das liegt uns Küstenbewohnern im Blut? grins, nein, darum ging es mir nicht. Aber wenn Du mich an den Faden erinnerst, dann erinnere ich mich gern. "Vollidioten" nennt man gern mal beim Namen, wenn man denn zu seiner Stimme findet? Tja, inzwischen ist mir diese Präsenz dort als Forumsinstitution allerdings nicht mehr wichtig genug, nur ein paar Menschen eben, die dort noch schreiben - jedoch nichts wirken?

    Hm, zerbrechlich? Nein, weich träf es eher, aber nur da, wo ich weich sein darf. Bei Dir also - und wehe, Du wirst zarttrappsend, dann werd ich laut

    Danke für den Rüttler und dies Lächeln am Ende.

    Herzlich (na und nen Kuss
    Deine Nina


    Erebus,

    Du solltest Dir an Margots Worten ein Beispiel nehmen und btw: Du kannst sehr viel und dass ich das weiß und es gern weiß, das weißt Du auch. (Boh, so viel Wissen :D) Dichten ist eben wirklich nicht ganz meine Welt. Manchmal wird`s schön und manchmal wird es grottig und immer brauch ich jemanden wie Dich, der mir das sagt. Richtig eindrucksvoll wird es nie und darum denk ich, hab ich es irgendwann an den Nagel gehängt und nutz es nun nur noch, um manchmal Ventil zu sein für das was raus soll. Margot dichtet und wenn ich ihr Strandläuferalltag sagte, machte sie reimende Zeilen daraus. Dir zeigt man ein Bild einer Stelle im Wald, die wichtig ist und Du schaffst ein Kunstwerk daraus. Ich glaub, das ist der Unterschied.

    Hm, die drei Fragezeichen stellen schon Fragen, die Du aber nicht beantworten musst. Ich denke, da ging es schon um Erinnerungen und wie man selbst damit umging. Vielleicht erinnere ich einfach nur anders als Du - und da möchte ich wieder ein Fragezeichen ans Ende setzen, zwinker.

    Ich guck die Welt an mit Augen, die gerlent haben dazwischen zu gucken, was offensichtlich ist. Das macht verletztlich und weich, aber auch das Gegenteil von zerbrechlich. Ich weiß grad kein Wort dafür, weil es viele sein müssten. Wärme ist wichtig für mich und so jemand wie ich verdient davon wenig und bekommt dennoch immer dann welche, wenn sie unverdient ist?

    Gib Acht auf Dich und sei schreibsam
    Nina
  • GeleitDatum14.02.2007 19:26
    Foren-Beitrag von Fingerspur im Thema Geleit
    Lieber Erebus,

    dies Gedicht lese ich schon lange und lese die Kommentare und weiß auch, warum es wohl geht. Ich lese es anders - denn dann passt es zu mir.
    Ich lese es für meine Mum und es erklärt mir ganz selbstverständlich, wie traurig ich sein darf. Letztendlich hat in dieser Lesweise auch Fabian mit seinem Post getroffen, da der Vater versperrt, was natürlich wäre. Als er mich schon lange nicht mehr liebte, da neigte sie manchmal noch ihre Stirn zu mir und erzählte die Trauer. Doch das ist lange her und es vergeht kein Tag, da ich nicht an sie denke und auch an ihn, wie er früher war. Doch wäre ich nicht dorthin gegangen, wo ich jetzt wäre und sie sprächen noch mit mir, dann wären es Lügen. Ihre und meine - Lügen erspart man dieser Welt besser, oder?

    Irgendwann wird ein Brief hier eintreffen und mir sagen, dass einer von beiden verstarb - friedlich oder kränkelnd. Ich fürchte mich jeden Tag davor, weil ich dann damit leben muss, dass sie diesen Weg ohne mich nahmen und mit dem Wissen alt werde. Und ob es dann tröstet zu wissen, dass er mir den Umgang verbot und sie meine Anrufe ablehnte und ich so lebte, wie ich es nur kann - das weiß ich nicht.

    Für mich hast Du hier ein persönliches Gedicht geschrieben, bei dem ich endlich mal weinen kann, so für mich. Und wenn Du auch nicht verstehst, warum oder wie leise, dann solltest Du wenigstens wissen, dass ich dankbar bin dafür.

    Vielleicht sollte jetzt eine sprachlich korrekte Analyse folgen, aber bei dem Gedicht lasse ich das lieber anderen

    Nina
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