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  • AlpDatum22.05.1970 23:57


    Vreni war in der Alp beim Käsmachen die Beste.
    Das Melken, das Seihen, das Schöpfen, das Rühren, das Topfen, das Feuchten, das Formen :
    das konnte es auf das Handwerk genau. Seine Hürden waren immer auf's Tadellose ausgerichtet.
    Lang wurde ihm die Zeit nicht. Hatte nie Kurzweil außer Gang in den nahen Forst, nie weit von den Kühen.
    Stolperte an einem Sonntagmorgen fast über den Verletzten. Der Raubvogel sah sie mit grimmen Augen an. Litt es dennoch, daß sie ihn in die Stube trug und den Flügel verband.
    Beide wurden sie miteinander vetraut. Sie atzte den Vogel, er bot ihr den Schnabel.
    Gesundete. Und blieb. Kehrte wieder nach seinen Flügen.

    Peter kam. Ein Draufgänger. Vom Kriegsdienst befreit durch bürgermeisterliches Geschick.
    Wußte um Vreni. Stieg ihr nach. Und so auch auf die Alp.
    Schritt, kaum daß er geklopft hatte, in die Käserei. Machte ein schiefes Maul und süßes Gerede.
    Hätte ihm sehr gepaßt: Vreni und die Käserei ..

    Vreni blieb bei sich. Ließ sich zu nichts bereden, verweigerte das Nachtlager, den Trunk und das karge Mahl.
    Der Peter wurde feurig. Glaubte, sich mit Macht nehmen zu können, was ihm verweigert wurde.
    Griff sich das Mädel grob, wollte zwingen, bezwingen.

    Der Vogel flog von seinem Fensterplatz auf, fuhr dem Peter mit seinen Klauen in Augen, Wangen, Nase und Kehle.
    Der tödlich Verletzte lag.
    Vreni stand starr ohne Tränen.

    Den Raubvogel hat es nie wieder gesehn.

  • FuturDatum22.05.1970 01:21
    Thema von bipontina im Forum Diverse




    Wo ist sie, die nieschwanke Ruh,
    die sich noch weigert im Ich und im Du
    eine Stätte der Stille zu finden?

    Wie hungert mein Sein nach dem Immerzu,
    nach dem "wahr-soll-es-sein,-was-immer-ich -tu" -
    ich bleib blind unter Blinden.

    Wo ist es, das Reich, das frei ist von Wille,
    daß Hunger und Durst auf ewig es stille,
    daß alles im Licht mir nur endet?

    Wo ist das Jenseits, das Ferne, das Heil,
    in dem Wirklichkeit mir wird zuteil,
    die mir das Diesseits niemals gespendet?

    Es gibt keinen Namen. Es gibt kein Gesicht.
    Gestaltlos, gesetzlos, ohne Gewicht
    wird das Glück dereinst sein.

    Staub zu Asche, Asche zu Staub:
    Der erbärmliche Leib der Zeiten Raub.
    Unsterblich und ewig: mein Geist allein.

  • Pan locktDatum22.05.1970 01:19
    Thema von bipontina im Forum Diverse



    Ja, lacht, Ihr Faune!
    Du, Pan, locke mit der Flöte
    den Spott in die Stille!
    Im Blütenduft, Blättergeraune
    liegt alles: wieder die Dornenröte
    und ein machtvoller Wille

    zum...oh: Dasein, Leben!
    Drunten, in Höhlen, erbeben
    neue in alten Zweigen.
    Ja, lacht! In spottlosen Küssen
    wird liebend ein leidender Mund umrissen
    von glückhaft siegendem Schweigen.

  • StummDatum21.05.1970 16:11
    Thema von bipontina im Forum Natur




    Stumm leidet sie. Ihr Angesicht:
    fahlgrau.Verdorrte Erde
    hofft, daß aus den Wolken bricht,
    was ihr Gesundung werde.

    Krank liegen Büsche wie Gebein;
    der Himmel ist zu nah. Zu weiß.
    Platanen häuten sich und fein
    krüllt sich das Gras. Es ist so heiß.

    Die Sonne ist, wie ewig, Feuerball;
    sie kümmert weder Ziel noch Widerhall,
    noch nie war Mitleid ihr zueigen.

    Mag ich auch tränenvoll mich neigen
    vor Feldern, die nach Wasser schrei'n:
    Verbranntes Antlitz wird heut schweigen.
    Und morgen voller Narben sein.

  • Heimat (Akrostichon)Datum21.05.1970 05:46
    Thema von bipontina im Forum Diverse
    Zierlich kommst Du. Klein.
    Wahrlich hoch dennoch zu Rosse!
    Ewig wirst Du Statt mir sein,
    Immer: meine erste süße Sprosse.
    Bist mir Heim und Haus gewesen;
    Ruhe gabst Du mir und Kraft.
    Unverschont, doch dann genesen...
    Endlich ich in Deiner Haft.
    Charon wird mich einmal tragen;
    Keiner trägt so schwarz wie Du!
    Eines weiß ich schon zu sagen:
    Nur in Dir komm ich zur Ruh.





    (copyr) 2008
  • Villanellischer TanzversuchDatum21.05.1970 01:52


    Villanellischer Tanzversuch


    Ich schnüre meinen Ranzen. Sie will tanzen.
    Das Mädchen war mir niemals treu.
    So sieht es aus im Großen Ganzen.

    So sieht es aus im großen Ganzen:
    Das Mädel war ehr frech als scheu.
    Ich schnüre meinen Ranzen. Sie will tanzen.

    So sieht es aus im Großen Ganzen:
    In jedem Tanz lebt sie aufs Neu.
    Ich schnüre meinen Ranzen. Sie will tanzen.

    Ich schnüre meinen Ranzen. Sie will tanzen.
    Geht statt zur Kirche gern ins Heu.
    So sieht es aus im Großen Ganzen.

    So sieht es aus im Großen Ganzen,
    ich war Kater ihr, nicht Leu.
    Ich schnüre meinen Ranzen. Sie will tanzen.

    Die eine will, der andre kann nicht tanzen.
    Es sei denn, daß man dazu just ihn bleu.
    So sieht es aus im Großen Ganzen.
    Ich schnüre meinen Ranzen. Sie will tanzen.



  • Dann...Datum21.05.1970 01:47
    Thema von bipontina im Forum Natur


    Dann, wenn die Unke ihre Spindel streicht,
    die Roggenflöte bläst,
    wenn sich in ihre Warzenseiten
    Kinderflut hineingeweicht, sich eingefräst....


    wenn Maul und Aug sich weiter spreiten,
    Patten glatter, Krötenzungen nasser gleiten...
    wenn Pflaumenblüten sich mit Schneckenglanz vermischen,
    Spinnenfäden, Hummeln, Falter über frischen
    Halmen schweben...


    Wenn Düfte leis die Natter locken,
    Syrinx, Rose, Schwertzahn sich beflocken,
    wenn endlich diese tote Blässe weicht...

    wenn sich im roten Mondenschein
    die Echse aus dem dunklen Neste schleicht,
    die Mauern satt umgarnend,
    sanft den Stämmen sich vermengend...

    wenn der erste Vampir still und fein
    die kühle Wange mir umstreicht...
    wenn Nchtigallen warnend
    ihren Liebsten sengend
    heiß und fordernd ihren Sinn entblößen...

    wenn in unterirdschen Höhlen
    düster Nachtlemuren schweigen,
    troglodytenhaft die Häupter neigen,
    neidvoll lauschend all dem Wachsen, Werden..

    wenn mit warmen, regenfeuchten Stößen
    der junge Wind sich taucht in alle Seelen,
    sich all dem neuen Sein zu zeigen,
    sich flüsternd wiegt in Blütenzweigen...

    wenn Aufbruch klingt in offnen Erden..
    wenn all die quellend vollgesognen Samen
    sich wuchtig blähend durch den Boden winden,
    sonnentoll dem Blau entgegenzwängen,
    lianenhaft die Bergzyklamen
    dem Glast der Hitze sich verbinden
    in perlend süßen Lerchensängen...

    wenn sich die dunkle Tulpenglut
    Päonien beugt, im Mittag ruht, Blüten streut...
    wenn wild der Flammenrotdorn dräut...
    wenn stolz die Weihe streift vorbei..
    wenn im Dämmern schwer wie Blei
    sinkt ins Herz die Träumerei...

    Dann ist Mai !
    __________________
  • InfaustDatum21.05.1970 01:07
    Es wird bald sein.
    Bald kommt das Ende meiner Qual.
    Der Schmerz erleichtert mir das Scheiden.
    Und: laßt mich bitte dann allein
    in meiner Wahl. Ich will nicht leiden,
    daß Ihr die Tage meßt an meinen Klagen,
    an meinem Schreien, Schweigen.
    Wie mich der Krebs zerfraß
    und an mir - ewig hungrig - frißt...
    wie kann ich Euch das sagen?

    Gebt mir den Nektar süßen Schlafs.
    Gebt mir Ambrosia dem Schmerz entgegen.

    Eva.. Adam...
    Alle trafs.
    Der Tod ist Freund.
    Nur Schmerz ist Feind.
    E r hat den Tod betrogen.

    Ach, Morpheus!
    Bleibe mir gewogen!
  • Nacht der HexeDatum21.05.1970 00:56




    Die Muhme ruft.
    Seit gestern zeigt sie sich
    in meiner Birke.
    Fein ist sie, so zartbehuft,
    kränzt sich mit Maie,
    grün und wild und stuft
    sich hoch an Zweigen,
    wie nur Muhmen steigen.
    Zum Brocken strebt sie,
    Mond- und Himmelwärts,
    im Närrischen mir
    Narretei zu zeigen.
    Aus Federn band ich ihr
    den Besen,
    zuhilfe nahm ich
    Weißdorns Ast,...
    Sie hat m i c h auserlesen,
    sie zu gegleiten.
    Welch übervolle süße Hast, -
    wie herrlich, mitzureiten!
  • TagTraumDatum20.05.1970 22:26



    Im Tag ein Traum. Im Träumen süße Nacht.
    Im Banne eines Blicks mit Meerestiefe,
    im sanften Zwange einer starken Hand
    mit unermeßlich' , nie gekannter Macht..
    ach, daß ich ewig, nimmerendend schliefe
    und so dann nie verlöre dieses unlösbare Band
    von mir zu allerhöchstem Geistesland!

    Hand und Blick, die all mein Sein umfangen,
    hoben strafend sich sich zu meinem Blick,
    zogen Grenzen, die zu überschreiten selbst mein Wunsch nicht wagte,
    über die hinüber zu gelangen - und ich so voll Bangen! -
    mir diese Hand versagte.
    Jämmerliches Ungeschick,
    das zwischen Blick und Sehnsucht ragte,
    da ich in schwachem Können jäh verzagte.

    Zur Hölle! - sag ich - mit dem Blau in diesen Augen!
    Ah nein - zum Himmel muß es leuchten,
    weil es des Geistes, Wissens Stätte bleibt...
    Zur Hölle! - sag ich - mit der Hände Gruß!
    Ah nein - weil sie das Firmament erreichten,
    das Stern zu Sternen, sie zur Sonne treibt.
    Und es ist eine dieser Hände,
    die zum wehen, dunklen Ende,
    zum letzten Tagesschluß -
    weil heiße Wünsche nicht mehr taugen -
    mir ein Menetekel schreibt,

    das Upharsin in meinen Tag, in meinen Traum.
    Doch: keine Wand, an der ein Glas zerschellt,
    kein Tisch, den Tränen oder Flüche rauhen.
    Nur mein Tasten längs des Schlafes Saum,
    dem Frühe, Düster, Hoffnung sich gesellt,
    worin ich - leise, sachte! - Zukunftssegel schauen
    kann. Sonder Glück. Und ohne ihnen ganz zu trauen.






  • VerpfändetDatum20.05.1970 22:02




    In diese reiche Lebensfülle,
    in die mich rätselhaftes Los getrieben,
    dringt eine ahnungsschwangre Stille,
    ein kühler, starker, ferner Wille
    wie ein Gebot, daß ich nun meine Hülle
    abzustreifen habe, sie nicht mehr lieben
    darf, da diese Zeit nun endet.

    Der fremde Wille schreckt als Drängen
    auf neue, unbekannte Dornenpfade,
    zu andrem Büßen, andrer Gnade,
    zu tiefern, wildern Orgelklängen,
    zu demutsvollen Weihgesängen,
    zu einem dunklen Nachtgestade
    hin, von dem der Tag sich wendet.

    Als Trost wird mir Dein Blick nur bleiben
    aus Augen hehr und tief und klar,
    jeden Spottes, jeden Tadels bar,
    bereit, Dämonen zu vertreiben,
    Hohes auf das blasse Pergament zu schreiben,
    das einstmals meine Seele war,
    entrissen mir, getreten und geschändet.

    Nun hab ich alles: Leben, Herz und Hülle,
    Pulsschlag, Geist, geliebte Stille
    für Deinen Kuß auf meine Stirn verpfändet.








    (c)

  • Kleines LiebesliedDatum20.05.1970 21:57



    In diesen hellen Mauern fand
    mein wehes Herz ein festes Band,
    das unlösbar im fein Gewebten
    mir Träume wirkte zum Erlebten,
    das allen Mächten widersteht.

    So ist mein Abschied nur ein Bild,
    des' Ursprung in die Welt gehüllt,
    die Geist mir gab und Hohen Dienst,
    Ob Du auch sonder Mitleid schienst,
    wenn ich Dich nächtens angefleht.

    Du sanft Gemäuer bargst in Dir
    die einzig wahre, offne Tür,
    durch die ich staunend, liebend schritt.
    Dies Staunen nehm als Preis ich mit;
    die Liebe bleibt. Und sie besteht.




  • Auf, Gevatter!Datum20.05.1970 20:18

    Kaum hat mich der Schlaf, noch zögernd, verlassen,
    Orgelt es wie in den Trauernächten,
    Mahnend tief gleich voll von Todesmächten.
    Mond ist nicht mehr, Sonn noch nicht zu erfassen.

    Träumt' von den alten lieben Zaubergassen,
    Ahnend schon des Schicksals rasches Flechten,
    Nahend sich mit neugeschaffnen Rechten.
    Zwing' mich, Dich nicht voller Grollen zu hassen.

    Mählich fang ich an, mich um Dich zu drehen,
    Immerfort, ein Schreiten fast, fast halbes Stehen...
    Tanzend hältst Du mir den alten Leib gar warm!

    Mutig läßt Du Deine dunklen Fetzen wehen,
    Innig in Dein fahles Auge mich sehen.
    Rasend flieg ich fort, geborgen Deinem Arm!
  • VerlassenDatum20.05.1970 18:53


    Lieb! Hattest mich so ganz verlassen.
    Ich wollte alle Wege mit Dir gehn.
    Es treibt mich noch durch dunkle Gassen,
    Bleib doch im Schauen nicht mehr stehn.

    Laß hinter mir des Seins Entzücken
    Im alten Dämmer meine stete Liebe.
    Es gab danach nur Tageshiebe.
    Brennend roh auf meinen Rücken.

    Geh nicht, mein Lieb!
    End nicht in meinen Träumen!
    Heute brauche ich Dich sehr.

    Noch traf mich nicht der letzte Hieb.
    Ich möcht ihn gerne heut versäumen.
    Es fällt, dennoch, das Warten nicht mehr schwer.


  • SiebenDatum20.05.1970 15:43
    Mögest Du niemals erblassen,
    Ewig mein leuchtendes "Denk daran!" sein!
    Nur Dich will mit Glauben ich fassen,
    Ohne wirklich schon Asche zu sein.
    Reich mir die Flammen, die Glut!

    Aswiczim stahl Dich, heiliges Gut.
  • *** SterbestundenDatum20.05.1970 15:01
    Es gab kein letztes Wort,
    nur einen allerletzten
    stundenlangen Blick.
    Du gingst so schweigend fort.
    In meinem schmerzzerfetzten
    Innern blieb nur LEER! zurück.


    Ich wußte um Dein Scheiden.
    Du glaubtest noch
    an Wiederkehr.
    Und doch!: In Deines Blickes Leiden
    sah ich das Joch
    des "Nimmermehr".


    Einen Tag noch Deine Hand:
    Sanfter, schwacher Druck
    in der meinen.
    Und dort das unlösbare Band
    mit einem leisen Ruck
    gelöst. Mir bleibt nur Weinen.
  • Letzter KlangDatum20.05.1970 14:25
    Du, Lerche, steig hinauf
    an Deiner Töne Leiter!
    Mach mir den Himmel auf
    und mich im Herzen weiter.
  • Seltsames auf ProvokantesDatum20.05.1970 13:13
    Thema von bipontina im Forum Diverse
    Ich liebe Jesus' Glans,
    das rote adernvolle Schwellen,
    das vor den vollmundigen Höllen,
    sprich den hinterwärtgen Höhlen
    nicht unterscheidet zwischen Franz und Hans,
    vor beidem läßt's sich, angesichts des Todes,
    endlich violett bellen...

    Klar , hier hat doch wer gefehlt!
    Nur zwölf? Ei, Rotschopf hat gewählt
    am End die andre Seite.
    Hat irgendwie den Marthen nachgefühlt,
    das gut Gewissen weggespült,
    wollt Abendmahl . Nicht Freite.

    Nun, so hangelt sich der letzte Gang
    nach Golgatha den steilen Weg entlang.
    Die treuen Schwänze haben sich verdrückt,
    sind vom Abendmahl noch so gedrückt.
    So sind sie entwichen,
    auf zum nächsten Mahl geschlichen,

    da gabs dann Teddies, Wein und Sturm
    nebst allerliebstem Hosenwurm.
    Daß dem alten Freunde dort am Kreuz
    Lanze (ach?) wurd in Seit gestochen...
    Hat das Einer vorher gerochen?

    Vielleicht war der ja auch ein ganz
    besonders feiner Masochist,
    daß er am Kreuz - - verendet ist?

    Auf jeden Fall: in unsrer Runde
    hatt es keiner so cool an den Hufen,
    nach seinem "Vater" zu rufen.

    Er hat halt zu früh zu viel riskiert.
    Heut wird das auf Schnauze frisiert.
    Aber eins haben wir dem seltsamen Exophilen
    dann doch übelgenommen:
    Sagt: "Liebtet den Nächsten. Laßt
    die Kinderlein zu mir kommen".
    Da spricht doch weiß wer
    gegen Gleichbehandlung,
    Ist das nicht Teenieverschandlung?

    Der Olle, halt raus aus'm Kreis...
    Ne Nacht lang noch warten?
    Na, son Ding macht doch..., (na eben! nicht heiß!)...
    und dann: uralter Garten.
    Nee, lieber mal mit dem Boysotollen
    sich daheim ins interbett scrollen...
    Gethsemane ? Ach geh...


    *******

    So hat Er, sehr bedacht,
    jede Liebe zu Liebe gemacht.

    Womit sank er wohl
    in ewige Nacht
    mit seinem "Es ist vollbracht" ?





  • ElegieDatum20.05.1970 12:39
    Thema von bipontina im Forum Natur





    Mein schöner Weg!
    Wie hat man Dir Gewalt getan!
    Die Hecken, Büsche Dir genommen!
    Bist zu fahlem Grau verkommen,
    zu asphaltreichem Steg.

    Wie dauert mich
    Dein neues, schroffes, ekles Bild!
    Nicht länger bist du wild
    wie in vergangnen Tagen.
    Ich beweine klagend Dich.

    Mein armer Weg!
    Nicht länger neckst Du mich mit Nesseln,
    kein Schöllkraut streichelt meine Fesseln..
    nun bist Du neu und schrecklich alt und kahl.
    Man ließ Dir wahrlich keine Wahl,
    nur Hieb statt Pfleg.

    Mein letzter Traum
    wird Dir für alle Zeit gewidmet sein.
    Ich laß Dich, Qual zum Trotz, noch nicht allein,
    daß meiner Schritte wohlvertraute Klänge
    Dir noch bringen meine alten Sänge
    wie Wiesenschaum.

  • elitäre StachelnDatum20.05.1970 11:28
    Thema von bipontina im Forum Humor und Fröhliches

    Wir sind elitär und haben uns lieb,
    und wenn wer ein ganz leises Kritikchen schrieb,
    dann war das ein Kuß, beileibe kein Hieb!

    Wir sind elitär und igeln uns ein,
    ich und Du und Du, altes Haus.
    Denn wir, wir bleiben sehr fein allein
    und igeln die Möchtegerns einfach raus.


    gewidmet ...


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