gut erzählt, doch irgendwie wusste ich sofort, dass er da irgendetwas anderes als seine Ehefrau vergraben wollte. Katze oder Hund war mein erster Gedanke. Mir fehlt also am Schluss der Überraschungseffekt. Klasse wäre es gewesen, wenn ein gänzlich unerwartetes Ende auf mich als Leser gewartet hätte.
(Ich habe den Eindruck, dass ich hier nicht rein passe)
wenn du wüsstest, wie gut ich dieses Gefühl nachempfinden kann.
Ich hoffe nicht, dass mein Kommentar der Anlass deiner Abmeldung ist, denn ich wollte dich damit wirklich nicht verärgern oder gar vergraulen. Ich gebe zu, ich sollte mich in Zukunft mehr um aussagekräftigere und auch tiefer gehende Kommentare bemühen. Ich hatte bisher leider oft die Erfahrung machen müssen, dass viele User es nicht unbedingt gutheißen, wenn man sich so ausführlich in ihre Texte kniet, und so etwas dann auch gerne einfach überlesen. Deshalb beschränkte ich mich bis heute eben auf kurze knappe Kommentare.
Wenn ich schreibe, dass mir das Ende der Geschichte spannungslos erscheint, dann heißt das nicht, dass mir die Geschichte nicht gefällt. Wenn sie mir nicht gefallen hätte, wäre mir auch der Schluss egal und ich hätte darauf überhaupt nicht mit einem Kommentar reagiert.
Joame, du machst das schon! Fantasie hast du doch genug. Also auf zum Ende des Regenbogens, den Goldtopf holen... Ich drück dir die Daumen und vll dann ja auch meine Stimme :)
Oh, noch ein Frauenvernichterdichter- ich dachte, der gute Ralph wäre der Einzige hier.
Hallo Reinhard 52,
dein Gedicht strotzt jetzt zwar nicht gerade vor innovativen Ideen, aber es ist auch nicht schlecht. Allerdings fallen mir da einige Kleinigkeiten auf, die auszubügeln sich sicher lohnen
Was mir beim Lesen sofort negativ auffällt, ist der Rhythmus. Eine Abweichung in Reimzeilen macht sich m.E. nicht so gut. Ich verdeutliche dir das jetzt mal nur anhand der ersten Strophe, die anderen solltest du aber diesbezüglich auch mal durchsehen.
Oh, holde Braut von Gottes Gnaden, xXxXxXxXx ich sehnte mich so sehr nach dir. xXxXxXxX Ich möchte Dir nicht schaden, xXxXxXx doch packt mich wieder diese wilde Gier! xXxXxXxXxX
Vll. ließe sich das durch streichen und hinzufügen einzelner Wörter ausbessern? So fehlt mir z.B. in der dritten Zeile ein Zweisilber, wogegen in der 4Zeile einer zu viel ist.
Vll. so:
Oh, holde Braut von Gottes Gnaden, ich sehnte mich so sehr nach dir. Ich möchte Dir beileib‘ nicht schaden, doch packt mich wieder wilde Gier! (oder: packt mich wieder diese Gier)
Inhaltlich ist das Gedicht ein bisschen schwammig. Einerseits kann es sich um einen reinen Lustmörder handeln, der das öfter macht, wozu dann auch der Titel passen würde, andererseits aber auch um einen abgewiesenen Liebhaber, der nur eine ganz bestimmte Frau ermordet. Obwohl in der ersten Strophe das Wörtchen- wieder- zu finden ist, was darauf hinweist, dass er das öfter macht, überwiegt durch die Nennung der Haarfarbe und durch die persönliche Anrede doch das Gefühl einer Einzeltat. Vielleicht könnte man das noch deutlicher hervorheben. Wenn du die Anrede – Euch- in S4 klein schreiben würdest- würde das schon ein klein wenig deutlicher werden.
Warum er sie aber ausgerechnet in einer Vollmondnacht übergibt? (an wen?), wird mir nicht klar. Womöglich steckt da jetzt ein Ritual hinter, das mit unbekannt ist. Ich habe aber auch noch niemanden umgebracht.
Sätze wie: Mein Herz fängt nun zu rasen an, oder Nichts, das ich für Dich noch tuen kann
Klingen etwas ungelenk , - fängt an zu rasen- tuen. Das Wörtchen tun würde ich generell auch nur in Zusammenhang mit zu anwenden. Tuen ist meines Wissens so auch nur gesprochen anzutreffen.
Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig helfen. L.G. Alexa
es freut mich, dass ich dir zumindest mit einem kleinen Wörtchen weiterhelfen konnte.
Zitat es geht in diesem Text um die Lust an sich.
Dass es sich hier um die reine Lust am Töten handelt, hatte ich schon verstanden. Ich habe da auch keinen Zusammenhang zur Liebe gesucht. Ich meinte ja nur, dass man es vll. noch etwas deutlicher ausarbeiten könnte, da eben auch ein Bezug zum verschmähten Liebhaber gezogen werden kann. Dass es Lust in unterschiedlichen Facetten gibt und sie ganz sicher nicht immer zwischenmenschlich bedingt ist, weiß ich natürlich. Es gibt ja auch Schokolade
Den Werwolf hatte ich aber tatsächlich nicht raus gelesen, weil sich meines Wissens Werwölfe erst bei Vollmond in solche verwandeln. Die Textstelle Tot leg ich Dich in meine gute Stube und warte auf die Vollmondnacht. hat mich dann wahrscheinlich in die Irre geführt, denn warum sollte ein Werwolf auf Vollmond warten- wo es doch bereits Vollmond sein müsste.
Dir auch alles Gute Alexa
@Landstreicher im Hause Polanskis? Ich dachte, du besuchst nur solche Uraltknaben wie Goethe und Schiller.
das ist so ein Text, an dem man sich die Zähne ausbeißt und danach zahnlos immer noch nichts versteht. Selbst wenn ich versuche, nicht darüber nachzudenken, was dieser Text mir wohl sagen will, und ihn einfach nur versuche aufzunehmen, kann ich diesem Stück nichts abgewinnen. In den freien (Gedanken) Räumen ist wahrscheinlich kein Zimmer mehr für mich frei oder so.
Der Text ist gut, aber auch ich empfinde die Umbrüche unpassend für dieses Stück, zumal sie keinen Sinn ergeben (was du aber ja schon selbst angemerkt hast). Hier kann ich Zeile für Zeile aneinandersetzen und bekomme ein gutes Stück Prosa. (Warum belässt du es nicht dabei?)
Was du da jetzt in deiner zweiten Version versucht hast, gefällt mir gar nicht. Ich würde hier jetzt auch nicht mehr mit Umbrüchen experimentieren, dafür ist der Text bereits zu ausgereift. Dann schreib lieber einen neuen vll. sogar mit gleicher Thematik und verpasse ihm direkt durch passend gesetzte Umbrüche neue Gedankentüren.
Zitat mit der Meinung, dass die verdichtete Version misslungen ist, stehts du bisher allein.
Wie du vll. weißt, ist das für mich nichts außergewöhnliches. :)
Zitat Ich habe nur positve Rückmeldungen dazu bekommen.
Das freut mich. Zu dieser Antwort habe ich mit aber nur das gedacht, was Landloper aussprach. :) Du weißt genauso gut wie ich, dass man gerade bei positiven Rückmeldungen auch das Drumherum wie z.B. vorangegangene eigene Kommentare ect. nicht außer Acht lassen sollte. Damit will ich nicht sagen, dass du das getan hast, aber wenn ich lese – nur positive Rückmeldungen- dann kann ich das, ehrlich gesagt, bei diesem Text nicht ganz nachvollziehen.
Zitat Ich finde zum Beispiel die verdichtete Wortschöpfung "angst kindet" so gut, dass ich sie ernsthaft als Titel für ein geplantes Buch mit Gedichten über meine Kindheit ins Auge fasse.
Das bleibt natürlich dir überlassen Ich empfände allerdings solch einen Titel nur passend, wenn sich deine dahinter befindlichen Gedichte dann auch mit Ängsten in deiner Kindheit befassen. Für Gedichte, die ein eher angenehmes Kindheitsempfinden beschreiben, finde ich ihn völlig unpassend.
Hier im Kontext gefällt mir diese Wortneuschöpfung nicht, was ich für mich jetzt mit der Intonation des Wortes an sich begründen kann. Die Wortmelodie spielt, wie du ja sicher auch weißt, eine riesige Rolle in der Poesie. Ihren Einfluss sollte man deshalb auch nicht unterschätzen. Durch die Konsonanten K und t klingt das Wort "kindet" hart und zu abrupt, was für mich wiederum nicht zu den darauffolgenden eher spielerischen Aussagen von Erwachsenen passen will.
Das und das Empfinden hier wurden einfach nur Wörter gestrichen, um dem Text das Aussehen eines verdichteten Textes zu geben, ist es, was mir jetzt an der 2 Version nicht gefällt. Du kannst doch immer noch die Umbrüche deiner zweiten Version weglassen und hättest wieder ein Prosastück. Du könntest auch immer noch die Umbrüche völlig anders setzen und hättest keine großartige Änderung geschweige denn Doppeldeutigkeit erzielt. Die Änderung bringt dir also rein gar nichts und mir nur das oben schon beschriebene Gefühl.