Bulle Yorck hat hier im Kreis gewonnen,
die Meisterschaft im Dreisprung: 13,10.
Fast alle haben staunend zugesehn.
Nur einer hat an diesem Tag begonnen
und seitdem unentwegt herum gesponnen,
als würden wir vom Messen nichts verstehn,
vom Springen schon gleich gar nicht. Aber den
hat ohnehin kein Mensch je ernst genommen.
Was kümmert mich, ob Bulles Sprung zu kurz war?
Ich komme aus dem Kaff hier nie heraus,
mit meinen kurzen Sätzen. Das ist eh klar.
Und Bulle ist mein Freund, wie säh das aus,
wenn ich verriete, dass das Maß gezinkt war?
Ich sähe dadurch auch nicht besser aus!
Dich kümmert nicht,
wie viele dieser dummen Schäfchen
im wahren Neuen Bund des Glaubens
ans monetäre Kreuz genagelt werden,
solange du nur große Sprüche klopfen darfst.
Geh endlich und für alle Zeit
zu deinem Schöpfer!
Und nimm dein Lumpenpack gleich mit.
Dann will auch ich
die Hölle wieder fürchten.
Noch wölben Bäuche satt ins Land,
neigen volle Häupter sich einander zu,
meiden heftige Bewegung.
Man tuschelt und verschwört,
was der Kassandra zu entgegnen,
wie jenem Herbststurm zu begegnen sei,
der sich versammelt.
Schon färbt so mancher Kamerad sein Haar
und Andere sind ganz geknickt.
Noch sind sie isoliert, doch bald
bricht sich Gewalt vom Horizont
und zeigt die großen Köpfe nackt und bloß.
Wer nicht gefallen,
ist gleichwohl geworfen,
zurück auf Mutters Schoß.
Mein Arzt war fair, als er die Diagnose
mit nüchternem Gesichtsausdruck erstellte
und damit auch mein Todesurteil fällte,
verzichtete er auf die Mitleidspose.
Nur leider hat die altbekannte Chose
das nicht getan. In meinen Ohren gellte
der Chor der tief Betroffenen, gestellte
Gefühle aus der Blutkonservendose.
Ich wünsche keine Kondolenzbesuche,
kein Beileid mir, solange ich noch lebe,
und Mitgefühl schon gar nicht. Nein, ich strebe
auch weiterhin, wonach ich immer suche:
dem Wettstreit, dass die Konkurrenz belebe
den Geist in mir. Der Rest ist nur Gewebe.
Albert Falt, ein unerreichter Dichter,
findet an der Zeit, dass das Gelichter
seinen Wald verlässt und daher bricht er
alle Brücken ab. Und danach spricht er:
Wer in meinen Wald will, soll bekennen
sich, und mich bei meinem Namen nennen,
der da lautet „Herrscher aller Hennen,
der da wacht, wenn alle Hennen pennen“.
Walter Bald, ein Troller unter Trollen,
wollte nun partout nicht dort verzollen,
legte daher falschen Eid beim ollen
Albert ab und konnte sich nun tollen.
Doch er merkte bald, in solchen Festen
und bei immergleichen Partygästen,
kommt es nur zu ständigen Inzesten,
lebt man allzu bald nur von den Resten.
„Albert“, spricht nun Walter, „komm zu Sinnen!
Mache deine Dichter nicht zu Minnen,
lasse doch die Spinner einfach spinnen,
wer nichts wagt, der kann auch nichts gewinnen!“
„Walter“, sagt nun Albert, „dein Begehren,
ist es nicht, die Dichtkunst hier zu ehren.
Du willst lediglich in meinem Hof verkehren
und mir meinen Elfenturm entehren.
Du kannst keinen Blumentopf gewinnen:
Besser ist, du machst dich jetzt von hinnen!
Du bleibst draußen, ich bleib schön hier drinnen,
jeder hütet seine Dichterinnen.“
Und so bleibt das Tor dem Troll verschlossen,
denn, so hat es Albert Falt beschlossen:
Lieber wird die Friedhofsruh’ genossen,
ehe man als Opfer solcher Possen
auch mal über sich wird lachen müssen.
Dem legt man mit Regeln und Beschlüssen,
wie bei Spatzen mit Kanonenschüssen,
einen Riegel vor; nun will ich schließen.
Heil dir, Alfred, Führer durch das Grauen;
gibst uns und du forderst auch Vertrauen,
führst uns voller Liebe, dafür bauen
wir dir einen Tempel in den Auen.
Heil dir, Alfred, Schrecken aller Trolle;
Kapitän der Optimistenjolle,
segelst weit voraus, doch nimmst dann volle
Fahrt zurück zur exklusiven Scholle.
Heil dir, Alfred, Held aus dunklen Wäldern;
hier zuhaus, in erntereifen Feldern,
wartet nun dein Lohn, der nicht in Geldern,
nein, in Liebe misst, wir haben dich gern.
Aber Alfred, sag, führt all dein Sehnen
nicht auch mal zu frischem Blut in Venen,
die vertrocknet scheinen und von denen
dich am Ende keine wird belehnen?
Ich wollte, doch ich konnte nicht verzeihen.
Zu tief saß jener Stachel, den du stachst.
Zu innig lauschte ich, als du noch sprachst.
So konnte auch kein Wort in mir gedeihen,
um meinem Kummer Ausdruck zu verleihen.
Wenn du mich ohne Rücksicht unterbrachst,
war klar, dass du nur deinen Fluss bewachst.
Wir mussten an der Quelle uns befreien.
Doch stauten wir die Worte hinter Mauern
aus Gleichmut und Gewöhnung. Mit der Zeit
verlernten wir, Versäumtes zu betrauern.
Der Druck nimmt zu. Wann ist es wohl so weit?
Wann bricht der Damm und welche Fluten lauern?
Bist du dafür, und bin ich selbst bereit?
Kann ich bitte den freien Usertitel "Seine Omnipotenz" bekommen? Und wenn ihr schon dabei seid, dann ändert doch bitte meinen Nick in "Papst Matte I." Danke.
Leck mich! Hab mich lieb, denn mich zu lieben,
adelt dich und mich und unsre Triebe.
Bitte, ach, ich bitte um die Liebe
ein ums andre Mal. Was ist geblieben?
Reizlos, kaum beachtet, abgeschieden
hängt nicht nur mein Arsch in diesem Liede.
Auch mein Alter Ego, wie perfide,
bleibt – und nicht nur lyrisch – meist gemieden.
Aber sei ich noch so wund gerieben,
reizt es mich ja doch, und untertrieben
bleibt noch jeder Ausdruck meiner Schmerzen,
alldieweil der Rest der Welt zu Scherzen
eingestellt und aufgelegt. Hienieden
reimen du und ich wohl sehr verschieden.
Ganz ehrlich, Leute, nur gequirlte Kacke
schrieb William Shakespeare, doch er gilt als Star,
wie vorher und auch nachher keiner war,
und klebt daher den Schülern an der Backe.
„Thou, thee and thine“ und jed’ Meng’ Elisionen
und metrisch wie ein Bolzenschussgerät.
Im Grunde nur ein Wurm, der ständig dreht,
die Reime grad so unrein, wie die meinen.
Doch wird sein Ruhm auf dieser Welt nicht schwinden,
da kann ich ihn noch mal so scheiße finden.
Am Ende muss ich doch zu Kreuze kriechen
und mit den Wölfen heulen, diesen blinden
und mich durch alle Werke Shakespeares schinden,
obwohl die nur nach Aufgewärmtem riechen.
Ob ich gestern auch schon hier gewesen bin?
He, du altes Arschloch, scheiße siehst du aus.
Nächstes Wochenende, nächstes, ganz bestimmt.
Müde, wenn ich nur nicht furchtbar müde wär.
Alles wiederholt sich, nichts kommt dabei raus.
Christus, mir am nächsten bin ich schon noch selbst.
Heute wird bezahlt, die Mahnung war recht klar.
Treffen wir uns wieder? Ja, bestimmt, demnächst.
Der lächerlichste Forengott der Welt
heißt Knallterbald und hält sich selbst für mächtig,
gebietet er doch über einen Wald,
in dem zwar kein Modinchen von ihm trächtig,
doch wo er gerne alle User knallt.
Ob Weibchen oder Männchen ist egal,
er ist so präpotent bisexuell,
das spielt dann keine Rolle, geht so schnell,
da schmeckt das Bier danach nicht einmal schal,
obgleich noch vor dem Triebesakt bestellt.
Doch wenn ein Mitglied das nicht mal kapiert,
weil Gott ihn nicht tatsächlich penetriert,
dann schlage ich ’nen Stellungswechsel vor.
Denn wer sich selbst und and’re so kastriert,
der ist nicht Gott, nur ad mini strator.
Cruzifixus, Herrgottszeiten, Sakra!
Tte, so siehst du aus, das musst du sein,
doch, wenn du auch schnüffelst wie ein Schwein,
findest keine Trüffel in dem Acker.
Meistens bist du nur ein blöder Macker,
und mit Wikipedia allein
wirst du nie der Schlauen einer sein.
Lies noch einmal nach, du alter Kacker,
was da unter Macker steht, bist du.
Ganz genau, kastrierter Esel. Buh!
Jetzt lauf schnell zu deinem Herrchen hin,
wedle mit dem Schwänzchen. Gib doch zu,
ohne dessen in dir drin wärst du
freud- und auch charakterloser Dschinn.
Ach, wenn ich jetzt schon sonnensatt auf fauler Haut mich strecke,
wo Vogelküken morgens noch in dünnen Häuten frieren
und Tröpfchen kühlen Taus die grad erwachten Trolli zieren,
wie wird es dann erst sein, wenn ich im dicken Fell des Sommers stecke?
Zartbitterkalte Zeit des Winters, komm, bedecke,
was ich nicht mehr ertrage zu verlieren!
Lass mich aus diesem süßen Kelch nie mehr probieren,
denn Sehnsucht wächst mit jedem Tropfen Nektar, den ich lecke.
Komplett mit reinem Schnee bedeckt, so will ich ausprobieren,
die heiße Leidenschaft mit kalter Lust zu kompensieren,
wann immer ich beim Lächeln meine Zähne blecke.
In solchem Reigen will ich meine Welt klimatisieren,
die geile Glut mit Stumpf und Stiel kurieren,
weil ich in dieser Hitze sonst verrecke.
Die Lärmschutzwand ist meine Klagemauer,
ich fahre täglich schnell daran vorbei,
als Selbstbeweger zwar, jedoch nicht frei:
Die Heckenschützen liegen auf der Lauer.
Sie nehmen es mit mir sehr viel genauer,
als meinem Streben zuträglich, wobei
das ist nun mal der Job der Polizei.
Ich wünschte nur, ich wäre etwas schlauer
und stillte diese nicht an meinen Zitzen,
beendete mein morgendliches Flitzen
und abendliches Rasen, denn die Zeit
vergeude ich sowohl als auch im Sitzen.
Was also bringt der Donner nach den Blitzen?
Mein Hals wird dicker und mein Arsch wird breit.