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  • Die WundeDatum20.05.1970 03:39
    Die Wunde

    Ich schreibe dich wund
    Und leer sollst du tropfen

    Damit sieben kalte Tränen entwachsen


    Aus einer die Hoffnung
    Ein Anker und Boden
    Auf irdischem Grunde
    Im Regen, verwachsen.


    Die Liebe, dann werde
    Und Stille rings um uns

    Damit eine Träne den Boden erreicht


    Die Hoffnung ein Wille
    Am Halt einer Wurzel
    Auf irdischem Grunde
    Der friedvollen Zeit
  • Ich weiß nichtsDatum20.05.1970 03:08
    Thema von bas[ti]an im Forum Diverse
    Ich weiß auch gar nichts.
    Wie es weitergehen soll
    Und überhaupt. Schwach.
    Einfach nur noch schwach.

    Die Tageszeit und
    Alles wie gehabt und dann?
    Ja! Weiter! Gehen!
    Nichts geht weiter! Nichts!

    Und immer nach vorn,
    zum Augen-, Aus und Einblick:
    Ich sage ja, schwach.
    Einfach nur noch schwach.

    Ich vor deiner Tür und dann.
    Nichts geht einfach nichts
    Und wurde schwächer.

    Doch du, hast du jemals
    An mich gedacht, niemals.
    Ich habe dich auch gehen lassen.
  • Zwölf GeschwisterDatum20.05.1970 00:13
    Thema von bas[ti]an im Forum Natur
    I. die kindlichen

    Wie ein schöner Neujahrsmorgen,
    jung und doch sein Antlitz kalt,
    sagt er: die vergang‘nen Sorgen
    sind wie Luft, verweht und alt.

    Und Kristalle werden leiten durch die reinen Fahrenheiten,
    dort im Funkeln scheint er da, Januar.

    In der dunklen Gasse Nacht
    wohlbehütet von den Sternen
    schweift ein Licht und hält nachts Wacht
    mit der Fackel den Laternen.

    Sind es Träume die geleiten durch den Raum und die Gezeiten
    Dann steht still und unnahbar, Februar.

    Schön galant und sehr adrett,
    trägt er seine Frühlingsblüten
    zu dem Mädchen. Sie ist keck,
    und nun liegt er ihr zu Füßen.

    Die Gefühle werden leiten, wirren auf und ab die Zeiten
    Und es schlägt wie wild ein Herz, März.
  • LiebesfusionDatum19.05.1970 23:14
    Thema von bas[ti]an im Forum Diverse
    Liebesfusion

    Es dreht die Welt sich um das Gleiche:
    im Überschall durchs dunkle Land
    von Finsternis und staubig laicht
    dazu die Milch ein kleines Quark,

    so dass der Schreihals energiereich
    vertümpelt alles Sein am Rand
    vom Möglichen, in einer Zeit
    wo selbst das Jahr den Tag nicht fand.


    Das Teilchen irrt im Raume weiter:
    verkreuzt und quer zum Widerpart
    und sucht beweglich Silberteint
    im schwarzen Tüll, dass schwarz nie war,

    als es im Strome- spiegelgleich,
    das Eben blickt nach dem es sann
    und ganz vergnügt die Hände reicht,
    verschmilzt und dann als Licht zerrann.
  • An die LiebeDatum19.05.1970 22:46
    Thema von bas[ti]an im Forum Arbeitshügel
    stelle dieses Stück vorerst wieder hier hinein, da ich daran noch arbeite: bin mir stellenweise nicht sicher, da eigentlich in der erste und zweiten zeile eine starke Zäsur nach zwei jambischen Versfüßen folgt. Wurde aber auch nicht immer eingehalten...

    Sie flüstert ihre Worte mir wunderschön
    in meine Sinne, dass ich verweilt im Rausch.
    Geküsst von ihrem sanfte Tone;
    könnte die Stimme nicht schöner uns sein!

    Ist sie nicht zärtlich! Bin ich es doch der braucht
    dich sehr -Erkundung und es ist mir hier
    in einem Traum verfangen, sollt ich
    wachend versuchen und suchend finden.

    So fiebrig ist das Wohlgefühl meiner Haut
    im Tanz der Liebe wirrendem Abendtakt.
    Was nur der Schweiß vermag zu zügeln
    scheint mir verbrennend nur stärker zu sein.
  • Mit dir an den AnfangDatum19.05.1970 22:46
    Mit dir an den Anfang, zum Ziel aller Wege.
    Am Horizont weit, wo der Bogen sich spannt,
    dort tauchen wir ein in die ewige Liebe:
    Ahoj! Gott zum Gruß! Und wir geh`n Hand in Hand.

    Ich will mit dir lachen und Freude einfangen,
    den Abend genießen, hinüber zur Früh
    zerschmilzt eine Sonne, sie wird uns begießen
    und fließen wie Honig im glühenden Spiel.

    Und sollten wir leiden, den Kummer zerteilen,
    dann bin ich dir Stütze und halte dich fest.
    In Tränen verfangen, wird das was wir weinen,
    dann wieder von lachender Leichtheit genetzt.

    Ich geh bis zum Ende, dem Ziel aller Träume
    mit dir Hand in Hand und darüber hinaus.
    Wir werden dort finden was einst schien verloren:
    die Liebe, das Leben im ewigen Lauf.

  • Thema von bas[ti]an im Forum Plauderecke
    hallo liebe leutz,

    diese Nachricht erreichte mich gestern per mail und ich wollte fragen, ob jemand diesen Verlag kennt...ist es seriös usw. auf jeden Fall wird um Weiterstreuung gebeten, was ich hiermit nun tue...also zum Inhalt:

    Da Sie lyrikinteressiert sind und auch selber schreiben, wären vielleicht
    unsere zweisprachigen Anthologien (deutsch-französisch) reizvoll für Sie.
    Hier unsere Konditionen und aktuellen Themen mit der Bitte um
    Weiterstreuung:

    Lyrik - Projekte:
    Der ETAINA-Verlag Martina Merks-Krahforst
    bietet in Deutsch und Französisch schreibenden Lyrikerinnen und Lyriker
    dies- und jenseits der Grenzen die Teilnahme an zweisprachigen Anthologien
    an.

    Themen (schnellstmöglich einsenden)
    • Lebens-Landschaften – Paysages de vie
    • Rasende, ruhende Zeit – Temps fou, temps doux

    Themen (bald einsenden)
    • Mondspuren, Sonnenpfade - Traces de la lune, Sentiers du soleil
    • Wasserzauber, Feuertanz - Magie de l’eau, Danse du feu
    • Luftgeflüster - Erdgeheimnis – Chuchotement de l’air - mystère de la
    terre
    Neu :
    • Wenn die Nacht den Tag umarmt – Quand la nuit enlace le jour
    • Gefundene Momente – Moments trouvés
    • Laute Zeit der Stille - Les vacarmes du temps silen-cieux :
    Weihnachten und seine Widersprüche - Noël entre consommation et
    recueillement

    Reichen Sie jeweils drei Gedichte ein, keines länger als 30 Zeilen
    (inklusive Leerzeilen u. Titel), die Form ist frei. Der Anthologietitel
    sollte nicht Gedichttitel sein. Bei Abnahme von 5 Exemplaren kann ein
    Gedicht, bei Abnahme von 10 Exemplaren und mehr können zwei Gedichte
    aufgenommen werden (über 15 Ex. auch 3 Gedichte) - bei entsprechender
    Qualität. Allein die Qualität entscheidet über die Aufnahme in die
    Anthologien.

    Die Entscheidung der Jury ist nicht anfechtbar. Vergessen Sie nicht das
    ausgefüllte Teilnahmeformular sowie Name und Anschrift auf den Gedichten!
    Zusätzlich werden nur der Name des Autors/der Autorin sowie Land und Wohnort
    aufgenommen. Für die Rechte hat der Autor/die Autorin selbst zu sorgen. Die
    Autorinnen und Autoren garantieren mit ihrer Beteiligung bei Aufnahme in die
    Anthologie eine Mindestabnahme von 5 Exemplaren (25 % Autoren-Rabatt). Der
    Verkaufspreis wird 13,50 ¤ / 21 CHF betragen.

    Gedichte in deutscher Sprache senden Sie bitte an:

    ETAINA-Verlag Martina Merks-Krahforst
    Varuswaldstraße 17, D-66636 Tholey

    Gedichte in französischer Sprache senden Sie bitte an:

    CEPAL, Mme et M Simone et Martin Gabriel,
    1 rue du Nonnenfels, F-57920 Kédange sur Canner


    Schicken Sie nur Kopien, Ihre Arbeiten können nicht zurückgesandt werden.
    Legen Sie jeweils einen adressierten und ausreichend frankierten
    Rückumschlag bei.
    Mit den Korrekturfahnen wird die Rechnung für die bestellten Exemplare
    (inkl. Porto u. Verpackung) zugesandt und fällig. Die Zusendung der
    Exemplare erfolgt nach termingerechtem Zahlungseingang. Eine etwaige
    Zurückziehung Ihrer eingereichten Gedichte teilen Sie uns bitte schriftlich
    mit. Informationen finden Sie auch unter: www.etaina.net.
    Fragen richten Sie bitte in der jeweiligen Sprache an die obigen Adressen
    gegen Beilage eines adressierten, ausreichend frankierten Rückumschlags oder
    per E-Mail an info@etaina.net.

    Teilnahmeformular Bitte in deutlichen Druckbuchstaben ausfüllen!

    www.etaina.net

    Viel Inspiration wünscht
    Martina Merks-Krahforst - ETAINA-Verlag



    ich würde mich freuen, wenn sich jemand dazu äussern könnte..und seine Meinung dazu sagt

    LG basti

  • Habenichts und TaugedochDatum19.05.1970 19:12

    Habenichts und Taugedoch

    Ich habe Nichts wenig und Taugedoch fiel!
    Mein Uhrwerk dreht zwölfe, wenn ich an dich denke.
    Und wünschte mir Flügel zum Herzschlag als Ziel;
    Mein Engel ich lebe! Das Schicksal, ich lenke

    auf Bahnen Cassandras, so sagt mir mein Bauch.
    Doch deinen? Ich würde jetzt zartlieber. Streiche
    die Hitze und spüre dich auch
    als Schmetterlingsschwirren, dem ich nicht entweiche.

    Erfülle mich weiter! Du, lockender Falter,
    liebkose Gedanken, die Hand wird zum Selbst,
    sich schrittweise kreisend im Fieber und Halt. Er
    wartend, dass du aus dem Beisein jetzt fällst.

    Dann nehme ich dich- nein, du wirst mich jetzt betten,
    in innere Ruhe und Zartheit von dir.
    Dein Wasser erfrischt und ich werde mich setzen
    wie Pollen zur Narbe, dem Kelch tief in mir.
  • Die ElbtalaueDatum19.05.1970 17:43
    Thema von bas[ti]an im Forum Natur
    Die Elbtalaue

    Im Autal schlägt der frische Atem
    von Feuchtigkeit kalt ins Gesicht.
    Das Feld liegt brach, es legt sich schlafen
    und stoppelt sich im Tageslicht,

    am grünen Grashalm der Knack- bricht:
    Vom rauhen Reif hernieder
    sich legt als spitzes Dorngefieder.


    Hier, Draussen dreht die Welt im Warten
    sich um das letzte Saat und Gut.
    Doch ab und zu hört man das Schnaken
    der Gänse, wild in ihrem Flug,

    auf dass der Weihe Einzelruf:
    Hijäh, am Kaum und Wieder
    zerfließt, fast nicht so tönt es nieder.


    Die Schollen brechen- Bruchstückhaften.
    Am Rande- dünn- der Elbe liegt,
    das Treibholz, dass in Wasserschlachten
    sich formte und dann liegen blieb.

    So will auch ich zur Ruh mich senken,
    um meine Liebe dir zu schenken.


  • Der TannenhäuserDatum19.05.1970 17:25
    Thema von bas[ti]an im Forum Diverse
    Ganz leise auf den Zehenspitzen,
    mucksmäuschenstill, so nähert er sich.
    Der Tannenhäuser hoch oben im Wipfel
    singt heute ein Lied und dies nur für dich.

    Er dankt dir für Treue und aufrechte Hilfe
    und Liebe die du ihm entgegengebracht.
    Der Weg führt zu dir seiner inneren Stütze,
    du warst für ihn da und gabest ihm Kraft.

    ~für alle Hilfe gebenden und dankenden~
  • Nur dann und wannDatum19.05.1970 15:58
    Nur dann und wann durchbricht das lange Schweigen
    ein tiefes Stöhnen, wie aus schweren Träumen.
    Er liegt im Kokon seiner eignen Reisen
    im blanken Nichts von weißgetünchten Räumen.

    Nur hier und dort erhört die Ferne Fetzen,
    der Wörter die im Kreis ihn wieder lenken.
    Im Zweigespann ans Mitgefühl sich setzen,
    von grünen Ampeln die sich Zukunft schenken

    -Von Falsch verstanden und richtig angenommen
    Und wenn du`s nicht checkst
    dann weiß ich nicht weiter

    Von Musentheater und Tagen zerronnen
    Die Fetzen ihn tragen und stoßen ihn weiter-

    Nur Jetzt im hier löscht zum Ton sich vergessen,
    und trägt ihn warm bis zum einzigen Ichsein,
    dass was er am Anfang hat wirklich besessen
    ist nunmehr noch größer als alles sein Nichtsein.

    Nur wann ist dann, dass kann ihm keiner sagen
    Ein wenig wirr und dennoch voll der Liebe
    fühlt er sich hin, zur unentdeckten Frage
    die zum Herzen sich schließend
    als Antwort verbliebe.
  • Liebe(s)LebenDatum19.05.1970 15:33
    Liebe(s)Leben

    Ich liebe das Leben des Sommers, wie Winter,
    der blaublassen Blüten Facetten im Spiele
    von lichteren Tagen und staubigen Sonnen
    umgeben von Vielfalt: Ich lebe die Liebe!

    Ein Leben zu leben, im g`rade und kurvig
    auf einsamen Fluren verlieren sich Wesen
    erstarren zu Stein und sie warten geduldig
    auf Morgen, um wieder in Liebe zu lieben.

    Sie leben die Liebe des Herbstes, wie Frühling
    und träumen sich Farbe in aschgraue Nebel.
    In mitten der Welt sind sie heller als Dunkel
    sind traurig, voll Freude und lieben ihr Leben!
  • HerbstnachtphantasienDatum19.05.1970 14:35
    Thema von bas[ti]an im Forum Humor und Fröhliches
    Ich male Wärme, seichte Wasser
    die sich hinauf zum Monde tragen.
    Er fängt sie auf der Tausendsassa
    und formt sich daraus lichte Perlen,
    die er beständig tripf- und tropfend
    auf schwarzer Leinwand färbt…

    um somit kleinen Bauchklatschplagen
    -die mit juchei ins tiefe Wasser
    erweckt den Salto vorwärts wagen-
    ein Licht zu sein im nächtlich Dunkel,
    auf ihrem schwirrend weiter fliegen
    durch diese stille Welt…

    Ein -was weiß ich- quakt in der Ferne
    erörtert mir sein Feder leben,
    denn diese Nacht -.. hab dich gerne-
    wird`s mir bewusst, auf einem Schlage
    der Turmuhr, deren weites Schallen
    zu mir herüber dringt ...

    Als Kinder wollten wir verwegen,
    mit frischem Mut und der Laterne,
    dem Sternenlicht entgegen streben.
    Dort! Eine Leuchtspur hoch am Himmel.
    Schließe die Augen, wünsch` dir was!

    Ich wünsch` mir dich, du hast`s erfasst
  • Im TraumDatum19.05.1970 14:32
    Komm her zu mir und wenn du willst dann bleibe,
    es schläft sich gut im Traum bei dir zu sein.
    Die Stunde lahmt seit Tagen ohne Eile
    und ich lieg` hier im Zeitentod allein.

    Ein Wort ist Los, doch wird es uns verstehen,
    denn was uns treibt ist wunderschön. Das Me[.]r
    ist tief, in dem wir unaufhaltsam schweben
    und ein; Komm wieder! fällt uns furchtbar schwer.

    Ich greif nach dir und kann dich nicht erfassen
    verwaschen fällt dein Antlitz mir am Tag,
    mir Wärmespuren hast du hinterlassen
    so dass ich wirr nach ihrem Ursprung frag.

    Dabei weiß ich, wie sie zur Blüte kommen,
    ich tanz mit dir durch Zeiten, Sterne, Sonnen.


    zweite Fassung:

    Komm her zu mir! -und wenn du willst dann bleibe.
    Es schläft sich gut im Traum bei dir zu [S]ein.
    Die Stunde lahmt seit Tagen, ohne Eile,
    ich liege hier im Zeitentod allein.

    Ein Wort ist [L]os, doch wird es uns verstehen?
    -denn was uns treibt ist wunderschön. Das Me[.]r
    ist tief, in dem wir unaufhaltsam schweben
    und ein; Komm wieder! fällt uns furchtbar schwer.

    Ich greif nach dir und kann dich nicht erfassen
    verwaschen fehlt dein Antlitz mir am Tag.
    Die Wärmespuren hast du hinterlassen,
    so dass ich wirr nach ihrem Ursprung frag.

    Dabei weiß ich, wie sie zur Blüte kommen,
    ich tanz mit dir durch Zeiten, Sterne, Sonnen.
  • William Shakespeare (1564-1616)Datum19.05.1970 14:32
    Thema von bas[ti]an im Forum Rumpelkammer
    das 43. Sonett,
    das tiefe, auch heute fühlbare Gedanken in der
    klassisch- harmonischen Form Shakespeares ausspricht:


    When most I wink, then do mine eyes best see,
    For all the day they view things unrespected;
    But when I sleep, in dreams they look on thee,
    And darkly bright, are bright in dark directed.

    Then thou, whose shadow shadows doth make bright,
    How would thy shadows form form happy show
    To the clear day with thy much clearer light,
    When to unseeing eyes thy shade shines so!

    How would (I say) mine eyes be blessed made
    By looking on thee in the living day,
    When dead night thy fair imperfected shade
    Through heavy sleep on sightless eyes doth stay!

    All days are nights to see, till I see thee,
    And nights bright days when dreams do show thee me.


    in klassischer Übertragung von
    Karl Simrock (1802-1876) und Friedrich Bodenstedt (1810-1892)


    Am besten seh`ich, schließt mein Auge sich,
    denn nichts gefällt ihm bei des Tages Wacht;
    allein im Traum, im Schlummer sieht es dich,
    und nächtlich hell schaut hell es in die Nacht.

    Du, dessen Schatten Schatten selbst verklärt,
    wie müßt` den hellen Tag dein Urbild erst
    verklären, Glanz im hellerm Glanz genährt,
    da du selbst Blinde Schatten sehen lehrst.

    Wie würd`es meine Augen hoch beglücken,
    dich selbst zu schauen am lebendigen Tag,
    da schon dein bloßer Schatten solch Entzücken
    in toter Nacht zu spenden mir vermag!

    Der Tag wird mir zur Nacht, seh` ich dich nicht,
    die Nacht zum Tag, zeigt dich mein Traumgesicht.



    in der Umdichtung von Stefan George (1868-1933)


    Mein Auge sieht am besten, schließt es sich,
    da es sich tags an nichtige Dinge wendet.
    Doch, schlaf ich, blickt in Träumen es auf dich,
    ist nächtig-hell, hell in die Nacht gesendet.

    Denn du, deß Schatten hell durch Schatten bricht,
    wie machte deines Schatten Form erst froh.
    Den klaren Tag durch dein viel klarer Licht,
    glänzt schon geschloss`nem Aug`dein Schatten so!

    Wie, sag ich, wär`des Auges Glück erst groß,
    wenn es dich sähe im lebendigen Tag,
    da schon in toter Nacht dein Schatten bloß
    durch schweren Schlaf vor blinden Augen lag.

    Tag ist wie Nacht zu sehn, eh ich dich sah,
    Nacht heller Tag, bringt dich der Traum mir nah.
  • DICHHCIMDatum19.05.1970 12:44
    Thema von bas[ti]an im Forum Diverse
    allein
    der Gedanke an
    DICH
    Macht
    MICH

    ICH
    teste
    DICH und MICH

    steif streif
    ICH
    die Luft
    und atme
    DICH
    ein

    nein dies ist nicht möglich
    das jedes
    Ges[ICH]t
    Ged[ICH]t
    deine Züge trägt
    die
    MICH

    irgendwohin katapultierend

    Sinne
    ICH
    nach mehr und wer ich bin
    JA
    ICH bin DU
    mein ICH
    mein SINN
  • WirklichkeitenDatum19.05.1970 12:16
    Thema von bas[ti]an im Forum Diverse
    Hattest du einen Traum? Einen Traum!
    Aus dem du nicht mehr aufgewacht bist
    Matrix? Folge mir in das Gesamte!

    W i r kl ich, k ei t en …sind
    Un s zu Re chn un g fähig
    Und w ir.sehen. n ich t
    Da s Krippeln ist zu m Ein
    Und Ha are a u s re iß e n
    sondern
    Persönlich keit ist n ich ts
    End l ich e.r als Störung
    Op.er ant en Ver halt ens
    Predig ten die vor bei an
    L age und Sin n Steuer n
    EndlosinmeinemHi[]n
    []
    U
    N
    T
    E
    R
  • Der AlchimistDatum19.05.1970 11:41
    Hast du Zwei
    Oh!
    Mische sie zur Formel
    aus Glut und Blut

    und rufe:
    Licht.ein, leuchte mir Phiole!

    Die Nacht der dunklen Gabe
    ist wie Grille Laus und Rabe.


    Zeitenuhr der Illusion
    Im Kreise
    meiner Delusion
    ist staublos Nichts

    der Welt und fällt.
  • AuferstehungDatum19.05.1970 10:30
    Thema von bas[ti]an im Forum Diverse
    Folge mir die ganze lange Nacht
    durch Schluchten Berge hinauf immer weiter.
    Der Schnee des Sommers hält über uns wacht
    ich schlage dich wund und fühl mich befreiter.

    Vergehendes Wehen und Werden im Rausch
    der Herr ist der Hirte durch Nagel und Steine
    Vergeude kein Mitleid: Ich komme nun schweige!

    Brauch ich dich? Ja! Geh mit heute Nacht,
    Dich immer wieder….im endlosen Weiter.
    Verloren im Freebase die Jahre durchwacht
    Ich büßte sei still, sei ruhig Begleiter.

    Verbrennendes Leiden und stürzen im Rausch
    der Herr unser Hirte, der hört wie ich weine
    Verbrauche kein Mitleid: Ich komme bin leise!
  • ResigniertDatum19.05.1970 10:20
    Seit Jahren [Suche] – weggeschoben – weit
    weg von mir, was ihr die Liebe nennt.
    Dabei hab ich mich mit der Einsamkeit
    betrogen und stets den nächsten Zug verpennt.

    Erst sprang ich auf, dann ist`s nicht Recht. Egal!
    Greif zu! Ich hab sie extra reserviert,
    für dich, nun lass mir endlich meine Ruh`,
    das Leben schliff mir Spuren ins Gesicht,

    die sich im Innern meterhoch getürmt.
    Sie kamen wieder, doch für mich war es
    zu spät. Wer bin ich denn? Ein Sklave, Diener?
    Da übte ich doch lieber den Verzicht.

    Vielleicht den Stolz zu dicht ans Gleis gestellt
    die Angst gebannt, mit der Untätigkeit,
    dass ich verletze oder sie verletzt:
    Was solls im Warten liegt der Schluss und Zeit!
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