RE: Labsal
Forum: Liebe und Leidenschaft » Labsal
13.12.2009 12:31
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Hallo Gazelle,ich sag mal kurz, was mir nicht zusagt: Gerade zu Beginn mutet mich der Text zu biblisch an - insbesondere die inhaltliche Anlehnung an den Psalm 23 finde ich irgendwie... unpassend *g* "paradisisch" leitet mich irgendwie scho...
Hallo Gazelle,
ich sag mal kurz, was mir nicht zusagt: Gerade zu Beginn mutet mich der Text zu biblisch an - insbesondere die inhaltliche Anlehnung an den Psalm 23 finde ich irgendwie... unpassend *g* "paradisisch" leitet mich irgendwie schon in die Richtung, lässt mich zurückschauen zum "labst"; und dann die "Milch" und natürlich das Durst löschen, der überquellende Pokal... da häuft es sich dann. (Mit "salbst" hätte Dich Alcedo allerdings dann noch mehr in diese Richtung gedrängt und insofern hab ich wohl mal wieder einen verqueren Blick auf das Ganze, also mach Dir nichts draus.) "presst Du in mich": Stopfganz, muss ich unweigerlich denken - und schaudern. "verschrauben mein Innerstes": verstärkt das Schaudern, denn das wirkt auf mich wie das Verbot eigener Gedanken, eigener Wünsche und Aufgabe... "lässt mich fliegen": Ausgelutscht
Am Ende kommt endlich das, was ich im ganzen Text vermisst habe: "und weckst immer neue". Das hätte ich gern in den Zeilen gefunden, viel mehr als das Stillen der Gelüste. Ein wenig klingt es an in der Strophe der bitteren Früchte, und die wäre für mich dann auch inhaltlich ein Highlight, wenngleich ich das "zarte" und die "Schönheit" streichen würde, denn auch das sind leider Floskelbegriffe, für die Dir sicherlich noch Bildreicheres einfallen könnte.
Nur mein flüchtiger Eindruck Nina
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RE: ein Gesternding
Forum: Diverse » ein Gesternding
28.10.2009 09:08
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Hallo Gedichtebandage,ich erkläre Dir gern noch einmal, warum das Zitierte mir passend erschien:In Antwort auf: das Gesternding spukt schon seit geraumer Zeit auch auf meiner Festplatte herum ;-) ... deshalb habe ich es einfach mal eingestellt, ...
Hallo Gedichtebandage,
ich erkläre Dir gern noch einmal, warum das Zitierte mir passend erschien:
In Antwort auf: das Gesternding spukt schon seit geraumer Zeit auch auf meiner Festplatte herum ;-) ... deshalb habe ich es einfach mal eingestellt, seltsam finde ich ein wenig den Zufall der paralelen Bilder, der Äpfel u.s.w. , schon komisch !?
Dies von Dir lesend, kam mir das kurz davor ebenfalls gelesene Gedicht, und zwar eben güst die zitierte Stelle, in den Sinn, welche sich darum dreht, dass letztendlich immer ähnliche Wortgebilde von den unterschiedlichen Usern in den Foren gepostet werden. Die ähnlichen Wortgebilde wären in diesem Falle lt. Deiner Aussage "Gesternding, Äpfel u.s.w.". Ich hoffe, Dir ist jetzt der Zusammenhang klarer? Natürlich stellt das keine irgendgeartete Abwertung Deiner Schreibe und erst recht nicht Deiner Person dar, falls Du dies befürchtet hättest, lächel.
Was die Horizonte angeht: Man sagt sprichwörtlich, dass jeder sich seine Horizonte selber absteckt und die persönliche Begrenztheit meist vor der tatsächlichen Möglichkeit halt macht; bei manchem wahrscheinlich sehr viel enger, als beim anderen, so meine persönliche Einschätzung. Und noch eine Redewendung kommt mir in den Sinn, wenn ich Deine Antwort lese: Die Zeit, als Wünschen noch geholfen hat... Aber das zählt zu den Märchen, lach. Mach Dir über mein Wünschen mal besser keine Gedanken ;)
Lieben Gruß Nina
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RE: ein Gesternding
Forum: Diverse » ein Gesternding
21.10.2009 09:42
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Lieber Oliver,wenn Du Dich auf alte Gewohnheiten berufst, so darf ich das wohl auch :): Nichts ist mir lieber, als ein Zerpflücken meiner Worte, um an ihnen arbeiten zu dürfen; so muss nichts gut sein, aber alles darf werden? Vertu ich mich...
Lieber Oliver,
wenn Du Dich auf alte Gewohnheiten berufst, so darf ich das wohl auch :): Nichts ist mir lieber, als ein Zerpflücken meiner Worte, um an ihnen arbeiten zu dürfen; so muss nichts gut sein, aber alles darf werden? Vertu ich mich lieber nicht in Floskeln, sondern versuche besser:
Zum Jeglichland kurz eine Erklärung; ob es drin bleibt, weiß ich grad nicht. „Mein Land“, „Unser Land“, „Ihr Land“… jedes Land wird immer irgendwem oder -etwas zugerechnet (und ob das so sein muss, stell ich in Frage, weil es doch eine Beschränkung ist). Da ist also einer, der sich wohl zurückzog, in Vergessen flüchtete und eben auch in das Nichtschauen – ein Drinnenbleiben in Mauern, Grenzen, was auch immer. Das Fortziehen in ein Jeglichland stellte ich mir vor, als ein offen machen für den Blick nach Draußen, hinter die Scheiben. Um das aber nicht wieder auf einen gewissen Ort, eine gewisse Blickrichtung beschränkt zu sehen, hoffte ich mit „jeglich“ eben deutlich zu machen, dass die Reise nicht von A nach B gehen, sondern nur ein Öffnen der verschiedensten Richtungen werden sollte… *grins*, verquast wahrscheinlich, ich hoffe, dass Du trotzdem ein wenig verstehen könntest, warum ich das wählte?
Die alternierende Sprachmelodie hält sich im Gedicht einfach nicht; trotzdem habe ich über Lösungen für die erste Strophe nachgedacht und feststellen müssen, dass ich dort fast zwangsläufig im zweiten Teil in einen Daktylus abrutsche, wenn ich etwas Anderes versuche.
Als zweifelhafte Lösungen fiel mir ein:
Auf Deine Fragen hin zog ich Dich fort ins Jeglichland, skizzierte Bilder in Dein Weißes.
Andere Alternativen missfallen mir so, dass ich sie nicht einmal zur Diskussion stellen mag; die „Worte“ hätte ich gern behalten, finde aber eben nichts inhaltlich akzeptables, dass nicht im Rhythmus bricht…
Auch den Rest Deiner Ausführungen habe ich versucht, genau zu beschauen. Als neue Version ergab sich:
In Antwort auf: Auf Deine Fragen hin zog ich Dich fort ins Jeglichland, skizzierte Bilder in Dein Weißes.
Du aber keimtest Dich hinein ins Warten und sprachst mich zurück:
Äpfel, erklärtest Du mir, schmeckten nur im Schatten nach voller Frucht und trieben ihren Saft über Lippen.
Mir klang es fast, wie Sehnsucht fließt, als ob am frühen Tag Erinnerung aus Träumen nachzuwehen scheint.
Vom Muschelsand las ich viel später erst: Vielleicht, dass andernfalls das Fahllicht dem Morgendämmern zugestellt gewesen wäre, statt in die Nacht der Zeit zu treiben.
Nun habe ich in Z1, 4 und 5 das Alternierende, und nur Z2 und 3 werfen noch starke Rhythmusschwankungen auf; was ggf. mit inhaltlicher Begründung zu vertreten wäre? Dafür musste ich aber „viel später erst“ beibehalten, oder aber einen Senkungsprall (lach, gibt es den, weil allerorts nur der Hebungsprall Erwähnung findet) hinnehmen. Inhaltlich meine ich, ist es auch nicht ganz so überflüssig, weil es unterstreicht, dass im Falle des früheren Lesens, es eben vielleicht anders hätte kommen können? Natürlich wäre es möglich, auch Z2 und 3 noch zu bügeln, dann aber spätestens erschiene es mir wichitg, auch die Silbenzahl der Zeilen auszugleichen?
‚„gegen“ Nacht der Zeit zu treiben’ klingt mir merkwürdig; ich musste mir ehrlich gesagt erst logisch deutlich machen, dass in „gen“ und „gegen“ kein Widerspruch liegt, sondern es sich in der Tat um die gleiche Richtungsbestimmung handelt, und habe das aber gefühlsmäßig wohl noch nicht ganz verinnerlicht – ich schüttle selbst über mich den Kopf. Darum auch dort ein anderer Umbau, als der von Dir vorgeschlagene.
Nein, zufrieden bin ich grad nicht – aber erfreut, über das, was Du mir an Anregung und Kritik zu sagen hattest; (und über das andere natürlich auch sehr, sehr). Gut, mal wieder ein paar Deiner Zeilen in den Foren zu finden!
Herzlich Nina
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RE: ein Gesternding
Forum: Diverse » ein Gesternding
20.10.2009 09:28
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Hallo Gedichtebandage,hm, diese Parallelen, die Du ausmachst, sprechen ein wenig für eine sich ewig wiederholende Litanei in den Foren, die mich zwischenzeitlich meist davon abhält, selbst noch irgendetwas abzusondern. Ich zitiere mal aus d...
Hallo Gedichtebandage,
hm, diese Parallelen, die Du ausmachst, sprechen ein wenig für eine sich ewig wiederholende Litanei in den Foren, die mich zwischenzeitlich meist davon abhält, selbst noch irgendetwas abzusondern. Ich zitiere mal aus dem von Oliver letztens im Circus eingestellten:
In Antwort auf: Es mögen neue Nicks sein, doch mich glotzen die gleichen dumpfen Wortgebinde an. ... Du meinst vielleicht, wir wachsen, doch wir schichten nur ähnlich seichtes Gleich an Gleiches an.
Schon erschreckend irgendwie, smile. Nun, ich hab Deinen Text nachgelesen und zumindest in der Art der Schreibe stecken wenigstens Unterschiede. Das mit den Äpfeln erklärt wahrscheinlich die Jahreszeit ebenso, wie sie das Nachsinnen ob Gestrigkeiten mit sich zu bringen scheint.
Die Großschreibung der persönlichen Dingsel mag ich nicht ändern, auch wenn ich weiß, dass es auf die meisten befremdlich wirkt. Jeder hat Ticks und ich den, dass ich eben im schriftlichen das Du gern groß tituliere, lächel. Nimms mir nicht übel. Und genau diese persönliche Ansprache betont wohl auch Z3? Jedenfalls find ich das "Dir" (es handelt sich nicht um das allgemeine Vergessen, sondern um das des Du) nicht entbehrlich. Dort Worte hineinzuküssen bedeutet mir ein quasi Wachrütteln, Erinnern, erneut bildlich Machen und darum erscheint mir auch das "in das" ganz richtig an der Stelle. Was sähest Du stattdessen lieber?
Danke und lieben Gruß Nina
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RE: Ungesehen
Forum: Philosophisches und Grübeleien » Ungesehen
14.10.2009 07:53
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Kjub, Du hast in letzter Zeit zu intensiv Worte nach den Bildern von Munch gesucht, scheint mir *lachtlaut*Hallo Gemini,mir ist das "uns" am Ende ein wenig zu aufgesetzt; stärker käme mir vor, wenn die Singularität des lI auc...
Kjub, Du hast in letzter Zeit zu intensiv Worte nach den Bildern von Munch gesucht, scheint mir *lachtlaut*
Hallo Gemini,
mir ist das "uns" am Ende ein wenig zu aufgesetzt; stärker käme mir vor, wenn die Singularität des lI auch in der Angst betont bleibt, und das Ganze nur in der Übertragung zur Gesellschaftsskizze würde. Letzteres ist es ja eigentlich ohnehin durch das Draußen, dass doch recht vielschichtig gezeichnet wird. Allein erlebte Angst ist meiner Ansicht nach auch beeindruckender und ist es nicht letztendlich bedrückend, sich zu fragen, ob der eigene Blickwinkel kein verzerrter ist, als sich in einer Masse bestätigt zu sehen? "Hände verschränken" hat auch etwas trotziges in sich; ggf. wäre auch da ein feinfühligeres Wortgefüge tragender? Ich zumindest sehe das lI da hilflos die Hände umeinander nesteln, nervös, auf Ablenkung bedacht, vielleicht auch ein wenig in Abwehrhaltung, aber jedenfalls nicht mit verschränkten Armen, oder Händen - da würde ich noch mal nachdenken wollen, auch wenn mir das passende Verb grad nicht auf der Zunge liegt.
Der Einstiegsvers ist saugut, weil darin mehr liegt, als der verkehrte Blick durch den Spion; das Ein- und Ausschließen, Gefängnis und Burg fallen mir zum Beispiel dazu ein. Auch die Reihenfolge von aufgeplatzen Nähten und Faustschlag hat charakter, immens viele Bilder möglich zu machen und das ist das, was ich an Deinen Texten sehr schätze: Man kann lange nicht aufhören, Kurzfilme draus zu entwerfen.
k Nina
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RE: ein Gesternding
Forum: Diverse » ein Gesternding
13.10.2009 16:44
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Hallo Perry,die persönlichen Fürwörter... ein Tick von mir, die groß zu schreiben und es fällt mir furchtbar schwer, das nicht zu tun. Entbehrlich kling nun aber so, als würde es Dich nicht großartig stören, ...
Hallo Perry,
die persönlichen Fürwörter... ein Tick von mir, die groß zu schreiben und es fällt mir furchtbar schwer, das nicht zu tun. Entbehrlich kling nun aber so, als würde es Dich nicht großartig stören, und so würde ich es gern belassen. Den vierten Vers könnte man in der Tat wohl streichen; als ich es schrieb, schien es mir noch wichtig, dies Verstummen auch ausdrücklich zu benennen. Nun, aufgrund Deiner Anmerkung betrachtet, scheint es allerdings auch mir überflüssig, zumal die Kommunikation im Vorwege eher stiller Austausch, denn wirkliches Reden zu sein scheint. Da folge ich also. Das Ende betrachte ich nicht als offen; offen ist das Vielleicht, ob es anders hätte kommen können, die aber als solche auch nicht wirklich gestellt, sondern eher als etwas prinzipielles im Raum schwebt, was nicht zu beantworten ist. Keine drei Punkte also aus meiner Sicht. Das Fragezeichen hingegen ist aus Unsicherheit vom Satz abgesetzt; ich hätte es winzig klein haben mögen, könnte es mir in Klammern vorstellen (und mag solche Klammerungen gar nicht) oder vielleicht in fast durchsichtiger Farbe... keine Ahnung; ich hab versucht, es vom Text abzurücken, damit es nicht als normales Satzzeichen erscheint.Gefällt mir auch nicht wirklich und insofern noch mal ein Ja zu Deiner Kritik, wenngleich ich grad keine Lösung weiß.
Danke für die Rückmeldung und Denkanstösse und letztendlich bin ich froh, dass da doch ein Gefallen ist; Schreiben ist etwas, was ungelenk wird, wenn man es zu wenig macht. Lieben Gruß Nina
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ein Gesternding
Forum: Diverse » ein Gesternding
08.10.2009 18:24
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..Auf Deine Fragen hin zogich Dich fort ins Jeglichland, nur umDir Worte in das Vergessenzu küssen.Du aber keimtest Dich hineinins Warten undsprachst mich zurück:Äpfel, so erklärtest Du mir,schmeckten nur im Schatten nachvoller Fr...
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Auf Deine Fragen hin zog ich Dich fort ins Jeglichland, nur um Dir Worte in das Vergessen zu küssen.
Du aber keimtest Dich hinein ins Warten und sprachst mich zurück:
Äpfel, so erklärtest Du mir, schmeckten nur im Schatten nach voller Frucht und trieben ihren Saft über Lippen .......... – mir klang es fast, wie Sehnsucht fließt, oder im Tagfrüh Erinnerungen aus den Traumbuchten nachwehen
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Vom Muschelsand las ich viel später erst: Vielleicht.... ? wäre das Fahllicht andernfalls dem Morgendämmern zugestellt gewesen, statt gen Nacht der Zeit zu treiben.
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RE: Gesplittertes
Forum: Zwischenwelten » Gesplittertes
19.03.2009 17:39
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Hallo Margot,hm, ich hielt es gar nicht für so absurd verschlüsselt, wenngleich es sicherlich eine Collage von Einzelbildern ist, die sicherlich auf vielen Ebenen rein gefühlsmässig erschlossen werden müssten? Aber so nett, w...
Hallo Margot,
hm, ich hielt es gar nicht für so absurd verschlüsselt, wenngleich es sicherlich eine Collage von Einzelbildern ist, die sicherlich auf vielen Ebenen rein gefühlsmässig erschlossen werden müssten? Aber so nett, wie Du es umschreibst, komme ich dennoch ganz gut damit klar :) "Abschied" im weitesten Sinne lasse ich wohl gelten - Bestandsaufnahme zweier Seinszustände wäre mir freilich als Untertitelung lieber gewesen, smile. Über Collagen habe ich eben auf einem Gang lange nachgedacht; mein Vater hat solche früher zuhauf angefertigt, hortete Zeitschriftenblildseiten in Truhen im Keller, und wenn es ihn dann überkam wurde gesucht, gerissen, übereinandergeschichtet, verworfen, neu sortiert und irgendwann dann geklebt. Eine einzige ist dabei entstanden, die wirklich in der Tat in der Lage war, zu mir zu sprechen. Viel anderes war sicherlich interessant, spannend vielleicht sogar auch, aber letztendlich unverständlich für meine Warte und daran hat sich bis heute nichts ändern mögen. Gute Collagen sollten aber in gewisser Weise wohl auch funktionieren und das vermag dieser Text für Dich wohl ebensowenig, wie für mich die Klebwerke meines Dads, lächel. Um Deinen Voyeurismus nicht zu verschlimmern verzichte ich wohlweisslich nun auf langatmige Erklärungen ;)
Danke fürs Reinschauen und das Dagelassene - ich lern immer gern von Dir Nina
P.S.: Hab heute nicht nur geschmunzelt, als ich Deine Kollummne im Forum zum Romanschreiben las, aber auch das sehr gern. Letztendlich findet sich darin auch einiges an Begründung, warum ich dem Schreiben so abtrünnig wurde; mir liegt derart Planerisches wohl generell nicht im Blut und die Vorstellung, einen Prot so zu beschreiben, dass zwei voneinander unabhängige Leser das gleiche Bild von ihm bekommen, das ist in meiner chaotischen Art wohl leider nicht zu erreichen. Ich beneide Dich um dies Können, und vor allem schätze ich Deine Schreibe grad darum, weil trotz all der kunstvollen Künstlichkeit dennoch immer genug Margot im Lesen übrigbleibt; ich glaube, das macht Vieles von Dir so besonders...
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Gesplittertes
Forum: Zwischenwelten » Gesplittertes
18.03.2009 19:59
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Seinsein: Es schien, als nahte der Ort sich, nicht als näherte ich mich selbst dem Flecken; und doch tat ich Schritte: Wie träumen, und es tränte Dein Gesicht vor mir im Schatten, verwischte, während ich näher schritt. Ich re...
Seinsein: Es schien, als nahte der Ort sich, nicht als näherte ich mich selbst dem Flecken; und doch tat ich Schritte: Wie träumen, und es tränte Dein Gesicht vor mir im Schatten, verwischte, während ich näher schritt. Ich rettete mich in den Nebel, wie einst Du, als Du abgestürzt wurdest.
Lange war nichts zur Verfügung und schon gar nichts im Kopf; dann plötzlich auf dem Papier: Wenn Vergessen wichtig wird, fließt Tinte, und Nerven zermüdend schufte ich Zeile um Zeile schwarz. So erklärte ich es mir, während Dein Gesicht nun fast nicht mehr auszumachen war im Nebelschatten. Schattennebel beschwor ich es anders, blieb nicht stehen und nahte mich, während Dein Gesicht wich, konturlos wurde und Tränen wie Gischt... aber es mag verrinnert sein, nur gemalt mit Strichen. Aufgeschrieben bleibt dann wieder lange Zeit nichts zur Verfügung.
Sein: Hinterfragend bin ich stehengeblieben, trinkend, liebe um mich herum ins Nichts und an guten Tagen in Nebel hinein; Lippen und Hände. Hier drinnen, wie da draußen und später dann Wiederholung. Ich kenne Zungenfieber, kann es benennen, nicht aussprechen und spüre noch immer die Bisse; großartig! Stückchenweise herausgerissen - und heute nichts Greifbares, keinen Boden zum Schreiten und kein Nichtboden, zu stürzen. Südwindiges Luftholen löste Herzverkehr ab; Pochen.
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