Hallo, mcberry! Zwei uralte Wörterbücher habe ich. In einem steht:"Jet, Jett=Gagat" Unter "Gagat" finde ich: "Jett-schwarze Farbe (Pechkohle für Trauerschmuck) und unter "Jet" Strahl, Düse, hervorsprudeln, Düsenflugzeug. Ein Verb finde ich nicht in den alten Schmökern. Im Gedicht (weiße Jets, Kobolde+Feen) sind auf den Athmosphärenrandschichten zu beobachtende Leuchterscheinungen ungeklärter Ursache, Herkunft, Substanz gemeint, die durch o.g. Benennungen klassifiziert werden. So gesehen hat das Gedicht aber auch etwas Diesseitiges ausdrücken sollen.
Mir erscheint "jettet" aber auch besser als "jetet", obwohl die unselige Reform mich nicht kümmert -hab's entsprechenden editiert.
Freut mich, daß du sowas (so was, so etwas) gern gelesen hast. Danke für deine Meinung.
Hallihallo,Joame Plebis! Mich irritiert an deiner Geschichte nur der Schlußsatzteil "..., vom Rauchen tatsächlich aufzuhören." Normalerweise erwartet man: "...., mit dem Rauchen .....aufzuhören." Da ich einen besonderen Sinn deiner Formulierung nicht 'entkrypten' kann, denke ich es liegt ein Fehlerchen vor, -bin mir aber nicht sicher.
Hallo, Karl Feldkamp! Je länger ich im Forum lese, desto mehr fühle ich mich verunsichert, mich verbal zwischen elitären Literaten zu bewegen, da ich einen solchen Anspruch nicht an mich stelle. Ich schreibe dies, damit du das Folgende einschätzen kannst. Du nennst zwar gleich in der 2. Zeile die "eigentlichen Probleme", aber nach dem Lesen erkenne ich nicht, welche das (für den Helden) sind. Weiter schreibst du am Schluß: "Alter ist nichts für Feiglinge. Es ist lebensgefährlicher, als ....." Weil ich unter "Feiglingen" Wesen verstehe, denen es an Mut mangelt, denke ich, daß es gegenüber der Lebensgefahr (= Gefahr (-en) des Lebens) keines besonderen Mutes bedarf, sondern Durchhalte- vermögen (das Junge erlernen müssen). Sich der Todesgefahr zu stellen erfordert hingegen Mut. Ihr sind Alte, Kranke und Schwache näher. Diese müssen also mehr Lebensmut (Mut zum Leben) beweisen als (todesmutige) Abenteurer. In dem zitierten Schlußsatz sollte es deshalb m.E. "Es ist todesgefährlicher....." heißen. Dann riefe dein "Oder?" weniger Argumente hervor, spekuliere ich.
Phil, du hast schon richtig gedacht, der alte Bock saß im Auto und wird als Hirsch (bayrische Art) bezeichnet, da er Jagdherr ist. Na ja, Mörder ist schon heftig. Neudeutsch "Killer" ginge auch an der Stelle. "gelegt" finde ich nun auch besser als "erlegt", obwohl das Erlegen der wichtigere Vorgang ist.
Joame, "der alte Bock" soll gleichzeitig der "Hirsch"(S.4) sein und nicht erlegt worden sein, sondern als Jagdherr(-veranstalter) leben bleiben. Der Hirsch=Bock, obwohl ihm vom Schnaps schon die Bilder verschwimmen, schießt, weil er sich seiner sicher ist. "Getraut sich" klingt, als brauchte er extra etwas Mut dazu. Den braucht er nicht, da er sich ganz vertraut. Trunkene überschätzen sich, auch wenn Zweifel angebracht wären.
Niemand mäkelt, findet, was ihm nicht gefällt. Mich stört in so einem romantischen Gedicht nur das mir als Slangwort erscheinende "Schreibe", das in anderem Umfeld als völlig normal erscheinen kann. Das Wort "Angesicht" wurde auch schon als "Unwort" deklariert, aber ich denke hier paßt's.
Obwohl ich nur die Worte lese, ohne etwas hinein interpretieren zu wollen, gefällt es mir.
Die Korrekturprogramme sind eine gewalttätige Seuche. Sie üben Zwänge aus und behindern Kreativität. Ich stimme dir den Gedichtinhalt betreffend zu, habe aber als nicht so elitärer Mensch mit solchen Formen meine Schwierigkeiten. (betrifft keineswegs nur deine Werke)
Dank für die Rückmeldung. Die "Schwingen ins Jenseits" erscheinen mir selbst etwas zu dick aufgetragen und ich überlege mir vllt. etwas ganz anderes für die Stelle; etwa: "Du singst und rufst:"Banzai!", was dem Hurrah entspräche, aber nur bei s.g. Selbstmordangriffen der jap. Infan- trie üblich war. Das Thema hier ist Kamikaze. Nur, ist eine Betonungsverschiebung wirklich soo absolut unmöglich? ... ...
Merci, für deine Mühe! Vier Fragen ist wirklich zu viel. Du hast Recht, aber immerhin durchgehalten.
Viele stellen sich die Frage, ob nicht sowieso zu viel geschrieben wird. Da gibt es ja auch weniger aufwendige Methoden, z.B. Witze, Comics u.ä. zumal für diese Rubrik.
Das hat Humor! Es gefällt mir, wenn ich auch ansonsten zu viel Purismus (ist der Verzicht auf Inter- punktion usw. so richtig benannt?) nicht für jedermann gut finde.
Danke für "nicht mit mehr als mit meiner Meinung dienlich sein". Für mein Verständnis ist das sehr viel. Mehr soll's nicht sein.
Ursprünglich waren das nur drei einzelne Wortspielsätze. Aber du schreibst zu Z1:
Zitat Einleuchtend, daß Proleten, die nichts mit Lyrik am Hut haben, einem Interpreten dankbar sind oder sein sollten.
Das habe ich nicht ausgedrückt, läßt sich auch nicht hinein interpretieren.
Z2 Warum sie es jenen auch sind, die sie treten, weiß ich auch nicht und die Gründe sind wohl vielschichtig. Aber sie tun es, wie z.B. Wahl-, (Un-)Solidar- verhalten u.v.m. zeigen. Z3 erinnert daran, daß -wenn Alkohol im Spiel ist- die künstlichen Grenzen fallen. Eine ganz andere Frage ist, warum "Proleten nichts mit Lyrik am Hut" haben. wollen, sollen, können, -war m.E. nicht immer so.
Mit "solchen Formen" meine ich Werke, nicht nur aber auch Gedichte, also auch darstellende, bildende, die dem Publikum vorgestellt werden, deren Botschaften sich die Leute teilweise aus dreifachen Bezugsebenen zusammen klamüsern sollen. Wer das nicht kann, will -aus welchen Gründen auch immer- erscheint dann leicht als Kulturbanause. Um das wiederum zu vermeiden, beklatschen Viele "des Kaisers neue Kleider". Es führt auch zur Entfremdung von Kunstschaffenden und -konsumenten. Schließlich müssen ganze Bereiche von der unbeteiligten Allgemeinheit subventioniert werden für ein kleines Szenen- publikum, das noch erreicht werden kann -manchmal auch nur aus "art-fremden" Beweggründen. M.E. sollten Kunstwerke allgemeinvertsändlich bleiben. (Ich befürworte deshalb nicht SMS-deutsch a la: "Wir gehn Aldi.") Diesen Standpunkt sehe ich nicht als Einschränkung der Kreativität an, sehr wohl aber z.B. ein Korrekturprogramm, das mir vorschreibt wie ich " allgemein verständlich" zu schreiben habe. Interpunktionen, Syntax usw. sollen doch dem Leser das Verständnis erleichtern und sind auch Stilmittel, denke ich. Warum manche Literaturschaffenden es dem Leser -absichtlich?- schwerer machen, ist mir nicht klar. (Sind das vielleicht Versuche eine "eigene Handschrift" als Wiedererkennungsmerkmal kreieren zu wollen?) Ich nehme an, daß u.a. aus diesem Grund -mangelnde Verständlichkeit- nur noch Wenige an Lyrik interessiert sind. In manchen Werken werden dem Leser nur Brocken serviert. Die Zusammenhänge soll er selbst hinein interpretieren. Dazu habe ich in diesem Forum irgendwo -der Autor verzeihe mir!- eine kritische Anmerkung gelesen. Sie lautete sinngemäß etwa: "Je verkrypteter ein Text erscheint, desto höher wird er gelobt. Was Lieschen Müller gleich versteht, kann nicht wertvoll sein." Dieser Kritik schließe ich mich bei manchen Werken an.
Vllt.wird dieser Faden zum Zoo. Danke für deine Aufmerksamkeit (doppeltes "still" und "l"). Die letzte Strophe kann ich aber sinngemäß nicht sehr verändern, denn sie soll aussagen, daß das LI nach dem "Lebensverlauf" endlich erkannt hat, daß als einzig Wert- volles die Beziehung zum LD bleibt. Das "mich's" Z17 steht, weil LI nur ein "Häuschen" baute Z1, LI also ein "kleines Licht" geblieben sein soll -ökonomisch.
Hallihalo, Joame Plebis! Metallurge bin ich auch nicht, aber irgendwo habe ich mal aufge- schnappt, daß waffentechnisch überlegene Gegner die Germanen besiegen konnten, weil deren Langschwerter zu weich waren und Ochsenblut -das auch zur Festigung von Mörtel benutzt wurde- bei der Härtung von Eisen eine Rolle spielte. Schwerter bekamen einen Namen erst nach der Bluttaufe, d.h. nach dem ersten Sieg seines Besitzers. Für "berühmte" Schwerter wurden Lieder gedichtet.
Die von dir veränderte "Lieblingsstelle" gefällt mir alleinstehend auch besser als meine Version, aber ich ich wollte auch noch die Unübersichtlichkeit des "Lebenspfades" ansprechen.
Das wartende "komische Schwert" ist ein Geistesschwert, welches erst in dem Feuer, in dem die Seele, das "Geistesschiff (S3Z1)" verbrennt, zu Stahl gehärtet wird. Das "Lauern auf Fleischeslust" ist das Warten auf Wiedergeburt ( im "Nirwana"?)
Sicher wäre noch viel mehr herauszuholen gewesen, aber lange Gedichte langweilen manche Leser schnell.
Ich bin ja froh, wenn ich mit meinen Beiträgen keinen Mißfallen errege. Das scheint mir bei dir einigermaßen gelungen zu sein. Danke für's Lesen und die Kommentierung.
(Er-)Leichter(-t) lese ich immer Gedichte, die aus ganzen Sätzen gemacht sind, als jene, in denen auf Syntax, Interpunktion usw., wenn auch für höhere Werte, verzichtet wird.
Trotzdem will ich a bit meckern: "Katalektisch" wird wohl von nur wenigen Lesern gleich verstanden. (Manche geben bei seltenen Fremdwörtern sofort entmutigt auf.) Frißt in S2Z1 (Versuch des Deutens ...) der Dat. den Gen.? In S2Z3 befindet sich "Justitia" als Subjekt m.E. ohne Verb. "Justitia dient dem Reich weiter als Knecht." vermiede das. Z4 begänne dann als neuer Satz, was denn Sinn, wie ich denke, nicht verändern würde. In S3Z3 ist mir nicht eindeutig genug, wer "jene" im Gegensatz zu wem sind und die Z4 sollte nach meinem Verständnis "nach dem Beispiel von Metzgern und Kälbern?" lauten. In S4Z1 fehlt mir ein Hinweis darauf, woran "Zu glauben ..." wäre (Recht, Gerechtigkeit, Staat, Justitia o .ä.) und wieder "jener" ist m.E. besser bestimmbar.
Deine Botschaft hat mich interessiert und zur Kommentierung gereizt. Insgesamt kommt sie positiv an (bei mir).