RE: USER-Verwarnungen & Löschungen
Forum: Feedback & Moderation » USER-Verwarnungen & Löschungen
12.04.2010 22:24
|
Die User Ivana und Ralfchen werden zum zweiten mal verwarnt, da sie beide entgegen den regeln des forums den jeweils anderen wiederholt persönlich angegriffen haben. ich rufe euch hiermit in aller form auf, frieden zu halten, provokationen zu un...
Die User Ivana und Ralfchen werden zum zweiten mal verwarnt, da sie beide entgegen den regeln des forums den jeweils anderen wiederholt persönlich angegriffen haben. ich rufe euch hiermit in aller form auf, frieden zu halten, provokationen zu unterlassen und, falls provoziert wird, nicht darauf einzugehen, sondern die moderation zu informieren. grüße Kjub
|
|
RE: ansicht 1 (blind)
Forum: Kunst » ansicht 1 (blind)
11.04.2010 22:38
|
Ralf, kein kommentar ist kein angemessener kommentar, sondern spam. leiste konstruktive kritik oder halte dich bitte zurück. grüßeKjub
Ralf, kein kommentar ist kein angemessener kommentar, sondern spam. leiste konstruktive kritik oder halte dich bitte zurück. grüße Kjub
|
|
RE: Vorstellung erwünscht
Forum: Feedback & Moderation » Vorstellung erwünscht
11.04.2010 11:03
|
da der faden jetzt zum bolzplatz von Ivana Ivano und Ralfchen zu verkommen scheint, schließe ich ihn hiermit. weiteres folgt im tagesverlauf. grüße Kjub
da der faden jetzt zum bolzplatz von Ivana Ivano und Ralfchen zu verkommen scheint, schließe ich ihn hiermit. weiteres folgt im tagesverlauf. grüße Kjub
|
|
RE: Nur nicht zuviel Denken (Vaterschaft mal anders)
Forum: Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. » Nur nicht zuviel Denken (Vaterschaft mal...
11.04.2010 01:59
|
ja ralf, *hicks, also ich möchte das nur mal ruasarbeiten *hicks, diese von dir angesprochene zärtlichkeit in der brutalen welt der geschichte, also okay, vllt war ich da wirklich zu serh auf was weiß ich fixiert und *hicks, heinz erh...
ja ralf, *hicks, also ich möchte das nur mal ruasarbeiten *hicks, diese von dir angesprochene zärtlichkeit in der brutalen welt der geschichte, also okay, vllt war ich da wirklich zu serh auf was weiß ich fixiert und *hicks, heinz erhardt hat damit goar nix zu tun, zumindest nach deiner fußnote hat ernix mehr damit zu tun, . was ich eig sagen will: das ist es nämlich oder kann es sein, dieses funkeln von zärtlichkeit in all dem irdischen jammertal, respektive der literarischen entsprechung desselben, was gute lit für mich ausm,acht und was sie von gewaltverherrlichendem oder pornographie unterscheidet: dieses streben trotz allem. unter diesen vorzeichen kann ich das ende auch gelten lassen, obwohl es mir jetzt *hicks, in meiner angetrunkenen weltsicht, durhcuas und klärstens kürzbar erscheintr, aber dazu morgen mehr mit klarerem schädel. erinnert mich übrigens an sarah kane und ihre erklärung, das sie romantikerin sei, was du hier vermittelst, das öffnet mir richtig das herz. nächtliche grüße
|
|
RE: Nur nicht zuviel Denken (Vaterschaft mal anders)
Forum: Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. » Nur nicht zuviel Denken (Vaterschaft mal...
10.04.2010 21:32
|
moin ralf, hast dir hier ne schön schräge szenerie zusammen geschustert, erinnert mich ein bisschen an die düstereren passagen in unendlicher spass, das ich grad lese. also vorweg: die geschichte finde ich gut bis stellenweise sehr gut...
moin ralf, hast dir hier ne schön schräge szenerie zusammen geschustert, erinnert mich ein bisschen an die düstereren passagen in unendlicher spass, das ich grad lese. also vorweg: die geschichte finde ich gut bis stellenweise sehr gut, du hast hier meines erachtens ziemlich inspiriert in den scheißhaufen abgründiger vorstellungskraft gegriffen und - wie geschrieben - daraus ein lesbares literaturstück gemacht. wobei ich da auch gleich ne fette kritik habe, die betrifft den schluss, wo du anscheinend nicht wusstest, wie man das ganze jetzt beenden sollte und irgendwie auf die allgemeine ansicht gekommen bist, dass das ganze noch n twist bräuchte. also dieses jenseitsding ist echt abgeschmackt und passt so was von gar nicht zu der geschichte. das ist diese heinz-erhardt-pointe, nur eben mit umgedrehter ästhetik. ich hätte einen offenen schluss als passend empfunden oder etwas wirklich neues als überraschende wendung, aber wenn einem so eine nciht einfällt, eben lieber einfach irgendwo aufhören. ich kenn die verlockung ans ende noch was überraschendes zu setzen und bei manchen geschichten ists auch genau das richtige und kommt echt gut, aber bei dieser ist das eindeutig nicht der fall bzw. ist dieses ende nicht die zu dieser geschichte wirklich passende überraschung, auch wenn ich damit nicht gerechnet habe, ist es doch in meinem lit gedächtnis abgespeichert, diese ganze jenseitsnummer und die war schon beim ersten mal lesen höchstens mittelmäßig und überhaupt von dir vollblutatheisten so was zu lesen ist wohl die einzige überraschung, aber die hat leider nix mit der story zu tun. dann falln mir noch kleinere sachen auf: Zitat Fast hallen Mums damalige Worte in deren zirpender Schrille in meinen Horchern „wieder“
also wieso hier anführungszeichen? ich find die unbeholfen, die sagen mir nichts an dieser stelle. dann ist der satzbau so bisschen verquastet. zb: fast hallen mums worte (denn wenn sie widerhallen ist klar, dass sie in der vergangenheit gehört wurden) zirpender schrille in meinen horchern wider. (denn es kommt von widerhallen) oder vllt besser noch: fast hallen mums schrill zirpende worte in meinen horchern wider.
Zitat Willst du dein Leben verpfuschen, mit dieser Drecksnutte, oder was - Vollkoffer?
die beistriche und der gedankenstrich lassen mich an diesen stellen beim lesen pausieren, obwohl der sprecher ja offensichtlich in rage ist - ich kann mir nicht vorstellen, dass figuren in dem von dir beschriebenen milieu eine kunstpause vor vollkoffer machen. da vllt die grammatikalischen regeln etwas dehnen und weitestmöglich auf kommata und so pausenzeugs verzichten.
kjubische grüße
|
|
RE: Feedback ist angeblich erwünscht
Forum: Feedback & Moderation » Feedback ist angeblich erwünscht
09.04.2010 07:42
|
- faden geschlossen -Kjubstatetement folgt ps: Zitat Sie sehen ja den Kommentar, wo wieder um eine reale Person spekuliert wird und dass ichunter weit-vaginaler Hysterie leide und dem post-menstrualem Syndrom. Schon einem anderen User waren die zieml...
- faden geschlossen -
Kjub
statetement folgt
ps: Zitat Sie sehen ja den Kommentar, wo wieder um eine reale Person spekuliert wird und dass ich unter weit-vaginaler Hysterie leide und dem post-menstrualem Syndrom. Schon einem anderen User waren die ziemlich deftigen Recherchen um sein Privatleben, die sich auch ausserhalb dieses Forums bewegten, zu viel und er ging. (Er fehlt aber bestimmt niemanden).
spiel ruhig die beleidigte, es ist offensichtlich, dass du provoziert hast und ralf lediglich verbal zurückgeschlagen hat. ab jetzt bekommt der nächste beleidigende eine verwarnung. und für diese diskussionen was kunst ist und was nicht, stehe ich grad nicht zur verfügung - das ist mir im moment einfach zu zeitaufwendig. wobei diese diskussion ja durchaus sinnvoll ist, jeder soll für sich überlegen, was er als kunst empfindet und was nicht, welche mittel er für seinen künstlerischen ausdruck verwenden will und welche seine moral oder sein schamempfinden verletzen usw. grüße Kjub
|
|
RE: Feedback ist angeblich erwünscht
Forum: Feedback & Moderation » Feedback ist angeblich erwünscht
08.04.2010 22:21
|
hallo Ivana,Zitat Mein Hinweis ist dieser, dass es kaum einen Faden gibt, der nicht mit Ausdrücken sexueller Art gespickt ist. Immer wieder scheint ein User auf, der der für das Empfinden eines Normalbürgers eine sehr primitive Sprache...
hallo Ivana,
Zitat Mein Hinweis ist dieser, dass es kaum einen Faden gibt, der nicht mit Ausdrücken sexueller Art gespickt ist. Immer wieder scheint ein User auf, der der für das Empfinden eines Normalbürgers eine sehr primitive Sprache, teils mit Vulgärausdrücken verwenet. Das schadet dem Forum ungemein und sein Ansehen sackte schlagartig ab. Aber nicht nur das, auch andere User haben das Forum verlassen.
ja Ivana und wir hatten das thema schon. ich finde es sehr bedauerlich, wenn user das forum verlassen, aber ich werde ralf nicht bannen, um unzeitgemäße bzw prüde moralvorstellungen zu schonen. das wäre der tod von kunst im allgemeinen und lit im besonderen: es sollte so wenig wie möglich zensiert werden. etwas anderes ist für mich der persönliche umgangston, aber für beleidigungen ist er bereits abgemahnt worden, ebenso wie wir dich das zweite mal verwarnen werden - wie du ja schon richtig vermutet hast -, wenn so vordergründig kaschierte bemerkungen wie:
Zitat den kaum ein Forum mehr haben will, die nun befreit aufatmen können, ihn loszuhaben, der selbstgefällig als Gutmensch-chen hier niveaulos verschleimen und versuddern darf?
auch nur noch ein weiteres mal auftauchen. es herrschte hier einigermaßen friede, bevor du jetzt wieder hier auftauchtest, um das forum zu retten. hau nicht wieder in dieselbe kerbe. produziere text oder kommentare, wenn du was sinnvolles beitragen willst. grüße Kjub
|
|
RE: Ostergrüße
Forum: Feedback & Moderation » Ostergrüße
05.04.2010 21:47
|
jetzt sei doch nicht gleich eingeschnappt - was isn mit den cubemovies außer dass die heißen wie ich?
jetzt sei doch nicht gleich eingeschnappt - was isn mit den cubemovies außer dass die heißen wie ich? 
|
|
RE: Ostergrüße
Forum: Feedback & Moderation » Ostergrüße
05.04.2010 12:14
|
sehr hübsch lieber ralf - aber deine philosphische definition von stehen und nichtstehen ist ja wohl ne klassische ausflucht, da du, ich, wir alle wissen dass es an der grafik liegt und die hast du hoffentlich nicht als statement zu der frage ob...
sehr hübsch lieber ralf - aber deine philosphische definition von stehen und nichtstehen ist ja wohl ne klassische ausflucht, da du, ich, wir alle wissen dass es an der grafik liegt und die hast du hoffentlich nicht als statement zu der frage ob frau schröders katze schneller wächst als der mount ego so wischiwaschi produziert. machs doch einfach schärfer (!) herrgott du begnadeter rhetoriker.
kann sein, irgend son horrorfilm wenn ich nicht irre wo die probanden auf vielerlei art zu toden kommen, oder
|
|
RE: Ostergrüße
Forum: Feedback & Moderation » Ostergrüße
05.04.2010 11:19
|
deine schnelle häsin steht - da gibts keinen verschwommenheitsfaktor aufgrund von geschwindigkeit und was bitte soll denn ein merkantiler maßstab sein? klingt nach der rhetorik einer verkannten künstlerseele ...
deine schnelle häsin steht - da gibts keinen verschwommenheitsfaktor aufgrund von geschwindigkeit und was bitte soll denn ein merkantiler maßstab sein? klingt nach der rhetorik einer verkannten künstlerseele 
|
|
|
|
RE: Fieber
Forum: Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. » Fieber
04.04.2010 21:58
|
o vielen dank rainek, ich hab schon lang keine so positive rückmeldung bekommen - das perlt im hals des literaturfritzen!ja zu den inkonsistenzen - also widersprüchlichkeiten, bzw unbeständigem laut duden: da gibts n paar überg&au...
o vielen dank rainek, ich hab schon lang keine so positive rückmeldung bekommen - das perlt im hals des literaturfritzen! ja zu den inkonsistenzen - also widersprüchlichkeiten, bzw unbeständigem laut duden: da gibts n paar übergänge an denen es hakt - der text ist jetzt ungefähr ein halbes jahr alt und ich las ihn vorhin nochmal mit neuem, unverbrauchten blick und da sind so paar offene enden die nicht recht zusammen finden usw. wenn ich mal viel zeit habe werde ich mich nochmal ransetzen und den text überarbeiten - so kleines flickwerk dauert bei mir manchmal länger als n komplettes geschichtchen zu schreiben. seien ist aber keine inkonsitenz, denn inkonsistent bezieht sich wohl eher auf die inhaltliche ebene. ne also ich habe es hier als konjunktiv von bin verwendet - also sei, das angehängte en kann ich allerdings auch nicht erklären, aber es 'klingt' für mich richtig. liebe grüße
|
|
RE: Ostergrüße
Forum: Feedback & Moderation » Ostergrüße
04.04.2010 21:27
|
na ralf, hauptsache du hast ne meinung, wa? was hat denn dein hirschhase da überhaupt zwischen den beinen? wenn dus nicht gepostet hättest, müsste ich raten. die auflösung ist sicher optimierbar. hi sim und danke im namen aller s...
na ralf, hauptsache du hast ne meinung, wa? was hat denn dein hirschhase da überhaupt zwischen den beinen? wenn dus nicht gepostet hättest, müsste ich raten. die auflösung ist sicher optimierbar.
hi sim und danke im namen aller sag ich mal: für die grüße. lass dich mal wieder hier blicken!
|
|
Fieber
Forum: Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. » Fieber
04.04.2010 20:17
|
Wahrscheinlich träumte ich während des Einsteigens, geschwächt von Grippe und Schlafmangel. Anders kann ich mir nicht erklären, dass alle außer mir jetzt sitzen.Seit einigen Minuten wanke ich durch die eisernen Gänge de...
Wahrscheinlich träumte ich während des Einsteigens, geschwächt von Grippe und Schlafmangel. Anders kann ich mir nicht erklären, dass alle außer mir jetzt sitzen. Seit einigen Minuten wanke ich durch die eisernen Gänge des Zuges und suche nach einem Sitzplatz. Die Sitzenden blicken teilnahmslos weg oder durch mich hindurch, der ich mich fühle wie der möglicherweise letzte auf der Reise nach Jerusalem. Ich brauche Erholung. Nicht wegen mir, ich scheiß auf mich. Nein, ich brauche die Kraft für Wichtigeres. Um eine Erkenntnis umzusetzen. Die Entscheidung, die jeder einmal im Leben treffen sollte. Nach der sich das gesamte Leben umwälzt und man ins irdische Paradies eingeht. Der scheinbar letzte Platz ist vom dunkelblauen Jackett und dem schwarzen Koffer eines Anzugtypen belegt. „Darf ich mich setzen?“ frage ich. Er zieht seinen sorgfältig frisierten Kopf aus einer Zeitung und sieht mich an, sieht mich aus seltsam kleinen Augen an, die in seinem länglichen Quadratschädel wie Knöpfe stecken. „Nein.“ sagt er. Sagt es, als wenn’s das normalste der Welt wäre und versteckt sich wieder hinter der Zeitung. In meinen Schläfen wummert Herzschlag, Kopfschmerz perforiert die hintere Schädeldecke, meine Glieder sind noch immer bleischwer, die ganze Woche schon. Ich bin krank. „Hören Sie“, höre ich mich aus der Ferne wie von einem Berg herab sagen, „ich würde mich gerne setzen, wissen Sie, ich hatte eine harte Woche, hab nicht viel geschlafen...“ und so weiter. „Das ist ja sehr bedauerlich, aber ich möchte den Platz eigentlich nicht frei räumen.“ Wobei er den Vorbehalt im eigentlich durch kalten Tonfall und herausfordernden Blick mehr als wett macht. „Aber es ist kein anderer Platz mehr frei.“ sage ich. „Dann müssen Sie eben stehen.“ erwidert er. Es klingt als falle eine Tür zu. „Jetzt lassen Sie ihn doch sitzen!“ sagt eine dicke Frau mit geflochtenen Zöpfen, die ihm gegenüber sitzt. Sie lächelt mich mütterlich an. „Sie sehen doch, er ist krank, einen Schnupfen hat der ärmste.“ Der Knopfaugenmensch lächelt. „Das bisschen Kranksein. Deswegen mache ich ihm noch lange keinen Platz.“ „Nun seien sie doch nicht so. Spätestens wenn der Schaffner kommt, müssen sie ihr Zeug weg nehmen. Sie haben doch einen Platz, machen Sie den anderen frei.“ mischt sich ein älterer Herr ein, der neben der dicken Frau sitzt. Er trägt einen grauen Mantel, graue Schuhe und einen grauen Hut. Vor seiner Brust baumelt eine große goldene Uhr, die an einer Kette um seinen Hals hängt. „Es steht Ihnen frei, sich zu beschweren.“ antwortet der Anzugtyp. Meine Beine werden schwer, ich halte mich an der Rückenlehne des Alten fest, als der Zug gleichzeitig beschleunigt und in eine Kurve geht.
Als ich wieder gerade und frei stehen kann, bemerke ich, dass der Abend sich zur Nacht verdunkelte, die Landschaft fliegt nur mehr schemenhaft vorbei. Kurz verschwimmt der Blick, als ich durch die Scheibe Vertrautes zu sehen versuche. Nichts bekanntes zu erkennen. Nur verschiedene Abstufungen der Dunkelheit, in denen sich Lagerhäuser ebenso gut verbergen könnten wie Mayatempel oder Stützpunkte von Außerirdischen. Wir könnten über einen fremden Planeten fahren, denke ich seltsamerweise und spüre, wie der Schweiß den Rücken hinunterläuft. Umständlich lege ich meinen Rucksack ab. Luft!, Kühle!, denke ich und entschuldige mich bei dem alten Grauhaar, dessen Hut vom Rucksack gestreift wird. Auch den grünen Militärparka ziehe ich aus. Die dicke Frau weitet die Nasenflügel, als sich fiebriger Schweißgeruch verbreitet. Den Parka lege ich über die Rückenlehne des Platzes, den die Sachen des Anzugtypen besetzen. Der reagiert nicht darauf, auch nicht, als meine Zähne wie warnende Gebeinkastagnetten zu klappern beginnen. Nehmt euch in acht, scheinen sie bedeuten zu wollen, hier kommt ein Kranker.
Ich hämmere dem Anzugtypen die Faust gegen seinen Quadratschädel. Direkt gegen die rechte Schläfe, mit einem dumpfen Geräusch, das ich eher fühle als höre. Sein Kopf prallt gegen die Fensterscheibe, er hält immer noch die Zeitung in Händen. Die dicke Frau beginnt zu schreien. „Bitte, seien Sie ruhig.“ sage ich zu ihr, dann nehme ich seinen Kopf zwischen die Hände wie einen Football vorm Abschuss und ziehe ihn zärtlich gegen mein Knie. Nur wesentlich schneller, mit geradezu flirrender Geschwindigkeit. Ich spüre das Knirschen seines Nasenbeins, höre ihn wimmern. Wieder und wieder ramme ich Knie und Gesicht gegeneinander. Blut spritzt, Zuggäste schreien. „Schnauze!“ schreie ich zurück. „Der Anzugtyp wollte mich demütigen, wie er’s mit Euch getan hat. Seht Ihr seine Zeitung? Financial Times Deutschland. Das ist einer von denen.“ Der ältere Mann schlägt den Deckel seiner goldenen Uhr auf, blickt auf’s Zifferblatt und sagt: „Nun ist es aber genug, junger Mann, übertreiben Sie nicht.“ Als hätte seine Bemerkung die geheimnisvolle Kraft eines Zaubers, verlässt mich die Begeisterung und damit die Kraft, ich lasse den Kopf des Anzugtypen los. Seine Sachen – Jackett und Koffer – nehme ich vom Sitzplatz und lege sie dem blutigen Bündel auf den Schoß. Dann setze ich mich auf den freigewordenen Platz. Ich fühle mich ungesund, lehne mich an und schließe die Augen. Durch ein Fenster kommt Fahrtwind und kühlt meinen aufgeheizten Körper, morgen wirst du richtig krank sein, denke ich mir noch, dann falle ich in Schlaf.
Am Hauptbahnhof wecken mich Demonstrationsschreie. Ein aufgebrachter Mob fordert entweder eine hygienischere Sprache oder die Abschaffung derselben, die Meinungen auf Plakaten und Schildern gehen auseinander. Dunkel erinnere ich mich an einen Artikel, den ich in diesem Zusammenhang las. Die Verrohung der Sprache führe immer häufiger zum Sprachekel und sogar zur Sprachangst bei denen, die berufsmäßig mit Sprache zu tun haben, war dort geschrieben worden, namentlich bei Schriftstellern, Übersetzern, Journalisten, usw. Um mittels öffentlichkeitswirksamer Aktionen dieser Entwicklung entgegenzuwirken, bzw. sprachfreie Erholungsräume zu schaffen, veranstalteten PEN, Journalisten- und Übersetzerverband regelmäßige Demonstrationen der Sprachlosigkeit. Weiterhin berichtete der Artikel aber, dass auch in der Sprachlosigkeit ernste Probleme stattfänden. Nicht wenige empfänden das gemeinsame Schweigen als vielsagend und sahen sich jetzt den inneren Wortwelten anstelle der äußeren ausgesetzt, was dem Sprachdilemma noch das Gefühl der Unentrinnbarkeit hinzufügte. Das grundlegendere Problem sei anscheinend die Verhirnung der Menschheit, wurde jetzt behauptet. Wie man dagegen angehen könnte, dafür wurden zum Zeitpunkt der Artikelentstehung gerade Komitees gebildet. Ich reibe mir die Stirn, massiere Schläfen und Augäpfel. Verhirnung der Menscheit? Bullshit. Während ich nervös kichere, fällt mir ein, dass ich vor kurzem jemanden brutal verprügelt habe.
Entsetzt blicke ich auf den Nachbarplatz. Aber meine Erwartung wird enttäuscht, dort kauert kein von mir zusammengeschlagenes Menschenbündel. Klar, eine Fieberfantasie, denke ich mir, so was gibt’s, auch, dass die sehr realistisch wirken. Fieber plus Schlafentzug, da kann’s schon mal zur Sache gehen. Erleichtert stehe ich auf, gehe durchs Abteil und aus dem Zug. Auf dem Bahnsteig drängele ich mich durch die Demonstration und tauche ein in den Menschenstrom, aus dem ich kurz vor meiner Haustür ausschere. Durch die Straße weht kühler Wind, ich ziehe meinen Parka zu und erinnere mich, dass ich etwas vorhabe. Was es ist, frage ich mich.
Lupe ist da, sie steht in der Küche und rührt in einem riesigen Topf. „Eintopf.“ beantwortet sie meinen fragenden Blick. Ich küsse sie, einen Wangenkuss lässt sie sich gefallen, aber als mein Mund weiterwandern will, schubst sie mich weg. „Es reicht, wenn einer krank ist.“ sagt sie. „Haben wir noch irgendwo was gegen Grippe?“ frage ich. „Mir geht’s beschissen.“ „Frag deinen Kumpel, Schotter sitzt im Wohnzimmer und baut sich Briefchen. Sag ihm gleich, dass er sich hier nicht mehr sehen zu lassen braucht, ich will mit dem Gedeale nichts zu tun haben.“ Der Topf blubbert, aus unserem kleinen Küchenradio dudeln Oldies. Der Essensgeruch bereitet mir leichte Übelkeit. „Warum lässt du ihn rein, wenn du ihn nicht hier haben willst?“ frage ich. „Was erwartest du? Schotter ist dein Kumpel, ich kann dir doch den Umgang nicht verbieten.“ Ich schüttele den Kopf, gehe aus der viel zu engen Küche, in der man Aggressionen bekommt, wenn man zu lange zu zweit drin steht. „Rätselhaftes Weib“, murmele ich zu niemand bestimmtem, ohne an eine konkrete zu denken. Da fällt’s mir wieder ein. „Ich hatte irgend was vor, erinnerst Du dich, was es sein könnte?“ rufe ich vom Flur. Einen Moment Stille. „Treppenhaus wischen, endlich den Badezimmerschrank montieren, mir mal wieder nen schönen Abend spendieren. Verdammt, seit nem viertel Jahr machen wir nichts als schuften. Drecksleben, wofür eigentlich?“ „Danke Süße.“ krächze ich „aber davon kann’s nichts sein.“ Da knallt’s. Sie muss etwas gegen die Tür geworfen haben, wahrscheinlich den Löffel.
Im Wohnzimmer sitzt Schotter vor einer Feinwaage, wiegt braunes Pulver und füllt kleine Häufchen in vorgefaltete Briefchen. Ich setze mich neben ihn auf die Couch und zappe durch die Programme bis ich bei einem Reality-Format hängenbleibe. Schotter wiegt unbeeindruckt weiter, meine Anwesenheit nicht beachtend. „Sag wenigstens hallo, es ist meine Wohnung verdammt.“ knurre ich. Er, ohne den Blick zu heben: „Hi.“ „Gib mal nen halbes.“ sage ich. „Seit wann nimmst Du wieder Schorre?“ fragt Schotter, mich jetzt verwundert anblickend. „Nur heute.“ sage ich „Das Zeug lindert Grippesymptome, Schnupfen, schwere Glieder und Kopfschmerzen. Wenn du dir was reinziehst ist alles weg.“ Schotter hebt die linke Augenbraue. „Wo haste denn die Weisheit her?“ „Weiß doch jeder. Sogar Fatima, die niedliche Nutte von der Ecke, hat’s vorhin erzählt.“ improvisiere ich. „War auch im Mittelalter ein bekanntes Heilmittel, Laudanum.“ Er zuckt die Schultern und schiebt mir nen Briefchen rüber. „Guten Appetit.“ sagt er.
Ich nehme Alufolie, baue Blech und Röhrchen, schütte eine kleine Menge Pulver aufs Blech, verflüssige das Pulver mittels eines Feuerzeugs und verfolge den Tropfen mit dem Röhrchen. Die aufsteigenden Dämpfe inhaliere ich. Den Drachen jagen nennt man das. Als würde ich dem Namenspatron meines Stadtteils nacheifern, Georg, dem heiligen Drachentöter. Nicht mal die hälfte des Briefchens schaffe ich, da beginnt die Wirkung. Das Blech fällt mir aus den Händen, mein Bewusstsein driftet in irgendwelche Halbwelten.
Wieder bin ich im Zug, der alte Mann sitzt vor mir, schaut auf seine Uhr. „Es ist spät, Sie sollten sich beeilen.“ sagt er. „Beeilen, womit?“ frage ich. „Mit dem, was Sie vorhaben. Es lohnt nicht die Dinge aufzuschieben. Eines morgens werden Sie erwachen und sich fragen wofür.“ Der Zug rattert durch die Dunkelheit, Regen perlt die Scheibe hinab. Schwammige Leuchtpunkte ziehen vorbei, Laternen, denke ich. „Lassen Sie ihn doch in Frieden, er ist krank und braucht Ruhe.“ sagt die dicke Frau mit den Zöpfen. „Schwanger ist er zumindest nicht, keine Ahnung warum er unbedingt sitzen musste. Das bisschen Grippe.“ der Anzugtyp schnaubt verächtlich. Mit einem Seitenblick stelle ich fest, dass sein Gesicht eine Ruine ist, eine blutverschmierte Grimasse, die Knochen scheinen nicht zueinander zu passen. Der sollte eigentlich genug für heute haben, wundere ich mich. „Ich erinnere mich nicht mehr daran was ich vorhabe.“ sage ich dem Alten. Der klappt die Uhr zu und schüttelt den Kopf, als missbillige er meine Worte. Da beginnt ein widerliches Geräusch durchs Abteil zu kriechen, es hört sich an wie ein Staubsauger oder eher wie ein riesiger saugender Mund.
Die Strecke führt jetzt nach unten, es ist steil wie die Abfahrt einer Achterbahn. Der Zug rattert und rattert in die Dunkelheit. Was für eine wilde Fahrt!, denke ich und halte mich an der Rückenlehne fest, so sehr schüttelt es mich durch. Das Geräusch wird lauter, lauter. „Haben Sie eine Ahnung was es sein könnte?“ frage ich den Alten, schreie fast, um den Lärm zu übertönen. „Wovon zum Teufel sprichst Du?“ antwortet der Alte mit Schotters Stimme. Das Schütteln wird immer stärker, ich klammere mich an die Rückenlehne. „Vom Leben!“ rufe ich. Aber es folgt keine Antwort, nur das Geräusch wird intensiver, lauter, durchdringender. Es zieht durch meine wehrlosen Gehörgänge wie eine Karawane von kleinen Saugrobotern. Man wird mein Gehirn wegsaugen! Ich presse die Hände gegen die Ohren, da bockt der Zug wie ein Hengst und ich falle von meinem hart erkämpften Sitzplatz. „Nein, nicht mein Platz!“ schreie ich und will mich wieder aufrappeln, hebe gerade den Kopf zur Orientierung, da sehe ich die Faust des Anzugtypen immer größer werden. Ich schließe die Augen und warte auf den Schlag.
Als ich die Augen wieder öffne, sehe ich Schotter, der an meiner Schulter rüttelt, sehe seine ausholende Hand. Klatsch. Augenblicklich bin ich klar. „Danke.“ murmele ich und streife seine Hand von meiner Schulter. „Na, kommste wieder klar?“ fragt Schotter. „Ne, aber jetzt weiß ich, was zu tun ist.“ lache ich. Ich sehe mich um. Schotter sitzt links, Lupe rechts von mir, sie schlürft ihren stinkenden Eintopf. Dieses Geräusch, dieses Schlürfen, es kann einen wahnsinnig machen. „Ich muss weg!“ sage ich und eile in den Flur, ziehe den Parka an und stürze aus der Wohnung. Lupe ruft mir hinterher. Regen, Regen. In wenigen Sekunden beschlägt die Brille mit Wassertropfen. Viele kleine Blickfilter, durch die der Steindamm wie ein impressionistisches Gemälde aussieht. Aus einem Fenster kommt melancholischer Sound, der achte Titel von Tricky’s Vulnerable. Fatima steht an derselben Ecke wie immer und fragt, ob ich mit ihr Sex machen will. „Jetzt nicht, ich habe etwas wichtiges vor.“ antworte ich. Sie lacht. Rund um den Hauptbahnhof patrouillieren Polizisten mit Maschinenpistolen. Mitten auf der Kreuzung steht ein Polizeiauto vor einem schwarzglänzenden Mercedes, man kontrolliert die Ausweise der Mitfahrer. In der Wandelhalle herrscht hektisches Nebeneinander, wie immer. Niemand kennt mich, genau wie ich keinen kenne. Erholsame Anonymität. Auf der Anzeigentafel sehe ich, dass der Zug nach Kopenhagen in fünf Minuten abfährt! Ich eile die Treppen zum Bahnsteig 6a hinunter und setze mich in den Zug neben einen Herrn mit Anzug und Krawatte. Wir reden über die Wirtschaftskrise und diskutieren einen Artikel aus der Financial Times Deutschland, die er liest. Alles ist im Arsch, da sind wir uns einig, also ist alles in Ordnung. Zwischendurch grabe ich in meinen Taschen nach Geld und finde ein paar Scheine und die Geldkarte in meinem Portemonnaie. „Jetzt muss ich zuerst mal den Schaffner suchen, weil ich noch keinen Fahrschein habe!“ sage ich und bitte den Herrn im Anzug, mir den Platz freizuhalten. Nach dreieinhalb Stunden kommt der Zug in Kopenhagen an. Ich suche mir eine gemütliche Kneipe und trinke Bier. Nicht sehr lange und ich lege den Kopf auf den Tisch und schlafe ein. Merja, die blonde Kellnerin, weckt mich. Ich verspreche ihr, dass ich ihr im Tausch gegen einen Schlafplatz ein Gedicht widme. Am nächsten morgen frühstücken wir mit Blick auf den Hafen, die Sonne spiegelt sich in den Wellen wie eine Flotte goldener Minischiffe. Möwen fliegen über die abgetakelten Segelboote des Kopenhagener Traditionshafens. Wir unterhalten uns über Merjas kaputte Waschmaschine, wovon wir keine Ahnung haben und das Leben, von dem wir viele Ahnungen haben. Als uns auffällt, wie ähnlich sich beides ist, lachen wir. Sie fragt mich, was ich in Kopenhagen tue. Ich erzähle von dem dringenden Gefühl, dass ich eine Erkenntnis und ein Vorhaben hatte, die große Bedeutung für mich haben und dass ich beides vergaß. „Erst als ich heute morgen über den Hafen blickte, wurde mir alles klar.“ „Was wurde dir klar?“ fragt sie. Ich zucke die Schultern. „Dass wir alle nur kleine goldene Schiffe im Lebensmeer sind.“ antworte ich und deute auf die Sonnenreflektionen. Sie lacht. „Das hast du dir ausgedacht!“
|
|
RE: von nebenan (sonst nichts)
Forum: Düsteres und Trübsinniges » von nebenan (sonst nichts)
03.04.2010 11:51
|
mal eine meldung in eigner sache, eine meinungsäußerung: ich interessiere mich immer für die wahrnehmung von lyrik: was von wem als richtig wahrgenommen wird und welche stilmittel und welcher grad der klarheit mindestens vorhanden sei...
mal eine meldung in eigner sache, eine meinungsäußerung: ich interessiere mich immer für die wahrnehmung von lyrik: was von wem als richtig wahrgenommen wird und welche stilmittel und welcher grad der klarheit mindestens vorhanden sein sollten um einem gedicht gedichthaftigkeit zusprechen zu können. aber solche Zitat werde deine texte nicht mehr lesen und auch keine vorschläge mehr machen./ denn deine interessanten stücke verlieren sich in unrealo.
kommentare sind albern und dem geist der lyrik wie ich ihn verstehe völlig fremd. sag mal ralf, du trittst ja hier sehr selbstbewusst auf und besitzt l.m.e. auch eine in zeichnungen und prosa sich widerspiegelnde kunstfertigkeit, wenn man das sieht - dass jemand was drauf hat - schätzt man ja auch sein urteil höher ein. hm, aber jetzt frag ich mich langsam, da sich so paar puzzlestückchen zusammengesetzt haben, was du überhaupt für lyriken kennst. keine ahnung sagen wir cummings mayröcker kling - würdest du denen auch sagen dass sich ihre produktionen in unrealo verlieren? dieses kriterium ist so was von subjektiv, ach es ist gar keines. die stringent erzählende, klassische, dichtung die hier ja lang gepflegt wurde bevor sich fast alle hals über kopf aus dem staub machten, mit metrum, gegliederten strophen usw ist sicher eine form, aber eben nur eine.
ps: außerdem wenn ihr beide euch nicht mehr kommentiert bricht ja die hälfte der texte und komms weg. lasst das mal. aber das nur nebenbei.
|
|
RE: Thunfischjagd
Forum: Minimallyrik » Thunfischjagd
29.03.2010 18:46
|
na ja, ich wär trotzdem froh, wenn die worte abgeschwächt würden, grade weil das thema ein wichtiges ist. denn ich glaube, dass so sehr explizite aussagen weniger effekt auf unsere slogan- und werbegewohnte wahrnehmung haben als z.b. s...
na ja, ich wär trotzdem froh, wenn die worte abgeschwächt würden, grade weil das thema ein wichtiges ist. denn ich glaube, dass so sehr explizite aussagen weniger effekt auf unsere slogan- und werbegewohnte wahrnehmung haben als z.b. subtilere hinweise, die eventuell den leser mitdenken und sich ein eigenes urteil bilden lassen. das hält auch länger an, falls es getroffen wird. deine absicht in allen ehren, aber ich fürchte dass die umsetzung gegenteiliges bewirkt. viele grüße Kjub
|
|
RE: Aussicht
Forum: Diverse » Aussicht
28.03.2010 22:35
|
hallo GW, ich fand es gar nicht so einfach, mich zwischen deinen beiden noch unkommentierten gedichten zu entscheiden - sie wirken beide durchdacht um einen interessanten zentralen punkt herum komponiert, was mich anspricht und an die lyrischen prosa...
hallo GW, ich fand es gar nicht so einfach, mich zwischen deinen beiden noch unkommentierten gedichten zu entscheiden - sie wirken beide durchdacht um einen interessanten zentralen punkt herum komponiert, was mich anspricht und an die lyrischen prosaskizzen eines japaners erinnert, den ich letztes wochenende im kellerraum eines leipziger antiquariats entdecken durfte. die mich aufmerksam machende idee ist die besondere wahrnehmung des lyrischen ichs, das sich anscheinend als eine in einem handlungsstrang spielende figur empfindet. damit verknüpfst du - geschickt, wie ich finde - das trotz oder vielleicht grade wegen (zuviel) farbe und surround sound als grau und hoffnungslos empfundene leben. ein leben, in dem man sich nichts erarbeiten muss, in dem man den wert der dinge nicht zu schätzen weiß - zivilisationskritik. eine figur in einem handlungsstrang spielt ja eigentlich nicht, gespielt wird im theater, wo der schauspieler sich selbst mit einbringt, wohingegen bspw eine romanfigur und das, was sie tut, vom autor erdacht wird. die eher seltenen werke, in denen autoren ihre figuren "zum leben erwecken" und mit ihnen kommunizieren, lasse ich jetzt außer acht. natürlich werden ja auch dramen geschrieben und die haben sicher einen handlungsstrang, aber sobald die stücke auf der bühne sind, heißt es anders. kurz: wegen der romanassoziation wirkt das bild auf mich nicht ganz kongruent. das gefühl der fremdbestimmung lässt sich an den letzten beiden versen ablesen, wo dem tag sozusagen der horizont genommen wird, die titelgebende aussicht existiert nicht mehr, wodurch der letzte satz rückbezüglich zynisch wird und noch mal ein zusätzliches gewicht auf das gesamte gedicht legt. mir gefällt das "glotzen wir" nicht. die zeilen bringen aus der inhaltlichkeit ne menge atmosphäre mit, da sticht dieses wort wie ein neongrüner punkt auf einem grauen mantel hervor - es passt nicht und schmälert für mich die wirkung. grüße Kjub
|
|
RE: Thunfischjagd
Forum: Minimallyrik » Thunfischjagd
28.03.2010 21:57
|
hi gheggrun und mcberry, wie mein kollegen schon schreibt, kann auch ein knapper kommentar dem werk und thema angemessen sein. wobei ich zu deinen zeilen, gheg, noch zwei kleine anmerkungen habe: zuerst einmal heißt es krängen, nicht kr&au...
hi gheggrun und mcberry, wie mein kollegen schon schreibt, kann auch ein knapper kommentar dem werk und thema angemessen sein. wobei ich zu deinen zeilen, gheg, noch zwei kleine anmerkungen habe: zuerst einmal heißt es krängen, nicht krägen, aber das ist wahrscheinlich ein lapsus. einen zweiten blick könntest du auf "Mordboote" und "blutroten" werfen - an dieser stelle wäre weniger mehr. die graphische untermalung ist eindeutig: das meer ist vom blut gerötet. boote als mordboote und also fischer als mörder zu bezeichnen ist trotz grausamer fangmethoden schlicht falsch, da morde von menschen an menschen begangen werden. mit diesen beiden sehr starken wörtern engst du den spielraum des lesers arg ein, weswegen ich für eine reduktion plädiere. grüße Kjub
ps: wobei die beiden monierten wörter schon durch ihre dunklen vokale den tragischen inhalt stützen.
|
|
RE: Armes Ralfelchen
Forum: Feedback & Moderation » Armes Ralfelchen
28.03.2010 10:33
|
nein Ralf, ich werde dieses Thema nicht aufwärmen. Ivana war vor sechs Tagen das letzte Mal online und hat den letzten Beitrag vor cirka 14 Tagen geschrieben. wir werden sie jetzt nicht für eine so weit zurückliegende Zitation verwarne...
nein Ralf, ich werde dieses Thema nicht aufwärmen. Ivana war vor sechs Tagen das letzte Mal online und hat den letzten Beitrag vor cirka 14 Tagen geschrieben. wir werden sie jetzt nicht für eine so weit zurückliegende Zitation verwarnen.
Zitat du kennst die regel und ich erwarte eine ermahnung an IVANA und eine entschuldigung von ihr für diesen verstoss
kein Scherz, ja? sehr amüsant. hier, im Netz, über so einen Fall zu diskutieren, bei dem anstelle der Zitation auch einfach ein Link hätte stehen können, also sich an einem Formfehler hochzuziehen, ist schlicht kleinkariert. du wirst in diesem Fall kein Recht bekommen, höchstens die nächste Verwarnung, wenn du das Thema nicht ruhen lässt. - Faden geschlossen - Kjub
|
|
RE: Armes Ralfelchen
Forum: Feedback & Moderation » Armes Ralfelchen
27.03.2010 23:15
|
hör mir auf mit schwerer Copyrightverletzung, ich habe keine Lust meine Zeit mit solchem Unsinn zu verschwenden. sie hat den Text eindeutig als deinen gekennzeichnet und ihn offensichtlich zitiert um auf seinen in ihren Augen anstößig...
hör mir auf mit schwerer Copyrightverletzung, ich habe keine Lust meine Zeit mit solchem Unsinn zu verschwenden. sie hat den Text eindeutig als deinen gekennzeichnet und ihn offensichtlich zitiert um auf seinen in ihren Augen anstößigen Inhalt aufmerksam zu machen. wir haben ihn geprüft und entschieden, dass er auf dieser Plattform weiterhin veröffentlicht sein darf. im Gegensatz zu dir hat sie nicht wiederholt gegen moderative Anweisung gehandelt. Kjub
|
|