RE: enso
Forum: Minimallyrik » enso
18.04.2011 21:08
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Hey phlox, erinnert mich an Haiku - eine schlichte Reflektion über das Schreiben in unprätenziösen Worten. Gefällt mir. Lese ich auch als Gegenentwurf zu unserer manchmal (auf mich) überladen wirkenden Welt - hier wird ein Mo...
Hey phlox, erinnert mich an Haiku - eine schlichte Reflektion über das Schreiben in unprätenziösen Worten. Gefällt mir. Lese ich auch als Gegenentwurf zu unserer manchmal (auf mich) überladen wirkenden Welt - hier wird ein Mond betrachtet und außer dem kreist nur das Schweigen um die Leere - hat was Buddhistisches tippe ich mit meinem religiösen Unverstand. Schön und schlicht. Schön schlicht. Kjub
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RE: Second Life
Forum: Märchen, Fabeln, Sci-Fi und Fantastisches » Second Life
18.04.2011 21:02
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Hallo Hans, finde ich auch gut! Eine glaubhafte Zukunftsvision, Menschen, die ihre zweiten Leben auf irgendwelchen virtuellen Welten der fleischlichen Existenz vorziehen. Sagte ich Zukunftsvision? Bis auf Controller Kain und die Elektroden, die auf e...
Hallo Hans, finde ich auch gut! Eine glaubhafte Zukunftsvision, Menschen, die ihre zweiten Leben auf irgendwelchen virtuellen Welten der fleischlichen Existenz vorziehen. Sagte ich Zukunftsvision? Bis auf Controller Kain und die Elektroden, die auf eine raffiniertere Version der Virtualität hinweisen, auf ausgefeiltere Pixelwelten, ist das ja gar nicht so weit weg. Kenne da ein paar Leute, die tagelang online sind, und von der Kiste total eingesaugt zu werden scheinen. Gut eingefangen ihre Schnauze, die kommt vielleicht vom Widerwillen mit jemand aus Fleisch zu kommunizieren? Sie sagt ja auch, dass sie schon lange nicht mehr berührt wurde. Wobei ich ihren Standpunkt nachvollziehen kann, nichts unterschreiben zu wollen - in dem Punkt ist mir die Frau Oberstaatsanwältin nah. Kjub
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RE: Milchjungenrechnung
Forum: Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. » Milchjungenrechnung
31.01.2011 20:03
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Hallo Otto Danke für die ehrliche Rückmeldung und die Gedanken zur Thematik. Ja, etwas kopflastig ist der Text sicher, der Kern ist ja diese etwas verstiegene Überlegung um Alleinsein² = Einsamkeit - das ist das Hirn, das da spric...
Hallo Otto
Danke für die ehrliche Rückmeldung und die Gedanken zur Thematik. Ja, etwas kopflastig ist der Text sicher, der Kern ist ja diese etwas verstiegene Überlegung um Alleinsein² = Einsamkeit - das ist das Hirn, das da spricht. Oder, wie rubberduck schön auf den Punkt brachte: Mein Ich-Erzähler versucht eine Formel zu lösen, die vielleicht vom poetischen Standpunkt aus interessant ist, aber mit Liebe oder etwas Ähnlichem so viel zu tun hat wie ein Lemming mit lebensverlängernden Maßnahmen.
Hi Rubberduck
Zitat
Ich mag die Charaktere, sie sind sehr liebenswert. Der Erzählton ist ein wenig melancholisch, doch nicht hoffnungslos, sondern heiter beschwingt – so mag ich es am liebsten.
Meinen Nerv hast du total getroffen und eine Fortsetzung der Geschichte würde mich freuen.
Melancholisch und gleichzeitig heiter finde ich eine tolle Mischung! Ein schönes Lob, danke. Freut mich, dass es dir gefallen hat - aber eine Fortsetzung wird es wohl eher nicht geben.
Zitat Eine Liebeserklärung an einen Menschen, der vielleicht gerade deshalb geliebt wird, weil er so anders ist als ich, weil er alles das an Eigenschaften in sich vereinigt, was ich gerne hätte, gerne wär.
Hö? Ist doch Quatsch, mach dich mal nicht so klein. Ich kenn dich ja nur einen Nachmittag lang, aber da hast du doch richtig gut ausgesehen - ich habe meine erste Lesung längst nicht so souverän hinbekommen.
Hi Chip
Kann ich gut verstehen, mich macht es in der Forenwelt auch manchmal wütend, wenn ich denke, jemand würde unberechtigterweise gelobt, eher als Person als für den Text bspw.
Aber deine Sicht auf Zweisamkeit und wie sie zerbricht, ist schon ziemlich düster, oder? Das hier soll eigentlich nur ein bisschen Spaß machen, solch dunkle Assoziationen wollte ich nicht wecken. DSDS und Gala sind auch in der Geschichte, um ein Gegengewicht zu der döselig-intellektualisierenden Gleichung zu bilden. Dass mir hier niemand den Elfenbeinturm nachsagen kann! Da würd ich ja noch lieber Popkultureller genannt werden. 
Vielen Dank euch fürs Feedback und herzliche Grüße!
Kjub
PS: Ursprünglich war da was mit Liebe=Zauberei (dunkle Mächte) drin, aber das war mir dann zu viel für die paar Zeilen. Immer noch findet man das Dunkle in dem Astro-Zeug wieder: Dunkle Materie, Schwarzes Loch.
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Milchjungenrechnung
Forum: Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. » Milchjungenrechnung
28.01.2011 23:18
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Als ich Lisa das erste Mal sah, hätte ich nie gedacht, dass sie im Bunde ist mit dunklen Mächten: Strahlendes Lächeln, blitzende Augen, weiße Haut. Doch sie ist mehr als man sieht, als wäre sie von dunkler Materie erfül...
Als ich Lisa das erste Mal sah, hätte ich nie gedacht, dass sie im Bunde ist mit dunklen Mächten: Strahlendes Lächeln, blitzende Augen, weiße Haut. Doch sie ist mehr als man sieht, als wäre sie von dunkler Materie erfüllt. Woher sonst diese Anziehungskraft auf Gefühl und Gedanke? Ich hielt mich für einen rundum zufriedenen Menschen. Bis sie auftauchte. Seitdem fehlt mir jemand, den ich vorher gar nicht kannte.
Jetzt kriegt mein Alleinsein so Phasen, in denen es mit langem Gesicht, das Kinn auf die Hand gestützt, lange Seufzer macht und laut überlegt, sich in Einsamkeit umtaufen zu lassen. Das ist ein Druckmittel, mehr noch, ein Erpressungsversuch. Einspruch!, denke ich - nicht mit mir. Nicht in mir! Aber so richtig bin ich nicht mehr Herr im Haus. Mein Alleinsein will ihr Alleinsein zum Spielkameraden haben. Das scheint auf den ersten Blick nicht verhandelbar.
Da fällt mir ein, dass mal einer was darüber geschrieben hat. Also einer von vielen, aber dieser Eine hat daraus eine Gleichung gemacht. Lautet: Alleinsein² = Einsamkeit. Um die zu lösen reicht der Verstand, da kann das Alleinsein ruhig weiter jammern.
Ich überlege, wie es wäre, Alleinsein² durch zwei zu teilen. Hm. Wenn man fairerweise in der Mitte teilte, bekäme man Allei und nsein. Das klingt erstmal bescheiden. Man müsste irgendwie All und einssein draus machen können! Also etwas gröber teilen, mit beiden Augen zugedrückt sozusagen – da hätten ja auch beide mehr, als von Allei und nsein. Aber woher das zweite s nehmen? Mal sehen. Daraus will ich was machen, das stell ich mir als Tagesaufgabe. Eine der kosmischen Fragen zu beantworten, die immer mal wieder auf der Tagesordnung stehen. Einsamkeit ist ein bisschen wie die Hintergrundstrahlung des Urknalls - sie umgibt uns alle, aber normalerweise fällt sie nicht auf. Man braucht nur keine so feinen Sensoren, um sie wahrzunehmen, weil sie ziemlich aufdringlich ist, wenn sie doch mal in Erscheinung tritt. Wenn die Frage geknackt ist, schreib ich die Antwort auf, falte das Blatt zum Flieger und lass ihn segeln – wers findet, darfs behalten.
Das vibrierende Mobiltelefon kündigt Lisa an. Bin in zehn Minuten da!, schreibt sie. Kaum Zeit, sich Wasser ins Gesicht zu werfen und Kaffee zu machen. Lisa liebt Milchkaffee mit Zimtschaum, hauptsächlich wohl um die Krone abzulöffeln. Der Kaffee ist häufig schon kalt, wenn sie mit nachpulvern und naschen fertig ist.
Bei mir wird der Kaffee türkisch zubereitet, das hab ich ihr gleich beim ersten Besuch gesagt – aber es gibt einen Haferkeks dazu. Sie fand das nicht so richtig witzig. Hat mich trotzdem auf ein prächtiges Essen eingeladen. An dem Abend gab es jedoch nur mit Käse belegtes Schwarzbrot und Alsterwasser. Ich hab schon verstanden, was sie mir damit sagen wollte, lobte aber den saftigen Brotteig und den cremigen Käse, als ob es nichts besseres gäbe. Sie bedankte sich mit aufrichtig erfreutem Gesicht, als ob sie das Korn selbst gepflanzt und den Käse aus eigener Milch gemacht hätte. Beim nächsten Mal revanchierte sie sich mit vielen Haferkeks-Komplimenten. Ihr schien der Zimtschaumverzicht leichter zu gelingen, als mir die Gewöhnung ans Brausebier. Das hing mir von Mal zu Mal mehr aus dem Hals. Bald kaufte ich dieses schnaufende Ungetüm. Das kann alles, was Kaffee im Namen trägt. Seitdem kriegt Lisa ihren Milchkaffee mit Zimtschaumkrone. Aber keinen Haferkeks dazu.
Die Türklingel. "Ich bins, Lisa!", sagt sie. "Oh!", sage ich, "Komm rein!"
Sie läuft mit Affenzahn und riesiger Lautstärke die Treppen hoch, kommt schon um die Ecke getobt, immer zwei Stufen auf einmal nehmend. Das Gesicht bis zur Nase vom Schal vermummt. Unter der Mütze luschern ein paar Strähnen hervor. Nur ihre roten Wangen sind zu sehen und die Augen. Die blitzen schon wieder frech bis übermütig. In der Stimmung erinnert Lisa mich stets an Pippilotta, obwohl sie überhaupt nicht wie die Langstrumpf aussieht. Das belebt mich jedesmal, Lisa zu sehen. Das ist wie das Tauchbad nach der Sauna, nur wärmer und eher angenehm als schockig. Aber auch auf einmal.
Sie zerstrubbelt meine Haare und sagt, dass sie jetzt ein richtiges Frühstück bräuchte. "Frische Brötchen!", sagt sie und zeigt auf eine Bäckertüte, aus der es dampft. "Hereinspaziert", sage ich. Als sie mich passiert, versuche ich ihr einen Kuss auf die Wange zu geben, treffe aber nur den Schal, dann ist sie schon vorbei. Und ich habe Flusen am Mund! Ihrer Gravitation folgend blicke ich Lisa nach, und stelle mir vor, wie wir uns küssen, wobei ihr Mund ein schwarzes Loch ist, das mich verschluckt. Kopf, Oberkörper, zuletzt sieht man die Sohlen meiner Sneakers. Nachdem auch die weggesaugt sind, stößt sie einen mickrigen Energieblitz auf. "Jetzt Frühstücken!", rufe ich. "Dass du ein studentisches Lotterleben führst, weißt du aber, ja? Es ist fast zehn!" "Ach", sagt sie, "wieder aus dem Bett gefallen?" "Nutze den Tag!", antworte ich und rutsche auf Socken über das Parkett zum Radio. Acid Jazz. Dann Kaffee trinken, eine Orange pressen, Gala durchblättern, Brötchen schmieren, über ein altes Klatschmaul lästern, mehr Kaffee, ein kurzes Tänzchen, Brötchen essen, Horoskope vorlesen, Orangensaft trinken.
"Herbstspaziergang?", fragt sie, das leere Saftglas in der Hand. Ich nicke. "Genehmigt!" Hemd aus, Unterhemd an, Hemd wieder an, Pullover rüber, rein in Herbstmantel und Schuhe. Lisa wartet schon. Trotz der komplizierten Schalkonstruktion. "Trödelhannes", sagt sie, "wenn ich so langsam wär, würd ich auch zwei Stunden eher aufstehen." "Gibts das? Ich steh so früh auf, um wichtige Sachen zu machen!"
Herbstspaziergang. Wir gehen über blätterbedeckte Bürgersteige, manchmal berührt ihr Arm meinen, das find ich gut, und sie erzählt vom Bundesvision Song Contest. Wer aufgetreten ist und wie die ausgesehen und gesungen haben. Mitten auf dem Fußweg macht sie jeden einzelnen Musiker einer vierköpfigen Band nach. Manchmal reicht ihr Sprache einfach nicht, das ist Umgebungsunabhängig. Sie bläst ihre Wangen auf und trompetet, rockt an Luftschlagzeug und -gitarre und singt ohne Stimme in ein imaginäres Mikrofon. Zum Schluss fasst sie sich ans Herz und singt mit stimmloser Inbrunst die letzte Zeile. "Großartig!", sage ich, "denen hat Bohlen bestimmt den ersten Preis gegeben, oder?" "Quatsch, sollt 'ne Satire sein! Außerdem ist das nicht Bohlen sondern Raab. Bohlen ist DSDS."
"Hör mal", sage ich auf dem Rückweg. "Alleinsein² = Einsamkeit sagt jemand ... da hab ich mir gedacht! ... als Lösungsvorschlag ... wie wäre es, Alleinsein einfach durch zwei zu teilen?" Lisa sieht mich an, den Kopf wiegend, sie wirkt nicht überzeugt. Ich lege nach. "Man müsste nur noch ein s irgendwo herkriegen, dann hätte man das einssein, das ist doch was richtig Gutes! Und ein All gibts dazu! Damit lässt sich bestimmt auch was anfangen. Natürlich kann man es dann nicht in der Mitte teilen, aber zwei Hälften wären es schon." "Wenn etwas potenziert ist", sagt sie, "lässt es sich nicht einfach dividieren. Man muss erst die Wurzel aus Einsamkeit ziehen", grinste sie. "Dann kann man durch zwei teilen."
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RE: Vorsicht
Forum: Philosophisches und Grübeleien » Vorsicht
17.01.2011 22:50
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Hallo Milasollte der Titel des Gedichts nicht eher Erkenntnis lauten? Das lyrische Ich scheint eine solche zu haben, wenn es am Schluss beschließt, dass auch bergab gegangen werden darf / muss auf gleichwelchen Wegen. Vorsicht lese ich nur in d...
Hallo Mila
sollte der Titel des Gedichts nicht eher Erkenntnis lauten? Das lyrische Ich scheint eine solche zu haben, wenn es am Schluss beschließt, dass auch bergab gegangen werden darf / muss auf gleichwelchen Wegen. Vorsicht lese ich nur in der zweiten Strophe, wo die gedankliche Hintertür entdeckt / gebaut wird, die dafür sorgen soll, dass man aus dem Rad der Tage ausbrechen kann. Das ist dann aber nicht die geläufige Vorsicht, sondern eher die Reaktion auf ein Vorsehen, bei dem die Erfahrungen anderer auf den wahrscheinlichen Verlauf des eigenen Lebens übertragen wurden. Dem widerspricht allerdings die Aussage, dass "ich" nie im Kreise gehen konnte - vllt wäre hier das weichere gewollt treffender, dann müsstest du freilich ein anderes Reimwort finden.
Die Zeilen wirken sehr bunt und inspiriert, laut denen scheinst du eine fantasiebegabte Autorin zu sein - die Fülle der verschiedenen Bilder und Symbole verwirrt mich aber etwas - Flinte, Kornfeld, Rabenfrau, den Stecker ziehn, im Kreise gehn, ein gerollter Stein etc. Das sind Assoziationen, die von überallher in das Gedicht zu fallen scheinen. Mit manchen kann ich was anfangen, aber einige bleiben mir als Leser verschlossen. Weniger wäre hier meines Erachtens mehr, du könntest sogar in Betracht ziehen, nur eine Bildebene zu nutzen.
Ein paar Gedanken zu deinen Zeilen
Kjub
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RE: Diskussion zur Erzählung " In der Strafkolonie" ( F.Kafka)
Forum: Literatur » Diskussion zur Erzählung " In der Strafk...
10.01.2011 13:32
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Sei mir nicht böse, otto, aber ich werde darauf nicht eingehen. Das geht doch etwas zu weit vom Thema weg. :)
Sei mir nicht böse, otto, aber ich werde darauf nicht eingehen. Das geht doch etwas zu weit vom Thema weg. :)
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RE: Diskussion zur Erzählung " In der Strafkolonie" ( F.Kafka)
Forum: Literatur » Diskussion zur Erzählung " In der Strafk...
09.01.2011 13:42
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Guten Tag ihr beidenSorry, dass ich mich erst jetzt melde, aber ich wusste die letzten Tage einfach nicht, was ich hierzu schreiben soll..... Und jetzt will otto aussteigen - wie wärs, wenn wir die Themen erschöpfen? Dass im Zweifel nur dre...
Guten Tag ihr beiden
Sorry, dass ich mich erst jetzt melde, aber ich wusste die letzten Tage einfach nicht, was ich hierzu schreiben soll.....
Und jetzt will otto aussteigen - wie wärs, wenn wir die Themen erschöpfen? Dass im Zweifel nur drei Leute beteiligt sind, war doch von Beginn klar. Mittendrin auszusteigen find ich doof. Du hast den Faden doch gestartet, otto.
Zitat Das Vorgebrachte ist bitte nicht als Vorwurf zu betrachten. Es gibt sicherlich viele ungenannte Gründe, warum es im Forum insgesamt wenig Beteiligung zu geben scheint. Ich lese jeden Tag die neuen Beiträge. Da gibt es wenig Neues. Vielleicht kann mir das jemand einmal erklären, der mehr und schon länger über e-literatum weiß?
Das kommt immer wieder mal vor, dass hier jemand mit wehenden Fahnen reingaloppiert und viel Rückmeldung kriegen will und dann enttäuscht ist, wenn das nicht so kommt. Sinnvoll ist es doch, sich diese Web-Communitys erstmal anzuschauen, mitzulesen und sich umzuschauen. Dann kriegt man mit, was Thema ist, wieviel Aktivität herrscht und ob es das Richtige für einen ist.
Zitat Ich habe- nachlesbar- nur Beispiele angeführt, die bei Lesern mindestens Zurückhaltung, wenn nicht Ablehnung erzeugen.
Mich hätte interessiert, was du herausliest. Deine Leseempfindungen.
Zitat Mir geht es immer noch um Bärbels Fragen- ich komme immer wieder darauf zurück- wo sie sich damit beschäftigt, warum manche Themen bei Lesern negative Kommentare
Vielleicht, weil sich diese Leser mit so schweren Themen nicht auseinandersetzen möchten? Meine persönliche Erfahrung ist aber die, dass Splattertexte mindestens so erfolgreich und beliebt sind wie Blümchentexte. Das hat bestimmt auch mit der Popularisierung von Sex und Crime, Blut und Sperma zu tun. Das ist Spekulation - ich habe nicht erlebt, wie es früher war. Aber dass die Medien vor nicht allzu vielen Jahren noch softer waren, habe ich auch schon erlebt, den Wandel. Jetzt sorgt auch das Netz dafür, dass jeder an die krassesten Inhalte kommen kann, wenn er das will, das senkt die Hemmschwellen sicher weiter. Also ich kann eure Eingangsthese durch meine persönliche Erfahrung nicht stützen.
Zitat Ich habe auch nicht behauptet, das ich Nietzsche in seinen Einlassungen zustimme. Darüber denke ich nach, bin bislang nicht schlüssig.
Hm, ja. Ich habe den lange nicht mehr gelesen, weil mir das ehrlich gesagt zu anstrengend ist. Man muss bei ihm nicht nur mitdenken, finde ich, sondern auch oft dagegen und trotzdem bleibts letztendlich meistens einfach unklar. Deswegen konnte man ihn ja auch so gut instrumentalisieren, leider. Denn dass er nicht gewollt hätte, was auch in seinem Namen geschah, das zumindest scheint mir klar zu sein.
Zitat Hier befindet er, ohne konsequent zu handeln: ein Diplomat. Ein sympathischer? Was denn wäre ein solcher?
Aber sind solche Menschen nicht wichtig? Er betrachtet das Fremde mit Respekt und Zurückhaltung, bildet sich ein Urteil, will aber nur vorsichtig handeln - das Gegenteil wäre jemand, der das Unverständliche sofort unterbinden will, weil er seine eigenen Wertmaßstäbe zur Grundlage nimmt. Die aber könnten falsch sein, Terroristen sind auch vom Sinn ihrer Sache überzeugt.
Zitat
Weißt Du, dass Kafka durchaus nationalistische Ambitionen beim Ausbruch des ersten Weltkrieges hatte, und euphorisch in den Straßen Prags hochroten Kopfes demonstrierte?
Nein, wusste ich nicht. Es überrascht mich aber auch nicht besonders. Wenn man sich die Biographien großer Literaten anschaut, findet man immer wieder diese seltsame Kriegsbegeisterung. Das Gegenteil war die Ausnahme.
Zitat Bisher, lieber Kjub, vermisse ich eine Textanalyse und Interpretation von Dir. Ich lese nur Reaktionen auf meine Statements. Ich wünsche mir Deine, andere Bewerungen. Die lasse ich dann gerne stehen.Ich erwarte bereichernde Aussagen zu Deiner Interpretation. Voila.
Ich habe auch schon ganz schön zu tun, Antworten zu schreiben. Was du geschrieben hast, da waren ja auch immer Fragen bei, wollte ich nicht unkommentiert stehen lassen. Ich schreibe auch noch was dazu, das wird aber knapp werden und keine Bewertungen, nur Ansichten.
Soweit.
Hi Bärbel
Zitat Dieses "Ungeheuer" stellt Kafka wie eine Sensation zur Schau, die für Geld bestaunt werden kann.
Das "Ungeheuer", so fremdartige, gegenteilige, weckt die Neugier. Was machte es zum Ungeheuer?
Die profane Beschreibung des Ungeheuerlichen ist es, was Kafkas Geschichte für mich, obwohl widerlich, auf eine bizarre Art und Weise faszinierend macht.
Geht mir ähnlich! Diese minutiöse Schilderung der perversen Erfindung, die Besessenheit des Offiziers und die Selbstverständlichkeit, mit der er für uns selbstverständliche Werte umdreht. Das hat Kafka gut in den Kasten gekriegt, das finde ich richtig gruselig. Und im Wortsinn ungeheuerlich und befremdend.
Viele Grüße Kjub
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RE: Diskussion zur Erzählung " In der Strafkolonie" ( F.Kafka)
Forum: Literatur » Diskussion zur Erzählung " In der Strafk...
06.01.2011 17:05
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MoinAlso ich muss eindeutig sagen, dass ich die Geschichte nicht widerlich fand. Und ehrlich gesagt wundere ich mich, dass ihr sie widerlich oder ekelhaft fandet. Wir sind doch heutzutage von ganz anderen Reizen umgeben, als Kafkas rührige Zuh&o...
Moin
Also ich muss eindeutig sagen, dass ich die Geschichte nicht widerlich fand. Und ehrlich gesagt wundere ich mich, dass ihr sie widerlich oder ekelhaft fandet. Wir sind doch heutzutage von ganz anderen Reizen umgeben, als Kafkas rührige Zuhörerinnen anno dazumal. Unsere Hemmschwelle ist eine viel höhere. Mir hat nichts von dem, was Kafka geschrieben hat, wehgetan. Wenn ich einen zeitgenössischen Krimi lese, kann die Blut- und Ekeldichte auf zwei Seiten schnell höher sein als sie in Kafkas ganzer Erzählung ist. Den Reiz dieser Geschichte finde ich klar in der Absurdität, dem kafkaesken. Was genau waren denn die Stellen, die euch zu schaffen machten?
Und hier noch ein kurzer Beitrag zum Ekel, hübsch durchreflektiert und eingängig präsentiert. http://videos.arte.tv/de/videos/philosop...el-3616320.html
Sag mal otto, du machst das nicht zum ersten Mal mit Kafka und dem Ekel, kann das sein? Ich habe gerade 700 Seiten Sloterdijk hinter mir, da werde ich wahrscheinlich in nächster Zeit keinen Nietzsche raufsatteln. Eher Bravo oder einen netten Bildband. Sloterdijk hat übrigens Kafka und Nietzsche fast direkt nacheinander behandelt, aber in einem anderen Zusammenhang.
Herzlich Kjub
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RE: Diskussion zur Erzählung " In der Strafkolonie" ( F.Kafka)
Forum: Literatur » Diskussion zur Erzählung " In der Strafk...
04.01.2011 23:17
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Ich hab doch schon was zur Form gesagt! Du hast jetzt eh schon mit der Textanalyse begonnen, ist ja auch okay, wir müssen das nicht so streng handhaben. Ich schlage also vor, dass wir damit weitermachen: Hier steht schon ein Eimer, falls du an d...
Ich hab doch schon was zur Form gesagt! Du hast jetzt eh schon mit der Textanalyse begonnen, ist ja auch okay, wir müssen das nicht so streng handhaben. Ich schlage also vor, dass wir damit weitermachen: Hier steht schon ein Eimer, falls du an den Gestaden stranden solltest. (Außer natürlich, jemand will noch was zur Form sagen ...) Viel Spaß Kjub
PS: Was du zu Schuld und Besserung geschrieben hast, habe ich leider nicht so recht verstanden.
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RE: Diskussion zur Erzählung " In der Strafkolonie" ( F.Kafka)
Forum: Literatur » Diskussion zur Erzählung " In der Strafk...
04.01.2011 21:28
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Ja, Otto, Folter muss furchtbar sein. Als Mitteleuropäer ist man in vielerlei Hinsicht privilegiert, nicht zuletzt, weil die meisten Völker Kriege und systematische Folterungen schon lange nicht mehr erleben müssen. Hi Rubberduck! Ich...
Ja, Otto, Folter muss furchtbar sein. Als Mitteleuropäer ist man in vielerlei Hinsicht privilegiert, nicht zuletzt, weil die meisten Völker Kriege und systematische Folterungen schon lange nicht mehr erleben müssen.
Hi Rubberduck! Ich habe gerade eine Stelle rausgesucht: "Dann aber spießt ihn die Egge vollständig auf und wirft ihn in die Grube, wo er auf das Blutwasser und die Watte niederklatscht." Das klingt nach Tod. Danke fürs Bescheid sagen, das habe ich falsch gelesen.
Ich hatte Kafkas Willen zur Absurdität wohl unterschätzt. Ich meine, es machte doch nur Sinn, den Verurteilten das Urteil durch seine Wunden "lesen" zu lassen, wenn er danach die Chance hätte, sich zu "bessern". Und die Verfehlung des Verurteilten besteht darin, dass er es versäumte, zur vollen Stunden aufzustehen und zu salutieren. Nachts um zwei.
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RE: Diskussion zur Erzählung " In der Strafkolonie" ( F.Kafka)
Forum: Literatur » Diskussion zur Erzählung " In der Strafk...
03.01.2011 19:35
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Entschuldigung, lieber otto, das hätte ich klarer sagen können! Ich meine einfach, dass die Präsenz des Geräts nicht nur die Geschichte dominiert, sondern sich auch wie ein roter Faden durch das Gewebe der Erzählung zieht. Da...
Entschuldigung, lieber otto, das hätte ich klarer sagen können! Ich meine einfach, dass die Präsenz des Geräts nicht nur die Geschichte dominiert, sondern sich auch wie ein roter Faden durch das Gewebe der Erzählung zieht. Das werde ich bei der Textanalyse aber noch mal sagen! Da wirds ja erst spannend. Zur Form: Eine Erzählung, hier wird von den Geschehnissen berichtet, sie werden nicht gezeigt. Das steckt ja schon im Namen. Also tell don't show. Schwierig fürs Schaurige, weil diese Geschichten auf mich allgemein den Eindruck machen, sie distanzierten den Leser. Auktorialer Erzähler. So, jetzt ihr. Außer Rubberduck will noch was zur Handlung oder so sagen. :)
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RE: Diskussion zur Erzählung " In der Strafkolonie" ( F.Kafka)
Forum: Literatur » Diskussion zur Erzählung " In der Strafk...
03.01.2011 16:47
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Ich sehe im Mittelpunkt der Handlung das Bestrafungsgerät, das die Verurteilten für immer zeichnen soll. Der Offizier ist der letzte Repräsentant des alten "Bestrafungssystems" der Strafkolonie, der von dieser "Errungens...
Ich sehe im Mittelpunkt der Handlung das Bestrafungsgerät, das die Verurteilten für immer zeichnen soll. Der Offizier ist der letzte Repräsentant des alten "Bestrafungssystems" der Strafkolonie, der von dieser "Errungenschaft" und von der Erinnerung an die in seinen Augen gute alte Zeit besessen ist und in dem Reisenden einen Verbündeten sieht, mit dessen Hilfe er die bestehende Situation wenigstens erhalten oder sogar wieder in seinem Sinn verbessern will. Der Forschungsreisende aber erklärt sich trotz seiner Behauptung, über fremde "Rechtsysteme" nicht rechten zu wollen, auf Nachfrage zu einem Gegner des Verfahrens. Daraufhin legt sich der Offizier selbst in die Maschine, die ihn aber nicht foltert, sondern umbringt.
So kurz so Kjub
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RE: Diskussion zur Erzählung " In der Strafkolonie" ( F.Kafka)
Forum: Literatur » Diskussion zur Erzählung " In der Strafk...
01.01.2011 20:20
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Ich bin auch dabei! Werde mir morgen die Strafkolonie in der Bücherhalle leihen. Beste Grüße und Frohes Neues!
Ich bin auch dabei! Werde mir morgen die Strafkolonie in der Bücherhalle leihen. Beste Grüße und Frohes Neues!
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RE: Zu schaurig um schön zu sein? Sag an! Tritt ein!
Forum: Literatur » Zu schaurig um schön zu sein? Sag an! Tr...
23.12.2010 22:22
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Jaja, da musste nicht gleich so ein Fass aufmachen - ich habe die Küchenpsychologenschuhe nur hingestellt, angezogen hast du sie selbst. Ich würde natürlich auch über Baudelaires Gedicht sprechen, dass mir Prosa lieber wäre, ...
Jaja, da musste nicht gleich so ein Fass aufmachen - ich habe die Küchenpsychologenschuhe nur hingestellt, angezogen hast du sie selbst. Ich würde natürlich auch über Baudelaires Gedicht sprechen, dass mir Prosa lieber wäre, war nur eine Anmerkung, und wenn ihr über das warum oder woher oder sonstige w-fragen reden wollt: Eröffnet Fäden und tut es! (Allein weil die Vermengung verschiedener Fragen in einem Faden zu furchtbar verschlungenem Meinungsgestrüpp führte. Außerdem greifen die Fragen bestimmt eh ineinander über oder haben gemeinsame Schnittmengen. Sich aufs wie zu konzentrieren kann ja nur Absicht und Tendenz sein.) Also ich würde bei Baudelaire und Kafka versuchen mitzudenken und -reden, entscheidet ihr oder Rubberduck oder ... Und was mit Pistacia Vera ist, weiß ich auch nicht, sie löscht all ihre Beiträge. Wäre doch schade, wenn sie ginge.
Viele Grüße Kjub (dein Finger, otto, scheint ab und an nicht ganz treffsicher - revanchierst du dich so bei einem Danebenlieger?) ;)
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RE: Zu schaurig um schön zu sein? Sag an! Tritt ein!
Forum: Literatur » Zu schaurig um schön zu sein? Sag an! Tr...
22.12.2010 23:20
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Ich bin jetzt ein bisschen verwirrt. Geht es um die Vermutung genereller Ablehnung des "Schaurigschönen" oder um konkrete Beispiele von irgendwelchen Textverrissen? Ich habe meinen Beitrag ja nicht ganz zufällig geschrieben: Das i...
Ich bin jetzt ein bisschen verwirrt. Geht es um die Vermutung genereller Ablehnung des "Schaurigschönen" oder um konkrete Beispiele von irgendwelchen Textverrissen? Ich habe meinen Beitrag ja nicht ganz zufällig geschrieben: Das ist halt eine momentane Schreibphilosophie von mir: Dass durch die Identifikation mit Figuren und das Nachempfinden ihrer Gefühle das Abgründige als Mittel zum Zweck literarischer Darstellung verstanden und akzeptiert wird. Also ich empfinde meinen Beitrag schon als on topic, aber wenn dazu nichts kommt, schreibe ich da natürlich nicht weiter.
Zitat Wie macht man das Schaurige schön? Das herauszufinden und zu üben ist Begründung dieses Diskussionsfadens.
Das lese ich als Kern und ist für mich wesentlich interessanter, als die Frage, warum Texte nicht kommentiert werden. Also für mich wäre so eine küchenpsychologische Spekulation über Kommentierverhalten eher unergiebig. Wir sind ja hier in einem Literatur- und nicht in einem Psychologieforum. Wie funktionieren Texte der Großen, sprechen wir drüber und überlegen, wie man das Herausgefundene auf eigene Texte übertragen könnte: Das empfände ich als sinnvoll. Mit dem Baudelaire kann ich beim groben Drübergucken schon mal nichts anfangen. Aber für mich wären auch eher Prosatexte interessant.
Beste Grüße Kjub
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RE: Zu schaurig um schön zu sein? Sag an! Tritt ein!
Forum: Literatur » Zu schaurig um schön zu sein? Sag an! Tr...
22.12.2010 22:14
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Zitat Ich versuche die Wurzel aus Deinem Beitrag zu ziehen, lieber Kjub, was liegt unter der Spitze des Eisberges?Was treibt, hindert uns in eine Richtung? Und zwar nicht nur bei unseren Textfiguren, sondern und vielmehraus uns selbst? Denn die Texte...
Zitat
Ich versuche die Wurzel aus Deinem Beitrag zu ziehen, lieber Kjub, was liegt unter der Spitze des Eisberges? Was treibt, hindert uns in eine Richtung? Und zwar nicht nur bei unseren Textfiguren, sondern und vielmehr aus uns selbst? Denn die Texte sind Auswürfe, sekundär.
Sorry, lieber otto, aber mir geht es um die Texte.
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RE: öffentliche Lesung
Forum: Feedback & Moderation » öffentliche Lesung
21.12.2010 22:24
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hi rubberduckich wohn direkt neben dem hamburger hauptbahnhof - von hier sinds laut db-fahrplanauskunft eineinhalb stunden bis heide. also wenn ich dann nicht arbeiten muss, komm ich gern vorbei. in heide war ich auch noch nie. viele grüße...
hi rubberduck ich wohn direkt neben dem hamburger hauptbahnhof - von hier sinds laut db-fahrplanauskunft eineinhalb stunden bis heide. also wenn ich dann nicht arbeiten muss, komm ich gern vorbei. in heide war ich auch noch nie. viele grüße kjub
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RE: Ein Abendessen
Forum: Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. » Ein Abendessen
21.12.2010 22:07
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Hey Arno Zitat zuerst: die Dialoge samt Einbettungen überzeugen! Die Figuren kommen gut heraus, es machte Spaß und brachte Kurzweil, diesen Text zu lesen. Auch sah ich hier kein Schwulen-Paar - die Gedanken einer Frau waren Mascha gut zuzu...
Hey Arno
Zitat zuerst: die Dialoge samt Einbettungen überzeugen! Die Figuren kommen gut heraus, es machte Spaß und brachte Kurzweil, diesen Text zu lesen. Auch sah ich hier kein Schwulen-Paar - die Gedanken einer Frau waren Mascha gut zuzuordnen.
Cooool! Und du hast mich für den Abend mit dieser grausamen Welt versöhnt, das Pärchen ist so ein Pärchen, wie ich es verstanden wissen wollte. Puh. Jetzt sagen die Frauen, dass das Männergedanken sind und die Männer sind sich einig, dass die einer Frau zuzuordnen sind. Das ist hübsch.
Zitat
Was mich stört, ist das Ende, welches im Grunde keines ist. Wo ist der Abschluss hin? Am Ende fragte ich mich, was vom Essen übrig geblieben war. Kurz nach Beginn kam auch schon wieder ein Sprung zum Danach. Der Konflikt war gerade aufgetaut und angewärmt, als er schon wieder in die Tiefkühltruhe gezerrt wurde. Des Weiteren war der Konflikt zw. Aries und Martin/Erika ein bisschen zu schnell aufgekommen.. ein kleines Aufhängsel mehr hätte nicht geschadet. Aber über diesen Punkt kann ich noch am ehesten hinwegsehen.
Ein richtiger Konflikt sollte es nicht werden! Das sollte schon so spielerisch ablaufen, ohne richtig fies zu werden. Aber deine Einwände kann ich verstehen, also wenn man eine echte Geschichte mit richtigem Konflikt erwartet, enttäuscht ein Abendessen sicher. Das ist Oberfläche, die ab und an Insidertiefe hat. Wie geschrieben, ich hoffte, dass die paar Zeilen trotzdem kurzweilig und amüsant sind. Dass die so rüberkamen, freut mich, das find ich schon viel. Schön dich mal außerhalb des administrativen Gedöns zu lesen.
Bester Gruß Kjub
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RE: Zu schaurig um schön zu sein? Sag an! Tritt ein!
Forum: Literatur » Zu schaurig um schön zu sein? Sag an! Tr...
21.12.2010 21:52
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Dass "Schauriges" generell gemieden wird, kann ich nicht bestätigen. Ich versuche in meinen Texten möglichst viel nebeneinanderzustellen, eben auch abgründiges, wenn ich schaurig mal damit gleichsetzen darf. Das hat dann zur ...
Dass "Schauriges" generell gemieden wird, kann ich nicht bestätigen. Ich versuche in meinen Texten möglichst viel nebeneinanderzustellen, eben auch abgründiges, wenn ich schaurig mal damit gleichsetzen darf. Das hat dann zur Folge, also das ist mein Eindruck, dass einige mich und meine Texte eher ignorieren, während andere gerade das interessant finden. Schön ist so ein unschöner Begriff, der klingt nach reiner Ästhetik und wenn es bei Schaurigkeiten nur um die äußere Form geht, also um explizite Gewalt- oder Sexdarstellungen, einfach, um es zu zeigen, gefallen sie mir nicht. Das ist bei "Schönem" aber auch so. Beides sollte einen Bezug herstellen zu den erfahrenen Zusammenhängen des Lebens, denke ich, Identifikation und mitleiden und -lieben ermöglichen. Da sollen die einzelnen Szenen drastisch und einprägsam sein, die müssen aber in den größeren Zusammenhang einer Geschichte gestellt werden und Auswirkungen haben auf die Figuren, die durch plausible Stärken und Schwächen lebendig wirken sollten. Dabei finde ich es auch wichtig, Respekt vor den Figuren zu haben und ihnen nicht alles anzutun, was einem gerade durch den Kopf geistert, weil es in dem Moment krass oder originell scheint. Das Schaurige, was wir sehen, ist ja nur die Spitze, was liegt darunter -> Also ich finde es spannend, wenn zu der äußeren Handlung des Schauerlichen innere Handlung der Figuren dazukommt. Wie reagieren sie, was empfinden, wie verändern sie sich? Wenn den Leser das zu interessieren beginnt, du also Identifikationsfiguren geschaffen hast, dann wird das "Schaurige" "schön", denke ich.
Herzlicher Gruß Kjub
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