RE: Ein Abendessen
Forum: Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. » Ein Abendessen
20.12.2010 22:12
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Hallo PistaZitat könnte gut sein, dass die angedachte Pointe im Maulwurf liegt,In einem Text des anderes Users wird das Schamhaar einer Frau mit Maulwurfsfell verglichen, auf das ich Aries die Bechamelsauce spritzen lasse ... Aber das lässt...
Hallo Pista
Zitat könnte gut sein, dass die angedachte Pointe im Maulwurf liegt,
In einem Text des anderes Users wird das Schamhaar einer Frau mit Maulwurfsfell verglichen, auf das ich Aries die Bechamelsauce spritzen lasse ... Aber das lässt sich wohl höchstens sehen, wenn man den anderen Text kennt. Hoffentlich hat das Rumdenken und -rätseln bisschen Spaß gemacht und du ärgerst dich jetzt nicht über die intertextuellen Bezüge. Aries ist auch ein Sternzeichen.
Zitat und wenn sich zudem noch Bezüge zu ungeliebten Usern - gepaart und unverpaart - herstellen lassen,
Aber ein ungeliebter User ist das ganz und gar nicht! Ich hätte diesen verschlüsselten Text gar nicht hier online stellen sollen. Tut mir leid für die Verwirrung.
Hi Rubberduck
Zitat
sorry, aber ich habe es auch so aufgefasst, dass es sich um ein schwules Pärchen handelt
Ähem, das wollte ich jetzt nicht hören!
Hey hannes
Zitat Vielleicht denken Frauen doch anders?
Hehe. Die denken definitiv vielleicht anders. 
Zitat Was mich ein wenig verblüfft hat, war der Schluss. Der kam überraschend. Wahrscheinlich, weil ich die Pointe nicht erkannt habe. Muss man dazu vielleicht doch den Text des anderen users kennen?
Ich dachte, dass man für die Pointe nur ein Abendessen kennen muss. Ich lös das mal auf, ist ja kein Riesending. Sie hat den Jahrestag der beiden vergessen. Deswegen sein seltsames Verhalten während des Essens und ihre Suche nach dem Beruhigungsmittel Nikotin, als Aries sagt, dass er und Mascha sich vor genau zwei Jahren kennengelernt haben. Das sollte durch den Text hier aber rauskommen, wenn es das nicht tut, und bisher hat das niemand rausgelesen, hab ich die Pointe vergeigt.
Zitat obwohl ich eigentlich eher spannende Plots mag, etwas, dass Du hier durch "Beziehungskisten" ersetzt hast, die sich aber gut lesen, wie gesagt.
Oh, ein schönes Kompliment. Danke!
Vielen Dank fürs Feedback
Kjub
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RE: Ein Abendessen
Forum: Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. » Ein Abendessen
19.12.2010 19:48
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Guten Abend! Also die Namen sind Anagramme aus den Protagonisten der Geschichten des anderen Users, der sich übrigens letztens schwarz ärgerte, weil ich in seine Figuren ein Pärchen hineingelesen habe, obwohl die nur zusammen wohnten. ...
Guten Abend!
Also die Namen sind Anagramme aus den Protagonisten der Geschichten des anderen Users, der sich übrigens letztens schwarz ärgerte, weil ich in seine Figuren ein Pärchen hineingelesen habe, obwohl die nur zusammen wohnten.
Und jetzt sagst du mir, mein Pärchen sei schwul. Sind sie nicht, sollen sie nicht sein. Mascha ist meine erste Ich-Erzähler-Frau, und ich war ziemlich stolz drauf, dass mir die einigermaßen gelungen ist. Was du als Gedanken bezeichnest, ist ja nachträglich vom Erzähler geschrieben.
Zitat
Klar, Spießer sind schon ganz schön scheiße, nerven ohne Ende und können ein ersehntes Treffen mit dem Geliebten verderben, auch den Wunsch nach einer Kippe hervorrufen ... Und hinter den Kulissen ist auch nicht alles xy ... Tja.
Mir fehlt - wie gesagt - der Sinn des Ganzen und eine etwas zündendere Pointe. Vielleicht könntest du auch über eine Kürzung nachdenken?
Darf ich erfahren, was du als Pointe ausgemacht hast? Die hat bisher nämlich niemand gekriegt, dabei fand ich die so auf der Hand liegend! Einen besonderen Sinn hat das Ganze nicht, also nicht mehr, als unser Leben meistens hat. Arbeit, Beziehungen, ein Abendessen. Wobei ich die meiste Mühe auf die Dynamik zwischen Mascha und Aries verwendet habe. Ich dachte, das zu lesen könnte Spaß machen.
Natürlich sind Kürzungen möglich, sonst hätt ich den Text nicht online gestellt.
Zitat Was mir super gefällt, ist die Sache mit dem geistigen Vater, für mich das Highlight des ganzen Textes, das m. E. mehr in den Vordergrund geschoben werden sollte.
Text-Meta! Das hat dir bei attis Versen auch gefallen!
Zitat für mich wirkt es halt ein wenig irritierend, wenn ich den Titel lese (Ein Abendessen) und danach gleich: "Du kommst spät.
Das verstehe ich nicht. Es gibt ein Abendessen und jemanden, der zu spät ist. Was irritiert denn da?
Danke für die Kritik
Abendgrüße Kjub
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RE: Ein Abendessen
Forum: Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. » Ein Abendessen
18.12.2010 19:43
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Moin PistaDer ist kein Fragment. Da sind viele Anspielungen auf Geschichten eines anderen Users von anderswo drin, aber ein Abendessen sollte sich auch ohne Kenntnis der anderen Texte lesen und verstehen lassen. Das war zumindest der Plan. ;) Kjub...
Moin Pista
Der ist kein Fragment. Da sind viele Anspielungen auf Geschichten eines anderen Users von anderswo drin, aber ein Abendessen sollte sich auch ohne Kenntnis der anderen Texte lesen und verstehen lassen. Das war zumindest der Plan. ;)
Kjub
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RE: Um leben zu können
Forum: Gesellschaft » ---
17.12.2010 22:31
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Hi PistaAh, jetzt verstehe ich auch, wie das mit Ein Kind von Bernhard gemeint war. Da ging es gar nicht um des Meisters Genmaterial, sondern um eins seiner Bücher. Ich dachte schon: Immer diese verrückten Fans. Mir gefielen Amras und Frost...
Hi Pista
Ah, jetzt verstehe ich auch, wie das mit Ein Kind von Bernhard gemeint war. Da ging es gar nicht um des Meisters Genmaterial, sondern um eins seiner Bücher. Ich dachte schon: Immer diese verrückten Fans. 
Mir gefielen Amras und Frost am besten. Weiß gar nicht, ob ich eine andere Facette von ihm kennenlernen will. Aber mal schauen, wenn es mir über den Weg läuft, blättere ich mal rein, vllt ... Danke für den Tipp!
Na, mit dem Zitat machst du ja auch deutlich, wer gemeint ist. Stell den Text mal ohne das Zitierte in irgendein Forum und frage die Leute, um wen es sich handeln könnte. Aber es ist nicht meine Kritik, der Text sei ein Suchbild ohne Auflösung. Für mich hätte das Gedicht mehr bernhardsche Färbung haben müssen, Dunkelheit, Anklage, Einsamkeit ... mehr Kraft. Und ein bisschen Mut zur Uneindeutigkeit, um dem Leser nicht alles vorzusetzen. Beschreibungen wie "ihr nervt mich doch nur / Ich bin mal kurz weg" klingen, entschuldige bitte, etwas lapidar. Versteh das bitte nicht als Nachtreten, ich will nur klarstellen, was ich meine.
Viele Grüße Kjub
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RE: ein anfang
Forum: Philosophisches und Grübeleien » ein anfang
17.12.2010 21:35
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Ich finde das gar nicht so falsch verbunden! Muss ja nicht dudenkonform sein. mehen fand ich richtig gut, wie pistacia schrieb: das passt doch bestens zum Meta. Das Heraustretende bei Extasen, hm, jedes Schreiben ist ja aus sich herausgehen, das w&au...
Ich finde das gar nicht so falsch verbunden! Muss ja nicht dudenkonform sein. mehen fand ich richtig gut, wie pistacia schrieb: das passt doch bestens zum Meta. Das Heraustretende bei Extasen, hm, jedes Schreiben ist ja aus sich herausgehen, das wäre mir zu unspezifisch. Und danke, atti, für die Lesehilfe. Jetzt krieg ich das auch, aber sprachlich klingt der Vers immer noch so bisschen murkelig.
BG Kjub
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Ein Abendessen
Forum: Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. » Ein Abendessen
16.12.2010 22:41
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"Du kommst spät", sagte Aries. Er öffnete die Klappe und wartete ein paar Sekunden. Dann fasste er in den Herd und nach der Auflaufform, stellte sie auf den Tisch und nahm den Deckel herunter - noch buk der Käse und blubberte...
"Du kommst spät", sagte Aries. Er öffnete die Klappe und wartete ein paar Sekunden. Dann fasste er in den Herd und nach der Auflaufform, stellte sie auf den Tisch und nahm den Deckel herunter - noch buk der Käse und blubberte. Ich horchte nach Zwischentönen in "du kommst spät", aber da war nichts missgestimmt, er hatte es schlicht festgestellt. Das war besonders arg. Jetzt ärgerte mich, heute nicht pünktlich gewesen zu sein, noch mehr, dass er mitten in der Woche mein zeitaufwändiges Lieblingsessen machte, vor allem, weil er es selbst nicht besonders mochte. Auf dem Tisch Rotwein und ein bestückter Kandelaber, sogar die niedliche Decke mit Schottenmuster und ein Strauß frischgepflückten Unkrauts. "Der Neue hat noch eine ganze Menge Arbeit reinbekommen, die unbedingt erledigt werden musste. Damit wollte ich ihn nicht allein lassen. Dein Telefon war aus." Aries' strich mit dem Backhandschuh über meinen ummantelten Unterarm, seine blassblauen Augen suchten meinen Blick und vögelten ihn zärtlich. "Wein, Mascha?", fragte er rau. Ich verbiss mir ein Lächeln und nickte. "Bin gleich wieder da." Ich legte den Mantel ab und zog die Schuhe aus. "Was war denn mit dem Telefon?" "Es lädt nicht. Vielleicht ist der Akku kaputt." Seine Welt, ein Land vor unserer Zeit, umringt von Nebelbergen: Vielleicht, möglicherweise, ich bin nicht ganz sicher und ähnlichen Vagheiten. "Das war schon vor zwei Wochen die Ausrede. Lass das mal reparieren!", sagte ich. "Und sei mir nicht böse. Ich hab' den Neuen auf ein Gläschen eingeladen – er heißt übrigens Martin. Dann lernst du ihn auch mal kennen."
"Warum sollte ich böse sein?", fragte er. Dabei huschten kleine Schatten über sein Gesicht. "Na, du hast es so gemütlich gemacht. Aber ich würde ungern jetzt noch absagen. Er müsste gleich da sein. Du kannst ja deine Überraschungsessen mal ankündigen!" Ich lachte. Aries teilte die dampfende Masse in vier Stücke, unterfasste eins mit dem Auffüller und hob es über meinen Teller, wo das Lasagnestück beim Ablademanöver ins Rutschten geriet und als fieser Fleck auf weißem Grund landete. "Hoffentlich schwätzt Martin nicht so viel Blech wie deine anderen Kollegen." Sein eigenes Stück landete in voll erhaltener Schichtung auf dem Tellerboden. Er probierte den Wein, Aries kann sich den ganzen Abend an einem Glas festhalten, Schlückchen um Schlückchen. Stundenlang. Er bewegte den Roten im Mund und sah mir in die Augen, bis ich fragend die linke Braue hob. "Was war denn wichtiges zu tun?", fragte er. "Holgers Hinterlassenschaften", winkte ich ab. "Die verlier'n ja nicht an Relevanz, nur weil er krank ist. Ich will das gar nicht ausbreiten. Ist zu banal." Aries nickte, nippte und stellte die richtigen Fragen. Er brachte mich zum Reden über die Kompatibilitäts-Probleme der letzten Updates von Firewall und Bildbearbeitungssoftware und von den neusten Sprach-Scharmützeln mit der ollen Kaak. Danach war's mir gleich leichter und das Glas leer und die Stirn heiß. Ich stützte mich auf den Tisch und beugte mich im Kerzenschein zu ihm hinüber. Er kam mir ein kleines Stückchen entgegen, aber kurz bevor die Lippen kontakteten, musste ich aufstoßen. "Ferkel", sagte er und schüttelte den Kopf. Über sein ernstes Gesicht habe ich gelacht und auch, weil mir das schnell getrunkene Glas zu Kopf gestiegen war. "Mit dir bleibt einem nichts erspart." Das machte es nur noch schlimmer, ich lachte und lachte und wusste selbst nicht mehr warum, da schellte es an der Tür.
Aries morphte zum aufmerksamen Gastgeber, warf sich das Philantropenkostüm über und kriegte sogar dieses Strahlen in die Augen, nachdem misstrauische Menschen suchen, wenn sie wissen wollen, ob man sich auch wirklich freute, sie zu sehen. Tür öffnen. Großes Hallo. Händeschütteln. Von meinem Platz sah ich nur die Tür. "Oh, sie müssen Martin sein. Und wer ist ihre fulminante Begleitung, wenn ich fragen darf?" "Erika", sagte die Tür und streckte eine Hand aus, die Aries ergriff und schüttelte. "Kommt doch rein", sagte er. "Ich bin Aries." "Wie bitte?", fragte Erika. "A-R-I-E-S", buchstabierte er. "Das ist ja gar kein echter Name!", kicherte sie. Er seufzte leise, zwang ein dünnes Lächeln aufs Gesicht, ging einen Schritt beiseite und bedeutete Erika, in den Flur zu kommen. Sie war jetzt im Profil zu sehen, ihre Fülle beeindruckte mich. Schwanger oder Schleckermaul, dachte ich. Entschied mich für Schleckermaul, es fehlte die besondere Anziehungskraft. Aries half ihr aus dem Mantel. "Oooh, siehst du Martin? Das ist die alte Schule! Merk dir das." Martin schob sich ins Blickfeld. Tolle und Kreativenbrille, braune Lederjacke über dem T-Shirt und Röhrenjeans. "Hallo!", kam ich auf die beiden zu, umarmte erstmal Erika, mit einem "Ich bin Mascha. Freut mich!" und gab Martin die Hand. Er mag nämlich nicht umarmt werden. Händeschütteln aber auch nicht besonders gern - die Hand hält er immer hin, als wäre sie nicht die eigene. Von seinem Shirt grinste mich ein unternehmungslustig wirkender Maulwurf mit Spitzhacke und Eimer an. Schnell entzog ich mich dem schlaffen Kontakt und dirigierte sie in die Küche. Drei Stühle waren um den Tisch gruppiert, dessen eine Seite an der Wand stand.
"Kurzen Moment", sagte ich, "da kommt jetzt noch ein Stuhl hin und dann schwups: kriegt ihr Lasagne und Wein!" Ich zog den Tisch in den Raum. Die Beine schubberten ohrenerfüllend über das Parkett. "Ich hoffe, das macht keine Umstände. Ich hätte fragen sollen, ob Erika mitkommen kann", sagte Martin. "Was – ihr wusstet das gar nicht?", fragte Erika. "Das ist ja mal peinlich." "Papperlapp", mischte Aries sich ein und schob Erika den Stuhl in die Kniekehlen, die auf die Sitzfläche plumpste. "Bei uns sind alle willkommen," sagte Aries, "vor allem in deinem Zustand, da lassen wir uns doch nicht lumpen." Martin schaute fragend zu Erika. "Zustand?", fragte die. Aries' Blick auf dem Weg zur Lasagne streifte ihren Rubensbauch. "Du bist doch sicher in froher Erwartung", sagte er. Erika versuchte ein Lächeln. "Nicht dass ich wüsste." "Oh, Verzeihung. In dem Fall nehme ich an dir ist das kleinste Stück recht?", murmelte Aries und bugsierte es vorsichtig auf ihren Teller. "Schau mal, wie schön das geschichtet ist." Ich ärgerte mich, dass Scharfzähne und Neandertaler gemeinsam durch unser Abendessen expedierten. Das musste mal aufhören. "Aries!", sagte ich, "Schtobbit!"
"Was bitte ist Aries überhaupt für ein Name?", fragte Martin scharf. Aries sagte das sei eine gute Frage und hob das letzte Stück mit Schwung auf Martins Teller. Die letzten Zentimeter machte die Lasagne in direkter Luftlinie. Gelandet ähnelte sie einem Fallschirmspringer, der ohne Schirm gefallen war. "Es reicht!" Ich holte und befeuchtete schnell einen sauberen Lappen und reichte ihn Martin. "Für dein Hemd", sagte ich und deutete auf ein paar Bechamel-Spritzer, die auf dem Bauch des Maulwurfs gelandet waren. "Was ist eigentlich los, Aries?" "Das kann doch mal passieren!", sagte er, und mit einem Blick zu Martin "ich würde mich beeilen, die Sauce scheint von der Schwerkraft gehört zu haben." Ich erwiderte nichts, registrierte aber seinen etwas flügellahmen Blick auf meine angespannte Kinnmuskulatur und wusste, er wusste, ich hatte das wahrgenommen. Währenddessen rieb Martin mit kreisenden Bewegungen über die Spritzer und verschmierte sie über Oberkörper und Gesicht des Maulwurfs. "Sollen wir besser gehen?", fragte Erika. Ich gab Aries einen kleinen Moment Zeit, etwas kluges zu sagen, den er lächelnd verstreichen ließ. "Auf keinen Fall! Ihr kriegt jetzt erstmal Wein und dann stoßen wir an. Den Wein schenk' ich ein!"
Aries setzte sich. "Tut mir leid, heut' ist halt einer dieser besonderen Tage", lächelte er entschuldigend. "Zu eurer Frage kann ich sagen, mein Name ist ein Anagramm. Paps hat die Figurennamen in einer Geschichte verwechselt und die Buchstaben der vermeintlichen Hauptpersonen auf mich und Mascha aufgeteilt. Sie ist dabei etwas besser weggekommen." "Ihr seid Geschwister?" Erika und Martin sahen sich an. "Also bitte. Ich rede von unserem geistigen Vater." "Aha!" Mittlerweile hatte ich den Wein eingegossen und hob mein Glas. "Stößchen!", sagte Martin. Aries hob das große bauchige Glas schnell an die Lippen, um eine verdächtige Mundbewegung zu verbergen, machte leere Schluckbewegungen und leise -geräusche.
Zwei Stunden später auf dem Balkon. Martin trank den letzten Schluck seines dritten Glases und erzählte Aries von eleganten Formen und geschwungenen Kurven, von der Erotik der neuen XY-Klasse. Der blickte ab und an zweifelnd zu Erika oder verzweifelt zu mir herüber und sagte endlich, dass er über das Fahren eines Rasenmähertraktors nie hinausgekommen sei. Martin klöpfelte ihm tröstend auf die Schulter und kam auf ein konkretes Problem seines vor der Tür parkenden Wagens zu sprechen. Ich hörte von einem Defekt in der Automatik einer Einspritzanlage und Aries' Rat, auf Öffentliche umzusteigen.
"Wann habt ihr euch überhaupt kennengelernt?", fragte ich Erika. Sie erzählte von einem Ball der einsamen Herzen, der sich an ein Speedating-Event angeschlossen hatte. Dass Martin damals so witzig gewesen sei und zuvorkommend. Erikas Wangen wurden ganz rosig, als sie davon erzählte. Sie ging zu Martin und legte den Kopf von hinten auf sein Schulterblatt. In ein paar Tagen jähre sich das freudige Ereignis zum dritten Mal, sagte sie. "Super - dann ist das jetzt unsere gemeinsame Feier!", sagte Aries, und nach einer kurzen Pause "Mascha und ich sind heute vor zwei Jahren zusammengekommen." "Echt? Stark! Herzlichen Glückwunsch", sagte Erika und strahlte mich an. Ich sagte nichts, suchte in meinen Hosentaschen nach einer der Zigarettenschachteln, die ich seit fünf Jahren nicht mehr kaufte.
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RE: ein anfang
Forum: Philosophisches und Grübeleien » ein anfang
16.12.2010 22:19
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Like it! Beginnt mit dem Anfang und hört am Ende auf, wie es sich gehört. Du siehst, ich passe auf. ;)Zitat alles nur noch meta!mal meht er hier,mal meht er da,doch nie ists seine ehre.So arbeitet sich der Dichter oder sonstwie Kreative dur...
Like it!
Beginnt mit dem Anfang und hört am Ende auf, wie es sich gehört. Du siehst, ich passe auf. ;)
Zitat
alles nur noch meta! mal meht er hier, mal meht er da, doch nie ists seine ehre.
So arbeitet sich der Dichter oder sonstwie Kreative durch die Felder der Inspiration, ohne je das richtige Korn zu treffen, oder jede Ähre ist die Richtige, aber es geht um die Sache, nicht um Ruhm und Ehre. Den letzten Vers find ich weniger gelungen.
Zitat
metastasen der extasen jeden schöpfungswillens in den phrasen, die dir sagen, dass wir hier am ende sind.
ja, metastasen der extasen! Feines Paar, die beiden, klanglich und inhaltlich, das ist power. Extase würd ich aber Ekstase schreiben, ich finde jetzt beim groben Mitdenken auch keinen guten Grund, da die Buchstaben zu tauschen. Der Schöpfungswille, immer fleißig Welten basteln ... Und ab Phrasen: zwei Verse, die nichts tun, außer mit sich selbst zu spielen, aber das ist ja auch was, was? Wann dürfen wir die poetologische Verarbeitung poetologischer Poesie lesen? :
Bester Gruß Kjub
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RE: Um leben zu können
Forum: Gesellschaft » ---
16.12.2010 22:02
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hallo pistacia veraIch find hier nicht viel Bernhard. Du beschreibst jemanden, dessen Abneigungen und Gewohnheiten ungewöhnlich sind, mehr nicht. Aber dieses Gefühl, diese Beklemmung, das ständige Aufbegehren und gegen das Leben leben,...
hallo pistacia vera
Ich find hier nicht viel Bernhard. Du beschreibst jemanden, dessen Abneigungen und Gewohnheiten ungewöhnlich sind, mehr nicht. Aber dieses Gefühl, diese Beklemmung, das ständige Aufbegehren und gegen das Leben leben, oder die melancholische Atmosphäre seiner frühen kurzen Geschichten, kriegt man mit dieser reinen Beschreibung nicht transportiert. Ich war richtig erschrocken, nachdem ich Frost gelesen habe und dachte, dass man mit so viel Wut und Dunkelheit in sich gar nicht lange genug leben könne, um ein weiteres Buch zu schreiben. Aber er konnte das offensichtlich und hat das ja auch gemacht. Also der sound seiner Werke beeindruckt mich immer wieder aufs Neue, die haben eine für mich unvergleichliche Wirkmacht. Das stellt an eine Hommage natürlich hohe Anforderungen, die, wenigstens für mich, hier nicht erfüllt worden sind.
Viele Grüße Kjub
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RE: besessen
Forum: Erratum » -
09.12.2010 23:18
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Ey landloper, das ist doch Scheiße! Die Admins dieses "provinziellen" Forums haben dir viel Freiraum gelassen und deine Angewohnheiten und Eigenarten respektiert. Das alles mit deinem Abschlusskommentar in den Dreck zu ziehen, finde i...
Ey landloper, das ist doch Scheiße! Die Admins dieses "provinziellen" Forums haben dir viel Freiraum gelassen und deine Angewohnheiten und Eigenarten respektiert. Das alles mit deinem Abschlusskommentar in den Dreck zu ziehen, finde ich eine schwache Leistung. Und ich verstehe nicht, dass ihr, Alexa und Erik, in Zeiten des Massenindividualismus wieder zum Herdentrieb zurückkehren wollt. Woher kommt bloß diese Schwarzmalerei auf einmal.
Kjub
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RE: Moderatoren/Administratoren
Forum: Feedback & Moderation » Moderatoren/Administratoren
19.11.2010 20:39
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Ich bin ab sofort aus eigenem Wunsch nicht mehr Administrator. Vielen Dank an die User und die Modministration für die schöne Zeit. Beste GrüßeKjub
Ich bin ab sofort aus eigenem Wunsch nicht mehr Administrator. Vielen Dank an die User und die Modministration für die schöne Zeit. Beste Grüße Kjub
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RE: freie räume
Forum: Diverse » freie räume
05.11.2010 21:53
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mit manchem kann ich fein was anfangen. freut mich dass die freien räume gereizt haben! :)
mit manchem kann ich fein was anfangen. freut mich dass die freien räume gereizt haben! :)
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RE: freie räume
Forum: Diverse » freie räume
04.11.2010 09:09
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Moin Landloper,das versteh ich nicht! Das ist mir zu verkryptet! Hi Alexa,wieso eigentlich nicht. Habe schon länger nichts lyrisches mehr gebastelt. Ich setz mich am Wochenende hin fürn animalischen Zweizeiler und den kjubschen Zweistropher...
Moin Landloper,
das versteh ich nicht! Das ist mir zu verkryptet!
Hi Alexa,
wieso eigentlich nicht. Habe schon länger nichts lyrisches mehr gebastelt. Ich setz mich am Wochenende hin fürn animalischen Zweizeiler und den kjubschen Zweistropher. Das stell ich dann hier rein.
Schönen Tag euch
Kjub
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RE: freie räume
Forum: Diverse » freie räume
02.11.2010 20:49
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Hi Alexa, mir ist das immer noch plausibel - die freien Räume muss man eben selbst füllen! Wenn da das richtige drinsteht, passts schon! Allerdings finde ich mittlerweile auch keinen schlüssigen Zusammenhang mehr zwischen erster und zw...
Hi Alexa, mir ist das immer noch plausibel - die freien Räume muss man eben selbst füllen! Wenn da das richtige drinsteht, passts schon! Allerdings finde ich mittlerweile auch keinen schlüssigen Zusammenhang mehr zwischen erster und zweiter Strophe. Vielleicht sollte ich also hieraus zwei Gedichte machen.
Hi Landloper, ich werde jetzt der Versuchung widerstehen, auf deinen Link zu klicken. Du schamlos Werbertreibender. Der Titel deiner neuen KG gefällt mir übrigens ausgezeichnet. Ich habe vor ein paar Tagen ein kurzes Stück über einen geschrieben, der sich an grauen Haaren und Bauchspeck freut. Das könnte thematisch nah an deinem Text sein.
Herzliche Grüße und danke fürs Feedback (und den Link) Kjub
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