RE: Eliteraten!
Forum: Feedback & Moderation » Eliteraten!
13.10.2010 21:34
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"keine panik. im zweifel schickste den text mir. :)"
"keine panik. im zweifel schickste den text mir. :)"
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Herbstlyrik
Forum: -> Nominierungen für Gedichte - eure Vorschläge » Herbstlyrik
12.10.2010 17:03
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nominiert hier zwischen 1. September bis 31. November gepostete Lyrik, die ihr für die beste haltet. Ich fange an mit .etta katzenblau: wie? gut.
nominiert hier zwischen 1. September bis 31. November gepostete Lyrik, die ihr für die beste haltet.
Ich fange an mit .etta katzenblau: wie? gut.
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RE: grau
Forum: Liebe und Leidenschaft » grau
12.10.2010 16:02
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Zitat du gehst.ich träume von Gewitterund Gesängen in der Tiefeunter deinem Schlüsselbein.dann bringt mich ein Gedankean dich aus der Fassung.während ich noch falle, reißt es mir im Herzenund ich hänge still an deinen A...
Zitat du gehst. ich träume von Gewitter und Gesängen in der Tiefe unter deinem Schlüsselbein. dann bringt mich ein Gedanke an dich aus der Fassung.
während ich noch falle, reißt es mir im Herzen und ich hänge still an deinen Augen.
während des Fallens, reißt es im Herzen ich hänge still an deinen Augen.
Es ist ja immer so eine Sache, in Fremdversen herumzustrolchen, hoffentlich findest dus nicht indiskret. Aber so kann ich am besten zeigen, was ich meine. Nach dem das lyrische Ich aus der Fassung gebracht wurde, werden mir und ich nicht mehr gebraucht, weil klar ist, wem das in den letzten Versen beschriebene geschieht. Es sind nur zwei Personen in der Gedichtwelt. Eine geht und wird vermisst. Die andere wurde aus der Fassung gebracht: Im Folgenden fällt sie und solang es kein neues Fürwort gibt, gehe ich als Leser davon aus, dass kein Perspektivwechsel erfolgt. Das "und" würde ich weglassen, weil es den starken letzten Satz abschwächt. Ich hoffe das ist jetzt einigermaßen verständlich und natürlich sind das nur persönliche Anmerkungen, meine Meinung.
Grüße Kjub
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RE: Ausgefadet
Forum: Märchen, Fabeln, Sci-Fi und Fantastisches » Ausgefadet
12.10.2010 15:45
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hey Chepre, ich habe mich richtig gefreut, zu lesen, wie du das alles nachvollzogen hast. vieles ist nur angedeutet, aye, da soll der Leser das Werk vollenden, wenn er denn möchte. aber auch in Bezug auf den Seriencharakter der Geschichte ... ic...
hey Chepre, ich habe mich richtig gefreut, zu lesen, wie du das alles nachvollzogen hast. vieles ist nur angedeutet, aye, da soll der Leser das Werk vollenden, wenn er denn möchte. aber auch in Bezug auf den Seriencharakter der Geschichte ... ich hab da mal vor einem Jahrzehnt oder so Geschichten von Moorcock gelesen, da geht es um ewige Helden, die von Dimension zu Dimension reisen. Daran habe ich mich bisschen orientiert, das ist'n ideales Setting für ne Fortsetzungsgeschichte. Mehr gibts aber nicht bisher. Das mit dem Präsens an der Stelle, weil etwas beschrieben wird, dass nicht eine konkrete Situation beschreibt, sondern etwas allgemein auf dieser Welt feststehendes. Ich war da auch nicht ganz sicher, ob das "richtig" gesetzt ist und kann es auch nicht beweisen.
Zu deinem Vorschlag zwei Anmerkungen: Das vielgliedrige fehlt, was wenigstens mich zu der Frage führt, warum sie sich denn später in einzelne Glieder aufspaltet. Und beim "den Berg hochgekrochen waren" fällt der Satz aus dem Bild. Ich fühle mich immer furchtbar kleinlich, wenn ich sowas sage, aber wir hätten dann zuerst eine Schlange, dann "sie"(also einzelne Personen), die den Berg hochgekrochen waren und dann wieder "eine Schlange". Merci für den Vorschlag, werde das aber nicht übernehmen, weil das glaub ich für den Leser verwirrend ist.
"eigentlich les ich ja so lange Dinger fast nie zuende" eins der schönsten Komplimente in Literaturforen. :D Danke.
Grüße! Kjub
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RE: Endstation
Forum: Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. » Endstation
12.10.2010 13:32
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Moingern geschehen, ich schreibe Kommentare wenn ich Lust darauf habe, also es macht mir Spaß, rauszufinden, was für mich in einem Text funktioniert oder nicht. Dabei habe ich nie das Gefühl, mich mit einem Text "abgeben" zu...
Moin
gern geschehen, ich schreibe Kommentare wenn ich Lust darauf habe, also es macht mir Spaß, rauszufinden, was für mich in einem Text funktioniert oder nicht. Dabei habe ich nie das Gefühl, mich mit einem Text "abgeben" zu müssen. Tendenziell fände ich es übrigens gut, wenn du auf das Verhältnis von eingestellten Texten und Kommentaren etwas achten würdest. Is ja'n Geben und Nehmen, ne!
Grüße!
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Ausgefadet
Forum: Märchen, Fabeln, Sci-Fi und Fantastisches » Ausgefadet
12.10.2010 10:01
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Maerlin stellte den kurzen Speer in die Ecke und öffnete mit der jetzt freien Hand die Riemen des ledernen Rundschilds. "Kommst genau richtig", sagte Laura. Sie nahm zwei Teller vom Wandregal, befüllte sie mit krossen Kartoffels...
Maerlin stellte den kurzen Speer in die Ecke und öffnete mit der jetzt freien Hand die Riemen des ledernen Rundschilds. "Kommst genau richtig", sagte Laura. Sie nahm zwei Teller vom Wandregal, befüllte sie mit krossen Kartoffelscheiben und Rührei und stellte sie auf den Tisch. Maerlin hatte sich seit Wochen auf das Essen gefreut: Bauernfrühstück, mit Zwiebeln und dickem Speck. Sie hatten lang suchen müssen, bis die Zutaten gesammelt und ertauscht waren. Er legte Besteck hin, öffnete den Weinschlauch und füllte zwei Gläser. "Wie war's?", fragte sie. "Scheiße." Er zog eine zerdrückte Packung Filterloser aus der Brusttasche seines Hemds, fingerte eine raus und steckte sie an. "Ich mag nicht, wenn du bei Tisch rauchst. " "Ein paar hab ich erwischt. Die hatten aber kein Kwi. Das gleiche Spiel wie die ganze Woche: Du siehst die Viecher, um sie flimmert es, wie sonst auch. Aber wenn du hingehst, um sie zu kehlen, spürst du schon, die sind leer." Maerlin drückte die Zigarette in der Spüle aus, er hatte keinen Zug genommen. "Das ist schlecht", sagte Laura. "Ja, das ist es." Sie aßen schweigend, bis das Kind durch die Dämmerung schrie. Laura stand auf und ging zur Kleinen. Als sie auf dem Balkon saßen, machte er ein kleines Feuer im Grill, setzte sich mit dem dunklen Wein davor und sah in die Glut. "Wir haben kaum noch Vorräte", sagte Laura. Maerlin winkte ab. "Ich weiß. So knapp wie diesmal war's noch nie. Anderen geht's noch dreckiger, die in den fetten Jahren nichts zurückgelegt haben. Ich hab heut' mit einem der vorletzten Generation gesprochen, der die Zwiebeln und Eier besorgt hat ..." "Und?" "Nichts besonderes. Über die letzte Generation hat er geschimpft. Dass wir nicht genug Ressourcen für alle hätten. Eben das dreckige Treten am unteren Ende der Hierarchie. Aber mittendrin weggefadet ist er." "Vollständig?" "Nein, er ist im ersten Stadium. Nur die linke Gesichtshälfte hat sich dematerialisiert. Sah aus wie bei Enterprise, wenn jemand gebeamt wurde. Ich konnte durch den halben Kopf die andere Straßenseite sehen." "Enterprise?", fragte sie. "Vergiss es. Kannst du nicht kennen. Er ist eben gefadet." "Was wirst du tun?" "Weitersuchen. Was sonst." "Du musst das richten! Wir brauchen dich." Laura stand auf, ging hinter Maerlin in die Hocke und umarmte ihn. Er reagierte nicht, sah weiterhin in die Glut. Sie fragte sich, was er sieht, was er denkt. "Komm, komm zu uns. Denk an morgen." Maerlin kippte den letzten Schluck Wein auf den Grill und verteilte die Glut. "Ich rauch noch eine." Er steckte sie sich an der Glut an und sah in die Nacht. Ein paar kleine Feuer unter dem prächtigen Sternenhimmel verrieten andere Fader, die weit verstreut in der fast leeren Metropole lagerten. Ein paar zuckende Glühwürmchen im Sumpf des Unbehausten. Diese Welt hatte einen großen Unterschied zu der letzten: Sie waren hier weniger erwünscht. Er schnippste die Kippe über die Brüstung und ging. Laura lag eingerollt auf der Seite und atmete gleichmäßig. Maerlin legte sich neben sie auf den Rücken, verschränkte die Hände hinter dem Kopf und schloss die Augen.
Er pirschte seit einigen Stunden durch die Außenbezirke, ohne Erfolg. Kein einziger Kwirati in Reichweite. Nur früh am Morgen, kurz nachdem er aufgebrochen war, hatte er ein paar Geflügelte gesehen. Groteske Kreaturen, mit unsinnig langen Hälsen und riesigen Schnäbeln, ihre ledernen Schwingen knallten mit jedem Flügelschlag wie Segel in einer Bö. Prächtige Mistviecher. Voller Wirklichkeit. Um sie herum schien sich die Realität zu verdichten und sie selbst wirkten übernatürlich scharf konturiert. Kwi für mehrere Monate, schätzte Maerlin. Nicht das erste Mal, dass er eine gute alte Feuerwaffe gebraucht hätte - der Speer würde höchstens Aufmerksamkeit erregen. Er war keiner der Kwijäger, die von ihrer Beute zur Strecke gebracht werden.
Erst in der sengenden Mittagshitze stieß er auf ein Rudel rattenähnlicher Kwirati, die zwischen den Mauern eines zusammengestürzten Hauses auf großen Schuttbrocken in der Sonne dösten. Eins stand auf den Hinterläufen und rieb sich die Schnauze mit den Vorderpfoten. Drei, vier Jungtiere spielten vor einem großen Loch, das sich am Fuß eines geziegelten Turms befand, wahrscheinlich ein Schornstein, dachte Maerlin, der sich hinter einem verbeulten Fahrzeug verbarg. Er zählte ungefähr zwanzig Stück. Maerlin war um das alte Auto herumgeschlichen, die letzten Meter in Richtung Ruine gerannt und hatte seinen Wurfspeer auf das aufrecht stehende Kwirati geschleudert. Die Straße war voller Geröll und er war ins Rutschen gekommen. Wenn die Beute nicht so langsam gewesen wäre, hätte sie entkommen können. Auch so hatte er keine tödliche Verletzung verursacht. Das Kwirati schleppte sich, den Speer im Rücken, Richtung Bau. Maerlin rutschte noch ein paar Meter auf den kleinen Steinen, ruderte mit den Armen um Gleichgewicht, sah seine Beute schon geflohen, zog den langen Dolch und nutzte einen Moment der Balance, um abzuspringen. Er landete auf einem großen Stein, sprang in langen Sätzen über den Schutt zum Kwirati und kehlte es. Schnell, mit oft geübten Handgriffen, zog er den Inputschlauch, schob den Vakuumverschluss beiseite und saugte das Kwi ab. Das Ratten-Kwirati war randvoll mit dem Zeug. Aus dem Schatten des Schornsteins oder Kamins hörte er es winseln. Die Jungtiere. Maerlin ruckte am Speer, zog ihn raus und ging langsamen Schritts, den Oberkörper leicht nach vorn gebeugt, auf das Geräusch zu. Als er nur noch wenige Schritte entfernt war, hörte er warnendes Grollen aus den tieferen Schatten. Die Sonne drang nur wenige Zentimeter in die künstliche Höhle. Danach begann wie mit einem Lineal gezogen Schwärze. Maerlin ging um den Ziegelturm herum - viel zu tief, der Speer würde nichts ausrichten. Er suchte das Gelände ab. Unter einem Schutthaufen ragten ein paar Holzlatten hervor. Maerlin zog drei lange Bretter heraus und nahm sie mit vor den Bau. Zertrat zwei davon zu Kleinholz, spritzte ein paar Tropfen Spiritus rüber, zündete den Haufen an und schob ihn mit dem dritten Brett in den Kamin. Das Winseln wurde lauter, das Grollen zu einem Fauchen. Knistern und Rauchschwaden. Maerlin, ganz Auge und Speer, wartete. Als sie kamen, quollen sie heraus, schnellten an dem Feuer vorbei wie ein Fischschwarm auf dem Weg stromabwärts an einem Felsen. Maerlins Speer stieß mehrmals in die flirrende Fläche aus Rücken, es dauerte jedesmal, die Spitze aus den Körpern zu ziehen. Trotzdem hatte er mehr Beute gemacht, als er gedacht hätte. Als kein Kwirati mehr aus dem Loch schoss, tötete er die Verwundeten und saugte allen das Kwi ab. Vier Stück, insgesamt fünf. Eine ungewöhnlich erfolgreiche Jagd. Trotzdem würde es kaum für zehn Tage reichen. Drei Wochen, wenn er es nicht teilen müsste.
"Robert war hier ...", sagte Laura. "Ja und – was will er?", fragte Maerlin. Sie legte ihm die Hand auf den Arm. "Schlechte Jagd?" Maerlin schüttelte den Kopf, umfasste ihre Hand ein paar Augenblicke, bevor er sie wegschob. "Genug für zehn Tage, höchstens." Sie nickte und biss in die Unterlippe, damit sie nicht lächelte. "Was er will." "Sie haben ein großes Ding geplant. Eine Treibjagd oder eine Expedition. Ich bin nicht sicher, Robert redet immer so schnell, seine Gedankensprünge. Aber sie wollen dich als Späher. Er sagte du seist der beste." "Das sagt er, weil er mich braucht. Aber ich brauch ihn nicht." "Er hat mich angefleht, dass ich dich dazu bringen soll. Die anderen machen nur mit, wenn du scoutest. Auf dich sei Verlass. Man ist auf dich angewiesen, Maerlin, die haben fast keine Vorräte mehr. Roberts Tochter verschwindet von Tag zu Tag mehr. In einer Woche ist sie weg, sagt er." Maerlin schüttelte den Kopf. "Sollen die faden. Das geht mich nichts an. Mit denen arbeite ich nicht, die verstehen ihr Handwerk so gut, wie sie Menschen kennen." "Es könnte meine Tochter sein." "So ist das." "Du spinnst doch! Sieh mich an. Was ist los?" Er sah ihr in die Augen, drehte aber den Kopf gleich wieder weg. "Das Kwi muss in den Speicher." Er steckte den Schlauch ein, überführte das Kwi und verfolgte, wie sich die Gesamtmenge auf der Anzeige erhöhte. Um fast die Hälfte. 'Treibjagd', dachte er. 'Mit Robert und den anderen.' Er flüsterte es vor sich her, schmeckte die Wörter, und sagte es nochmal, wie um sich an den Geschmack zu gewöhnen. Nahm sich ein Stück Wurzelholz und begann eine Figur zu schnitzen. Er würde seine Ruhe haben. Laura ließ ihm das Alleinsein, sie kannte seine Stimmungen. Als es abend wurde und das Licht zu schwach zum Schnitzen, hörte er auf und sah, dass die Figur den Ratten ähnelte, die er heute getötet hatte. Er ging auf den Balkon und blickte eine Weile auf die Silhouette der finsteren Stadt, ein Anblick, von dem er dachte, dass er sich nie daran gewöhnen wird. Ihm fiel ein, dass er noch keine geraucht hatte und griff nach der Packung, steckte die bereits herausgeholte Zigarette aber wieder zurück und ging in den Raum, den Laura Schlafzimmer nannte. Sie lag auf der Seite und atmete gleichmäßig. Er streichelte ihren kleinen Bauchansatz und mit der Daumenkuppe weiter oben die Rundung entlang, streifte mit den Lippen über den Nacken und horchte nach einer Reaktion. Ihr Atem wurde etwas flacher und schneller. Seine Hand wanderte höher, zum Herz. Sie atmete bald wieder ruhiger, stellte er fest, aber der Puls blieb hoch. Irgendwann, nach ein paar Minuten, drehte sie sich lächelnd und mit geschlossenen Augen um, nahm sein Gesicht zwischen ihre Hände, flüsterte "Spanner" und küsste ihn.
Wie die sich aufgetakelt hatten. Dieses Wikinger-Weib mit ihren Titten in Stahlkörben und den zwei Huskies, in Felle gehüllt, als wäre sie immer noch im hohen Norden, woher zu stammen sie behauptete. Titus, der kleine Scheißer mit den unruhigen Rattenaugen. Seine Pupillen wanderten rastlos durch den Raum, über jedes Objekt und jeden Jäger und jede Jägerin. Er war noch nervöser als üblich, vielleicht, weil sich ab und an sein rechter Arm dematerialisierte. Zwei schweigsame Typen mit gewichsten Schnurrbärten. Robert war ihm der widerwärtigste der ganzen Bande, er redete, gestikulierte und trat auf, als hätte er gerade die verdammte Welt erobert, dabei konnte der allein noch nicht mal das Kwi für seine Familie beschaffen. Maerlin entschied, niemandem zu trauen. Ein Haufen Selbstdarsteller, die Scheiße nicht wert, die sie ausschieden, nicht die Luft, die sie zum Angeben verschwendeten.
Aber die Geschichte klang interessant, das Ziel lohnend. Eine Gruppe Jäger war drei Tagesmärsche entfernt auf Kwirati gestoßen, die auf zwei Beinen gehen und Werkzeuge benutzen. In den Lagern der in Stammesverbänden lebenden Kwirati befinden sich meist große Kwivorräte. Der Jagdtrupp hatte alles ausgekundschaftet und eine Karte gezeichnet, wie man dorthin kommt. Sie hatten herausgefunden, dass regelmäßig Kwirati-Trupps losziehen, um zu jagen. Wenige bleiben zurück, vor allem Alte und Kinder. Die perfekte Situation, um loszuschlagen und das Kwi zu klauen. Ein einfacher Plan, der zu Maerlins Überraschung nach einem guten Plan klang. Allein konnte das keiner reißen. Und er brauchte das Kwi, wie jeder.
Seine Hände kribbelten, die erste Vorstufe der Dematerialisierung. Maerlin nahm die Membran vom Mundstück des Outputschlauchs und inhalierte einen Mundvoll Kwi. Bald ließ das Kribbeln nach. Unter ihm, etwa zeihundert Meter abschüssigen Geröllwegs entfernt, sah er die Hängebrücke, hinter der laut den kundschaftenden Jägern das Territorium der zu Beraubenden begann. Eine wackelige Holzkonstruktion, deren einziger Pluspunkt ihre Kürze war. Maerlin drehte um und lief in leichtem Trab der Hauptgruppe entgegen.
Zwei Kwirati am Fluss. Sie schöpften Wasser und gingen mit einem vollgefüllten Eimer in jeder Hand den ausgetretenen Pfad hinauf zum Höhleneingang. Der Weg dorthin führte durch eine leicht geneigte Ebene, voller Steine in allen Größen und Formen. Maerlin zischte Robert zu, still zu sein und mit den anderen zu warten, dann verfolgte er die beiden, schlich von Deckung zu Deckung, obwohl sie sich kein einziges Mal umsahen. Kwirati-Kids, mutmaßte Maerlin. Ihre Wirklichkeit beeindruckte ihn. Die gehörten hierher.
Maerlin hockte sich hinter einen großen Felsen und bedeutete den anderen mit einer knappen Geste aufzuschließen. Die folgten im geduckten Gänsemarsch - wie eine vielgliedrige Schlange sahen sie von oben aus. Nachdem die Schlange den Berg hochgekrochen war, schnellte sie in die Höhle und spaltete sich in ihre einzelnen Glieder, die sich auf die Kwirati stürzten und die in ihrem Alltag überraschten Wesen überwältigten, bewusstlos schlugen oder fesselten. Maerlin sah zu, überrascht, dass kein Jäger in einen Schlachtenrausch geriet, vielleicht war es die Menschenähnlichkeit der Kwirati, die sie zurückhielt. Er umging den Kampfplatz und beeilte sich, in den hinteren Höhlenbereich zu gelangen, wo er den Kwispeicher ausgemacht hatte. Als er den fand, steckte er seinen Inputschlauch ein, vakuumierte das Standard-Behältnis und beide Extra-Speicher in wenigen Sekunden voll und lief zurück zum Höhleneingang, seinem Posten.
Auf der anderen Flussseite sah er ferne Bewegungen, es waren viele, mehr als er anhand der Lagergröße gedacht hätte. Vielleicht dreißig Mann. Einige trugen auf lange Stangen aufgehängte Kwirati, andere schienen verletzt, sie humpelten, wurden gestützt oder sogar getragen. Der Jagdtrupp. Maerlin dachte, dass dieser Planet sie wirklich auf dem Kieker hatte. Wenn er sofort handelte, würde er die Jäger warnen und die Abwehr organisieren können. Maerlin blickte in die Höhle hinein, sah die schweigsamen Brüder mit den gewichsten Schnurrbärten bei den gefangenen Kwirati stehen; Titus hatte den Inputschlauch in den Speicher gesteckt und hielt mit der rechten Hand den Outputschlauch fest, an dessen Mundstück er saugte. Die rechte Körperhälfte war nur noch Kontur und durchsichtige Fläche. Die Wikinger-Tussi stand daneben und füllte die auf den Rücken der Huskies geschnallten Speicher. Maerlin traf eine Entscheidung, lief die wenigen Schritte bis zum nächsten großen Felsblock und versteckte sich. Wartete, lauschte. Die Kwirati kamen schweigend den Bergweg hoch. Maerlin spürte ihre Gegenwart. Wenn viele Kwirati in der Nähe sind, scheint sich die Luft zu verdichten wie ein Kraftfeld. Er hörte viele müde Füße, die schweren Schritte der Verwundeten; kleine Steine, die den Hang hinunterrollten. Dann ein Schrei. Titus' Stimme, die fluchte und nach Hilfe rief. Die Wörter hingen lang in der klaren Bergluft, echoten in fernen Schluchten. Kampfgeräusche. Maerlin hörte Stahl auf Stein treffen. Hektische Bewegungen auf dem freien Feld vor dem Eingang. Das dumpfe Geräusch eines Schädels, der eingeschlagen wurde. Spürte etwas wie eine Wirklichkeitsverdünnung, als die Kwirati ins Innere der Höhle vordrangen und sich schweigend auf die Menschen stürzten. Maerlin wartete ein paar Sekunden, spähte um den Felsen und sah niemanden vor der Höhle stehen. Wie er vermutet hatte, das waren Jäger, keine Krieger. Er überlegte einen Moment und lief dann mit langen, gleichmäßigen Schritten den Weg hinab. Die Füße möglichst wenig vom Boden abheben, lange Schritte machen, auf dem Ballen landen, über den Außenrist abrollen, durch die Nase ein und durch den Mund ausatmen. Irgendwann würde sich der Atem mit den Schritten synchronisieren, die Gedanken in den Hintergrund treten, und Platz machen für den klaren Geschmack kalter Bergluft. So würde er viele Stunden laufen können.
Nachdem er vorsichtig über die Hängebrücke gegangen war, suchte er auf der anderen Seite einen großen Stein und schlug gegen einen Pfosten, bis der wackelte und aus dem Boden brach. Maerlin kickte den Pfosten mitsamt dem daran hängenden Seil in die Schlucht. Er kontrollierte die Kwi-Speicher. Alle randvoll. Er würde nicht ausfaden. Maerlin registrierte die zunehmende Dunkelheit und lief weiter. Er hatte sich die Strecke auf dem Hinweg eingeprägt. Sie war eben genug, dass er nachts laufen konnte, wenn seine Augen an die Dunkelheit gewöhnt waren. Am Tag wollte er schlafen, wenn es wärmer war und weniger Räuber unterwegs waren. In spätestens fünfzig Stunden würde er wieder in der Stadt sein.
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RE: guten Tag
Forum: Vorstellungen » guten Tag
11.10.2010 23:56
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ich sag an dieser stelle auch noch mal offiziell hallo: hallo! du hast uns ja gleich was schönes mitgebracht und auch ein paar werke besenft. fein, fein. :) viel spaß hier und meld dich ruhig beim team wenn was sein sollte. viel spaß...
ich sag an dieser stelle auch noch mal offiziell hallo: hallo! du hast uns ja gleich was schönes mitgebracht und auch ein paar werke besenft. fein, fein. :) viel spaß hier und meld dich ruhig beim team wenn was sein sollte. viel spaß und bis die tage. kjub
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RE: hallo erst mal
Forum: Vorstellungen » hallo erst mal
11.10.2010 23:50
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hey mm, das klingt als dürften wir uns auf ein paar feine interpretationen / kritiken / werke aus deiner feder freuen! viel spaß beim toben und hab keine scheu dich zu melden, wenn irgendwas sein sollte. kjub...
hey mm, das klingt als dürften wir uns auf ein paar feine interpretationen / kritiken / werke aus deiner feder freuen! viel spaß beim toben und hab keine scheu dich zu melden, wenn irgendwas sein sollte. kjub
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RE: Endstation
Forum: Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. » Endstation
11.10.2010 23:30
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Hi Pedro, dass Paul sich anzieht, bevor er aus dem Fenster springt, finde ich ein gutes, weil zugleich verständliches und irrationales Detail, das gab der Geschichte auf den letzten Metern noch den Tick Echtheit, den ich vorher etwas vermisst ha...
Hi Pedro,
dass Paul sich anzieht, bevor er aus dem Fenster springt, finde ich ein gutes, weil zugleich verständliches und irrationales Detail, das gab der Geschichte auf den letzten Metern noch den Tick Echtheit, den ich vorher etwas vermisst habe. Im Einzelnen kommt bspw der Dialog ziemlich hölzern rüber. Nimm die ersten vier Dialogzeilen, da steckt alles drin, was ich meine.
Zitat „Hallo, Papa, wie geht’s?" „Ich habe immer gewartet, dass du mich endlich hier herausholst.“ „Ich konnte nicht eher kommen, zur Zeit haben wir wahnsinnig viel Arbeit in der Firma. Wie gefällt es dir denn hier, hast du dich eingewöhnt?“
Das ist so schriftdeutsch, so redet keiner, zumindest niemand, den ich kenne. Das kann verknappt werden, außerdem darf es ruhig etwas 'unrunder' sein. Also bspw dass eine Frage mal nicht brav und erschöpfend beantwortet wird, sondern der Alte mit der Faust auf den Tisch haut oder grummelt ... "wie solls mir schon gehen" - etwas in der Richtung. Dann ist das auch gleich so ein ellenlanger Dialog. Das ist auch schwer, dynamische, glaubwürdige Dialoge zu schreiben. Etwas Auflockerung könntest du durch eingeschobene Beschreibungen äußerer Handlungen erreichen. Was weiß ich, der Sohn geht zur Blumenvase und wechselt das Wasser ... zb. Indirekte Rede wäre auch eine Möglichkeit zur Abwechslung.
Zitat „Sag mal, hörst du mir eigentlich zu?
Da hab ich gelacht! Ich hab auch überlegt, was der Sohn da labert. Der Satz sitzt.
Danach klingts für mich sehr nach Autorenstimme, was Paul sagt. Also jetzt nicht schlecht, da sind paar starke Sachen aufgezählt, aber da fehlt der Gegenpart oder so. Ich mein, natürlich spricht der Autor durch seine Figuren, aber wenn ein Prot nur Stichwortgeber ist und die andere monologisiert, geht mir so bisschen die Atmosphäre flöten. Das klingt immer als wollte der Autor das mal unbedingt gesagt haben und jubelt das seinen Figuren unter.
Das sind halt so paar Ideen zu deinem Text. Ich hoffe du kannst was damit anfangen.
Grüße! Kjub
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RE: Frolic für Kinder
Forum: Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. » Frolic für Kinder
11.10.2010 20:13
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Hey will, das ist überhaupt kein Problem. Allerdings habe ich nicht verstanden, ob du es jetzt gelöscht haben möchtest oder nicht. Außerdem wartet unter deiner älteren Version noch ein Kommentar. Grüße!...
Hey will, das ist überhaupt kein Problem. Allerdings habe ich nicht verstanden, ob du es jetzt gelöscht haben möchtest oder nicht. Außerdem wartet unter deiner älteren Version noch ein Kommentar. Grüße!
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RE: grau
Forum: Liebe und Leidenschaft » grau
11.10.2010 13:35
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Hey Chepre, gewagter Einstieg, dieses einzeln stehende grau, sogar kleingeschrieben, mutig in einem Gedicht, das sich in irgendeiner Form um Zweisamkeit oder wie hier um das Ende derselben dreht. Mich hat das angesprochen, dass es nicht so Aufmerksam...
Hey Chepre, gewagter Einstieg, dieses einzeln stehende grau, sogar kleingeschrieben, mutig in einem Gedicht, das sich in irgendeiner Form um Zweisamkeit oder wie hier um das Ende derselben dreht. Mich hat das angesprochen, dass es nicht so Aufmerksamkeitsheischend daher kommt. Den ersten Vers habe ich als Vorzeichen für den Rest gelesen. Jemand geht und ist im Folgenden weg, fehlt in der Gedichtwelt des lyrischen Ich, das aber von diesem "du" weiterhin träumt und von Gewittern und "Gesängen in der Tiefe"! -> Das ist schön, da schwingen so abgründige Assoziationen mit, Mystik, dann aber gehts flugs zurück auf die Physiologische Ebene -> "unter deinem Schlüsselbein" Ja, das gefällt. Das abwesende Lyrdu erfüllt Lyrich weiterhin, bringt es aus der Fassung, lässt es fallen, vielleicht in's Abgründige - zuletzt allerdings zeigt sich dass Lyrdu trotz seiner Abwesenheit präsent ist und Lyrich vllt sogar hält ... Das ein oder andere Personalpronom hätt' eingespart werden können. Schönes Ding, Chepre. Grüße Kjub
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RE: Nur eine Geschichte
Forum: Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. » Nur eine Geschichte
11.10.2010 11:40
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Hallo Pedro, freut mich, dass es sich flüssig lesen ließ und besonders, dass du die Sprache als passend empfindest. Ein Freund hier aus Hamburg meinte, Fat Jack's Sprache könne etwas mehr Lokalkolorit vertragen. Und die Matroschkagesc...
Hallo Pedro, freut mich, dass es sich flüssig lesen ließ und besonders, dass du die Sprache als passend empfindest. Ein Freund hier aus Hamburg meinte, Fat Jack's Sprache könne etwas mehr Lokalkolorit vertragen. Und die Matroschkageschichten sind natürlich so eine Sache. Den meisten ist das etwas zu viel, ich mag die. Ich versuche Geschichten zu schreiben, die ich selbst gern lesen würde. Danke für's gern gelesen und Gruß! Kjub
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RE: Eliteraten!
Forum: Feedback & Moderation » Eliteraten!
11.10.2010 11:23
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Ihr könnt euch dann entweder dort anmelden und selbst posten, oder das Zeug mir schicken und ich stell' das dann ein. Ganz wie's beliebt, die Herrschaften. Nehmt euch die Zeit, die ihr braucht. Denkt an euer Herz. ;)...
Ihr könnt euch dann entweder dort anmelden und selbst posten, oder das Zeug mir schicken und ich stell' das dann ein. Ganz wie's beliebt, die Herrschaften. Nehmt euch die Zeit, die ihr braucht. Denkt an euer Herz. ;)
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RE: Eliteraten!
Forum: Feedback & Moderation » Eliteraten!
10.10.2010 23:52
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Heilige Scheiße. Marot hat wohl so ein kleines Büchlein, in das er alles einträgt, was ihm mal Kummer gemacht hat. Ist ja irgendwie auch niedlich, hat halt jeder ne andere Art mit solchen Sachen fertig zu werden. Na, wir stratzen da m...
Heilige Scheiße. Marot hat wohl so ein kleines Büchlein, in das er alles einträgt, was ihm mal Kummer gemacht hat. Ist ja irgendwie auch niedlich, hat halt jeder ne andere Art mit solchen Sachen fertig zu werden. Na, wir stratzen da mal ganz entspannt rüber und lassen bei denen bisschen Luft ab, würd ich sagen. Sind die metaphorischen Klingen geschärft, die Analogie-Musketen geladen, sitzt euer Outfit? En Garde den forenautikern!
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RE: Eliteraten!
Forum: Feedback & Moderation » Eliteraten!
09.10.2010 09:05
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Wir haben noch eineinhalb Tage, bevor der Spaß losgeht. Bis dahin kann sich angemeldet werden. Ansonsten müssens eben die Veteranen richten!
Wir haben noch eineinhalb Tage, bevor der Spaß losgeht. Bis dahin kann sich angemeldet werden. Ansonsten müssens eben die Veteranen richten!
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